Reisetipps St. Petersburg

Bloss nicht! St. Petersburg

Schwarzen Kaviar essen

Der Kult um den delikaten Fischrogen hat die Störbestände im Wolgadelta um das 40-Fache schrumpfen lassen, da Russland der Raubfischerei lange nicht Herr wurde. Die urtümlichen Fische sind nun akut vom Aussterben bedroht. Seit 2007 kommen in Russland nur noch kleinste Mengen legal in den Handel - als Reste von Fängen zu wissenschaftlichen und Zuchtzwecken. Alles andere ist entweder Import aus dem Iran, das Resultat von Wilderei (oft gepaart mit unhygienischer Aufbereitung) oder schlichtweg Betrug!

Russische Schrift ignorieren

Kyrillisch ist nicht Chinesisch: Wer russische Aufschriften entziffern kann, orientiert sich leichter, denn viele Worte klingen vertraut. Zum Lernen reichen die zwei Stunden im Flugzeug. Denn sechs Buchstaben des Alphabets sind identisch mit dem lateinischen, einige weitere sehr ähnlich. Den Rest kann man sich schnell einprägen.

Leichtes Schuhwerk tragen

Petersburg-Neulinge unterschätzen die Distanzen in der Innenstadt. Doch nicht nur die Dimensionen sind eine Herausforderung für die Füße: Noch immer gibt es viele schlechte Gehwege mit Stolperfallen. Bei Regenwetter bilden sich riesige Pfützen. Und die meisten Regenrohre führen nicht in die Kanalisation, sondern einfach aufs Trottoir.

Den Hafen suchen

Petersburg ist ein großer Ostseehafen. Doch Hafenrundfahrten gibt es nicht, und die Zufahrtstraßen durch triste Areale enden vor Mauern und Toren, wo es keinen Durchlass gibt. Und was in der Newa-Mündung an Kränen zu sehen ist, gehört zu Werftanlagen.

Schawerma auf der Straße

Schawerma - auch shaurma geschrieben - ist die russische Variante des Döner Kebab. Probieren sollte man es aber höchstens in blitzblanken Imbissstuben - und nicht an Straßenständen oder Marktbuden: Hier herrscht oft Hygienenotstand!

Gammellook und Touristendress

Russen - vor allem die Frauen - achten sehr auf ein gepflegtes Erscheinungsbild. Wer also ernst genommen werden möchte, sollte nicht betont abgerissen herumlaufen. Und eine Trekkingjacke mag zwar praktisch sein, macht den Touristen in einer Großstadt aber meilenweit als solchen erkennbar - auch für Ganoven.

Hände schütteln

Russen begrüßen sich nur selten per Handschlag. Frauen ist es geradezu unangenehm, eine ausgestreckte Hand zu ergreifen. Ein Händedruck über einer Türschwelle gilt sogar als böses Omen. Besser also nur freundlich nicken.