Reisetipps Stuttgart

Bloss nicht! Stuttgart

Schwäbisch reden

Natürlich können Sie so reden, wie Ihnen der Schnabel gewachsen ist, aber versuchen Sie nicht, mit den Einheimischen zu „schwäbeln“. Die schwäbische Sprache ist ein ganz besonderes Idiom, das sich einer leichten Eroberung hartnäckig widersetzt. Sie können sich nur lächerlich machen - und im Zweifel werden Sie von den Einheimischen als arroganter Schnösel betrachtet, der sich über sie und ihren Dialket lustig macht. Es reicht also ein „Grüß Gott“, aber es muss beim Abschied nicht „Ade“ heißen. Ein „Auf Wiedersehen“ tut es auch.

Mit dem Auto in den Kessel

Lassen Sie die vier Räder am besten am Hotel oder Stadtrand stehen, und nutzen Sie Busse, Bahnen oder die eigenen zwei Beine. Vor allem in der geschäftigen Rushhour am Morgen und späten Nachmittag nehmen Sie sich durch den Autostress die Freude an der Stadt. Stuttgart ist übersichtlich, Sie brauchen Ihren Wagen nicht - selbst wenn jeden Samstag Hunderte anders denken und zornig im Stau stehen.

Leichtfertig „Kutteln“ bestellen

Im pietistischen Stuttgart kamen immer schon einfache Mahlzeiten auf den Tisch, wie zum Beispiel Innereien. Hüten Sie sich also vor gewöhnungsbedürftigen Speisen wie „saure Nierle“ (Nieren) oder „Kutteln“, wenn Sie keine kulinarische Abenteuerlust verspüren.

Vom „Zoo“ sprechen

Die Stuttgarter Tieroase ist kein Zoo wie andere Heimstätten von Eisbären und Elefanten. Stuttgart besitzt nämlich den einzigen Zoologisch-Botanischen Garten Deutschlands. Erbaut wurde die Anlage Mitte des 19. Jhs. im Auftrag von König Wilhelm I. - also heißt der „Zoo“ bei den Schwaben die „Wilhelma“.

„Dackel“ schimpfen

Gehört der putzige Krummbeiner in Restdeutschland ins Reich der Tiere, so ist er in Stuttgart Teil der schwäbischen Schimpfkultur. Als „Dackel“ wird hier ein sehr törichter Mensch bezeichnet. Angeblich gibt es 18 „Dackel“-Varianten, vom „Granatendackel“ über den „Saudackel“ bis zum „Allmachtsdackel“. Die Schimpfkrönung: der „Halbdackel“.

Ohne Karten zu Ballett oder Oper

Ballett und Oper sind in der Landeshauptstadt nichts für kurzfristige Entscheidungen. Die Vorstellungen sind in der Regel lange im Voraus ausverkauft, durchschnittlich sind 90 Prozent der Plätze besetzt. Ein kleines Kontingent an Resttickets gibt es an der Abendkasse. Wollen Sie das Bühnenerlebnis in den Staatstheatern live miterleben, sollten Sie sich Ihre Eintrittskarten rechtzeitig, beispielsweise über das Internet (www.staatstheater.stuttgart.de), sichern.