Norddeich (dpa/lni) - Trotz vieler abgesagter Umzüge und Feste in den Karnevalsregionen zieht es Karnevalsmuffel auch in diesem Jahr zur Erholung an die Nordseeküste. Die Ostfriesischen Inseln registrierten bereits für dieses Wochenende ein erhöhtes Anreiseaufkommen. Vor allem Reisende aus Nordrhein-Westfalen würden die Karnevalstage für einen Ausflug auf die Inseln nutzen, teilte Marc Klinke, Marketingleiter bei der Ostfriesische Inseln GmbH, auf Borkum mit.
Besondere Angebote gibt es auf den Inseln nicht - anders aber auf dem Festland: „Wem lautes Karnevals-Treiben ein Graus ist, der ist bei uns goldrichtig“, teilte Armin Korok, Tourismusdirektor in Norddeich (Kreis Aurich) mit. Die Touristiker dort bieten Karnevalsmuffeln ein eigenes Programm an. In diesem Jahr steht es unter dem Motto: „Traditionen, Leben und starke Menschen hinterm Deich.“
Mit typisch ostfriesischen und maritimen Aktivitäten soll Entschleunigung geboten werden. Gäste können etwa die Technik des Krabbenpulens lernen, ein Schöpfwerk oder einen Krabbenkutter besichtigen und bei einer Tasse Ostfriesentee etwas über den Küstenschutz erfahren.
Wegen der Corona-Pandemie waren viele klassische Karnevals-Umzüge wie etwa zu Rosenmontag in Köln bereits abgesagt worden. Unter dem Eindruck des russischen Angriffs auf die Ukraine wurden zuletzt weitere Fest abgesagt. In Köln etwa ist stattdessen eine Friedensdemo an Rosenmontag geplant. Mehrere Zehntausend Teilnehmer werden erwartet.
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