Noch nie hatten junge Menschen so viele Möglichkeiten bei der Berufswahl. Mit der Vielfalt wächst jedoch die Unsicherheit bei den Jugendlichen ebenso wie bei den Eltern, die sie begleiten und unterstützen. Viele Berufe von heute unterscheiden sich stark von den Berufsbildern früherer Generationen. Oft klingen schon die Namen fremd. Und bei der Berufswahl spielen neben Inhalten, Gehalt und Aufstiegschancen weiche Faktoren eine immer größere Rolle: das Betriebsklima, die Arbeitszeiten, die Frage, wie gut Beruf und Alltag zusammenpassen. Kurze Wege zählen - sie schenken Zeit. Gerade weil die Berufswahl so komplex geworden ist, hilft frühe Orientierung. Wer Berufe erleben, vergleichen und einordnen kann, findet leichter seinen eigenen Weg. Bereits zum 46. Mal öffnet die Sparkasse Fürstenfeldbruck dafür ihre Türen. Der BIM findet am Sonntag, 1. Februar von 10 bis 14 Uhr im Verwaltungszentrum der Sparkasse in der Oskar-von-Miller-Straße 4 in Fürstenfeldbruck statt. Ziel der Veranstaltung ist es, das Ausbildungsangebot der Region sichtbar zu machen und Berufe vorzustellen.
Mehr als 50 Betriebe machen mit eigenen Ständen mit. Das reicht von „A“ wie Agrartechnische/r oder Anästhesietechnische/r Assistent/in, Automatenfachmann/-frau bis „Z“ wie Zahnmedizinische/r Fachangestellte/r, Zimmerer/in, Zerspanungs- oder Zweiradmechaniker/in. Neben klassischen Handwerksberufen wie Bäcker, Metzger, Maurer, Maler oder Schreiner sind zahlreiche soziale, pflegerische und kaufmännische Berufe vertreten. Dazu kommen weniger bekannte wie etwa der Industrie-Isolierer oder Berufe aus der Umwelt- oder Biotechnologie, Pflanzen- und Umweltanalytik.
Viele Betriebe bringen ihre Azubis mit. Sie erzählen, wie sich ein Arbeitstag anfühlt, was überrascht hat, was schwer war, was Spaß macht und was der Beruf überhaupt beinhaltet. Wer weiß beispielsweise, dass Fachangestellte für Bäderbetriebe viel mehr sind als „Bademeister“ am Beckenrand. Am Stand der Stadtwerke Fürstenfeldbruck kann man sich über diesen abwechslungsreichen Beruf informieren, der neben dem Kontakt mit den Schwimmgästen zum Beispiel bei Kursen, auch die Kontrolle der Wasserqualität und die Bedienung der bädertechnischen Einrichtungen beinhaltet.
Auch die Sparkasse informiert an einem eigenen Stand über die Ausbildung Bankkaufmann/frau. Ein Beruf, der Beratung, Kommunikation und Nähe zur Region verbindet. Wer sich eine Schnupperlehre, ein Praktikum oder einen Ausbildungsplatz sichern möchte, kann an den Ständen mit gezielten Fragen Interesse zeigen und seine Bewerbungsunterlagen abgeben. Auf diese Weise sind bereits zahlreiche Ausbildungsverhältnisse entstanden. Ergänzend lohnt sich ein Blick auf die Ausbildungsbörse des Landratsamts, die einen Überblick über aktuell freie Stellen bietet. An seinem Stand gibt die Kreisbehörde darüber hinaus Informationen zu ihren Ausbildungen im Bereich Soziale Arbeit, Öffentliches Recht, Architektur und Bauingenieurwesen sowie über die dualen Studiengänge Diplom-Verwaltungswirt/in oder -informatiker/ in. Ausbilder und Mitarbeitende berichten aus der Praxis und erklären, wie der Einstieg ins Berufsleben in der Kreisverwaltung gelingt.
Ergänzend beraten Fachleute etwa an den Ständen der IHK, der Agentur für Arbeit und den Beruflichen Schulen wie FOS, BOS über den Übergang von der Schule in den Beruf, geben Bewerbungstipps und Infos zu Fördermöglichkeiten wie Schüler- und Aufstiegs-BAföG sowie duales Studium. Über kaufmännische und technische Berufe sowie Weiterbildungen informiert die IHK, die Innung für Elektro- und Informationstechnik München stellt Berufe des Elektro- und Informationstechnikerhandwerks vor.
Nicht zuletzt machen der Messeflair, praktische Vorführungen, Mitmachangebote und die originellen Give-aways an den Ständen den Berufs-Info-Markt zu einem Erlebnis.
Patrizia Steipe