Potsdam (dpa/bb) - Je ländlicher, desto weniger Frauen sind in den Kommunalparlamenten - das gilt auch für Brandenburg. Sozialministerin Ursula Nonnemacher (Grüne) will für einen höheren Frauenanteil in der Politik sorgen. Denn im Landtag liegt diese Quote bei 36,4 Prozent, in den Kreistagen und Stadtverordnetenversammlungen bei 27,6 Prozent (von 16 Prozent in Spree-Neiße bis 42,9 Prozent in Oberhavel) und der Anteil von Bürgermeisterinnen in Brandenburg liegt gar nur bei 19 Prozent. Das hat eine Studie der SPD-nahen Friedrich-Ebert-Stiftung Brandenburg ergeben.
„Politik braucht die Stimmen aller gesellschaftlichen Gruppen, insbesondere auch die von Frauen“, forderte die Sozialministerin am Samstag in einer Mitteilung. Nonnemacher warb für ein sogenanntes Mentoring-Programm, das politisch engagierte Frauen - ob im Gemeinderat oder der Elternvertretung - in Workshops mit politisch erfahrenen Frauen und Männern zusammenbringt.
Das Paritätsgesetz für gleichmäßig viele Männer und Frauen auf den Kandidatenlisten für Landtagswahlen war 2020 vom Landesverfassungsgericht gekippt worden.
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