Noch liegt der Garten im Halbschlaf, doch unter der Erde regt sich bereits Leben. Wer jetzt strukturiert vorgeht, legt das Fundament für ein fruchtbares Gartenjahr und erspart sich im Sommer und Herbst den Anblick kümmerlicher Beete und fehlender Ernte. Ein durchdachter Aussaat- und Pflanzkalender schafft Überblick. Das beginnt mit dem Boden. Sobald er frostfrei und trocken ist, lockert man ihn mit der Grabgabel. Die Erde braucht Luft. Kompost liefert Nährstoffe. Wer neue Beete plant, denkt Wege gleich mit, denn wer will schon Trampelpfade oder Trittschäden im Garten.
Bereits jetzt beginnt die Freilandsaison für robuste Gemüsesorten. Ein Blick in den Gartenkalender zeigt, welche Sorten direkt ins Beet dürfen und welche noch Schutz benötigen. Spinat, Radieschen, Möhren, Erbsen oder Pflücksalat kommen recht gut mit kühlen Nächten zurecht, solange es nicht zu frostig wird. Wichtig ist, dass der Abstand in der Reihe nicht zu eng ist. Zu dicht gesät, das bedeutet später mühsames Vereinzeln.
Auf der Fensterbank startet die Vorkultur. Tomaten, Paprika und Zucchini keimen hell und nicht zu warm. Man sollte aber nicht zu früh mit dem Anpflanzen beginnen, sonst droht die Gefahr, dass man lange, instabile Triebe heranzieht. Kompakte Jungpflanzen entwickeln sich später kräftiger.
Auch Obstgehölze fordern Aufmerksamkeit. Apfel- und Birnbäume schneidet man an frostfreien Tagen. Totholz entfernen, damit die Krone wieder Licht und Luft bekommt. Beerensträucher danken einen gezielten Rückschnitt mit reichem Austrieb. Hier gilt: Was sich kreuzt oder nach innen wächst, wird entfernt. Stauden und Ziergräser kürzt man nun bodennah zurück Unter alten Halmen zeigen sich vielleicht schon frische Spitzen. Sie brauchen nun Raum und Licht. Auf Balkon und Terrasse beginnt ebenfalls die Saison. Auf der To-do-Liste stehen Blumenkästen reinigen, alte Erde austauschen, Blumentöpfe säubern und dann üppig bepflanzen mit bunten Frühblühern und frischen Kräutern. pat