Reisetipps Venezuela

Feste & Events Venezuela Wenn die Teufel tanzen

Besinnlichkeit ist nichts für Venezolaner, auch Weihnachten wird ausgelassen gefeiert

Der Katholizismus hat in Venezuela viele fröhliche Facetten. Kein Würdentag, der nicht Anlass böte zu tanzen, zu trinken und sich zu vergnügen. Weihnachten feiert man in Maracaibo mit gaitas, sehr munterer Festmusik, der Salsa nicht unähnlich. Ostern fährt man an die Strände, zu Fronleichnam treiben sich gar tanzende Teufel, diablos danzantes, herum. Der Virgen de Coromoto von Guanare, der Chiquinquirá von Maracaibo und der Seefahrer-Maria Virgen del Valle von der Isla de Margarita gedenkt man nicht nur mit den üblichen Prozessionen, sondern auch mit Merenguefesten.

1. Januar

Año Nuevo

6. Januar

Reyes Magos

Februar/März

Karnevalsmontag und -dienstag (Carnaval)

März/April

Gründonnerstag und Karfreitag (Jueves Santo und Viernes Santo)

19. April

Día de la Independencia (Unabhängigkeitstag)

1. Mai

Día del Obrero

Anfang Mai

Cruz de Mayo (Fest des Maikreuzes)

Juni

Fronleichnam (Corpus Cristi)

24. Juni

Aniversario de la Batalla de Carabobo (Jahrestag der Schlacht von Carabobo)

5. Juli

Firma del Acta de la Independencia (Jahrestag der Unabhängigkeitserklärung)

24. Juli

Natalicio del Libertador (Geburtstag Simón Bolívars)

12. Oktober

Día de la Raza (Kolumbustag)

1. November

Día de los Muertos

25. Dezember

Navidad

28. Dezember

Día de los Inocentes (Fest der Unschuldigen Kinder)

1./2. Januar

Paradura del Niño: „Raub des Jesuskindes“, ein alter Brauch in den Anden. Eine Figur des kleinen Jesus wird versteckt, wo sie auftaucht, werden die Finder bewirtet. Musik, Prozessionen.

Februar

Rodeo in San Fernando de Apure mit Lassowerfen, Reiterspielen und einem Schönheitswettbewerb.

Februar/März

Carnaval: Wer in Caracas bleibt, bekommt höchstens einen wassergefüllten Ballon an den Kopf. Überschwänglich geht es in Carúpano zu; dort veranstalten auch die Homosexuellen ihre farbenprächtigen Umzüge. Wild und schön ist der „schwarze“ Calypso-Karneval in El Callao.

März/April

Osterprozessionen: Die Karwoche, die Semana Santa, ist der Höhepunkt des Festkalenders. Die schönsten Prozessionen werden in den Andendörfern und in Mérida veranstaltet. Dort pflegt man auch die Tradition der Passionsspiele, z.B. in Altamira de Cáceres. Oft spielt das halbe Dorf mit. Sehr stimmungsvoll.

Mai

Cruz de Mayo: Am 2. Mai wurde das Kreuz Christi gefunden - daran erinnern die Prozessionen in Cumaná.

Mai/Juni

Corpus Cristi (Fronleichnam): der Tag der diablos danzantes in den Straßen von San Francisco de Yare. Aufwendiges Spektakel, das viele Besucher anlockt.

24./25. Juni

Fiesta de San Juan: Johannes der Täufer wurde von der schwarzen Bevölkerung Venezuelas zu ihrem Schutzpatron auserkoren, und ihn feiern sie auf ihre Art: mit nächtelangen, die Sinne betäubenden Trommelfesten. Bekannt dafür sind die Ortschaften im Barlovento wie San José de Río Chico und Curiepe, aber auch Santa Clara de Choroní.

8. September

Fiesta de la Virgen de Coromoto in Guanare: Prozessionen für die Nationalheilige.

8. Dezember

Día de la Virgen Inmaculada in La Mucuruba in den Anden: Ganze Ortschaften knipsen das elektrische Licht aus und tauchen die Häuser in Kerzenschein.

24./25. Dezember

Parranda de San Benito: afrikanische Weihnacht in Coro mit Trommelprozessionen und Tänzen.