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Wind, Sand und Meer: wo Bostonians Ferien machen

Von Boston aus auf den Spuren der Kennedys nach Cape Cod und Nantucket. Länge: 350 km. Dauer: je nach Lust und Laune 3-5 Tage.

Wer heute auf der historischen Rte. 6 A die Sagamore Bridge über den Cape Cod Canal befährt und Sandwich erreicht, die älteste Siedlung am Kap, spürt immer noch die ganz besondere Atmosphäre von Cape Cod. Das kleine Dorf wartet mit den typischen weißen Holzhäuschen auf, mit Ententeich und Mühle.

Durch die Marschlandschaft geht es nach Barnstable, wo die Straße von Galerien und Bed & Breakfasts gesäumt wird. Der Trip Richtung Osten durch das Mid Cape führt durch Yarmouth und Brewster, fotogene Dörfer mit schönen alten Kapitänshäusern.

In Orleans geht die Rte. 6A in die durch eine schöne Küsten- und Dünenlandschaft nordwärts strebende Rte. 6 über: Der makellos weiße Sandstrand von Cape Cod National Seashore ist fast 50 km lang. Auf dem Weg zur Spitze des Kaps kommen Sie durch den ruhigen Ort Wellfleet. Er ist berühmt für seine Austern, seine Galerien und den größten Flohmarkt der Halbinsel. Der Kontrast zu Provincetown am Ende der Rte. 6 könnte nicht größer sein. „P-Town„ und seine überwiegend homosexuellen Sommergäste sorgen rund um die Commercial St. für eine bunte Atmosphäre.

Während es für den Weg zurück auf dem schmalen Lower Cape nur eine Landstraße gibt (Rte. 6), finden Sie auf dem Mid Cape Alternativen. Zum Beispiel die Rte. 28, die in Orleans Richtung Chathamabzweigt. Von dort aus gelangen Sie über die Main St. nach Hyannis. Hier sollten Sie Ihr Auto stehen lassen und mit der Fähre zu einem Ausflug auf die ehemalige Walfängerinsel Nantucket übersetzen, die Sie bequem mit dem Fahrrad erkunden können. Zurück auf Cape Cod, geht es nach Falmouth. Über die Sagamore Bridge kommen Sie wieder zurück nach Boston.

Hochgefühl im Norden: bergig und bunt

Von Concord aus geht es in die Wälder von Vermont und New Hampshire, auf den Mt. Washington in den White Mountains und durch schläfrige Dörfer. Länge: 550 km. Dauer: etwa 7 Tage.

Eine Reise in die Berge von Neuengland sollte von Boston über die I 93 führen und in Concord (Exit 13) beginnen. Wer über die I 393 ostwärts die Stadt verlässt, nach wenigen Kilometern auf die Rte. 106 biegt und nach Norden fährt, kommt in ländliche Gefilde. Dies ist der Weg zum Canterbury Shaker Village.

Richtung Norden folgen Sie der Rte. 106, dann der Rte. 3, um zum Lake Winnipesaukee zu gelangen. Der See mit über 250 km Uferlinie lässt sich am besten mit dem Ausflugsboot von Weirs Beach am Nordwestufer aus erkunden. Weiter nördlich (Abzweig in Meredith) geht es auf der Rte. 25 und dann auf der Rte. 16 (Abzweig in West Ossipee) zum nächsten Ziel - der Shoppingmeile von North Conway. Der Ort ist Ausgangspunkt für eine Fahrt durch die Pinkham Notch zum Beginn der Mt. Washington Auto Road. Auf ihr gelangt man bequem auf den Mt. Washington, von dessen Gipfel Sie bei gutem Wetter eine Sicht von 100 km haben.

Zurück geht es über dieselben Serpentinen hinab ins Tal und auf der Rte. 16 nach Süden bis zum Abzweig der Rte. 302 in Glen. Dies ist die Strecke nach Bretton Woods, wo das imposante Mt. Washington Hotel steht. Weiter westlich trifft die Straße wieder auf die Rte. 3, auf der Sie Richtung Süden den Franconia Notch State Park durchfahren. Sein Höhepunkt ist The Flume, ein tiefer Einschnitt in die Felslandschaft. Auf der Rte. 112 (Abzweig in North Woodstock) gelangen Sie westwärts durch den letzten Abschnitt der White Mountains.

An der Kreuzung mit der Rte. 302 geht es links hinab ins Tal des Connecticut River, der die Grenze zu Vermont bildet. Dies ist die Straße, die nach Montpelier führt. Die Stadt ist ideal, um die malerische Rte. 100 anzusteuern (sie beginnt 40 km westlich und führt nach Süden). Die Landstraße führt die Osthänge der Green Mountains entlang, durch Dörfer wie Warren und West Bridgewater. Auf der Rte. 4 empfiehlt sich ein Abstecher nach Woodstock.

Von schlichterer Anmut ist Newfane im Süden Vermonts, das Sie auf der Rte. 30 erreichen, wenn Sie in East Jamaica die Rte. 100 Richtung Südosten verlassen. Das satte Grün der Wiesen und Wälder und die makellosen Holzhäuschen sind Neuengland pur. Die Strecke führt weiter nach Brattleboro. Hier können Sie mit mit dem Kanu oder dem Dampfer auf den Connecticut River hinausfahren. Die 160 km zurück nach Boston fahren Sie auf der I 91 und ab Exit 27 ostwärts über die Rte. 2.

Dem Hummer nach: die raue Küste von Maine

Von York Harbor zum Acadia National Park. Wenn Sie die Strecke (1000 km auf der Rte. 1) und die Mahlzeiten genießen wollen, brauchen Sie mindestens 5 Tage.

Von York Harbor erreichen Sie zunächst die Künstlerkolonie Ogunquit. Dort gibt es Hummergenüsse bei Barnacle Billy's Lobster Shack (Perkins Cove) und Ogunquit Lobster Pound (Rte. 1). Der nächste Stopp ist Kennebunkport. An der Ocean Avenue finden Sie Port Lobster Co. und Mabel's. Der Trip gen Norden führt durch die Shoppingmetropole Freeport.

Das nächste Ziel steuern Sie bei Wiscasset auf der Rte. 27 ans Meer an: Boothbay Harbor, ein Fischerdorf mit guten Hummerrestaurants. Idealer Aussichtspunkt, um die zerklüftete Küste zu genießen (in Newcastle auf die Rte. 129 und 130 abbiegen), ist Pemaquid Point mit seinem berühmten Leuchtturm. Ab der Penobscot Bay beginnt für Puristen das wahre Maine. Wer vorher umkehrt, versäumt Segelzentren wie Camden, Rockport und Rockland. Zwei Tipps in Sachen Hummer: das Sail Loft im Hafen von Rockport (auch Austern) und Landings Restaurant im Bootshafen von Rockland.

Weiter im Norden biegen Sie in Ellsworth mit der Rte. 3 ab, um den Acadia National Park mit Mt. Desert Island, Bar Harbor und Bass Harbor zu erreichen. Dort finden Sie opulente Sommerresidenzen und Hummer bei Beal's Lobster Pier (im Hafen) in Southwest Harbor und im Burning Tree (Rte. 3) in Otter Creek. Auf der I 95 geht es am schnellsten wieder zurück.