Reisetipps Tokio

Essen & Trinken Tokio Sushi und vieles mehr

Es muss nicht roher Fisch sein: Tokios Küche hat viel Köstliches zu bieten

Was allen, die in Tokio leben, schon lange klar war, hat jetzt endlich auch der Michelin „offiziell“ bestätigt. Tokio ist die Gourmet-Metropole der Welt!

Doch - halt! Es soll doch alles sündhaft teuer sein. Machen Sie sich auf eine freudige Überraschung gefasst! Tokios Restaurants bieten ein äußerst breites Spektrum, sowohl preislich wie geschmacklich, denn natürlich gibt es nicht nur japanische Küche. Die aber sollten Sie als Erstes kennenlernen, nachdem Sie ein wenig den Umgang mit Essstäbchen geübt haben. Die Hürden beim Bestellen sind dafür niedriger als vielleicht gedacht: Vor vielen Restaurants stehen Vitrinen mit Plastiknachbildungen des Angebots; Speisekarten mit Fotos oder englischer Beschriftung sind recht verbreitet. Und schließlich kann man ja noch auf Nachbars Teller weisen, wenn dessen Auswahl einem behagt.

Ein Kinderspiel ist der kulinarische Einstieg für Nudelfans. Zur Wahl stehen chinesische Nudeln (rāmen) und japanische aus Buchweizen (soba) oder Weizenmehl (udon) - in den unterschiedlichsten Zubereitungsarten. Dabei gilt: Schlürfen ist gestattet.

Schritt Nummer zwei führt in eine japanische Kneipe, wo es zu Sake, Bier oder Whisky allerlei Leckereien gibt. Am Spieß Gebratenes und vieles mehr bekommt man in Yakitoriya-, Izakaya- und Robatayaki-Lokalen, erkennbar oft an einer roten Laterne am Eingang. Auch Kneipen sind allerdings nicht billig!

Yakitoriya sind in der Regel winzige Etablissements, in denen man an der Theke, bisweilen auch noch an drei, vier Tischen, Hühnerfleisch und Geflügelinnereien am Minispieß serviert bekommt. Dazu gibt's - je nach Art des Hauses - gebratene Fischchen, Gemüse oder manchmal auch Salat. Oft ist das Angebot hinter Glas an der Theke aufgebaut, Sie können also per Fingerzeig bestellen.

Izakaya heißen die großen Schwestern der Yakitoriya. Der Speisezettel ist zwar weitgehend identisch, die Auswahl an Fisch, Fleisch, Gemüse etc. jedoch größer, genauso wie die Räumlichkeiten. Statt an der Theke nimmt man an Tischen Platz. Es herrscht eine phonstarke Bierzeltatmosphäre.

In den Robatayaki gruppiert sich die Kundschaft oft - nicht immer - um eine ausladende, ovale Theke, hinter der gebrutzelt und geschnetzelt wird. Das Angebot wird vor den Gästen sichtbar ausgelegt und ähnelt dem Yakitoriya- und Izakaya-Repertoire, fällt jedoch meist etwas raffinierter und entsprechend teurer aus. Das Gewünschte wird auf riesigen hölzernen Kellen serviert.

Schritt Nummer drei ist Tempura: Fischiges und Pflanzliches, in einem zarten Teigmantel frittiert. Die Portugiesen sollen die Japaner auf diesen Geschmack gebracht haben. Ebenso ausländerfreundlich sind die Rindfleischgerichte Sukiyaki und Shabu-shabu, eine Art Fondue, oder Teppanyaki, dünne Rind- oder Schweinefleischscheiben mit Gemüse von der Herdplatte. Alle drei Speisen werden am Tisch zubereitet und sind erst seit hundert Jahren in Japan bekannt. Fleischverzehr - Geflügel und Wild ausgenommen - war aus religiösen Gründen verpönt. Erst als der Meiji-Kaiser zum Beweis der Öffnung gen Westen ein Steak hinuntergewürgt hatte, versuchten sich auch die Untertanen an dieser fremdländischen Nahrung. Heute verfügt Japan über eine eigenständige Steakkultur: Kōbe- und auch Matsusakaya-Beef sind ein teurer Spaß! Die Rinder werden mit Bier gemästet und ihr Fleisch mit Massagen zart gehalten.

Als Schritt Nummer vier empfiehlt sich - schon ein wenig exotischer - ein Aal (Unagi), der mit einer süßlichen, sirupartigen Soße überzogen auf den Tisch kommt. Vor allem im heißesten Sommer müsse man ihn essen, sagen die Japaner, das bringe die Lebensgeister wieder auf Trab.

Kaiseki-ryōri könnte der fünfte Schritt sein, leider nur hat dieser höchste aller Genüsse der japanischen Gastronomie einen exorbitanten Preis. Diese Folge von Kleinstmenüs, von winzigen Appetithäppchen - kunstvoll angerichtet auf farblich abgestimmtem Lackgeschirr - ist aus der Teezeremonie hervorgegangen, ein Augenschmaus voller Esoterik und jahreszeitlicher Bezüge. Einmal, zur preiswerteren Mittagszeit vielleicht, sollten Sie sich diesen Luxus gönnen. Was Sie sich schon immer unter japanischer Ästhetik vorgestellt haben: Hier wird es Ihnen - samt entsprechendem Ambiente - in Vollendung geboten.

Nun ist es Zeit für die letzte Etappe, für die Einkehr in eine Sushi-ya. Setzen Sie sich unbedingt an die Theke, dahin gehört der Sushi-Gourmet, und außerdem lässt sich dort ohne Schwierigkeiten per Fingerzeig bestellen. Schon so mancher hat seine Vorbehalte gegen rohen Fisch überwunden, wenn er sich die Schätze des Meeres auf der Zunge zergehen ließ. Sushi bedeutet schlichtweg „gesäuerter Reis“, zur Delikatesse werden die Reisbällchen aber durch den Belag: vom rosaroten Thunfisch (Anfängern sei er ans Herz gelegt) bis hin zum alabasterfarbenen Tintenfisch - nichts wird Sie an das erinnern, was man gemeinhin als Fischgeschmack bezeichnet. Wollen Sie die Scheibchen pur, dann verlangen Sie sashimi - die Krönung der japanischen Küche!

Doch halt! Kein Ausländer, der noch nichts vom fugu, dem Kugelfisch mit seiner tödlich giftigen Leber, gehört hätte. Hier scheiden sich die Geister: delikat, meinen die einen, vernachlässigbar, die anderen. Unbestritten ist der Nervenkitzel. Denn dem Fugu-Koch könnte ja trotz seiner langjährigen Ausbildung einmal ein kleiner Fehler ... Fugu-Saison ist von Oktober bis März.

Ein Wort noch zu den Getränken: Anspruchsvolle Weintrinker kommen höchstens in westlichen Edellokalen auf ihre - dann imposanten - Kosten. Zu japanischem Essen passt Bier oder Sake ohnehin viel besser. Nicht übel sind auch Longdrink-Mixturen auf shōchū- (Schnaps)Basis - in Maßen genossen!

In vielen Restaurants schließt die Küche abends schon gegen 22 Uhr. Kneipen sind gewöhnlich nur am Abend geöffnet. Und während der „Goldenen Woche“ (29. April bis 5. Mai) sowie in den ersten Neujahrstagen machen viele Lokale ihre Betriebsferien.

Ba-sashi

ein Carpaccio aus Pferdefleisch

Chanko-nabe

ein herzhafter Fleisch-Gemüse-Eintopf, Leibspeise der Sumo-Ringer

Chirashi-zushi

Meeresfrüchte, Gemüse- und Omelettstreifen auf einer Schale mit gesäuertem Reis

Chūtoro, Ōtoro

die fettesten Teile aus dem Thunfischbauch; für Kenner sind sie das Nonplusultra

Ginnan

aufgespießte Ginkgonüsse. Passen hervorragend zu Bier oder Sake

Hiya-yakko

gekühlter Tofu mit Sojasoße, frischen Kräutern und Bonito-Flocken, ideal an schwülen Sommertagen

Mochi

zähe Süßspeise aus gestampftem Reis, allgegenwärtig um Neujahr

Oden

klare Suppe mit Einlage: Gemüse, hart gekochte Eier, Tofu etc., ein Wintergericht

Okonomi-yaki

(in Tokio auch „Monja-yaki“) eine Art Omelett aus Fleisch, Gemüse, Garnelen und Tintenfisch

Tempura-soba, Tempura-udon

Suppe aus Buchweizen- oder Weizenmehlnudeln, gekrönt mit frittierten Riesengarnelen

Tonkatsu

Schweineschnitzel mit einer herzhaften Soße

Tsukune

Hühnerhackfleischbällchen am Spieß. Problemloser Einstieg in die Yakitori-Kost!

Una-don

über Holzkohle gegrillte Aalfilets mit einer sämigen Soße aus Soja und süßem Sake, auf Reis serviert

Yakiimo

gebackene Süßkartoffeln. Wann immer eine Lautsprecherstimme - oft spät abends - oishiiimoo ruft: nichts wie hin! Beim fahrenden Händler sind die heißen Knollen am besten

Zaru-soba

kalte Soba-Nudeln, serviert auf einem Bambustablett. Man tunkt sie in eine mit Soja, grünem Meerrettich und Schnittlauch gewürzte Soße

Kaffeehauskultur

Im Land des grünen Tees existiert eine beachtliche Kaffeehauskultur. Cafés gibt es nahezu an jeder cke. Hier einige mit dem gewissen Extra. Alle sind vom späten Vormittag bis zum späten Abend geöffnet.

Anniversaire Café

Straßencafé mit Stil. Selbst im Winter kann man draußen sitzen - unter Heizschirmen. 3-5-30 Kita-Aoyama | Minato-ku | U-Bahn (G 02, C 03) Omotesandō

Aux Baccanales

Die Aux-Baccanales-Niederlassungen haben Pariser Flair. Die neueste, am Hotel New Otani, ist eine Mischung aus Café, Bäckerei und Brasserie. Was man in der Bäckerei kauft, darf im Café verzehrt werden. 4-1 Kioicho | Chiyoda-ku | U-Bahn (G 05, M 13) Akasaka-mitsuke. Ebenfalls beliebt ist die Filiale gegenüber der Suntory Hall im Ark-Hills-Komplex. So geschl. | Ark Mori Bldg 2F | 1-12-32 Akasaka | Minato-ku | U-Bahn (N 06, G 06) Tameike-sannō

New Ōtani Garden Lounge

Mit rund 8 Euro schlägt das Kännchen Kaffee zu Buche, doch der Blick auf den 400 Jahre alten Garten - einen der schönsten in Tokio - mag die Investition wert sein. Durch das Kleinod spazieren darf auch, wer nicht im Hotel wohnt. Besonders lohnend ist der Besuch zur Azaleenblüte im Mai. Öffnet um 7 Uhr | 4-1 Kioichō | Chiyoda-ku | U-Bahn (M 13, G 05) Akasaka-mitsuke

Respekt Café

Schicker Hybrid zwischen Café und Designerbistro. Freitag und Samstag sogar bis 5 Uhr morgens geöffnet! 2F | 1-11-1 Shibuya | Shibuya-ku | U-Bahn (G01, Z01), S-Bahn (Yamanote) Shibuya

Spiral Cafe

Das Café liegt in der riesigen Eingangshalle einer Avantgardegalerie - mit sanfter Musikberieselung. 5-6-23 Minami-Aoyama | Minato-ku | U-Bahn (G 02, C 04) Omotesandō

Kneipenszene

Yakitoriya, Izakaya und ähnliche Lokale mit japanischer Kneipenküche und entsprechender Atmosphäre gibt es in Tokio überall. Hier sind nur Lokale vorgestellt, die etwas Besonderes zu bieten haben.

Boruga

Der appetitliche Duft nach Gebratenem ist ein untrüglicher Wegweiser in dieses gemütliche Restaurant. Es verströmt so etwas wie ländliche Atmosphäre im Schatten des Wolkenkratzerwaldes von Shinjuku. So und feiertags geschl. | 1-4-18 Nishi-Shinjuku | Shinjuku-ku | Tel. 33424996 | U-Bahn (E 01), S-Bahn (Yamanote) Shinjuku | €€

Chichibu nishiki

Allerlei Antiquitäten in traditionellem Ambiente tragen zu einer angenehm gelösten Stimmung in dieser Kneipe bei. Spezialität des Hauses ist der Sake aus Chichibu. Er schmeckt besonders gut. Sa, So, feiertags geschl. | 2-13-14 Ginza | Chūō-ku | Tel. 35414776 | U-Bahn (G 09) Ginza | €

Ganchan

In der Kneipe sitzt man so eng wie in einer Sardinendose, die Wände sind gespickt mit alten Speise- und Ansichtskarten, mit Masken und Papierdrachen. Alles ist verraucht und voll fröhlichen Lärms - eine typische Yakitori-Stube eben. Tgl. | Okaue Bldg. 1 F | 6-8-23 Roppongi | Minatoku | Tel. 34780092 | U-Bahn (H 04, E 23) Roppongi | €

Hamanoya

Nicht gerade billig, aber sehr gut lässt sich's hier speisen. Zu den Stammkunden zählen die Priester aus dem nahe gelegenen Tempel. So geschl. | 2-14-7 Nishi-Azabu | Minato-ku | Tel. 34007554 | U-Bahn (H 04, E 23) Roppongi | €€

Hantei

Schon wegen des traditionellen Holzhauses in der Nähe des Ueno-Parks lohnt sich der Besuch. Köstlich sind die Kushiage, eine frittierte Edelversion der Yakitori-Fleischspießchen, die aus Ōsaka stammt. Mo geschl. | 2-12-15 Nezu | Bunkyō-ku | Tel. 38281440 | U-Bahn (C 14) Nezu | €€

Inakaya

Hier speisen die Gäste wie mitten auf dem Lande - oder doch zumindest so, wie es sich nostalgische Großstädter erträumen. In beiden Filialen des Inakaya wird gleichermaßen ein gekonnt inszeniertes Essspektakel mit viel Folklore und Stimmaufwand aufgeboten. Die Mahlzeit wird so wirklich zum unvergesslichen Erlebnis - ebenso wie leider auch die ziemlich üppige Rechnung. Tgl. | 7-8-4 Roppongi | Minato-ku | 5-3-4 Roppongi | Minato-ku | Tel. 34059866, Tel. 34085040 | U-Bahn (H 04, E 23) Roppongi | €€

Isehiro

Ein Restaurant mit Tradition. Als Spezialität wird Biss für Biss ein gesamtes Federvieh serviert. Am Abend kostet der Spaß ab 35 Euro pro Person. So und feiertags geschl. | 1-5-4 Kyōbashi | Chūō-ku | Tel. 32815864 | U-Bahn (G 10) Kyōbashi | €€

Kushiwakamaru

So muss eine Yakitori-Kneipe sein: spartanisch eingerichtet, aber gemütlich. Immer voll und alle Spieße einfach lecker. Hier sind die Portionen besonders üppig. Deshalb sind Warteschlangen keine Seltenheit. Tgl. | 1-19-2 Kami-Meguro | Meguro-Ku | Tel. 37159292 | S-Bahn (Tōyoko, ab Shibuya) Nakameguro | €

Nambantei

Das Hauptgeschäft dieser Yakitori-Kette ist auch bei den ansässigen Ausländern sehr beliebt. Freundliches Personal. Teuer. So geschl. | 4-5-6 Roppongi | Minato-ku | Tel. 34020606 | U-Bahn (H 04, E 23) Roppongi | €€-€€€

Torigin

Dies ist das bekannteste unter den Lokalen der Torigin-Kette, in denen die Atmosphäre stets locker und entspannt ist. Tgl. | Uchida Bldg. 101 | 4-12-6 Roppongi | Minato-ku | Tel. 34035829 | U-Bahn (H 04, E 23) Roppongi | €€

Tsubohachi

Kleines und preiswertes Lokal - ein Magnet für Nachtschwärmer im Studentenalter. Weiterer Vorteil: Man versteht ein wenig Englisch. Tgl. | Marble Akasaka Bldg. 3F | 3-9-5 Akasaka | Minatoku | Tel. 35845656 | U-Bahn (M 13, G 05) Akasaka-Mitsuke | €

Ninja

Ein geniales Themenrestaurant. Schon der Weg in die unterirdische Ninja-Welt - der Welt der Kriegerkaste im feudalen Japan - ist dramatisch: Eine Zugbrücke senkt sich auf Ninja-Zuruf. Zum japanischen Essen - Originalkreationen des Restaurants - gibt es dann noch Ninja-Zaubertricks. Ein unterhaltsamer Abend, der seinen Preis hat. Vorsicht: nichts für Klaustrophobiker. Tgl. | 1F Akasaka Tōkyū Plaza | 2-14-3 Nagata-chō | Chiyoda-ku | Tel. 51573936 | U-Bahn (G 05, M 13) Akasaka-mitsuke

Seryna

Das Ishiyaki-Beef - es wird auf heißen Steinen gebraten - ist nur eine der vielen Spezialitäten dieses Nobellokals (zwei Filialen). Auch Sukiyaki und Shabu-shabu sind beim in- und ausländischen Publikum sehr gefragt. Tgl. | 3-12-2 Roppongi | Minato-ku | Sumitomo Bldg., 52F | 2-6-1 Nishi-Shinjuku | Shinjuku-ku | Tel. 34021051, Tel. 33446761 | U-Bahn (H 04, E 23) Roppongi | U-Bahn (M 08), S-Bahn (Yamanote) Shinjuku

Suehiro

Hier erhalten Sie Rindfleisch à la japonaise in den verschiedensten Variationen. Die exquisite Qualität hat freilich ihren Preis. Mi geschl. | 6-11-1 Ginza | Chūō-ku | Tel. 35719271 | U-Bahn (G 09, M 16) Ginza

Takamura

In ein Teehaus mitten in den Bergen versetzt fühlen sich die Gäste - eine Atmosphäre, wie sie „japanischer“ kaum sein könnte. Besonderer Blickfang in diesem Kaiseki-Restaurant ist der hübsche Garten. Reservierung nötig - für mittags ab vier, abends ab zwei Personen. So und feiertags sowie Mo mittags geschl. | 3-4-27 Roppongi | Minato-ku | Tel. 35856600 | U-Bahn (N 05) Roppongi-itchōme

Tenichi

Das Stammhaus der Tenichi-Kette mit seiner mehr als fünfzigjährigen Tradition serviert nach Kennermeinung die besten Tempura der japanischen Hauptstadt - allerdings auch zu entsprechenden Preisen. Tokios Prominenz ist hier gern zu Gast. Tgl. | 6-6-5 Ginza | Chūō-ku | Tel. 35711949 | U-Bahn (G 09, M 16) Ginza

Tofuya Ukai

Ein kulinarisches Erlebnis ganz besonderer Art, das allerdings seinen Preis hat. Das Herzstück der Anlage ist eine fein polierte, 200 Jahre alte Sakebrauerei samt Lagerhalle, in der in Kimono gekleidete Damen die Gäste höflichst in Empfang nehmen Drumherum ein wunderschöner Garten samt Laternen und Karpfenteichen, in dem sogar ein Wasserrad plätschert. Im Mittelpunkt der wohlschmeckenden Speisen steht Tofu. Mehrgängige Menüs zur Auswahl. Reservierung empfohlen. Tgl. | 4-4-13 Shiba-Koen | Minato-ku | Tel. 34361028 | U-Bahn (E21) Akabanebashi

Ukai Toriyama

Ein romantisches Restaurantdorf mit kleinen Hütten am Rande von Tokio, unweit des Berges Takao-san gelegen. In einem in den Boden eingelassenen Herd werden über Holzkohle Gemüse und Fleisch gegrillt - ein echter Spaß, zumal die „Rohstoffe“ auf Tabletts auf dem Wasserweg zu den Hütten schwimmen. 3426 Minami-Asakawachō | Hachiōji | Tel. 0426/610739 | Keiō-S-Bahn Takao, von dort kostenloser Zubringerbus

Angkor Wat

Kambodschanisch. Die Räumlichkeiten sind nicht optimal, was auf den Tisch kommt, schmeckt jedoch hervorragend - eine Mischung zwischen Chinesisch und Thailändisch. Immer voll. Ein Mittagsgedeck kostet nur um die 7 Euro. Tgl. | 1-38-13 Yoyogi | Shibuya-ku | Tel. 33703019 | S-Bahn (Yamanote, Sōbu) Yoyogi

Daibutsu Korokoro

Kreative Gerichte wie Frühlingsrollen aus rohem Thunfisch und Avocado (englisch beschriftete Speisekarte). Das Ambiente im „Großen Buddha“ ist ein skurriler Mix aus Bambus-Irrgarten, Plüschsesseln und traditioneller Kneipe. Tgl. | Chitose Kaikan B1 | 13-8 Udagawa-cho | Shibuya-ku | Tel. 54280230 | U-Bahn (Z01, G01), S-Bahn (Yamanote) Shibuya

Edogin

Nur wenig Reis, aber reichlich frischen Fisch - diese schlichte Formel hat die Reputation dieser Sushi-Institution, die in der Nähe des Fischmarktes liegt, begründet. Wenn Sie wagemutig und gut bei Kasse sind, sollten Sie nach den Spezialitäten des Tages fragen. So geschl. | 4-4-3 Tsukiji | Chūō-ku | Tel. 35434405 | U-Bahn (H 10) Tsukiji

Goemon

Serviert werden kalorienarme und proteinreiche Tofugerichte in anheimelndem Ambiente. Im Sommer wird im Freien gedeckt, ein munter plätschernder Wasserfall ersetzt die Tafelmusik. Mo geschl. | 1-1-26 Hon-Komagome | Bunkyō-ku | Tel. 38112015 | U-Bahn (N 13) Hon-Komagome

Gonpachi

In dieser neu erbauten Riesen-Kura (Schatz-/Lagerhaus) wird rustikale Tradition inszeniert - kulinarisch und atmosphärisch. Etwas künstlich, dennoch gelungen. MP Koizumi hat hier US-Präsident Bush mit Sushi bewirtet - im etwas eleganteren und teureren dritten Stock. Tgl. | 1-13-11 Nishi-Azabu | Minato-ku | Tel. 57710180 | U-Bahn (H 04, E 23) Roppongi

Hassan

Nein, kein Türke oder Araber, wie der - in Wahrheit japanische - Name glauben machen könnte, sondern ein besonderes Shabu-shabu-Restaurant: Hier können Sie ab ca. 35 Euro so viel Fleisch und Gemüse verzehren, wie Sie mögen. Kellnerinnen in Kimonos gehen bei der Zubereitung zur Hand. Tgl. | 6-1-20 Roppongi | Minato-ku | Tel. 34038333 | U-Bahn (H 04, E 23) Roppongi

Ichinotani

Chanko-nabe, ein delikater Eintopf mit Gemüse, Fleisch oder Fisch, gilt als das Leibgericht der Sumo-Ringer. Im Ichinotani ist es die Spezialität des Hauses: Der Wirt stand nämlich früher selbst im Ring. Auch von Antiquitäten versteht er etwas, wie viele prächtige Sammlerstücke beweisen. So und feiertags geschl. | 2-10-2 Sotokanda | Chiyoda-ku | Tel. 32518500 | U-Bahn (G 14) Suehirochō

Kōbō

Das kleine Bistro ist etwas für Gourmetabenteurer, denn der Wirt Mahiko Kōzō, ein gelernter Sushimeister, steht selbst am Herd und experimentiert gern. Die Speisekarte ist leider nur auf Japanisch. Da hilft ein Blick auf die Tellerchen der Nachbarn. Die Portionen sind klein und relativ preiswert. Zu viel Abenteuerlust jedoch geht ins Geld! Das Allerfeinste und ein Muss für Fischliebhaber ist eine Platte mit rohem Fisch (sashimi no moriawase). Dazu trinkt man Sake aus der Präfektur Niigata, Kōzōs Heimat. So und feiertags geschl. | 3-7 Kamiyamachō | Shibuya-ku | Tel. 34669786 | U-Bahn (C 02) Yoyogi-Kōen

Las Chicas

Café, Restaurant und Bar - zu jeder Tageszeit eine gute Adresse. Viele Ausländer, Typ cool. Abwechslungsreiche internationale Küche mit sehr guten Salaten und Pastagerichten. Englische Speisekarte, ausländische Bedienung. Zwischen Mai und Oktober besonders zu empfehlen: einen Kaffee, Tee oder ein Bier auf der Terrasse genießen. Tgl. | 5-47-6 Jingūmae | Shibuya-ku | Tel. 34076865 | www.vision.co.jp | U-Bahn (G 02, C 04, Z 02) Omotesandō

Paradise Macau

Asia-Fusion - so nennt sich ein neuer Restauranttrend: südostasiatisch inspirierte Gerichte mit Originalgewürzen und Kräutern. Im Macau schmeckt es besonders gut. Rohe Frühlingsrollen mit Avocado und Thunfisch zum Beispiel. Außerdem: junges Publikum, entspannte Atmosphäre und für die wärmeren Tage eine kleine Terrasse. Tgl. | 39-5 Udagawa-chō | Shibuya-ku | Tel. 37805231 | U-Bahn (G 01, Z 01) Shibuya

Santomo

Sumo-Ringer haben eine Vorliebefür den Kugelfisch. Hier sind die Schwergewichtler häufig anzutreffen. So, feiertags geschl. | 6-14-1 Ueno | Taitō-ku | Tel. 38323898 | U-Bahn (G 16, H 17) Ueno

Sushi-sei

Mit ihrer Fischmarktnähe bietet die Tsukiji-Niederlassung der Kette natürlich den frischesten aller Fische, ein paar Minuten älter ist er in der Nishi-Azubu- und in der Akasaka-Gegend. Dafür kehren dort die Stars des Showbusiness ein - und solche, die es werden wollen. Das Besteaber sind die reichlichen Portionen! Alle So und feiertags geschl. | 4-13-9 Tsukiji | Chūō-ku | 3-11-14 Akasaka | Minato-ku | Tel. 35417720, Tel. 35829503 | U-Bahn (E 18) Tsukijishijō | U-Bahn (G 05, M 13) Akasaka-mitsuke

Tentake

In diesem Fugu-Restaurant stimmt das Preis-Leistungs-Verhältnis! Mi geschl. | 6-16-6 Tsukiji | Chūō-ku | Tel. 35413881 | U-Bahn (H 10) Tsukiji

Tōkai-en

Koreanisches Restaurant. Im ersten und zweiten Stock sitzt man auf Stühlen, im sechsten Stock gibt es „So-viel-Sie-essen-können-koreanisches-Barbecue“ ab 15 Euro bei maximal 90 Minuten, mittags nur 6 Euro bei 60 Minuten. Im siebten und achten Stock, mit Tatamis ausgestattet, offeriert man als Spezialität kyutei-ryōri, die traditionelle Küche des koreanischen Hofes. Tgl. | Tōkai-en Bldg. | 1-6-3 Kabukichō | Shinjuku-ku | Tel. 32002934 | U-Bahn (M 08) und S-Bahn (Yamanote) Shinjuku

Zuien Bekkan

Die Pekingente (ca. 50 Euro) und andere Chinaspezialitäten ersparen eine Fahrt zur Chinatown von Yokohama. Das Ambiente ist zwar eher schlicht und die chinesische Bedienung nicht von japanischer Höflichkeit. Aber es schmeckt! Tgl. | 2-7-4 Shinjuku | Shinjuku-ku | Tel. 33513511 | U-Bahn (M 10) Shinjuku gyoenmae

Heirokuzushi

Hier gibt's Tokios beste Fließband-Sushi. Davon sind zumindest einige ausländische Bewohner überzeugt. Auf jeden Fall herrscht meist großer Andrang - und das bedeutet: Nichts rotiert übermäßig lange, alles ist entsprechend frisch. Sollte das Angebot Ihnen dennoch nicht zusagen, so können Sie das Gewünschte auch extra bestellen. Tgl. | 5-8-5 Jingūmae | Shibuya-ku | Tel. 34983968 | U-Bahn (G 02, C 04) Omotesandō

Ichioku

Ist es nun japanische Küche mit westlichem Einschlag oder doch eher westliche Küche mit japanischem Flair? Jedenfalls lieben Ausländer wie Einheimische dieses winzige, gemütliche Lokal, wo selbst das „stille Örtchen“ etwas Unverwechselbares hat. So geschl. | 4-4-5 Roppongi | Minato-ku | Tel. 34059891 | U-Bahn (H 04, E 23) Roppongi

Inaniwa

Udon-Nudeln aus Akita und viele andere leckere Kleinigkeiten werden serviert, dazu hält das freundlichintime Restaurant Sake aus allen Regionen Japans bereit. So und feiertags geschl. | 1-8-20 Nishi-Azabu | Minato-ku | Tel. 34014966 | U-Bahn (H 04, E 23) Roppongi

Komagata Dozeu

Für Gourmet-Abenteurer. Dojō, Schmerle oder Bartgrundel, ist ein aalähnlicher, winziger Fisch, der als Eintopf, mit Ei überbacken oder in Misosuppe kredenzt wird. Eine Speizialität, für die Japaner in dieses Traditionslokal in Asakusa in ganzen Reisegruppen einfallen. Tgl. | 1-7-21 Komagata | Taitō-ku | Tel. 38424001 | U-Bahn (G19, A18) Asakusa

Ko ya

Rāmen, chinesische Nudelsuppen, werden hier serviert, aber stets mit dem gewissen Etwas. Dicke und dünne Suppen stehen in zahlreichen delikaten Geschmacksrichtungen zur Auswahl. So und feiertags geschl. | 8 San'eichō | Shinjuku-ku | Tel. 33511756 | S-Bahn (Chūō, Sōbu), U-Bahn (M 12, N 09) Yotsuya

Maisen

Tonkatsu heißt die japanische Variante des Wiener Schnitzels, dashier aus Schweinefleisch zubereitet wird. Wenn Sie kurobuta bestellen, ist der Fettanteil besonders gering. Tgl. | 4-8-5 Jingūmae | Shibuya-ku | Tel. 34700071 | U-Bahn (C 04, G 02) Omotesandō

Ninnikuya

Japanisches voller Knoblauch. Mo geschl. | 1-26-12 Ebisu | Shibuya-ku | Tel. 34465887 | U-Bahn (H 02), S-Bahn (Yamanote) Ebisu

Nodaiwa

Mit zartestem Aal wusste man hier schon zur Edo-Zeit die Gäste zu erfreuen. So geschl. | 1-5-4 Higashi-Azabu | Minato-ku | Tel. 35837852 | U-Bahn (H 02) Akabanebashi

Ōmatsuya

Das Interieur entstammt einem Samurai-Haus aus dem 17. Jh., die Speisen sind handfest und sättigend. So und feiertags geschl. | Eldor Bldg., 2F | 6-5-8 Ginza | Chūō-ku | Tel. 35717053 | U-Bahn (G 09, M 16) Ginza | €

Otako

Seit Jahrzehnten ist man hier auf oden spezialisiert, ein Eintopfgericht mit Tofu, Gemüse, gekochtem Ei und sonstigen Ingredienzen. Falls Sie es genau wissen wollen: Die englische Speisekarte gibt Auskunft. So geschl. | 8-6-19 Ginza | Chūō-ku | Tel. 35710751 | U-Bahn (G 09, M 16) Ginza

Rera Chise

1994 wurde mit diesem Lokal das erste Ainu-Restaurant in Tokio eröffnet. Die Ainu, von denen noch einige auf Hokkaidō leben, gelten als die Ureinwohner Japans. Das Essen ist herzhaft. Spezialitäten sind Fisch- und Wildgerichte. Mo geschl. | 1-37-12 Arai | Nakano-ku | Tel. 33872252 | S-Bahn (Seibu-Shinjuku) Arai-Yakushimae

Sangoku ichi

Für Liebhaber der preisgünstigen Udon-Nudeln zwei der ersten Adressen! Tgl. | 1-13-10 Nishi-Shinjuku | Shinjuku-ku | 3-24-8 Shinjuku | Shinjuku-ku | Tel. 33443591, Tel. 33543591 | U-Bahn (M 08), S-Bahn (Yamanote) Shinjuku

Takeno

Das Angebot kreist um Sushi, Sashimi und Tempura. Versteckt in einem Gässchen vor der Tsukiji-6-chome-Kreuzung. Üppige Portionen und erstklassige Qualität für die Kundschaft, vor allem Fischmarktangestellte. Und das zu einem Spottpreis. Wer nicht vor 18 Uhr da ist, schaut in die Röhre. So und feiertags geschl. | 6-21-2 Tsukiji | Chūō-ku | Tel. 35418698 | U-Bahn (E 18) Tsukijishijō

Tsunahachi

Tsunahachi-Filialen gibt es viele. Sie sind überall in der Stadt verstreut. Allen gemeinsam ist die nette Atmosphäre sowie das erstklassige, aber dennoch preiswerte Tempura-Angebot. Tgl. | Matsuya Dept. Store, 8 F | 3-6-1 Ginza | Chūō-ku | 3-31-8 Shinjuku | Shinjuku-ku | Tel. 35671374, Tel. 33521012 | www.tsunahachi.com/locat/index.html | U-Bahn (G 09, M 16) Ginza | U-Bahn (M 08), S-Bahn (Yamanote) Shinjuku

Yabu-soba

Ein japanischer Garten umgibt Tokios berühmtestes Soba-Restaurant, und klassisch-japanisch ist auch das Innere. Anagonamban, eine Nudelsuppe mit Fischeinlage, ist eine der ungewöhnlichen Delikatessen. Tgl. | 2-10 Awajichō | Kanda | Chiyoda-ku | Tel. 32510287 | U-Bahn (M 19) Awajichō

Kinsui

Kaum ein traditionelles Restaurant in Tokio liegt schöner. Inmitten des Chinzan-sō-Gartens strahlt das Kinsui jene würdevolle Ruhe aus, die in Japan zur gehobenen Esskultur gehört. Veranstaltet wird ein Fest für alle Sinne. Das vom Chef empfohlene Kaiseki-Menü kostet mittags ab ca. 100 Euro, am Abend ab ca. 118 Euro zuzüglich Bedienung und Steuer. Für extra angemietete Zimmer (alle mit bezauberndem Gartenblick) müssen Sie mit einem Aufpreis von mindestens 125 Euro rechnen. Reservierung ist auf jeden Fall notwendig. 2-10-8 Sekiguchi | Bunkyō-ku | Tel. 39431101 | U-Bahn (Y12) Edogawabashi

Nobu Tokyo

Nobu Matsuhisa gilt als einer der kreativsten japanischen Köche. Mit Restaurantablegern in New York (Robert De Niro ist Miteigner) und London ist er auch der bekannteste Koch Japans. Am besten bestellen Sie ein Omakase-Menü (Empfehlung des Chefs). Ab ca. 40 Euro. Am Abend 75 bis 160 Euro. Direkt neben dem Hotel Okura, 1F Toranomon Tower Office | 4-1-28 Toranomon | Minato-ku | Tel. 57330070 | U-Bahn (H05) Kamiyachō

Sukibayashi Jiro

Seitdem sie der Michelin mit drei Sternen geehrt hat, sind Altmeister Jiro Ono und sein verstecktes kleines Sushi-Paradies in aller Munde. Ono und sein Sohn servieren frischeste Köstlichkeiten des Meeres, jeweils abgestimmt auf die Jahreszeiten. Menü ab ca 165 Euro. B1F Tsukamoto Sogyo Bldg. | 4-2-15 Ginza | Chuo-ku | Tel. 35353600 | U-Bahn (M16, H08, G09) Ginza