Halle (dpa/sa) - Die Tourismusbetriebe in Sachsen-Anhalt haben im zweiten Jahr in Folge coronabedingt deutliche Einbußen verkraften müssen. Die Zahl der Übernachtungen habe 2021 bei 5,8 Millionen gelegen und sei damit nach einem langjährigen Wachstum in etwa auf das Niveau des Jahres 2004 zurückgefallen, teilte das Statistische Landesamt am Freitag in Halle mit. Im Vergleich zum noch coronafreien Jahr 2019 ist die Zahl der Übernachtungen damit um 32,7 Prozent gesunken. Auch die Zahl von 2020 konnte den Angaben zufolge nicht gehalten werden: Im Vergleich zum Vorjahr seien die Übernachtungen um 2,6 Prozent zurückgegangen.
Bei der Zahl der Gästeankünfte zeigt die Statistik ein ähnliches Bild: Bedingt durch die coronabedingten Einschränkungen in der Tourismusbranche sei auch die Zahl der Gäste 2021 rund 41 Prozent niedriger als 2019 und 4,9 Prozent niedriger als 2020 ausgefallen. Insgesamt konnten 2021 landesweit etwa 2,1 Millionen Gästeankünfte registriert werden, hieß es.
Während die Reisegebiete Magdeburg, Elbe-Börde-Heide, Halle und Saale-Unstrut im Vergleich zu 2020 sowohl bei den Gästen als auch bei den Übernachtungen zulegen konnten, hätten der Harz, das Harzvorland und die Region Anhalt-Wittenberg eingebüßt. In der Altmark ging den Angaben zufolge zwar die Gästezahl zurück, bei den Übernachtungen gab es hingegen ein Plus.
Mit 94,4 Prozent sei im Vorjahr der größte Teil aller Gäste aus dem Inland nach Sachsen-Anhalt gekommen. Wer aus dem Ausland anreise, komme meist aus den Niederlanden und Polen, hieß es. Im Schnitt halten sich Touristen demnach 2,7 Tage in Sachsen-Anhalt auf.
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