Reisetipps Tokio

Highlights Tokio

Region: Tokio

Yabu-soba

Ein japanischer Garten umgibt Tokios berühmtestes Soba-Restaurant, und klassisch-japanisch ist auch das Innere. Anagonamban, eine Nudelsuppe mit Fischeinlage, ist eine der ungewöhnlichen Delikatessen. Tgl. | 2-10 Awajichō | Kanda | Chiyoda-ku | Tel. 32510287 | U-Bahn (M 19) Awajichō

Oriental Bazaar

Die beste Adresse für eilige Touristen. Neben echten Antiquitäten (und sehr schönen Nachbildungen aus Korea und China) sind auch alte Kimonos, Holzschnitte, Kunsthandwerk und vieles mehr zu haben. Fr bis Mi 10-19 Uhr | 5-9-13 Jingūmae | Shibuya-ku | U-Bahn (G 02, C 04) Omotesandō

Ageha

Mit Sicherheit einer der besten Clubs Asiens, wenn nicht sogar der beste. Die Haupttanzfläche bietet über 2000 Leuten Platz, extrem gute Sound- und Lichtanlage. Der Club hat insgesamt vier Tanzflächen, vier Bars, drei VIP-Räume und sogar einen Pool. Events meist Freitags und Samstags. Einziger Nachteil: Die Clubperle liegt am Rand von Tokio. Kostenlose Shuttlebusse fahren ab Shibuya ab 23 Uhr. Vorsicht: Plätze sind durchnummeriert, wer keine Platzkarte hat, kommt nicht mit! Ausweis! Genaue Infos zu Events und Transport unter www.ageha.com (Schedule bzw. Access anklicken!). 2-2-10 Shin Kiba | Koto-ku | U-Bahn (Y24) Shinkiba

Region: Ueno & Asakusa

Asakusa-Kannon-Tempel/Sensōji

Im Jahr 628, so will es die Legende, zogen zwei Fischer mit ihren Netzen eine kleine Statue der Barmherzigkeitsgöttin Kannon aus dem Miyato-Fluss. Als alle Versuche fehlschlugen, die Figur ins Wasser zurückzubefördern, lieferten die beiden den mysteriösen Fund bei ihrem Herrn ab. Dieser ließ alsbald eine Halle errichten - den Vorläufer des heutigen Tempels. Der spätere Bau von 1692 überstand zwar das große Kantō-Erdbeben von 1923, nicht aber die Bombenangriffe des Zweiten Weltkriegs. Die Rekonstruktion aus Stahlbeton wurde 1958 eingeweiht. Die sagenumwobene Kannon-Statue ist freilich schon seit Jahrhunderten verschwunden. Der Sensōji bildet bis heute das geistige und bauliche Zentrum des früheren Vergnügungsviertels Asakusa. Wie eng hier geistige Funktion und weltlicher Handel und Wandel zusammenhängen, erfährt noch heute jeder Besucher, der an Wind- und Donnergott vorbei durch das mächtige Südtor Kaminarimon unter der gewaltigen roten Laterne hindurch die quirlige Ladenstraße Nakamise betritt, die auf den Sensōji zuführt. Mit dem Golddrachentanz wird zweimal im Jahr (Mitte März und Mitte Oktober) am Sensōji die Entdeckung der kleinen Kannon-Figur gefeiert. Tgl. 6-17 Uhr | 2-3-1 Asakusa | Tai-tōku | U-Bahn (G 19, A 18) Asakusa

National Museum

Hier folgt ein Superlativ auf den anderen: Japans lange Zeit größtes Museum besitzt die weltgrößte Sammlung asiatischer Kunst. Drei der vier Gebäude gruppieren sich um einen Hof, wo einst die Äbte des Tempels Kaneiji residierten.

Das pompöse, 2004 renovierte Hauptgebäude ist den japanischen Kunstschätzen vorbehalten. Unter den fast 90000 Objekten - Gemälde, Kalligrafien, Skulpturen, Textilien, Keramiken, Schwerter und Rüstungen - wurden 84 als Nationalschätze, weitere 521 als wichtiger Kulturbesitz klassifiziert. Alles Vorhandene auf einmal zu präsentieren ist unmöglich, darum werden die Exponate mehrmals im Jahr gewechselt. Im April/Mai und Oktober/November werden zudem Sonderausstellungen gezeigt. Das rechte Nebengebäude, Toyōkan, ist der Kunst anderer asiatischer Länder gewidmet. Hier sind ebenfalls zweimal jährlich größere Sonderausstellungen zu sehen.

Das kleinste und älteste Gebäude zur Linken - Hyōkeikan - wurde in neobarockem Stil 1909 zur Hochzeit des Kronprinzen und späteren Taishō-Kaisers fertiggestellt. In seinen neun Ausstellungsräumen beherbergt es archäologische Funde aus Japan. Neben den Töpferwaren aus der Mittleren Jōmon-Zeit (3500 bis 2000 v. Chr.) faszinieren vor allem die tönernen Haniwa-Figuren - Menschen, Tiere, Häuser und Boote-, die vom 3. bis zum 7. Jh. als Grabbeigaben dienten.

Hinter dem Hyōkeikan liegt das Schatzhaus des Tempels Hōryūji in Nara, ein wahres Kleinod unter den Kunststätten, das entsprechend behutsam behandelt wird. Mit Rücksicht auf die mehr als tausendjährigen Objekte - viele aus Holz oder Papier-, die der Hōryūji 1887 dem kaiserlichen Haushalt in Tokio überließ, ist es nur donnerstags zugänglich. Auch bei Regen oder wenndie Luftfeuchtigkeit 70 Prozent übersteigt, bleibt das Schatzhaus geschlossen. Di-So 9.30-17 Uhr | Eintritt 600 Yen | www.tnm.go.jp/en | 13-9 Ueno Kōen | Taitō-ku | U-Bahn (G16, H17) und S-Bahn (Yamanote) Ueno

Region: Shibuya & Harajuku

Meiji-Schrein/Meiji-jingū

1920 eingeweiht, 1945 zerbombt, 1958 wieder aufgebaut: Kurz, aber bewegt ist die Geschichte des Schreins, der dem Meiji-Kaiser (1852-1912) und seiner Gemahlin Shōken (1850-1914) gewidmet ist. Er strahlt eine solche Ruhe und Würde aus, als stünde er schon seit Jahrhunderten. Kaum ein zweites Bauwerk in Tokio ist so elegant und beeindruckend. 100000 Büsche und Bäume aus allen Landesteilen schirmen ihn ab von der Hektik der Stadt. Zwei riesige torii - aus Stein das erste, aus tausendjährigem Zypressenholz das zweite dieser Ehrentore - überspannen den Kiesweg. Rechts von der Haupthalle sieht man an Bäumen und Gestellen unzählige Votivtäfelchen hängen. Nicht nur Einheimische haben darauf ihre Wünsche verewigt. Folgen Sie getrost ihrem Beispiel. Japans Shintō-Götter scheren sich überhaupt nicht um Sprachbarrieren!

Blühen die Schwertlilien, lohnt sich ein Abstecher zum Irisgarten. Schon Kaiserin Shōken erholte sich hier von den Strapazen des Monarchendaseins. Im Schatzhaus hinter dem Schrein sind Gegenstände aus dem Besitz des Kaiserpaares ausgestellt. Tgl. 9-17.30 Uhr | 1-1-1 Kamizono | Shibuya-ku | U-Bahn (C 03) Meijijingūmae, S-Bahn (Yamanote) Harajuku

Ōta Memorial Museum of Art

Je kleiner das Museum, desto größer der Kunstgenuss! Ein Satz, der auf das besucherfreundlich gelegene Ōta-Museum voll zutrifft. Am Eingang entledigt man sich der Straßenschuhe und wandelt auf Teppichfußboden und Tatami-Matten. Ein kleiner Steingarten mit Bank und Laternen vervollständigt das behagliche Ambiente. Die Sammlung umfasst über 12000 Holzschnitte von Meistern wie Hiroshige (1797-1858) und Utamaro (1753-1806). Hinzu kommen wechselnde Ausstellungen, die thematisch orientiert sind. Eine Teestube im Untergeschoss lädt zur Rast ein. Di-So 10-17.30 Uhr, vom 27. bis Monatsende geschl. | Eintritt je nach Ausstellung wechselnd | 1-10-10 Jingūmae | Shibuya-ku | www.ukiyoe-ota-muse.jp/english.html | U-Bahn (C 03) Meijijingūmae, S-Bahn (Yamanote) Harajuku

Region: Roppongi & Akasaka

Roppongi Hills

„Die Stadt in der Stadt“ ist schon jetzt das Wahrzeichen des modernen Tokio. Rund zwei Milliarden Euro hat der im Jahr 2003 eröffnete, 116000 m² große City-Komplex gekostet. Im Zentrum des ambitionierten Projekts thront der 54-stöckige Mori Tower mit Museum und Aussichtsdeck. Die „City“ beheimatet außerdem über 200 Geschäfte und Restaurants, ein Luxushotel, vier Wohnblocks, einen Freiluft-Eventspace, die Zentrale des TV-Senders Asahi und einen Kinokomplex. Kunstobjekte, wie die 10 m hohe Spinne von Louise Bourgeois oder der japanische Garten sorgen beim „Stadtbummel“ durch Roppongi Hills zusätzlich für Abwechslung und Inspiration. 6-10-1 Roppongi | Minato-ku | www.roppongihills.com/en/ | U-Bahn (H 04, E 23) Roppongi

Region: In anderen Vierteln

Fischmarkt

Selbst Morgenmuffel sollten wenigstens einmal in aller Herrgottsfrühe aus den Federn schlüpfen, um eines der grandiosesten Spektakel zu erleben, das Tokio zu bieten hat: den Fischmarkt in Tsukiji, den größten der Welt, der 2012 umziehen soll. Hier beginnt der Tag um 2 Uhr nachts. Lastwagen karren Zappelndes und Tiefgefrorenes aus allen Häfen des Landes herbei. Gegen 5.30 Uhr beginnt die Fischauktion. In atemberaubender Geschwindigkeit, mit geheimnisvollen Handzeichen und in einem Kauderwelsch, das nur Eingeweihte verstehen, wird der Fang an verschiedenen Stellen gleichzeitig an die Großhändler versteigert. Von zierlichen Krebsen bis zu gigantischen Thunfischen - in gut einer Stunde wechseln rund 3000 t von mehr als hundert Sorten Meeresgetier den Besitzer.

Gegen 7 Uhr erscheinen die Einzelhändler, um ihre Auswahl für den Tag zu treffen. Zu 90 Prozent deckt das fangfrische Angebot in Tsukiji den täglichen Fischbedarf der Hauptstadtbewohner. Genug zu bestaunen gibt's auch noch den Rest des Vormittags - auf dem Fischmarkt und später dann um den Fischmarkt herum: viele kleine Läden, die alles anbieten, was auch nur im Entferntesten mit Fisch zu tun hat, und reihenweise Restaurants, in denen der Fisch frischer nicht sein könnte.

Ein Wort zur Vorsicht: Die 15000 Fischmarkt-Angestellten verstehen ihr Geschäft nicht als Touristenattraktion, sondern leisten harte Knochenarbeit. Wer dabei im Weg steht, wird unsanft angefasst. Und festes Schuhwerk ist unerlässlich! Der Boden wird ständig mit Schläuchen abgespritzt und peinlich sauber gehalten. Mo-Sa 5-10 Uhr, zweimal im Monat geschl. (wechselnde Daten) | Tel. 35421111 | U-Bahn (H 10) Tsukiji (E 18) Tsukijishijō

Region: Shinjuku

Rathaus

Monumental - so lässt es sich wohl am treffendsten beschreiben, dieses 243 m hohe Bauwerk aus Granit und Stahlbeton. Mit ihm wollte sich Japans Architektenlegende Kenzō Tange offenbar selbst und der japanischen Hauptstadt ein Denkmal setzen. Das höchste Rathaus der Welt zu bauen hat eine Milliarde Euro gekostet. An Feiertagen stehen die Besucher Schlange, um von den Aussichtsplattformen im 45. Stock beider Türme kostenlos den Blick in die Ferne schweifen zu lassen. Tgl. 9.30 bis 23 Uhr, 29. Dez.-3. Jan. geschl. sowie an Inspektionstagen (1. u. 3. Dienstag im Monat Süd-Tower, 2. u. 4. Montag Nord-Tower) | 2-8-1 Nishi-Shinjuku | Shinjuku-ku | U-Bahn (E 28) Tochō-mae, S-Bahn (Yamanote) Shinjuku

Region: Ginza, Odaiba, Yanaka & Nezu

Ginza

Im Ginza-Viertel präsentiert sich Tokio als Metropole mit fernöstlichem Reiz. Hier kann man edel und exklusiv einkaufen. Alteingesessene Geschäfte und Traditionskaufhäuser gibt es ebenso wie Shoppingpaläste der bei Japanern so beliebten europäischen Nobelmarken wie Bulgari, Chanel, Cartier oder Armani. Große Vielfalt bieten die kleinen Seitenstraßen mit ihren Restaurants und Bars, Cafés und Boutiquen, deren Besitzer häufig wechseln, sowie Foto- und Gemäldegalerien. Nirgendwo in Japan gibt es höhere Immobilienpreise als in der Ginza.

Der Hamarikyū-Garten (Hamarikyu Onshi Teien | Di bis So 9-17 Uhr, 29.12.-3.1. geschl. | Eintritt: 300 Yen | U-Bahn (E19) Shiodome) diente den Tokugawa-Shōgunen als Sommersitz. 1869 an die Tennoregierung übergegangen, verwöhnte hier Kaiser Meiji US-Präsident Ulysses S. Grant. Der faszinierendste Teil des Gartens der kaiserlichen Villa Hama bildet ein Teich, der durch Meerwasser gespeist wird. Hier führen drei von Glyzinien beschattete Brücken auf ein Inselchen, wo ein Teehaus zur Rast lädt. Bei einer Tasse Tee für ca. 3 Euro können Sie herrlich entspannen und die sanft gewundenen Pfade, die künstlich angelegten Hügel und uralte japanische Kiefern bewundern. Oder Sie zücken die Kamera und machen den Tokio-Schnappschuss: vom Teehaus mit dem Shiodome-Wolkenkratzerviertel im Hintergrund!

Nicht Kunst, sondern modernstes Elektronikdesign präsentiert Sony auf mehreren Stockwerken direkt an der Sukiyabashi-Kreuzung - von HD-Kameras über PCs bis Playstation. Außerdem: ein HD-Kino und der Sony Shop Avic, wo auch ausländische Besucher Kunden werden können - zollfrei. Das beste: Eintritt frei! Sony Building | 5-3-1 Ginza | Chuo-ku | www.sonybuilding.jp/e/index.html | U-Bahn (M16, H08, G09) Ginza