Reisetipps Wien

Highlights Wien

Region: Wien

Sperl

Stimmungsvolles Traditionslokal mit Billardtischen und heimeligen Logen. Mo-Sa 7-23, So 11-20 Uhr, Juli/Aug. So geschl. | Gumpendorfer Straße 11 | Bus 57 A Stiegengasse

Lusthaus

Schöner, ehemals kaiserlicher Jagdpavillon mit Terrasse, großen Kastanienbäumen, feschen Maderln und spritzigem Wein. An lauschigen Frühsommerabenden schweben hier im Herzen der Praterauen die Seelen davon. Dass die Küche durchaus gehobene Ansprüche zufriedenstellt, vermehrt noch die Wonnen. Mi geschl. | Freudenau 254 | Hauptallee | Tel. 7289565 | www.lusthauswien.at | Bus 77 A Lusthaus

Naschmarkt

Größter und schönster Lebensmittelmarkt Wiens. An der Wienzeile zwischen Kettenbrückengasse und Karlsplatz | Mo-Fr 6-18.30, Sa 6-17 Uhr | U 4 Kettenbrückengasse

Staatsoper

Das „Haus am Ring“ symbolisiert wie sonst höchstens noch der Musikverein Wiens Rang als Musikmetropole. Seit der Eröffnung 1869 standen hier so gut wie alle großen Opernsängerinnen und -sänger der Welt auf der Bühne und Dirigenten am Pult. Nach wie vor wird hier zehn Monate lang, vom 1. September bis 30. Juni, fast täglich ein anderes Werk gegeben. Hausorchester sind die Wiener Philharmoniker.

Die Spanne der Eintrittspreise geht von 7 Euro (Sitze mit eingeschränkter Sicht) bis 220 Euro. Stehplätze kosten 2 Euro, dafür heißt es bei begehrten Aufführungen vor Kassenöffnung eventuell stundenlang Schlangestehen. Ratsam ist es, seine Wunschkarten im Voraus schriftlich beim Bundestheaterverband zu bestellen. Kurzfristig fündig werden Sie eventuell in den Kartenbüros, die häufig über Restkontingente verfügen. Im Notfall kennen auch die Portiers guter Hotels Mittel und Wege, das Unmögliche möglich zu machen. Höchst erfolgreich ist der Zubau auf der Dachterrasse für die Aufführung von Kinderopern! Opernring 2 | Tel. 514440 | www.staatsoper.at | Straßenbahn D, J, 1, 2, 62, 65, Bus 59 A, U 1, U 2, U 4 Karlsplatz

Hotel Wandl

Das renovierte, elegante Familienhotel besticht durch seine zentrale Lage: Graben und Stephansdom sind nur wenige Schritte entfernt. Allerdings besitzen einige der 138 Zimmer kein Bad, und Autofahrer müssen, da ein Hotelparkplatz fehlt, eine der Citygaragen benutzen. Petersplatz 9 | Tel. 534550 | Fax 5345577 | www.hotel-wandl.com | Bus 2A, U1, U 3 Stephansplatz

Region: Ausserhalb

Grinzing

Wien hat zahlreiche Heurigengegenden. Nirgendwo aber finden sich die berühmten Refugien wienerischer Gemütlichkeit in so großer Zahl und so klassischer Ausprägung wie in diesem eingemeindeten Winzerdorf an den nordöstlichsten Ausläufern des Wienerwalds. Auf den Hängen des Kahlen- und Leopoldsbergs wächst viel Wein, höher oben auch Wald - ein Eldorado für Spaziergängen und Wanderer. Grinzinger- und Himmelstraße, Sand- und Cobenzlgasse | Straßenbahn 38, Bus 38 A

Schloss Schönbrunn

Die Sommerresidenz der Habsburger, auch Österreichs Versailles genannt, ist neben Stephansdom und Belvedere Wiens Hauptattraktion. Die Anlage, die trotz aller Pracht keineswegs protzig-pompös, sondern liebenswürdig und anmutig wirkt, geht auf einen bürgerlichen Herrensitz zurück, den Kaiser Maximilian II. 1559 kaufte und zu einem Jagdschloss ausbaute. Nach dessen Zerstörung durch die Türken 1683 entstand nach Plänen Johann Bernhard Fischer von Erlachs der Bau in seinen heutigen Grundformen mit den beiden Seitenflügeln, dem weiten, zur Straße gerichteten Ehrenhof und der Freitreppe an der Gartenfront.

Zum strahlenden Mittelpunkt der Monarchie wurde Schönbrunn erst unter Kaiserin Maria Theresia, die hier mit ihrem Gemahl, Franz I. Stephan von Lothringen, und ihren 16 Kindern lebte. Auf ihr Geheiß gestaltete der junge Architekt Nicolaus Pacassi das Schloss in den Jahren 1744-49 dem damaligen, spätbarocken Stilempfinden gemäß um, verpasste ihm ein weiteres Geschoss sowie zahlreiche zusätzliche Balkone und Treppen, schuf im Mitteltrakt eine Durchfahrtshalle und baute das entzückende, barocke Schlosstheater. In den Wohn- und Repräsentationsräumen hielt der neue, elegant verspielte Rokokostil Einzug.

Von den insgesamt über 1400 Räumen des Schlosses sind die knapp 40 schönsten im Rahmen von Führungen zu besichtigen, darunter die Große Galerie, das Vieux-Laque-Zimmer, das Millionenzimmer, in dessen Täfelung aus Rosenholz 260 persisch-indische Miniaturen eingefügt sind, das Napoleon-Zimmer mit den riesigen Brüsseler Tapisserien, das Chinesische Rundkabinett, in dem Maria Theresia ihre Geheimkonferenzen abhielt, und die spartanisch gehaltenen Wohn- und Arbeitsräume Kaiser Franz Josephs.

In einem Seitentrakt westlich des Ehrenhofs ist die Wagenburg mit ihrer einzigartigen Sammlung von 60 Prunkwagen untergebracht sowie die Erlebnisschau für Kinder im Haupttrakt. Keinesfalls versäumen sollten Sie außerdem einen Rundgang durch den wunderschönen Schlosspark. Er birgt ein riesiges Palmenhaus, einen Heckenirrgarten sowie Wiens Tiergarten, ein architektonisches Juwel aus dem Barock, das, 1752 gegründet, als älteste existierende Menagerie der Welt gilt und auch ein eigenes „Wüstenhaus“ (vis-à-vis dem Palmenhaus im Park) erhalten hat. Die Gloriette, die auf einer Hügelkuppe thront, soll an den 1757 bei Kolin erfochtenen Sieg über die Preußen erinnern. Der graziöse, dem Urzustand entsprechend neu verglaste Bau beherbergt auch ein Café.

Um die Besichtigung von Schönbrunn stimmungsvoll ausklingen zu lassen, können Sie einem Konzert in der Orangerie lauschen oder einer Opernaufführung beiwohnen, sei es im Marionettentheater oder im Schlosstheater - hier gibt es außerdem gelegentlich auch Operetten und Sprechtheater. | Schlosspark ganzjährig jeweils tgl. von 6.30 Uhr bis Einbruch der Dunkelheit | Schauräume tgl. April-Juni, Sept. und Okt. 8.30-17, Juli und Aug. 8.30-18, Nov.-März 8.30 bis 16.30 Uhr | Eintritt Grand Tour (40 Räume) 12,90 Euro, mit Führung 15,40 Euro, Imperial Tour (22 Räume) 9,50 Euro | Wagenburg April-Okt. tgl. 9-18 Uhr, Nov.-März Di-So 10-16 Uhr | Eintritt 4,50 Euro | Tiergarten tgl. Nov.-Jan. 9-16.30, Feb. 9-17, März und Okt. 9-17.30, April 9-18.30, Mai-Sept. 9-18.30 Uhr | Eintritt 2,90 Euro | Palmen- und Wüstenhaus, tgl. Mai-Sept. 9.30-18, Okt.-April 9.30-17 Uhr | Eintritt 4 bzw. 2 Euro | Gloriette mit Aussichtsterrasse April bis Juni und Sept. tgl. 9-18, Juli-Aug. 9-19, Okt. 9-17 Uhr | Eintritt 1,99 Euro | Kaffeehausbetrieb ganzjährig tgl. 9 Uhr bis Einbruch der Dunkelheit; Konzerte in der Orangerie ganzjährig | Tel. 8125004 | Marionettentheater ganzjährig | Tel. 8173247 | www.schoenbrunn.at | Kombiticket „Schönbrunn Pass Classic“ (inkl. Strudelshow!) April-Nov. 16,90 Euro | Straßenbahn 10, 58 | Haupteingang Schönbrunner Schlossstraße | Zugang auch durchs Hietzinger Tor, Hietzinger Hauptstraße, U 4 Hietzing, durch das Meidlinger Tor, Grünbergstraße, U 4 Schönbrunn, und beim Eingang Hohenbergstraße, Bus 8 A, 63 A

Region: Innere Stadt

Hofburg

Über 600 Jahre lang, von der Belehnung des Habsburgers Rudolf I. mit den österreichischen Ländern (1276) bis zum Rücktritt Kaiser Karls (1918), war „die Burg“ die Residenz des österreichischen Herrscherhauses. Anfangs eine vergleichsweise kleine Burg, wuchs sie im Lauf der Jahrhunderte parallel mit der Macht und dem Reich ihrer Bewohner zu einem vielfach verschachtelten Gebäudekomplex, der heute 18 Trakte und 19 Höfe umfasst. Ältester Teil ist der Schweizerhof, von dem aus man die Schatzkammer und die im Kern gotische Burgkapelle betritt.

Schöpfungen des 16. Jhs. sind die Stallburg, der Amalientrakt und das rot-schwarz-goldene Schweizertor am Eingang zu dem gleichnamigen Hof. Im 17. Jh. entstand der Leopoldinische Trakt und im 18. Jh. unter der Leitung von Johann Lukas von Hildebrandt und Joseph Emanuel Fischer von Erlach der Reichskanzleitrakt. Vater und Sohn Fischer von Erlach schufen auch die Winterreitschule, in der die Lipizzaner ihre Künste vollführen, sowie die Nationalbibliothek, deren barocker Prunksaal mit seiner gewaltigen Kuppel vielfach als schönster Bibliothekssaal der Welt bezeichnet wird. Der Michaelertrakt wurde Ende des 19. Jhs. vollendet. Als Letztes folgte 1891-1913 die Neue Burg als Teil eines viel größeren Erweiterungsprojekts, dessen Verwirklichung der Erste Weltkrieg verhinderte.

Von den insgesamt rund 2500 Räumen dieses steinernen Labyrinths ist nur ein Bruchteil zu besichtigen. Da sind zum einen die Kaiserappartements samt neuem Sisi-Museum sowie die Silberkammer, die beide vom Kuppelraum des Michaelertrakts aus zu erreichen sind. Dann die Schatzkammer, die Burgkapelle, der Prunksaal der Nationalbibliothek, die Spanische Reitschule und schließlich, in der Neuen Burg, die zum Kunsthistorischen Museum gehörige Hofjagd- und Rüstkammer, die Sammlung alter Musikinstrumente und das Ephesosmuseum.

Außerdem sind in der Hofburg heute die Kanzlei des Bundespräsidenten, ein viel frequentiertes Kongresszentrum, diverse Ämter, Privat- und Dienstwohnungen sowie - in der Fußgängerpassage zwischen Burghof und Heldenplatz - einige Läden untergebracht. Michaelerplatz, Josefsplatz, Heldenplatz, Ballhausplatz. Nationalbibliothek, Josefsplatz 1 | Di-So 10 bis 18, Do 10-21 Uhr | Eintritt 5 Euro | www.hofburg-wien.at | www.onb.ac.at | Straßenbahn D, J, 1, 2 Burgring, Bus 2 A, 3 A, U 1, U 2, U 4 Karlsplatz, U 3 Herrengasse

Kunsthistorisches Museum

Das „Kunsthistorische“, ein Werk der Ringstraßenarchitekten Gottfried Semper und Karl von Hasenauer, gehört zu den großen Museen der Welt. Seine Bestände sind das Ergebnis der Sammelleidenschaft von kunstsinnigen Habsburgern, die seit dem 16. Jh. systematisch Kostbarkeiten anhäuften. Das Herzstück bildet die Gemäldegalerie im 1. Stock. Sie ist weltweit die viertgrößte ihrer Art. Zu ihren Schätzen zählen zahlreiche Hauptwerke von Breughel, Rubens, Rembrandt, Dürer, Raffael, Tizian, Tintoretto, Veronese, Caravaggio, Velázquez und anderen Meistern der italienischen, französischen, spanischen und niederländisch-flämischen Malerei vom späten 15. bis ins 17. Jh. Den zweiten Schwerpunkt der Sammlung bildet die Kunstkammer mit kostbaren Goldschmiede-, Steinschneide- und Elfenbeinarbeiten, Automaten, Uhren, astrologischem Gerät und vielem mehr. Beachtenswert sind auch die herrlichen Wand- und Deckenbilder von Ernst und Gustav Klimt, Michael Munkáczy, Hans Makart und anderen.

Ferner beherbergt der gegen Ende des 19. Jhs. eröffnete Prachtbau an der Ringstraße ein Münzkabinett, eine ägyptisch-orientalische und eine Antikensammlung. Im Kuppelsaal wird jeden Donnerstag Abendessen serviert, sonntags gibt es Brunch mit einer Sonderführung (Reservierung: Tel. 5261361). In die Neue Burg ausgelagert sind die Sammlung alter Musikinstrumente, die Hofjagd- und Rüstkammer sowie das Ephesosmuseum. Hauptgebäude Di-Mi, Fr-So 10 bis 18 Uhr, Do 10-21 Uhr | Eintritt 10 Euro | Burgring 5 | Eingang Maria-Theresien-Platz | www.khm.at | Straßenbahn D, J, 1, 2, Bus 57 A, U2 Babenbergerstraße, U 3 Volkstheater, Neue Burg, Heldenplatz

Ringstrasse

Nachdem Kaiser Franz Joseph 1857 befohlen hatte, Wiens alte Befestigungsanlagen zu schleifen, ließ er an ihrer Stelle einen Prachtboulevard anlegen, der das historische Stadtzentrum umschließt und an zwei Stellen am Ufer des Donaukanals in den Franz-Josefs-Kai mündet. Diese 4,5 km lange „Ringstraße“ wird von zahlreichen teils privaten, teils öffentlichen Prunkbauten im „Ringstraßenstil“ gesäumt. Alle imitieren Baustile früherer Epochen, von der griechisch-römischen Antike über die Kathedralengotik sowie Renaissance und Barock bis zu allerlei Stilmischungen des Historismus. Als städtebauliches Gesamtkunstwerk hat der 1865 eingeweihte „Ring“ in keiner anderen Metropole Europas seinesgleichen. Entlang der Ringstraße müssen sich Fußgänger den Gehsteig abschnittsweise mit Radfahrern teilen.

Schatzkammer

Eine der wertvollsten Preziosensammlungen der Welt befindet sich im ältesten Teil der Hofburg, dem Schweizerhof. Sie umfasst die Insignien des Heiligen Römischen Reiches wie Lehensschwert, Zepter, Reichskrone und -schwert, die unveräußerlichen Erbstücke der Habsburger, die Schätze der Burgunder, des Ordens vom Goldenen Vlies und vieles mehr. Mi-Mo 10-18 Uhr | Eintritt 8 Euro | Hofburg/Schweizerhof | www.khm.at | Straßenbahn D, J, 1, 2, Bus 2 A, 57 A Burgring

Stephansdom

Dieses von den Wienern liebevoll „Steffl“ genannte Wahrzeichen der Stadt ist das bedeutendste gotische Bauwerk Österreichs. Seine Entstehungsgeschichte reicht bis 1147 zurück, als man hier eine erste, noch romanische Kirche weihte. Diese wurde Mitte des 13. Jhs. durch einen ebenfalls romanischen Neubau ersetzt, dessen Reste, das Riesentor mit den beiden Heidentürmen, bis heute die Westfront des Doms bilden.

Der heutige Bau entstand in mehreren Etappen: 1303-40 der dreischiffige Albertinische Chor, ab 1359 auf Initiative des Habsburger Herzogs Rudolf IV., des Stifters, das Langhaus mit seinen prachtvollen Stern- und Netzrippengewölben sowie der 137 m hohe Südturm. Dessen geplantes Gegenstück, der Nordturm, blieb unvollendet und erhielt 1579 einen „Turmhelm“ im Renaissancestil. Darunter hängt die Pummerin, die 21 t schwere, größte Glocke des Landes. Sie wurde nach der zweiten Türkenbelagerung (1683) aus dem Erz der erbeuteten Kanonen gegossen.

Der Kirchenraum, den Adolf Loos als „weihevollsten der Welt“ pries, beherbergt eine Vielzahl einzigartiger Kunstschätze. Die wichtigsten sind die 1514/15 von Anton Pilgram geschaffene Kanzel, der gotische „Wiener Neustädter Altar“ von 1447, das Hochgrab Kaiser Friedrichs III., das Niclas Gerhaert van Leyden in über vierzigjähriger Arbeit (1467 bis 1513) schuf, und das Grabmal von Prinz Eugen von Savoyen aus dem Jahr 1754.

Empfehlenswert ist auch der Abstieg in die Katakomben, in denen die sterblichen Überreste von 15 frühen Habsburgern sowie in Urnen die Eingeweide jener 56 weiteren Mitglieder des Herrscherhauses ruhen, deren Gebeine in der Kaisergruft bestattet sind. Traumhafte Ausblicke über die Stadt genießt, wer über 343 enge Stufen zur Türmerstube im Südturm hochsteigt. Domführungen Mo-Sa 10.30 und 15 Uhr, So und feiertags nur 15 Uhr, Abendführungen mit Dachrundgang Juni-Sept. Sa 19 Uhr | Eintritt 4 Euro | Katakomben (nur mit Führung) Eintritt 10 Euro | Mo bis Sa 10-11.30 und 13.30-16-30 Uhr, So und feiertags nur nachmittags alle halbe Stunde ; Besteigung des Südturms tgl. 9-17.30 Uhr | Eintritt 4 Euro | Aufzug zur Pummerin im Nordturm tgl. April, Juni, Sept. und Okt. 9-17.30, Juli/Aug. 8-18, Nov. bis März 8.30-17 Uhr | Eintritt 4 Euro | Stephansplatz | www.stephansdom.at | U 1, U 3 Stephansplatz

Region: Westliche Vorstadt

Museumsquartier

Innerhalb des von Grund auf sanierten Ensembles der ehemaligen barocken Hofstallungen ist auf 60000 m² ein einzigartiger Museumskomplex entstanden. Seit seiner Eröffnung im Jahr 2001 bildet er gemeinsam mit den nahen Kunst- und Naturhistorischen Museen und der Hofburg eines der größten Kulturviertel der Welt, wobei das Spannungsfeld zwischen barocker und zeitgenössischer Architektur die Vielfalt des kulturellen Angebots widerspiegelt.

Mehr als 20 Museen, autonome Initiativen und Projekte sind hier angesiedelt und machen das Museumsquartier, kurz MQ, sowohl zum künstlerischen Labor und Archiv als auch zum Ort der experimentellen Praxis und theoretischen Reflexion, zum Raum der Produktion und Vermittlung von Kunst.

Zu den bedeutendsten Institutionen des MQ zählen das Leopold-Museum, das die weltweit größte Schiele-Sammlung und dazu Spitzenwerke von Gustav Klimt, Oskar Kokoschka, Herbert Boeckl, Alfred Kubin u.v.a. beinhaltet (tgl. 10-18, Do 10-21 Uhr | Eintritt 9 Euro), und das Museum Moderner Kunst, in dem die klassische Moderne, die österreichische Avantgarde der Nachkriegszeit und die wichtigsten aktuellen Kunstrichtungen wie Informel, Fotorealismus, Objekt- und Aktionskunst zu Hause sind (Di-So 10-18, Do 10-21 Uhr | Eintritt 8 Euro).

Daneben finden sich: das Stammhaus der Kunsthalle (tgl. 10-19, Do 10-21 Uhr | Eintritt 7,50 Euro), das Architekturzentrum Wien, das Tanzquartier Wien, das Zoom-Kindermuseum samt Dschungel-Theater (Mo bis Do 8.30-17, Fr-So und Ferien 10-17.30 Uhr | Eintritt 5 Euro) sowie zwei Veranstaltungshallen und Experimentierflächen für Initiativen in den Bereichen Film, Neue Medien und Kunsttheorie namens Quartier 21. Das MQ dient dank der zehn Ein- und Durchgänge und seiner zahlreichen gastronomischen Betriebe auch als attraktive Passage zwischen der Innenstadt und den angrenzenden Bezirken sowie als bis tief in die Nacht pulsierender Treffpunkt. Museumsplatz 1 | Tel. 5235881 | www.mqw.at | Straßenbahn 49, Bus 2A, 48A, U 2, U 3 Volkstheater oder Babenbergerstraße

Region: Leopoldstadt & Landstrasse

Belvedere

Ein Muss für jeden Besucher ist das ehemalige Sommerschloss von Prinz Eugen. Die weitläufige, aus zwei Palästen bestehende Anlage gilt nicht nur als Meisterwerk des Johann Lukas von Hildebrandt, sondern als eine der grandiosesten Barockschöpfungen überhaupt.

Das auf einer Anhöhe thronende Obere Belvedere (1721-23), dem ganz Wien gleichsam zu Füßen liegt, schuf sich der Feldherr und Türkenbezwinger aus Savoyen bloß zum Repräsentieren. Der lang gestreckte, meisterhaft gegliederte Bau beherbergt in seinen kostbar ausgestatteten Räumlichkeiten heute eine Galerie für Kunst des 19./20. Jhs. Im Vordergrund stehen heimische Klassiker vom Biedermeier (Ferdinand Georg Waldmüller, Rudolf von Alt) über Spätromantik und Gründerzeit (Leopold Kupelwieser, Hans Makart) bis zum Jugendstil, zum Expressionismus und zur Nachkriegszeit (Egon Schiele, Oskar Kokoschka). Darüber hinaus sind Spitzenwerke internationaler Kunst zu sehen, u.a. von Caspar David Friedrich, Claude Monet, Vincent van Gogh, Auguste Rodin, Emil Nolde und Edvard Munch. Publikumsmagnet ist Gustav Klimt, vor allem dessen „Kuss“.

Gewohnt hat der „edle Ritter“ im Unteren Belvedere (1714-16), einem nur unwesentlich bescheideneren Bau, der gleichfalls einen mit Fresken und Stuckwerk üppig verzierten Marmorsaal, einen Spiegelsaal und eine Prunkgalerie besitzt. Hier logiert heute das Barockmuseum, das einen Querschnitt durch Malerei und Plastik vom 17. bis 18. Jh. zeigt. Höhepunkte: die Charakterköpfe von Franz Xaver Messerschmidt, die Bleifiguren von Georg Raphael Donner, Bilder von Johann Michael Rottmayr und Franz Anton Maulpertsch.

In der benachbarten Orangerie ist das Museum mittelalterlicher Kunst zu Hause. Zwischen beiden Schlössern erstreckt sich ein über 500 m langer Garten, der im ursprünglichen Barockstil rekonstruiert wurde. Di bis So 10-18 Uhr, Garten tgl. 6.30 bis 18, Sommer bis 21 Uhr | Eintritt Oberes Belvedere 9,50 Euro, Unteres Belvedere 7,50 Euro, Kombiticket 12,50 Euro | www.belvedere.at | Oberes Belvedere: Prinz-Eugen-Straße 27 | Straßenbahn D | Unteres Belvedere: Rennweg 6 A | Straßenbahn 71

Prater

Diese fast 15 km lange, von Altwasserarmen durchzogene Wald- und Wiesenlandschaft nahmen die Wiener schon 1766 als Erholungsgebiet in Beschlag, nachdem Joseph II. das kaiserliche Jagdgebiet allgemein zugänglich gemacht hatte. Bis heute bildet der Prater eine der großen grünen Lungen der Stadt. Sportfreunden stehen ein weit verzweigtes Rad- und Spazierwegenetz, Tennisplätze, ein Golfplatz, eine Trab- und eine Galopprennbahn, ein Rad- und ein Fußballstadion zur Verfügung.

Im westlichen, stadtnahen Bereich entstand schon im frühen 19. Jh. ein Sammelsurium von Vergnügungsstätten und Gasthäusern, der sogenannte Wurstelprater. Ein Rest von nostalgischem Flair ist in dem heutigen Vergnügungspark noch immer zu spüren: in altmodischen Geisterbahnen und Lachkabinetten, an Schießbuden und in Biergärten. Dazwischen hat sich längst die übliche Unterhaltungsmaschinerie vom neonblinkenden Spielsalon bis zu Hightech-Schleudern breitgemacht.

Zu den „Pflichten“ jedes Stadtbesuchers zählt die gut zehnminütige Fahrt mit dem Riesenrad, einer 1896/97 errichteten, 67 m hohen Eisenkonstruktion, die als eines der Wiener Wahrzeichen gilt und als Kulisse in Carol Reeds Nachkriegsthriller „Der dritte Mann“ weltberühmt wurde. Von den roten Kabinen genießen Sie einen wunderschönen Blick auf den Prater, die inneren und östlichen Stadtbezirke (tgl. Nov.-Feb. 10-20, März-April und Okt. 10-22, Mai-Sept. 9 bis 24 Uhr | 8 Euro | www.wienerriesenrad.com). Unweit des Riesenrads hat die Liliputbahn, eine 4 km lange Schmalspurbahn, ihre Abfahrtsstelle. Daneben bietet ein Planetarium Exkursionen in den Sternenhimmel (Tel. 72954940). Wurstelprater | www.prater.at | Straßenbahn O, 5, 21, S-Bahn 1, 3, 7, 15, U 1 Praterstern