Reisetipps Thailand

Ausflüge & Touren Thailand

Alte Kultur und wilde Natur

Im Norden können Sie auf den Spuren der alten Könige wandeln und das Bergland entlang der Grenze nach Myanmar erforschen. Da einige Abstecher über Pistenstraßen führen, sollten Sie ein Allradfahrzeug mieten. Planen Sie für die ca. 1200 km lange Strecke mindestens sieben Übernachtungen ein - und nehmen Sie eine warme Jacke mit!

Ausgangspunkt ist die Metropole des Nordens, Chiang Mai. Auf dem Hwy. 106 Richtung Süden gelangen Sie nach Lamphun. Dort nehmen Sie den Hwy. 11 Richtung Lampang. Nach weniger als einer halben Stunde erreichen Sie die Abzweigung zum Thai Elephant Conservation Center (www.changthai.com). Hier können Sie zuschauen, wie Elefanten ausgebildet werden (tgl. 9.30 und 13.15 Uhr).

Lampang (45 000 Ew.) am Wang River liegt nur 100 km südöstlich von Chiang Mai, aber um die Provinzhauptstadt mit ihren Tempeln und Teakholzhäusern genießen zu können, empfiehlt sich eine Übernachtung, z.B. im Lampang Wieng Thong (253 Zi. | Paholyotin Rd. | Tel. 054225801 | www.lampangwiengthonghotel.com | €€) mit Pool. Eine Stadtrundfahrt können Sie in bunt bemalten Pferdekutschen absolvieren. 20 km südwestlich, beim Dorf Ko Kha, liegt das von einer Mauer umgebene Wat Phra That Lampang Luang, ein herausragendes Beispiel der nordthailändischen Lanna-Tempelarchitektur.

Der Hwy. 11 führt von Lampang durch Reisbauernland weiter nach Südosten, bis er nach ca. 80 km auf den Hwy. 101 trifft. Biegen Sie rechts ab in Richtung Sukhothai. Im Historischen Park von Si Satchanalai zeugen Tempelruinen von der großen Vergangenheit dieses Ortes. Nach einem Stopp im Keramikmuseum von Sawankhalok kommen Sie nach Sukhothai, der ersten Residenz eines Thai-Königreiches.

Wenn Sie auf dem Hwy. 12 nach Westen weiterfahren, sehen Sie in der Ferne schon die Berge. Die Provinzhauptstadt Tak (25 000 Ew.) hat außer der Statue von König Taksin (1734-82) nicht viel zu bieten. Hinter Tak können Sie einen Abstecher (50 km Richtung Norden) zum von Bergen eingerahmten Bhumibol-Staudamm machen. Vom Hwy. 105 Richtung Mae Sot zweigt 12 km hinter Tak ein Weg links ab zum Lansang Nationalpark, 25 km hinter Tak geht es zum Taksin-Maharat-Nationalpark.

Im Zentrum der 40 000-Einwohner-Stadt Mae Sot, nur 6 km von der Grenze zu Myanmar entfernt, glitzert es an jeder Ecke: Mae Sot ist ein Zentrum für den Edelsteinhandel. Einen bunten Markt können Sie auch direkt am Grenzfluss Moei besuchen. Bestes Hotel der Stadt, mit Pool, ist das Mae Sot Hill (120 Zi. | Asia Rd. | Tel. 055532601 | Fax 055532600 | www.centralhotelsresorts.com | €€) 2 km nordöstlich vom Zentrum. Im Zentrum liegt das Porn Thep (80 Zi. | Soi Srivieng Rd. | Tel. 055532590 | Fax 055532596 | €). Mae Sot ist Ausgangspunkt für Trekking- und Raftingtouren in der Region Umphang 150 km weiter südlich. Informationen erhalten Sie bei Max One Tour (296/1 Intarakeeree Rd. | Tel. 055542942 | Fax 055543142 | www.maxonetour.com).

Von Mae Sot Richtung Norden folgt der Hwy. 105 dem Grenzfluss. Dies ist die einsamste Strecke in ganz Thailand - von Nachtfahrten wird abgeraten. Bevor Sie aufbrechen, sollten Sie sich in Mae Sot erkundigen, ob jenseits der Grenze Kriegszustand herrscht.

Nach 114 km erreichen Sie das kleine Dorf Mae Salid (auch Mae Sarit). Hier haben Sie das Gefühl, im Niemandsland zu sein, und wenn Ihnen das gefällt, können Sie im Mae Salid Guesthouse (Tel. 055531409 | €) übernachten. In Mae Salid zweigt eine Pistenstraße ab nach Mae Ramoeng, 32 km kurvt sie steil hinauf in die Berge. Wohnen können Sie in den schön gelegenen Holzbungalows des Monkrating Resort (€). Da hierher oft tagelang keine Besucher kommen, erkundigen Sie sich vorher bei Max One Tour in Mae Sot nach dem Stand der Dinge.

Auch auf der 115-km-Strecke von Mae Salid nach Mae Sariang (8000 Ew.) werden Ihnen nicht viele Fahrzeuge begegnen. Schön am Yuam-Flüsschen liegt das für diese Gegend geradezu luxuriöse Riverhouse Resort (44 Zi. | Langpanich Rd. | Tel. 053683066 | sales@riverhousehotels.com | €€), ein paar Meter weiter das einfachere Riverhouse Hotel (12 Zi. | Tel. 053621201), das denselben Besitzer hat. Die Zimmer beider Häuser sind mit Aircondition, TV und Heißwasser ausgestattet, im Resort außerdem mit Kühlschrank.

Eine Stichstraße führt von Mae Sariang 44 km nach Westen bis Mae Sam Laep am Fluss Salween, der hier die Grenze zu Myanmar markiert. Das abenteuerliche Nest mit seinen in die Uferböschung gepfählten Holzhäusern lebt vom Handel und vom Schmuggel. Wenn sich auf der anderen Seite des Flusses burmesische Truppen und Rebellen bekriegen, verwandelt sich Mae Sam Laep eher in eine Geisterstadt.

Auf dem Hwy. 108 sind es von Mae Sariang bis Mae Hong Son 165 km. Auch diese schmale Straße schlägt Haken wie ein Hase. Etwa auf halbem Weg können Sie sich in dem netten Marktstädtchen Khun Yuam stärken. Kurz hinter dem Ort zweigt rechts die Pistenstraße 1263 ab zu den drei Wasserfällen Mae Yuam Luang (nach 15 km), Mae Ankhoe (nach 25 km) und Mae Surin (nach 37 km) führt. Besonders schön ist diese Bergwelt im November, wenn überall Sonnenblumen blühen.

Zwischen Mae Hong Son und Soppong (70 km) fahren Sie auf dem Hwy. 1095 wieder Achterbahn durch die Berge. Bevor es aber richtig aufwärts geht, können Sie 17 km hinter Mae Hong Son in der Tham Pla („Fischhöhle“) große Karpfen mit Gemüseschnipseln füttern.

Soppong ist ein lebhafter Ort, in den viele Angehörige der Bergvölker zum Einkaufen kommen. Auch von hier aus können Sie schöne Wanderungen zu den Bergstammdörfern unternehmen. Infos gibt's in den Gästehäusern. Geradezu spektakulär über der Schlucht liegt das Soppong River Inn (Tel. 053617107 | www.soppong.com | €-€€). Die Zimmer sind mit Klimaanlage und Ventilator ausgestattet, ebenso wie die des Little Eden (Tel. 053617053 | www.littleeden-guesthouse.com | €-€€), das sogar einen kleinen Pool besitzt.

Keinesfalls versäumen sollten Sie die 500 m lange Tropfsteinhöhle Tham Lot 8 km nördlich von Soppong hinter dem Dorf Ban Tham. Bei den Imbissständen vor der Höhle warten Führer, die Sie mit Gaslampen durch die Höhle lotsen (ca. 100 Baht). Die beste Informationsquelle für Touren in dieser höhlenreichen Gegend ist der Australier John Spiess. Er betreibt nahe der Tham Lot das Resort Cave Lodge mit schlichter Unterkunft und gutem Essen.

Das Städtchen Pai, 45 km hinter Soppong am Hwy. 1095, hat sich zu einem Zentrum für Trekking und Rafting auf dem Pai River entwickelt. Die restlichen 130 km zurück nach Chiang Mai sind wieder eine abwechslungsreiche Berg- und Talfahrt, bis der Hwy. 1095 schließlich im breiten Tal des Ping-Flusses auf den Hwy. 107 trifft.

Die Inselwelt der Andamansee

Wie Smaragde auf blauem Samt liegen südöstlich von Phuket viele Inseln in der Andaman-See - ein Paradies für Inselspringer. Mit Fährbooten dauert keine der Etappen länger als ca. anderthalb Stunden. Fünf Tage sollten Sie sich für diese Rundreise (100 km zu Wasser und 200 km zu Land) schon gönnen.

Durch die blaue See pflügen täglich viele Fähren von Phuket nach Ko Phi Phi. An Bord sind vor allem Tagesausflügler, aber nicht wenige bereuen es, dass sie sich für dieses Inseljuwel (28 km², bis zu 500 m hohe Berge) nicht mehr Zeit genommen haben. Zwar stürmen zur Mittagszeit Besuchermassen das Inseldorf Laem Trong, aber danach herrscht kein Gedränge mehr auf der von Läden, Tauchbasen und Restaurants gesäumten (einzigen) Hauptstraße. Kein Auto fährt hier, denn die Straßen sind nur Wege. Viele der zumeist jüngeren Urlauber auf Phi Phi kommen zum Tauchen hierher. Wegen der starken Konkurrenz sind die Preise günstiger als auf Phuket. Abends trifft man sich in Kneipen und Bars, z.B. im Carlitos, im Apache oder im Rolling Stoned, das wie ein Adlerhorst an einer Felswand klebt. Thailändische und internationale Küche gibt es in vielen kleinen Lokalen. Die Pee Pee Bakery backt knusprige Baguettes. Vom Viewpoint sehen Sie eines der beliebtesten Ansichtskartenmotive Thailands: die Zwillingsbuchten von Tonsai und Lo Dalum, die nur durch einen schmalen Palmenhain voneinander getrennt sind. Von hier können Sie zur malerischen Rantee-Bucht hinabsteigen, wo ein paar Bambushütten und zwei kleine Restaurants stehen (bestellen Sie vorher ein Boot, das Sie wieder abholt).

15 Bootsminuten entfernt liegt das unbewohnte Ko Phi Phi Le wie eine Felsenburg im tintenblauen Meer. Dort klettern in der Viking Cave Schwalbennestsammler an Bambusstangen in Schwindel erregende Höhen. Die Maya Bay ist der schönste Kessel der Welt: 200 m hohe Kalksteinwände bilden ein weites Rund. Unbewohnt ist auch der Winzling Ko Pai mit seinem Bambuswäldchen und einem Strand ohne Tagestouristen.

Auf Ko Lanta, anderthalb Bootsstunden entfernt, sind die Strände nicht so weiß, das Wasser leuchtet nicht ganz so blau, aber dafür finden Sie hier kilometerlange Strände und noch ziemlich viel Ruhe. Mit einem gemieteten Motorrad, einem öffentlichen Minibus (songthaeo) oder einem gecharterten longtail, einem offenen Motorboot, können Sie die anderen Strände der ca. 20 km langen Westküste ansteuern.

Die Fähre von Ban Saladan auf Lanta nach Krabi auf dem Festland hält ca. eine Stunde nach dem Ablegen auf offener See. Rechts sehen Sie einen langen grünen Hügel im Meer: Ko Jum. Steigen Sie in eines der Boote, die längsseits kommen, und fahren Sie auf dieses Dschungeleiland, das wie geschaffen ist für Einsamkeit auf Zeit. Unterkunft finden Sie in einfachen Resorts, paradiesische Ruhe gibt es gratis dazu.

Von Ko Jum nimmt die Fähre wieder Kurs aufs Festland. In Krabi sollten Sie die von hohen Klippen eingerahmten Traumstrände von Phra Nang und Railay sehen. Ein besonderes Erlebnis ist eine Paddeltour entlang den Klippen zwischen Ao Nang und Railay. Im Hinterland von Krabi wird eine Kanutour durch Mangrovendschungel auf dem Gezeitenfluss Klong Heng Naturliebhaber begeistern.

Von Krabi fahren klimatisierte Busse in ca. zwei Stunden nach Phang Nga. Die kleine Provinzstadt ist Ausgangspunkt für Bootstouren durch die gleichnamige Bucht mit ihren spektakulären Felsenbergen, die steil aus dem Meer ragen. Am Busbahnhof befindet sich das Büro von Sayan Tour (Tel. 076430348 | www.sayantour.com). Hier können Sie eine Bootstour buchen und sogar eine Übernachtung im Muslimdorf Ko Pannyi, das auf Pfählen an einen Felsen im Meer gebaut ist. Das fälschlicherweise oft als Sea Gipsy Village bezeichnete Dorf wird mittags zur Essenszeit von Tagestouristen regelrecht heimgesucht.

Das beste Haus am Platz ist das komfortable Phang Nga Bay Resort (90 Zi. | Tel. 076412067 | Fax 076412057 | www.hotelthailand.com/phangnga/phangngabay | €€) am Pier von Tha Dan. Wer hier übernachtet, kann mit einem Charterboot die Bucht nach eigenem Fahrplan erkunden. In geradezu märchenhafter Schönheit präsentiert sich die bizarre Inselwelt bei Sonnenaufgang, wenn sich die Berge und Felsnadeln wie graue Riesen aus dem Meer erheben.

Zurück nach Phuket fahren Busse den ganzen Tag über in ca. anderthalb Stunden.