Osnabrück/Neustrelitz (dpa/lni) - Der Verein „Exil“ aus Osnabrück ist von der Stiftung für Engagement und Ehrenamt für seine innovative Nachwuchsarbeit mit einem Preisgeld in Höhe von 10 000 Euro ausgezeichnet worden. „Wir freuen uns riesig über diese tolle Würdigung“, sagte die Koordinatorin Lara Benteler. Der Verein setze sich seit mehr als 30 Jahren mit verschiedenen Projekten dafür ein, dass Menschen mit einer Flucht- und Migrationsgeschichte menschenwürdig und angstfrei in Osnabrück leben können.
Das Preisgeld soll in das Projekt „Mach’s doch selbst!“ fließen, bei dem mehr Ehrenamtliche für Projekte gewonnen werden sollen, die dann anschließend eigenen Ideen verwirklichen können. „Wir sind überzeugt, dass alle Menschen, egal, woher sie kommen und was sie erleben mussten, Talente und Fähigkeiten mitbringen, die sich in Gemeinschaft am besten entfalten. Bei „Exil“ laden wir dazu ein, diese ein- und umzusetzen, sagte die Geschäftsführerin des Vereins, Sara Josef.
Mit dem „Kreisfeuerwehrverband Lüchow-Dannenberg e.V.“ und den „Weser-Ems Perspektiven e.V.“, wurden zwei weitere niedersächsische Vereine ausgezeichnet. Jeweils 10 000 Euro gingen der Stiftung zufolge außerdem an die gemeinnützige Unternehmergesellschaft „Mitmacher“ und die gemeinnützige Organisation „Weekendschool Deutschland e.V“ aus Hamburg.
Preisträger aus Mecklenburg-Vorpommern sind der „Förderverein Dorf und Kirche Wrodow e.V.“, „Rollkollektiv 4 Tore e.V.“ und „Power On e.V.“. Einen der zehn Publikumspreise erhielt der Verein „Greifbar“ aus Greifswald. In Schleswig-Holstein gewannen „epunkt e.V. - Bürgerkraftwerk und Freiwilligenagentur für Lübeck“ sowie „RRC Teddybär Kiel e.V.“.
Insgesamt 500 000 Euro gingen im Rahmen des „EngagementGewinner“-Wettbewerbs an 50 Organisationen. Beworben hatten sich rund 350 Teilnehmer. Aus diesen habe die Jury 40 Gewinner ausgewählt, zehn weitere seien online von Bürgern gekürt worden. Die in Neustrelitz (Mecklenburg-Vorpommern) ansässige Stiftung hat sich zum Ziel gesetzt, Organisationen zu fördern, die mit ihrem inklusiven und innovativen Konzepten Nachwuchs für Ehrenämter gewinnen.
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