Reisetipps Zypern

Ausflüge & Touren Zypern

Ein Tag im Tróodos-Gebirge

Zyperns Vielfalt erschließt sich denen, die mindestens einen Tag im Gebirge verbringen. Sie werden stille Dörfer, schöne Täler, einzigartige Kirchen und Klöster erleben und die würzige Waldluft genießen. Länge der Rundfahrt ab/bis Limassol: ca. 175 km. Zeitbedarf 10 bis 12 Stunden.

Zunächst geht es über die Autobahnausfahrt 28 auf der Höhe von Limassol auf gut ausgebauter Landstraße in die Berge hinein. Die Wegweiser zeigen nach Plátres. Zwei Stauseen werden passiert, der Ólympos ist schon deutlich zu sehen.

Kurz hinter Trimiklíni gabelt sich die Straße dann. Fährt man zunächst in Richtung Nicosia weiter und dann auf der Passhöhe links in Richtung Tróodos, kommt man am riesigen Tagebaugelände vorbei, in dem noch bis in die 1980er-Jahre Asbest abgebaut wurde. Die Straße führt jetzt kurvenreich an mehreren Picknickplätzen vorbei durch schütteren Wald weiter bergan. Charakteristische Pflanzen sind Steineiche, Schwarzkiefer und Erdbeerbaum. Auf 1700 m Höhe ist der Weiler Tróodos erreicht.

Der Ólympos soll jetzt vollständig umfahren werden. Dazu geht es zunächst in das für seine leckeren Äpfel gerühmte Pródromos, von dort in den Luftkurort Páno Plátres. Hier lohnt sich ein Forellenessen im Waldrestaurant Psilo Dendro unter schattigen Bäumen. Noch schöner sitzen Sie im Weinbauerndorf Ómodos. Nach einem Besuch im Kloster und einem Bummel durch die romantischen Gassen ist der Kaffee auf dem schönsten Dorfplatz der Insel ein besonderer Genuss.

Die Rückfahrt von Ómodos an die Küste gerät noch einmal zu einem großartigen Landschafts- und Naturerlebnis, wenn man durch das Flusstal des Diarízos hinunterfährt. Im Tal liegen mehrere verlassene oder nur noch von einem Viehzüchterpaar bewohnte, ehemals türkisch-zypriotische Dörfer; große Schaf- und Ziegenherden ziehen über die grünen Hänge.

2 km westlich von Koúklia kehren Sie dann auf die alte Küstenstraße zurück.

Tagestour durch den Inselwesten

Die Region um Páfos gilt als Heimat der Liebesgöttin Aphrodite. Es lohnt sich, einen Tag lang mit dem Mietwagen ihren Spuren zu folgen. Länge der Fahrt ab Felsen der Aphrodite bis Páfos: ca. 140 km. Zeitbedarf mindestens 9 bis 10 Stunden.

Startpunkt ist der Felsen der Aphrodite. Hier soll die antike Göttin dem Meer entstiegen sein und erstmals den Boden der Erde betreten haben. Die alte Küstenstraße führt von hier aus in westliche Richtung durch die weite, fruchtbare Küstenebene von Páfos. Schon nach etwa zehn Minuten Fahrtzeit erkennt man deutlich über dem Abhang eines niedrigen Tafelberges eine kleine Festung: Covocle. Sie markiert das antike Aphrodite-Heiligtum von Palaiá Páfos.

Über die alte Küstenstraße geht es dann weiter nach Geroskípou.

Páfos muss man ohnehin einen ganzen Urlaubstag widmen; unsere Tour führt darum an der Stadt vorbei in Richtung Pólis. Lohnend ist hinter Páfos der kurze Abstecher zum Kloster Ágios Neófytos mit seiner ausgemalten Höhlenkirche.

Die Hauptstraße führt zunächst weiter die Hänge hinauf, die anfangs noch mit vielen Johannisbrotbäumen bedeckt sind und auf denen dann überwiegend Weingärten stehen. Die Straße senkt sich an die Nordküste hinab, passiert Orangenhaine und Tabakfelder und erreicht schließlich Pólis. Anschließend geht die Fahrt durch die ausgesprochen liebliche Küstenlandschaft zu den Bädern der Aphrodite.

Für die Rückfahrt an die Südküste können Sie eine kleinere Alternativroute wählen, die über noch recht ursprünglich gebliebene Dörfer führt. In Droúseia gibt es urige Tavernen. Im ehemaligen Korbflechterdorf Iniá erinnert ein kleines Museum an dieses Handwerk (ausgeschildert | tgl. 11-18.30 Uhr | Eintritt frei).

Wegen seiner guten Tavernen lohnt Káthikas einen Stopp. Wenn unten in Páfos die ersten Lichter angehen, ist die Fahrt von Káthikas über das große Dorf Pégeia besonders eindrucksvoll.

Unterwegs auf der Karpass-Halbinsel

Diese Tagestour bietet Ihnen einzigartige Landschaftsbilder, den schönsten Strand Nordzyperns und Einblick in Dörfer, in denen noch griechische und türkische Zyprioten zusammenleben. Die Länge der Rundfahrt ab/bis Famagusta beträgt ca. 240 km, ab/bis Nicosia ca. 340 km. Zeitbedarf: ab Famagusta mindestens 11, ab Nicosia mindestens 13 Stunden.

Östlich von Yeni Iskele/Trikomo treffen die Straßen von Nicosia und Famagusta zusammen. An der Küste entlang geht es nach Bogázi (Bogaz), wo Sie am Fischereihafen eine Pause einlegen und schwimmen können.

Hinter Ziyamet/Leonaríssio biegen Sie dann vor einer Tankstelle nach rechts in Richtung Boltasli ab. Dort steht am Ortsanfang links die gut erhaltene, aber nur von außen zu betrachtende Kirche Panagía Kanakária aus dem 12. Jh. Sie durchqueren mehrere heute von Ostanatoliern und Kurden bewohnte, sehr ärmlich wirkende Dörfer und passieren das wohlhabende Kaleburnu, wo schon seit Jahrhunderten türkische Zpyrioten leben. Eine Asphaltstraße bringt Sie durch kleine, ganz ländlich-einsame Täler weiter nach Dipkarpaz/Rizokárpaso, dem Hauptort der Halbinsel.

Nun beginnt der landschaftlich schönste Teil der Fahrt. Verwilderte Esel grasen am Straßenrand, Hirten ziehen mit ihren Herden über die Weiden. Stichstraßen führen zu den Tavernen am Golden Beach.

Wenige Kilometer weiter erreicht die Straße das Kloster Apóstolos Andréas, den bedeutendsten Wallfahrtsort der griechischen Zyprioten. 1300 m weiter endet die Asphaltstraße am Restaurant Sea Bird (€), wo Sie im Sommer gut zu Mittag essen und sehr einfach übernachten können.

Auf dem Rückweg sollten Sie von Dipkarpaz einen Abstecher zur Kreuzkuppelkirche Ágios Fýlon unternehmen. An mehreren Stränden und kleinen Hotels entlang geht es weiter nach Yenierenköy/Aigiálousa, wo Sie ein spätes Bad im Meer nehmen können. Über Ziyamet fahren Sie zurück in Richtung Famagusta.