BerlinFrühere Zoo- und Tierparkdirektor Blaszkiewitz gestorben

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Der damalige Zoodirektor Bernhard Blaszkiewitz im Zoo von Berlin neben dem Raubtierhaus.
Der damalige Zoodirektor Bernhard Blaszkiewitz im Zoo von Berlin neben dem Raubtierhaus. picture alliance / dpa/Bildarchiv

Der frühere Berliner Zoo- und Tierparkdirektor Bernhard Blaszkiewitz ist tot. Er sei vergangene Woche im Alter von 67 Jahren gestorben, teilte eine...

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Berlin (dpa/bb) - Der frühere Berliner Zoo- und Tierparkdirektor Bernhard Blaszkiewitz ist tot. Er sei vergangene Woche im Alter von 67 Jahren gestorben, teilte eine Zoo-Sprecherin am Montag in Berlin mit. „Er war ein leidenschaftlicher Tiergärtner und hat vor allem den Tierpark in den vergangenen Jahrzehnten entscheidend geprägt“, sagte Zoo- und Tierparkdirektor Andreas Knieriem über seinen Vorgänger.

Der Verein „Freunde der Hauptstadtzoos“ bedauert den Tod des langjährigen Direktors: Blaszkiewitz sei ein streitbarer, ehrlicher und offener Mensch gewesen, der polarisiert habe. „Dieses machte ihn angreifbar, verletzbar, aber es ging ihm immer um das Wohl vom Tierpark und vom Zoo“, hieß es.

Blaszkiewitz war seit 1991 Tierparkdirektor und seit 2007 auch Direktor des Zoologischen Gartens Berlin. Er war damit der erste gemeinsame Direktor von Zoo, Tierpark und Aquarium in Personalunion. Es sei unter anderem auch Blaszkiewitz zu verdanken, dass Berlin heute zwei herausragende zoologische Einrichtungen habe, die an Artenvielfalt weltweit ihresgleichen suchten, so Knieriem.

In seine Amtszeit fiel die Aufzucht des im Jahr 2006 geborenen Eisbären Knut im Zoo. Knut wurde ein internationales Medienphänomen in Zeiten des Klimawandels. Da ihn seine Mutter nicht annahm, zog ihn sein Pfleger mit der Flasche auf. Die Bilder des flauschig-weißen Bärchens aus dem Berliner Zoo rührten weltweit Millionen Menschen.

Blaszkiewitz habe unter anderem die nach dem Mauerfall nötige Modernisierung des Tierparks vorangetrieben, hieß es in der Mitteilung des Zoos. Außerdem zeugten mehr als 600 Veröffentlichungen aus über 40 Jahren von seiner umfangreichen Artenkenntnis und seinem Interesse an zoohistorischen Themen.

Blaszkiewitz hatte seinen Posten zum 31. März 2014 vorzeitig aufgegeben. Seit Vertrag lief noch bis Ende Juni 2014. Er war unter anderem wegen eines teils harschen Umgangs mit Mitarbeitern, Frauenfeindlichkeit und einsamen Entscheidungen in die Kritik geraten.

So hatte er in internen Schreiben den Namen von Mitarbeiterinnen die Formel 0,1 vorangestellt, die in der Zoo-Welt für „Weibchen“ steht, bei bestimmten Tierarten auch für „Zuchtstuten“. Später erklärte Blaszkiewitz, er habe niemanden verletzen wollen.

© dpa-infocom, dpa:211220-99-453737/3

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