Reisetipps Tokio

Insider Tipps Tokio MARCO POLO Autor Hans-Günther Krauth und MARCO POLO Korrespondentin Susanne Steffen im Interview

Hans-Günther Krauth lebt seit 30 Jahren, Susanne Steffen seit 7 Jahren in der japanischen Hauptstadt. Beide betreiben dort den Medien- und Infoservice Japan-Update. Krauth zieht es jetzt wieder in die Heimat, Steffen hat in Tokio ihren Traummann gefunden.

Wieso leben Sie in Tokio?

Krauth: Ich habe neben VWL und Soziologie auch Japanologie studiert und mich dann gemeinsam mit meiner Lebensgefährtin Gudrun Wossidlo für ein Leben in Japan entschieden.

Steffen: Ich hatte das Angebot, nach dem Volontariat für vier Jahre als Austauschredakteurin nach Tokio zu gehen. In dieser Zeit habe ich das Leben in Tokio lieben gelernt.

Wie geht es Ihnen dort?

Krauth: Super. Tokio ist eine der spannendsten Städte der Welt. Sie verändert sich in atemberaubendem Tempo. Die Stadt schläft eigentlich nie und platzt geradezu vor Kreativität. Nur die Rushhour ist absolut mörderisch.

Steffen: Mir geht es prächtig. Vor allem war mir hier noch nie langweilig. Hier laufen die verrücktesten Typen herum. Was mich stört, ist die Anonymität einer Riesenmetropole.

Wie leben Sie genau?

Krauth: Am Fuß des heiligen Vulkans Fuji-san in einem Bauernhaus mit riesigem Garten. Meine „Futonmatratze mit Dach“, ein Mini-Appartement, liegt aber mitten in Shibuya.

Steffen: Ich wohne in Hayama, einer Kleinstadt am Meer, etwa 60 km südlich von Tokio, weil ich Natur und Großstadt auf einmal wollte. Wochentags nehme ich die landesüblichen 1,5 Stunden Zugfahrt in die Tokioter City in Kauf.

Was tun Sie in Ihrer Freizeit?

Krauth: Ich gehe gern ins Kino, probiere mit Freunden Restaurants in Tokio aus und entspanne mich im Garten.

Steffen: Ich spiele Taiko, die großen japanischen Trommeln. Außerdem reise ich gern durchs Land - mit Vorliebe an Orte mit heißen Quellen.

Mögen Sie die Tokioter Küche?

Krauth: Tokio ist ein Paradies für Leute, die gerne essen - vor allem Fisch. Und Fische aller Zubereitungsart esse ich wahnsinnig gern.

Steffen: Das Tolle an der Tokioter Küche ist, dass sie Spezialitäten aus ganz Japan und dem Rest der Welt versammelt. Mein Lieblingsessen: Chanko-nabe, das Leibgericht der Sumo-Ringer.