Reisetipps Sylt

Ausflüge & Touren Sylt

Natur Pur zwischen Strand und Watt

Auf dieser knapp 10 km langen Wanderung zwischen Wenningstedt, Kampen und Braderup erleben Sie alle Landschaftsformen der Insel: Dünen und Heide, Kliff und Watt sowie Wiesenlandschaften. Ein Weg unter dem Motto „Sylt für die Seele“.

Ausgangspunkt ist der Strandübergang der Berthin-Bleeg-Straße in Wenningstedt. Hier halten Sie sich nordwärts (rechts) und nehmen den Wanderweg durch die Dünen. Im ersten tiefen Dünental kann man Zeugen eines dunklen Abschnitts deutscher Geschichte entdecken: Die Betonbrocken sind letzte Reste einer schweren Marineflakbatterie zur Verteidigung der Küste im Zweiten Weltkrieg, ein kleiner Teil des großen Nordatlantikwalls. Auf der Höhe des Strandrestaurants Wonnemeyer - mittlerweile laufen Sie direkt auf der Abbruchkante des Roten Kliffs - haben Sie einen herrlichen Blick über den knapp 30m unter Ihnen liegenden Strand. Bald ist der Weg versperrt. Hier biegen Sie rechts in die Dünen ein und werden direkt zur höchsten Erhebung der Insel geführt, der Uwe-Düne. Von hier oben genießt man bei guter Sicht einen traumhaften Blick über den Nordteil der Insel.

Von der Düne führt ein Fußweg durch die Kampener Heide weiter nordwärts. So erreichen Sie die Sturmhaube und laufen über die Parkplätze weiter in Richtung des berühmten Hauses Kliffende. Heute ist es in Privatbesitz, doch in den Zwanziger- und Dreißigerjahren erholten sich hier u.a. der Schriftsteller Thomas Mann, der Maler Emil Nolde und auch NS-Reichsmarschall Hermann Göring. Nachdem Sie die Eingangspforte passiert haben, biegt direkt neben dem Haus ein Weg rechts in die Heide ein: ein wunderschöner Pfad, der Sie direkt durch das Gräberfeld der Krockhooger führt, eine geschlossene Gruppe von hohen Rundhügeln aus der Bronzezeit.

Sie kreuzen den Radweg, kommen zur Hauptstraße, die Sie ebenfalls queren (Ampel!), um auf der anderen Seite dem Radweg nach Norden (links) zu folgen. Nach 200 m biegen Sie rechts in den Fußweg Grönning ein. An dieser schmalen Stelle kommen Sie bald auf die Ostseite der Insel. Sie laufen am Fuß eines Abhangs entlang, dem Rand des eiszeitlichen Geestkerns. Das Gelände links von Ihnen ist hingegen Marschenland. Die Häuser hier gehören zu den teuersten Immobilien Deutschlands. Auffällig ist ein großer, grauer Baukörper mit einem kleinen Turm. Die sogenannte „Springer-Burg“ gehörte einst dem Verleger Axel Springer.

Der vor Ihnen liegende Weg ist jetzt eindeutig. Immer am Watt entlang, führt er Sie im Bogen in Richtung Süden zurück. Wenn Sie den Pfad am Wasser verlassen und sich rechts orientieren, befinden Sie sich bald im Naturschutzgebiet der Braderuper Heide, die an den Ort Braderup grenzt. Hier halten Sie sich rechts und kommen an die Hauptstraße M.-T.-Buchholz-Stich. An der Hauptkreuzung biegen Sie in den Terp Wai ein, es sei denn, Sie haben noch Lust und Zeit, sich das Naturzentrum anzusehen. Der Terp Wai wird zur Braderuper Straße, und wenn Sie immer geradeaus gehen, kommen Sie nach 2 km wieder zu Ihrem Ausgangspunkt zurück.

Man kann auch folgende Alternativroute nehmen, die allerdings etwas länger ist: Vom Terp Wai rechts in den Brönswai einbiegen. Am Ende links dem Fußweg folgen, der am Gelände des Golfplatzes entlangführt. Der Weg mündet auf die kleine, asphaltierte Straße Gaadt. Dieser folgen Sie links und werden so unter der Umgehungsstraße nach Kampen hindurchgeführt. Gleich sind Sie am Dorfteich mit der Friesenkapelle, hinter der das steinzeitliche Grab Denghoog liegt. Wenn Sie sich dann links halten, kommen Sie wieder in die Berthin-Bleeg-Straße zurück.

Auf Vogelschau von Rantum ans Morsum-Kliff

Diese Radtour führt über den Außendeich des Rantumbeckens und den Nössedeich am Wattenmeer entlang, dann ein Stück durch die Marsch nach Morsum und von dort zum Morsum-Kliff. Die Strecke mit hoher Rückenwindwahrscheinlichkeit ist etwa 17 km lang, die Wege sind zumeist geteert oder aus festem Schotter, also gut zu befahren. Mitnehmen sollten Sie ein Fernglas, eine Karte zur genauen Orientierung und je nach Wetterlage Regen- oder Sonnenschutz.

Sie starten in Rantum an der Sylt-Quelle, von der aus Sie durch das kleine Gewerbegebiet zum kleinen Yachthafen radeln. Von da gelangen Sie nordwärts auf den Deich, der das Rantumbecken vom Meer abgrenzt. Auf diesem fahren Sie nun die nächsten Kilometer - linker Hand zunächst Reet, dann die Wasserfläche des Beckens, rechts das Wattenmeer. Bald beschreibt der Deich eine Linkskurve, und Sie entdecken im Becken einige flache Inselchen, künstlich geschaffene Brutplätze für Seeschwalben, Möwen und Säbelschnäbler, die hier zur Brutzeit einen Höllenlärm veranstalten. Am Ende des Rantumbeckens biegen Sie scharf nach rechts, also nach Osten ab und rollen den Deich hinunter auf den seeseitigen Weg vor dem Nössedeich.

Immer noch rechter Hand liegt das Wattenmeer, auf dem sich im Frühjahr und Herbst viele Tausende von Zugvögeln beobachten lassen. Doch auch im Sommer gibt es hier Enten und Watvögel in Menge zu sehen. Nach etwa 6 km, kurz bevor der Deich eine deutliche Linkskurve beschreibt, müssen Sie die Deichkrone überqueren, da der Küstenweg vor dem Deich bald enden wird. Nach dieser kurzen Steigung radeln Sie nun hinter dem Deich weiter gen Osten, vorbei zunächst am Katrevel, einem ehemaligen Meeresarm, der durch die Eindeichung zu einer Reihe von Süßwasserteichen wurde, Refugium vieler Vogelarten. 3 km weiter knickt die Straße, die nun Uasterhörn heißt, links ab in Richtung Norden nach Morsum. An der ersten größeren Kreuzung biegen Sie links ab in den Täärpstig und kurz danach rechts in den Nösistig, auf dem Sie über eine Brücke die Bahnlinie überqueren.

Hinter der Brücke geht es rechts in Richtung Naturschutzgebiet Morsum-Kliff. Hier endet die Tour, und zwar am besten im Caférestaurant Morsum Kliff. Zurück geht es vom Bahnhof mit dem Fahrradbus über Keitum nach Westerland.