BerlinPartylaune trotz Corona? Pandemie überschattet Jahreswechsel

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Die Zahl 2021 ist mit einer Wunderkerze in die Luft geschrieben.
Die Zahl 2021 ist mit einer Wunderkerze in die Luft geschrieben. Kira Hofmann/dpa-Zentralbild/dpa

Die Bilder von Berlins Partymeile gehen alljährlich zum Jahreswechsel um die Welt: Zehntausende Gäste zieht es zur größten Silvesterfeier Deutschlands am...

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Berlin (dpa/bb) - Die Bilder von Berlins Partymeile gehen alljährlich zum Jahreswechsel um die Welt: Zehntausende Gäste zieht es zur größten Silvesterfeier Deutschlands am Brandenburger Tor. Zum diesjährigen Jahreswechsel ist klar, dass es diese Szenen nicht geben wird. Doch wie wirken sich die Beschränkungen angesichts der Corona-Krise und die 56 Böller-Verbotszonen in der Hauptstadt auf die Partylaune aus? Werden sich die Menschen an die Auflagen halten?

Die Polizei schickt 2900 Kräfte in den Einsatz, teils kommen die Beamten auch aus anderen Bundesländern. „Gegen die Unverbesserlichen wird die Polizei konsequent vorgehen“, hatte Innensenator Andreas Geisel (SPD) angekündigt. Die Gewerkschaft der Polizei betonte, die Umsetzung der Corona-Auflagen und eine Kontrolle in den vielen Böller-Verbotszonen sei gar nicht umsetzbar.

Silvester und Neujahr gilt ein bundesweites An- und Versammlungsverbot. Zudem wurde der Verkauf von Silvester-Feuerwerk grundsätzlich verboten. Ziel ist es, Rettungsdienste und Krankenhäuser, die in der Corona-Krise ohnehin am Limit arbeiten, zu entlasten.

Die Feuerwehr bereitete sich wie in den Vorjahren auch auf einen Ausnahmezustand vor. Rund 850 Kräfte der Berufsfeuerwehr sollen zum Jahreswechsel im Einsatz sein sowie mehr als 520 Ehrenamtliche von den Freiwilligen Feuerwehren, wie ein Sprecher der Berliner Feuerwehr zum Wochenanfang ankündigte.

Trotz der Corona-Beschränkungen ist sich Landesbranddirektor Karsten Homrighausen gar nicht sicher, dass die Feuerwehr viel weniger zu tun haben wird. „Spontane Ansammlungen und übermäßiger Alkoholkonsum können dann wieder dazu führen, dass Einsatzkräfte angegriffen werden“, meinte Homrighausen.

Berlins Hoteliers und Gastronomen dürfte auch eher wenig zum Feiern zumute sein. Das Jahresende gilt für gewöhnlich als Hochsaison für die Hauptstadt: 2019/2020 war von etwa zwei Millionen Übernachtungsgästen an Weihnachten und Silvester die Rede.

Am Brandenburger Tor muss dieses Mal zwar die Party ausfallen, das ZDF veranstaltet aber am Abend wieder seine Silvestershow dort. Die Künstler treten vor historischer Kulisse live auf, allerdings ohne Publikum.

„Dieses Jahr war kein normales Jahr, und es wird auch nicht normal enden“, hatte Berlins Innensenator bei der Ausweisung neuer Böller-Verbotszonen gesagt. Er appellierte an die Menschen, zuhause zu bleiben und auf Feuerwerk im Freien zu verzichten. Verboten ist das Zünden von Raketen und Böllern an vielen bekannten Plätzen der Hauptstadt - etwa am Alexanderplatz und am Potsdamer Platz, aber auch im Bereich Kottbusser Tor oder Mauerpark.

In diesen Verbotszonen sind der Aufenthalt und das Zünden von Pyrotechnik aller Kategorien verboten, also auch von Wunderkerzen zum Beispiel. Ein Durchqueren der Straßen, Plätze und Grünanlagen ist jedoch erlaubt. Wie die Polizei mitteilte, droht bei Verstößen ein Bußgeld von bis zu 1000 Euro.

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