Reisetipps Stuttgart

Highlights Stuttgart

Region: Mitte

Kunstmuseum Stuttgart

Die Galerie der Stadt Stuttgart war von 1961 an im Kunstgebäude am Schlossplatz untergebracht. 2005 zogen die Werke in den auf der anderen Seite des Platzes liegenden „Würfel“, den kubischen Neubau der Architekten Hascher und Jehle mit seiner Glasfassade. Die Sammlung im Kunstmuseum, insgesamt rund 20000 Werke, reicht vom frühen 19. Jh. bis zur Gegenwart mit Schwerpunkt auf Otto Dix - man beansprucht für sich, die größte Dix-Sammlung der Welt zu besitzen. Das Konzept der Galerie ist, Werke von Künstlern zu zeigen, die mit Südwestdeutschland verbunden sind, doch überregionale oder internationale Bedeutung erreichen, darunter Dieter Roth und Markus Lüpertz. Vorbildlich sind die Programme des Hauses, die für Kunst begeistern wollen. Im gut sortierten Museumsshop kann man auch sonntags einkaufen, die Aktion „Drop & Shop“ eröffnet Kindern die Kunst: Während die Eltern samstags von 13.30 bis 16.30 Uhr bummeln, wird der Nachwuchs kreativ (8 Euro). | Di, Do-So 10-18, Mi, Fr 10-21 Uhr | Eintritt Sammlung 5 Euro, Sonderausstellungen 8 Euro | Kleiner Schlossplatz 1 | www.kunstmuseum-stuttgart.de | U 5-7, 15 Schlossplatz

Pazifik-Küche mit Aussicht auf den Schlossplatz genießen Sie im Restaurant Cube (Tel. 2804441 | www.cube-restaurant.de | €€) im obersten Stockwerk.

Markthalle

Öl aus Italien, Oliven aus Griechenland, Tee aus Indien oder Honig aus der Türkei - im Jugendstilbau neben Altem Schloss und Stiftskirche bieten mehr als 40 Stände Obst, Gemüse und andere Genüsse aus aller Welt an. Vor allem an Wochenenden drängt man sich im Duft von Früchten und Blumen in den engen Verkaufsgassen. Auf der Galerie im Innern haben das exklusive Warenhaus Merz & Benzing und kleine Geschäfte ihren Platz. Bereits 1864 ließ König Karl eine Markthalle bauen, damit „die Frauen und Töchter unserer Weingärtner, geschützt von den Unbilden der Witterung, ihre Produkte feilbieten können“. Nach einem Brand folgte kurz vor Beginn des Ersten Weltkrieges der Neubau. In den 1970er-Jahren als „soziale Romantik“ abgetan, entging die Markthalle mt ihren volkstümlichen Fresken an den Außenwänden nur knapp der Abrissbirne. | Mo-Fr 7-18.30, Sa 7-16 Uhr | Dorotheenstr. 4 | U 5-7, 15 Schlossplatz

Schlossplatz

Unbestritten ist der Platz mit Baumreihen, Brunnen und Blumenfeldern einer der schönsten Orte Stuttgarts. Hier hat sich die Stadtgeschichte versammelt, vom Alten und dem Neuen Schloss, dem Kunstgebäude und dem früheren Hotel Marquardt bis zum Königsbau und dem neuen Kunstmuseum am Kleinen Schlossplatz. Die Jubiläumssäule wurde 1841 zum 25-jährigen Herrscherjubiläum von Wilhelm I. gesetzt. Oben thront 100 Zentner schwer die Göttin Concordia. Der frühere staubige Exerzier- und Paradeplatz wurde in den 60er-Jahren des 19. Jhs. in einen Blumengarten verwandelt. Bei Sonne kommt mediterrane Atmosphäre auf: Einheimische und Besucher enstpannen auf dem Rasen, bevölkern die Cafés, vor denen Kleinkünstler ihre Kunstsücke zeigen. | U 5-7, 15 Schlossplatz

Region: Nord/Bad Cannstatt

Mercedes-Benz Museum

„Rennen und Rekorde“ heißt eine der Ebenen im Mercedes-Benz-Museums: Mehr als 40 Rennwagen sind im futuristischen Doppelhelix-Gebäude, das 2006 eingeweiht wurde, ausgestellt. Unter den Exponaten auf den 16000 m² Ausstellungsfläche befinden sich auch all die anderen Schätze aus über 100 Jahren Automobilgeschichte, wie die berühmten Silberpfeile, der Benz-Patent-Motorwagen und die Daimler-Motorkutsche sowie das legendäre 300 SL Coupé von 1954 mit seinen avantgardistischen Flügeltüren. Der markante Neubau ist direkt mit dem Mercedes-Benz-Center verbunden, wo die aktuellen Modelle stehen. | Di-So 9-18 Uhr | Eintritt 8 Euro (ermäßigt 4 Euro, Kinder unter 15 Jahren frei) | Mercedesstr. 100 | www.museum-mercedes-benz.com | S 1 Gottlieb-Daimler-Stadion

Weissenhofsiedlung/Weissenhof-Museum

Als Musterhäuser für die Werkbundausstellung „Die Wohnung“ 1927 gebaut, gehört die Siedlung heute zu den Aushängeschildern moderner Architektur. 16 Künstler aus fünf europäischen Ländern entwarfen damals die Wohnhäuser im Bauhaus-Stil auf dem Killesberg. Zunächst wurde die Siedlung als „Vorstadt Jerusalems“ verspottet. Die Nazis diffamierten sie als „undeutsch“. Von den ursprünglich 21 Gebäuden sind nach Zerstörungen im Krieg noch elf erhalten. Sie stehen unter Denkmalschutz und sind zum Teil bewohnt, wie der Wohnblock von Mies van der Rohes (Am Weißenhof 14-20) und das Haus von Hans Scharoun (Hölzelweg 1). Im Herbst 2006 wurde das lang erwartete Weissenhofmuseum im Haus Le Corbusier eröffnet. Besucher können sich in der linken Hälfte des Doppelhauses in die Geschichte der Siedlung vertiefen, während man in der rechten, in den rekonstruierten Räumen, der Originalatmosphäre von 1927 nachspürt. Die Architekturgalerie am Weißenhof (Di-Sa 14-18, So 12-17 Uhr | Eintritt frei | Am Weißenhof 30 | www.weissenhofgalerie.de) beschäftigt sich in Ausstellungen und Vorträgen mit der Entwicklung der zeitgenössischen Architektur und Stadtplanung. | Di, Mi, Fr-So 11-18, Do 11-20 Uhr, Führungen: Di-Fr 15, Sa, So 11 und 15-18 Uhr | Rathenauweg 1-3 | Tel. 2579187 | www.weissenhof.de | U 7 Messe Killesberg | Bus 43 Kunstakademie

Wilhelma

In Deutschlands einzigem und Europas größtem zoologisch-botanischen Garten ist nicht nur der Eisbär Wilbär zu Hause, sondern mehr als 9000 Tiere und zahllose Pflanzen aus aller Welt, von der Seidenspinne bis zum Krokodil. Hier blühen im April die Magnolien, Papageien und Totenkopfäffchen grüßen in den Subtropenterrassen. Weltberühmt und einzigartig in Europa ist die Aufzuchtstation für Menschenaffen, die Gorillas, Schimpansen und Orang-Utans leben in der Wilhelma im Familienverband. Das Amazonienhaus vermittelt einen Eindruck subtropischer Klimaverhältnisse, im Streichelgehege kann man Tiere anfassen und füttern. Angelegt wurde die Wilhelma zwischen 1842 und 1853 als maurischer Garten und kleines orientalisches Paradies. Sehr entspannend ist in den Sommermonaten der Bummel durch die Wilhelma zum ermäßigten Abendtarif nach 16 Uhr. | Tgl. März und Okt. 8.15-17, April und Sept. 8.15-17.30, Mai-Aug. 8.15-18, Nov.-Feb. 8.15-16 Uhr, der Park muss bis Einbruch der Dunkelheit - spätestens um 20 Uhr, verlassen werden | Eintritt 11,40 Euro | www.wilhelma.de | U 13 Rosensteinbrücke, U 14 Wilhelma

Im benachbarten Wilhelma-Theater hebt sich der Vorhang für den Bühnennachwuchs der Musikhochschule. Der prunkvolle Bau wurde 1839-40 als Hof- und Kurtheater errichtet, stand lange Zeit leer, bis ihn Ministerpräsident Lothar Späth 1987 restaurieren ließ. | Neckartalstr. 9 | Tel. 95488425, Kartentel. 543984 | www.wilhelma-theater.de | U 13 Rosensteinbrücke, U 14 Wilhelma

Region: Ost

Haus der Geschichte

Ob Baden, ob Württemberg oder Hohenzollern, auf mehreren Etagen und in acht modern aufbereiteten Abschnitten erzählen Objekte aus den letzten 200 Jahren die Historie des Südwestens. Die Sammlung besitzt rund 50000 Ausstellungsstücke, darunter Exponate aus dem Gefängnis Stammheim, das die RAF-Terroristen berühmt machten. | Di-So 10-18, Do bis 21 Uhr | Eintritt 3 Euro, Meilenticket (auch für die Staatsgalerie gültig) 5 Euro | Konrad-Adenauer-Str. 16 | www.hdgbw.de | U 1, 2, 4-7, 15 Charlottenplatz

Staatsgalerie

Der größte Musentempel der Stadt trumpft nicht nur mit seinen bedeutenden Kunstausstellungen auf. Die Neue Staatsgalerie nach Plänen des Architekten James Stirling gilt auch als ein Hauptwerk postmoderner Architektur. 1984 eingeweiht, gehört das Gebäude mit den poppigen Farben, seiner offenen Rotunde, den Treppen und dem verglasten Eingangsbereich zu den meistbesuchten Museen Deutschlands.

In der angrenzenden spätklassizistischen Alten Staatsgalerie ist die lange Sanierungs- und Umbauphase im Dezember 2008 zu Ende gegangen: Auf zusätzlichen 1500 m² Ausstellungsfläche im Erdgeschoss kann die Sammlung nun in einem noch nie gekannten Umfang gezeigt werden. Neu ist auch die Präsentation der Sammlung, bei der die bisher übliche Chronologie durchbrochen wird und Kunstwerke in zum Teil ungewohnten Zusammenstellungen gezeigt werden. So teilt sich etwa der Herrenberger Altar von 1519 von Jerg Ratgeb einen Raum mit Werken des 20. Jhs. Zur Samlung gehören weitere Prunkstücke wie der Mühlhausener Altar von 1385, Werke von Rembrandt und Rubens und der Impressionisten um Monet, Pissarro und Gauguin. Ebenfalls zu sehen: Bedeutende Werke europäischer Stilrichtungen (Fauves, Brücke, Blauer Reiter, Kubismus) und einzelner Künstler, etwa Beckmann, Modigliani („Liegender Frauenakt“), Schlemmer (Figuren zum „Triadischen Ballett“), Beuys und Picasso („Frau mit Huhn“ und seine aus Alltagsgegenständen montierten Reliefplastiken). Einmal im Quartal findet die Kunstnachtstatt und die Staatsgalerie öffnet bis 24 Uhr. | Di, Mi, Fr-So 10-18, Do bis 21 Uhr | Eintritt 4,50 Euro, Mi frei | Konrad-Adenauer-Str. 30-32 | www.staatsgalerie.de | U 1, 2, 4, 9, 14 Staatsgalerie

Region: Süd

Fernsehturm

Nach spektakulär anmutender Sanierung in schwindelerregender Höhe im Jahr 2005 glänzt Stuttgarts Wahrzeichen wieder wie am 5. Februar 1956, dem Tag der Einweihung. Der erste Fernsehturm der Welt in Spannbeton-Bauweise - geplant und gebaut unter der Leitung von Fritz Leonhardt - wird vom Südwestrundfunk betrieben. 216,61 m hoch ragt die elegante Betonnadel in den Himmel. Der vierstöckige „Korb“ mit Technikräumen und Panoramaterrasse liegt in 152,4 m Höhe. Mit dem Aufzug geht es in Sekundenschnelle zur Aussichtsplattform (Fahrt 5 Euro). Von hier aus sehen Sie die Stadt, die Weinberglandschaft des Neckartals, die Alb, den Schwarzwald und manchmal sogar die Alpen gleichzeitig. Kaffee und Kuchen gibt's im Panoramacafé (Tgl. 11-23 Uhr | Tel. 2363240), in dem man sogar heiraten kann. | Tgl. 9-23 Uhr, letzte Auffahrt 22.30 Uhr | Jahnstr. 120 | www.fernsehturmstuttgart.com | U 7, 8, 15 Waldau oder Ruhbank | Bus 70 Fernsehturm

Region: West

Schloss Solitude/Bärenseen

Angeblich entdeckte Herzog Carl Eugen auf einem seiner Jagdausflüge den Standort für das Jagd- und Lustschloss. 1764-69 entstand der Rokokoprunkbau, dessen exotische Gärten einst der Vater Friedrich Schillers pflegte. Grundlegend saniert wurde die Solitude zwischen 1972 und 1983. Ballsaal-Kuppel, Wand- und Deckengemälde, Marmorsaal, Palmenzimmer, Rotes Kabinett und Weißer Saal lassen die Pracht vergangener Tage ahnen. Auf dem Solitude-Friedhof ruhen Mitglieder der Familie von Weizsäcker und Choreograf John Cranko. | April-Okt. Di-Sa 9-12 u. 13.30-17, So 9-17, Nov.- März Di-Sa 13.30-16, So 10-16 Uhr | Eintritt 3,30 Euro | Besichtigung nur mit Führung Tel. 696699 | www.schloss-solitude.de | Bus 92 Solitude

Im Offizien- und dem Kavaliersbau ist seit 1990 die Akademie Schloss Solitude (www.akademie-solitude.de) untergebracht, eine Art Villa Massimo für Kunststipendiaten aus aller Welt, von denen einige in den Wohnateliers leben.

Einen gemütlichen Spaziergang entfernt liegen die malerischen Bärenseen mit dem Bärenschlössle. An schönen Wochenenden ist rund um die Seen viel los. 5 km entfernt liegt die Solitude-Rennstrecke, auf der noch bis 1965 Rennen gefahren wurden. Seit einigen Jahren ist sie wieder ein Thema für Motorsportfans. | www.solitude-revival.org

Region: Stuttgart

Merz & Benzing

Gibt's nicht gibt's nicht, könnte man meinen, in Stuttgarts traditionsreicher Einkaufsoase über der Markthalle. Möbel und Geschirr, Stoffe und Pflanzen, Spielzeug, Bücher, dazu die vielleicht schönsten Blumensträuße der Stadt - allerdings hat alles seinen Preis. Und wem die Auswahl zu schwer fällt, dem beschert das Café auf der Empore bei einem Cappuccino Bedenkzeit. | Dorotheenstr. 4 | Markthalle | www.merz-benzing.de | U 5-7, 15 Schlossplatz

Breuninger

Die Stuttgarter gehen „zum Breuninger“. Alles ist hier zu haben, auch wenn die Orientierung im vierstöckigen Kaufhaus mit der markanten Glaskuppel selbst alteingesessenen Stuttgartern nicht ganz leicht fällt. Mode ist nach Marken geordnet, es gibt einen wahrhaft geschmackvollen Süßwarentunnel und eine große Parfümabteilung. Den Kaffee in der Passage nimmt man vor allem am Wochenende zu Klavier- oder Jazzklängen ein. | Marktstr. 1-3 | www.breuninger.de | U 1, 2, 4 Rathaus

Musicals

The Show must go on! Nach „Elisabeth“, „Mamma mia!“ oder der „Blue Man Group“ ist das Musical „We will rock you“ mit den Hits der legendären Rockband Queen in Stuttgart gelandet. Im Nachbartheater geht's magisch zu: Hier entführt „Wicked - Die Hexen von Oz“ in eine andere Welt. Auch für die Zeit vor und nach den Shows bietet das SI-Centrum mit Restaurants, Shops und einem Spielkasino jede Menge Zeitvertreib. | Vorstellungen „Wicked - Die Hexen von Oz“ und „We will rock you“ Di/Mi 18.30, Do/Fr 19.30, Sa 14.30 u. 19.30, So 14 u. 19 Uhr | SI-Centrum, Plieninger Str. 100 | www.musicals.de | U 3 Salzäcker

Staatsoper

Sie ist die Grande Dame der Stuttgarter Kulturszene. Seit Mitte der 1990er-Jahre wurde das Haus sechsmal als beste Oper in Deutschland ausgezeichnet, auch der Chor gilt als einer der besten im Land. Zwar ist der Hype unter der Intendanz von Albrecht Puhlmann etwas abgekühlt, trotzdem überzeugt sich in jeder Spielzeit fast eine halbe Million Zuschauer, die jedes Jahr eine der 900 Aufführungen besuchen von den Qualitäten der Oper in dem eindrucksvollen Sandsteingebäude am Eckensee. Gegenüber, im Gebäude der Staatsgalerie, hat das Kammertheater seine Heimat, wo das Team der Jungen Oper moderne und klassische Inszenierungen speziell für Kinder und Jugendliche auf die Bühne bringt. | Oberer Schlossgarten 6 | Kartentel. 202090 | www.staatstheater.stuttgart.de | U 5-7, 9, 14, 15 | S 1-6 Hauptbahnhof

Theaterhaus

Kultur satt findet sich in der ehemaligen Rheinstahlhalle. Ob Jazz, Literatur, Rock und Pop, Kabarett, Comedy, Politdiskussionen oder zahlreiche Festivals, der geschmackvoll renovierte Veranstaltungsort mit dem Flair der Industrievergangenheit zählt zum Spannendsten, was Stuttgart in Sachen gehobener Unterhaltung zu bieten hat. | Siemensstr. 11 | Tel. 4020720 | www.theaterhaus.com | U 5, 6, 13, 15 Pragsattel