Reisetipps Tunesien

Bloss nicht! Tunesien

Auf „Kellner“ hereinfallen

Vermeintliche Bekannte, die Sie im Souk oder beim Strandbummel ansprechen, sind mit Sicherheit nicht das, was sie vorgeben: Weder sind sie in Ihrem Hotel beschäftigt, noch wollen sie Ihnen einen Freundschaftsdienst erweisen. Es geht schlicht darum, Sie in den nächsten Laden abzuschleppen.

Frauen allein unterwegs

Allein reisende Frauen brauchen ein stabiles Nervenkostüm und viel gute Laune, um die Kontaktversuche der Herren aller Altersstufen freundlichabweisend zu ignorieren. Die meisten Tunesier sind höflich und charmant, das Land ist auch für Frauen sicher – nur nachts allein am Strand oder in der Medina sollten Sie nicht unterwegs sein.

Offenherzige Kleidung

Die in Hotels und Restaurants beschäftigten Tunesier haben sich an die oft ziemlich legere Kleidung ihrer Gäste gewöhnt; dennoch sollten Sie im Hotel ein Minimum an Rücksicht wahren und in korrekter Kleidung zum Essen erscheinen. Oben ohne am Swimmingpool oder am Strand ist verboten; wenn Sie sich nicht daran halten, bringen Sie Bademeister und Kellner in furchtbare Verlegenheit. Ähnlich empfinden traditionell lebende Tunesierinnen, wenn sie Touristen in knappen Shorts, Trägertops, durchsichtigen Blusen oder Unterhemden durch die Stadt flanieren sehen. Ein Schultertuch oder eine lockere Bluse über dem Top ist ein guter Kompromiss.

Im Ramadan prassen

Ihre tunesischen Gastgeber dürfen im Fastenmonat tagsüber weder essen noch trinken. Soviel Enthaltsamkeit wird von den Feriengästen natürlich nicht erwartet, aber etwas Rücksicht wäre eine nette Geste: Verzichten Sie außerhalb der Restaurants in der Öffentlichkeit ebenfalls darauf!

Hunde und Katzen

Streunende Tiere wecken bei Reisenden häufig Mitleid; wie gern würde man sie doch füttern oder gar streicheln. Aber verzichten Sie lieber darauf! Die Tiere können mit Krankheiten infiziert sein; ein Kratzer oder Biss erfordert eine sofortige Tollwut- und Tetanusimpfung und setzt den Ferienfreuden damit womöglich ein abruptes Ende.

Handeln ohne Kaufabsicht

Richtig Feilschen will gelernt sein! Wenn Sie ernsthaft in Verhandlungen treten, dann dürfen Sie diese nicht einfach abbrechen. Der Partner erwartet, dass Sie beide handelseinig werden und Sie Ihr Kaufversprechen auch einlösen. Wenn Sie also „nur gucken, nix kaufen“ wollen, dann stellen Sie dies bitte vorher unmissverständlich klar.