Reisetipps Sri Lanka

Sehenswertes Sri Lanka

Region: Colombo

Dutch Period Museum

Im stillen Innenhof des über 300 Jahre alten Gebäudes mitten in der Pettah, seit 1982 das Museum der holländischen Epoche, erlauben Grabplatten und ihre Inschriften Rückschlüsse auf das harte, meist nur kurze Leben der Kolonialholländer. Ausgestellt sind Möbel aus Tropenholz und Elfenbein, ferner Dokumente, Karten und Bilder. 95 Prince Street | Di-Sa 9-17 Uhr | Eintritt 500 Rps.

Fortviertel

Die Mauern des ins Meer ragenden Forts wurden schon 1872 abgerissen. Aus Sicherheitsgründen kann man leider wesentliche Teile nicht besuchen. So ist der 1857 erbaute einstige Leuchtturm nur aus der Distanz zu sehen, das alte Postamt und die frühere Gouverneursresidenz - heute Präsidentensitz - an der Janadhipathi Mawatha gar nicht. Wo die Sir Baron Jayatillake Mawatha auf die York Street stößt, liegt Cargills, das älteste Kaufhaus Colombos, einst der Tropenausrüster der Pflanzer, Offiziere und Kolonialbeamten. An der Ecke York Street/Church Street lohnt eine Pause im renovierten legendären Grand Oriental. Einen schönen Blick auf den Hafen haben Sie vom Harbour View Restaurant im 4. Stock dieses Hotels.

Galle Face Green

Der Platz am Meer ist der Treffpunkt für die Einheimischen, vor allem an Wochenenden und Vollmondtagen: Kinder lassen Drachen steigen, Eltern und junge Leute flanieren, kaufen Eis oder geröstete Nüsse und schauen Gauklern oder den Badenden zu. Touristen sind hier willkommen. Sie werden zwar oft angesprochen, aber meist auf eine neugierig-freundliche Art.

Independence Memorial Hall

In der offenen Unabhängigkeitshalle, einer Kopie königlicher Audienzhallen aus der Antike, eröffnete der Herzog von Gloucester am 4. Februar 1948 die erste Sitzung des ceylonesischen Parlaments. Auf Wandreliefs sind Szenen aus der Geschichte des Landes zu sehen. Vor der Halle steht ein Denkmal des ersten Premierministers Dudley Shelton Senanayake. Der historische Ort ist ein beliebter Treffpunkt junger Leute. Ein paar Schritte entfernt: die Bandaranaike Memorial International Conference Hall. Sie wurde 1973 als Geschenk der Volksrepublik China in moderner Architektur errichtet, zur Erinnerung an den 1959 ermordeten Premier Solomon Bandaranaike. Independence Avenue/Maitland Place | Di-So 9-16 Uhr

Koloniales Colombo

Außer den Verwaltungsgebäuden im Fortviertel und den alten Hotels werden die weißen Prachtbauten rund um Nationalmuseum und Rathaus (Town Hall) Nostalgiereisende erfreuen. Besonders schöne Beispiele sind das Haus des Bürgermeisters (früher Bibliothek) und das Gästehaus des Parlaments. Schräg gegenüber liegen das Museum, vor dem das Denkmal des Gouverneurs Sir William Gregory (1872-77) steht, und das Rathaus, 1927/28 im Stil des Kapitols in Washington erbaut. An der Nahtstelle zwischen modernem und exotischem Colombo, Ecke Main Street/Gaswork Street Junction, fällt ein schön renoviertes Gebäude im maurischen Stil auf: das Alte Rathaus. Von diesem Haus aus - direkt daneben liegt die ehemalige Markthalle - wurden von 1873 bis 1928 die Geschicke der Stadt bestimmt. Danach zogen Rat und Verwaltung in die Town Hall am Vihara Maha Devi Park, früher Victoria Park. Gegen ein Trinkgeld (etwa 150 Rps.) können Sie einen überraschenden Blick in einen Raum im ersten Stock tun. Dort sitzen Herren um einen Tisch herum, Sprecher der Singhalesen, Tamilen, Muslime, der holländischstämmigen Burgher, und auch ein Engländer gehört dazu; er heißt W. Shakespeare. Das Besondere an diesem Meeting: Die Herren sind verblüffend lebensnah aus Holz geschnitzt (und der britische Gentleman von damals hieß wirklich W. Shakespeare; das geht aus einem Foto hervor, das neben den Holzfiguren hängt).

Kotte

Im 15./16. Jh. singhalesische Königsstadt, heute Großstadt (über 100000 Ew.), wächst Sri Jayawardhanpura, auch Kotte, mit Colombo zusammen. Archäologische Grabungen haben bislang nur ein paar Mauern freigelegt. Sehenswerter ist der Tempel Raja Maha Vihare, der einmal den heute in Kandy aufbewahrten Eckzahn Buddhas beherbergte. Zu Kotte gehört Jayewardenepura, der neue Regierungssitz.

National Museum

Der weiße Bau im klassizistischen Kolonialstil, von gewaltigen Banyanbäumen umstanden, ist schon für sich genommen eine Sehenswürdigkeit. Im Nationalmuseum ausgestellt sind Funde aus der Vor- und Frühgeschichte Sri Lankas, (Galerie II), sakrale Kunst aus den antiken Königsstädten Anuradhapura (III) und Polonnaruwa (IV) sowie Kunst (und Kitsch: Staatsgeschenke aus aller Welt) aus Kandy (VI und VII) und anderen Orten, besonders aus der Region des kulturellen Dreiecks (V). Ein kleiner Saal zeigt buddhistische Symbole und gibt eine interessante Einführung in die wichtigste Religion des Landes. Außerdem gibt es eine umfangreiche Bibliothek und Sammlungen von Kunsthandwerk und Volkskunst. Sir Marcus Fernando Mawatha | So-Do 9-17 Uhr | Eintritt 500 Rps., Fotogebühr 150 Rps.

Die Pettah

Muslimische und tamilische Händler prägen das bunte Bild dieses Basarviertels. Es wird vom Hafen, vom Bahnhof und von den Busterminals begrenzt. Über die Main Street ist es mit dem Fort verbunden, ein kurzer Spaziergang. Ein Uhrturm markiert den Eintritt ins Viertel, wo Sie viele Zunftstraßen finden: In der Gabo Lane wird vorwiegend östliche (ayurvedische) Naturmedizin verkauft, in der Sea Street haben fast nur Juweliere und Goldschmiede ihre kleinen, verspiegelten Läden. Mehrere Hindutempel (der interessanteste: Sri New Kathiresan Kovil in der Sea Street, dem Kriegsgott Skanda geweiht) und Moscheen (meistfotografiert: Jami ul Alfar, 2nd Cross Street/Bankshall Street, rot-weißer Backsteinbau von 1909, mit Uhrturm) verleihen der Pettah zusätzlich orientalisches Flair. Am lebhaftesten ist das Markttreiben zwischen 10 und 12 und nach 16 Uhr.

Wolfendahl-Kirche

Von der Pettah aus führt die Wolfendahl Street (auch Wolvendaal geschrieben) durch das gleichnamige alte Holländerviertel leicht bergan bis auf einen Hügel. Dort steht unübersehbar die besterhaltene holländisch-reformierte Kirche des Landes. Sie wurde 1749 auf Fundamenten eines portugiesischen Gotteshauses erbaut. Offizielle Besichtigungszeiten gibt es nicht, aber meistens findet sich aus dem angrenzenden Schulgebäude jemand, der die Kirche aufschließt. Sehenswert: alte Tauf- und Heiratsregister, die 400 Jahre alte Holländerbibel, der aus Tamarinde geschnitzte Taufbeckenständer, der Gouverneursstuhl und die Orgel. 150-200 Rps. Trinkgeld sind angemessen

Region: Galle

Altstadt von Galle

Für den ersten Überblick: Machen Sie eine Wanderung auf den grasüberwachsenen Wällen der alten Festung einmal ums Fortviertel, vorbei an den Bastionen (vom Neuen Tor aus gesehen gegen den Uhrzeigersinn) Mond, Stern, Aeolus, Clippenberg, Neptun, Triton, Utrecht, Aurora, Akerslot, Zwart und Sonne, am Leuchtturm und am ehemaligen New Oriental Hotel. Die Ursprünge des Forts liegen im 16. Jh. Damals bauten die Portugiesen an diesem Felsen (singhalesisch: gala) eine kleine Festung. Sie machten aus dem Wort Gala den Ortsnamen Gallo (portugiesisch: Hahn). Der ziert noch immer das Stadtwappen, gut sichtbar auf der Innenseite des Alten Tors. Von 1640 bis 1796 drückten die neuen Kolonialherren, die Holländer, dem Viertel ihren Stempel auf. Sie bauten die Festung aus und errichteten Kirchen. Besuchen Sie unbedingt die Groote Kerk. Diese einst reformierte, später presbyterianische und anglikanische Kirche stiftete 1754 die Frau des niederländischen Festungskommandeurs. Bummeln Sie vom Leuchtturm aus an der großen Moschee vorbei (früher eine Kirche) durch die Straßen Leyn Baan, Church Street und Church Cross. Die Pettah, wie das bunte Basarviertel auch hier heißt, liegt außerhalb des Forts, gegenüber dem Kricketstadion im neuen Viertel.

Region: Kandy

Bahariva Kanda/Buddhastatue

Auf einem Hügel im Westen thront ein glänzend weißer Buddha über der heiligen Stadt, symbolhaft, ein Hingucker zum Innehalten. Die Statue ist fast 30 m hoch, sie wurde 1993 nach 15-jähriger Bauzeit (mit vielen Unterbrechungen) geweiht. Ein schöner Spazierweg führt ganz gemütlich in einer halben Stunde von der viel befahrenen Peredeniya Road hinauf, Start an der Polizeiwache neben dem Uhrturm.

Dalada Maligawa/Zahntempel

Dieser Tempel hütet das kostbarste Heiligtum Sri Lankas, einen Eckzahn Buddhas. Die Reliquie gilt den Singhalesen auch als Symbol ihrer Macht. Eine derartige Bedeutung sieht man dem verschachtelten Gebäude zunächst nicht an: Es wirkt wie eine Mischung aus Palast und Kloster und ist kunsthistorisch von zweitrangiger Bedeutung. In seiner heutigen Form stammt das Gebäude aus dem 18. Jh. Der markante achteckige Turm, der dem Bau Ausdruck verleiht, wurde sogar erst zu Beginn des 19. Jhs. angefügt. Er enthält eine Bibliothek mit alten Palmblattmanuskripten.

So wenig pompös der Tempel von außen wirkt, so üppig ist er im Innern ausgestattet: mit Fresken, wunderschön verzierten Türen und anderen schmückenden Elementen. Vor dem Schrein mit der Zahnreliquie im Obergeschoss legen die Gläubigen zu allen Tageszeiten Blumen nieder. Der Strom der Besucher schwillt dreimal am Tag an. Dann werden die silberbeschlagenen Türen zum Allerheiligsten unter Trommelwirbel für jeweils etwa eine Stunde geöffnet. Der Zahn wurde der Überlieferung zufolge nach dem Tod Buddhas (um 489 v. Chr.) aus der Asche des Erleuchteten geborgen. Einmal im Jahr, zum Esala-Vollmond (Juli/August) wird mit einem elftägigen Fest dieser Reliquie gehuldigt. Die täglichen, etwa einstündigen Tempelzeremonien beginnen um 5.30, 9.30 und 18.30 Uhr. Eintritt 500 Rps.

Kiri Muhada/Milchsee

Der künstliche See im Zentrum verleiht der Stadt ihren besonderen Reiz. Der letzte Singhalesenkönig, Sri Wikrama Raja Singha, ließ ihn 1812 anlegen. Er nannte ihn Kiri Muhada, Milchsee, nach einem Begriff aus einer Schöpfungslegende des Buddhismus. Auf dem Inselchen in der Seemitte sollen einst die Gemächer der königlichen Gespielinnen gewesen sein. Später stand hier ein Munitionsdepot der Briten. Sehr zu empfehlen ist ein Spaziergang um den See.

National Museum

Es ist Teil des alten Palasts (hinter dem Tempel). Ausgestellt sind u.a. volkskundliche Gegenstände, Kostüme und eine Kopie der Kandy-Konvention von 1815. Di-Sa 9 bis 17 Uhr | Eintritt 500 Rps.

Tea Museum

In dieser stillgelegten Teefabrik werden u.a. Werk und Leben von James Taylor, der den Teestrauch als erster anpflanzte, und von Sir Thomas Lipton geehrt. Dokumente, Maschinen und Werkzeug bringen den Plantagenalltag von einst nahe. Hantane, 3 km südlich, am Peredinya-Hospital in die Hantane Road in Richtung Hindagala abbiegen | www.pureceylontea.com | Di-So 8.15-16.30 Uhr | Eintritt 400 Rps.

Region: Anuradhapura

Fahrradtouren

Die wichtigsten Dagobas, aber auch die drei großen, landschaftlich reizvollen Stauseen im alten Teil der Stadt liegen ziemlich weit auseinander. Für die Besichtigung per Fahrrad bietet sich als idealer Ausgangspunkt das Tissawewa Resthouse an. Dort werden Räder für 250 Rps. pro Tag vermietet. Gesamtanlage tgl. von Sonnenaufgang bis etwa 19.30 | Eintritt mit dem Sammelticket Kulturelles Dreieck oder mit dem Anuradhapuraticket (25 US$).

Abhayagiri

Der gewaltige Tempelkomplex aus dem 1. Jh. v. Chr. war damals Zentrum des Mahayanabuddhismus, einer Reformrichtung. Im Mittelpunkt steht eine große Dagoba, die noch weitgehend überwachsen ist. Zum Komplex gehören die Statue eines meditierenden Buddha (Samadhi-Buddha), ein Reinigungsbad (kuttam pokuna, Doppelbad), Reste eines mönchischen Versammlungshauses (Edelsteinpalast aus dem 8. Jh.) und eines Statuenhauses (Mahasenapalast), vor dessen Eingangsstufen der eindrucksvollste Mondstein der Insel zu bewundern ist, ein steinerner Halbkreis mit Tier- und Pflanzenornamenten.

Archäologisches Museum

Funde aus dem heiligen Bezirk, auf zwei Stockwerken und im Freigelände ausgestellt. Thuparama Mawatha | tgl. außer Di und an Feiertagen 8-17 Uhr | Eintritt 65 Rps.

Bodhibaum/Sri Maha Bodhi

Unter einem solchen Feigenbaum (ficus religiosa) wurde Gautama Siddharta um 528 v. Chr. in Nordindien zum Erleuchteten, also zum Buddha. Seither gilt dieser Baum als heilig. Er wird in ganz Südostasien Bodhibaum (Baum der Erkenntnis oder der Erleuchtung) genannt. Sri Maha Bodhi in Anuradhapura, ein Ableger des historischen Bodhibaums aus Nordindien, gilt als ältester Baum Asiens. Er steht auf einem Podest, das ein goldenes Gitter umrahmt. Den ganzen Tag über ist er Ziel vieler Pilger, besonders während der Andachtszeremonien, die jeweils durch Trommelwirbel angekündigt werden: morgens gegen 6 Uhr, vormittags um 10.30 Uhr und, am stimmungsvollsten, in der Dämmerung nach 18 Uhr. Eintritt 100 Rps.

Isurumuniya

Der Felsentempel liegt in der Nähe der königlichen Lustgärten, dicht beim See Tissawewa und dem Resthouse. Die Ursprünge liegen im 3. Jh. v. Chr. Wichtige Sehenswürdigkeiten: die Reliefs im Felsen, die badende Elefanten zeigen, und die Plastik „Die Liebenden“, ein bildhauerisches Meisterwerk aus dem 5. oder 6. Jh. Es wird im kleinen Museum neben dem Tempel (tgl. außer an Feiertagen, 8-17 Uhr | Eintritt 100 Rps.) gezeigt.

Jetavanarama

Einst war sie mit 115 m die höchste Dagoba im Land. Heute, überwuchert und die Spitze abgebrochen, misst sie noch knapp 80 m. Der Kuppelbau aus dem 3. Jh. war Zentrum eines der drei bedeutenden Klöster.

Mirisavatiya

König Dutthagamani (161-137 v. Chr.) ließ diese Dagoba um 150 v. Chr. nach seiner Machtübernahme errichten, angeblich über seinem Zepter. Nicht weit vom Tissawewa Resthouse entfernt

Ruwanweli Seya

Diese sehr eindrucksvolle Dagoba, auch Maha Thupa (Große Stupa) genannt, wurde ebenfalls in der Zeit des Volkshelden König Dutthagamani im 2. Jh. v. Chr. erbaut, aber erst nach seinem Tod vollendet. Ihre Restaurierung begann vor etwa 100 Jahren und wurde erst vor knapp 40 Jahren abgeschlossen. Auf der vergoldeten Spitze glänzt ein Bergkristall. Die Außenwand der Plattform schmücken 350 steinerne Elefanten.

Thuparama

Die älteste Dagoba der Insel wurde von König Devanampiya Tissa in Auftrag gegeben, der sich als erster zum Buddhismus bekehren ließ. Das jetzige Erscheinungsbild der Kuppel, unter der ein Splitter von Buddhas Schlüsselbein aufbewahrt wird, stammt von 1862.

Volkskundemuseum

Hier sind Musikinstrumente und Kostüme sowie Gegenstände aus Handwerk, Landwirtschaft und Küche ausgestellt. Tgl. außer Di, Fr und an Feiertagen, 9-17 Uhr

Wewas

So werden die künstlichen Seen genannt, die seit der Antike die Trockenzone im Zentrum der Insel bewässern. Drei große Wewas leuchten aus dem Ruinenfeld von Anuradhapura, darunter der älteste der Insel, Bassawakkulama, der vor fast 2500 Jahren gebaut wurde. Die beiden anderen heißen Tissa Wewa (ein beliebter Badesee) und Nuwara Wewa (ein Paradies für Wasservögel).

Zitadelle

Dieser Komplex grenzt nördlich an die Thuparama-Dagoba. Die noch sichtbaren Mauern umschlossen einst den Königspalast, den Zahntempel und ein Almosenhaus. Davon ist nur ein 8 m langer, steinerner Reistrog erhalten geblieben. Aus ihm wurden Bedürftige und Mönche gespeist.

Region: Polonnaruwa

Fahrradtouren

Das Ruinenfeld ist sehr weiträumig. Die Wege zu den Relikten der großen Zeit sind gut ausgeschildert, es sind angenehme Spazierpfade mit Rast- und Schattenplätzen. Wer Zeit hat, sollte sich den Spaß machen und das große Gelände mit dem Fahrrad erkunden. Viele Hotels am Stausee vermieten stabile Räder für wenig Geld (200 Rps. pro Tag). Bei einem Tag in Polonnaruwa konzentriere man sich am besten auf folgende Sehenswürdigkeiten:

Gal Vihara

Polonnaruwas schönster Ort: vier in einen länglichen Granitfelsen gearbeitete Buddhafiguren in vollkommener Harmonie mit sich und der Umgebung. Von einem wenig ansehnlichen Dach geschützt, zeugen sie von der Bildhauerkunst des 12. Jhs. Meisterhaft: die beiden wohlproportionierten Buddhas in Meditationspose. Rätselhaft: die stehende Figur mit einer unbekannten Handhaltung (eventuell später hinzugekommen). Entrückt: der 12 m lange, auf schönen Rundkissen mit Lotosmuster liegende sterbende Buddha vor seinem Eintritt ins Parinirvana.

Heiliges Viereck/Quadrangle

Ruinen mehrerer Tempel im Zentrum des ehemaligen heiligen Bezirks. Ältestes Relikt ist Atadage, um 1100 als Tempel des Zahns errichtet. Etwas später wurde diese Reliquie, die heute in Kandy verehrt wird, im sehr viel größeren, ebenfalls rechteckigen Hatadage untergebracht. Südlich davon lassen die Reste des Vatadage die Besucher staunen: Von diesem Rundtempel stehen zwar nur noch Teile der alten Mauern, er wirkt aber höchst eindrucksvoll. Dazu tragen vier Buddhastatuen bei, die auf die vier Eingänge schauen. Ebenfalls einen längeren Blick lohnt Thuparama, das besterhaltene und wahrscheinlich älteste Gebäude in ganz Polonnaruwa. Das Dach dieses einstigen „Hauses der Buddhabilder“ erinnert an südindische Tempelbauten. In einer Ecke des Vierecks, neben dem Hatadage, steht Gal Pota, das „Steinerne Buch“: In die Platte auf dem gewaltigen Steinblock (8 m lang, fast 1,4 m breit) ließ König Nissanka Malla seine Heldentaten eingravieren.

Königsstatue

Die Statue befindet sich etwa zehn Gehminuten vom Ruinenbezirk entfernt. Der Weg führt auf der Dammkrone des Stausees entlang, mit schönen Ausblicken auf Reisfelder, Resthouse und Ruinen. Die reliefartige, aus dem Felsen geschlagene Figur zeigt einen bärtigen Mann mit freiem Oberkörper und zufriedenem Gesichtsausdruck. Beide Hände halten dem Betrachter einen länglichen Gegenstand entgegen - ein Palmblattmanuskript, ein Joch? Es gibt keine Klarheit, auch nicht darüber, ob die Statue wirklich, wie oft behauptet, den großen König Parakrama Bahu darstellt.

Lankatilaka

Ehemaliges Bilder- und Statuenhaus im größten Klosterkomplex. Die Maße sind imposant: etwa 50 m Länge, fast 20 m Breite. Die Säulen, die den Weg zu einem inzwischen kopflosen, stehenden Buddha einrahmen, ragen etwa 16 m in die Höhe. Nördlich dieser Ruine - ihr Name bedeutet „Juwel Lankas“ - erhebt sich Kiri Vihara, die Milchdagoba. Namen und Glanz erhielt die Kuppel, weil sie, mit Muschelkalk verputzt, weiß erstrahlt - ein Symbol der Reinheit der Lehre.

Palastbezirke

Gleich nordwestlich vom Resthouse sind die Überreste der Herrschaftsbereiche der Könige Parakrama Bahu I. und Nissanka Malla zu sehen: Hallen, Bäder und Festung (Zitadelle). Eintritt zum historischen Bezirk 25 US$ oder mit dem Sammelticket (50 US$)

Region: Trincomalee

Tempel und mehr

Alle wichtigen Sehenswürdigkeiten liegen, gut zu Fuß erreichbar, auf einem Halbinselchen zwischen der Dutch Bay und der Back Bay. Die „Nase“, die hier ins Meer ragt, ist nahezu vollständig vom Fort Frederick bebaut. An ihrem Ende und zugleich höchsten Punkt, dem Swami Rock, erhebt sich 130 m über dem Meer das Hinduheiligtum Koneswaram. Der Haupttempel ist Shiva geweiht, ein kleines Tempelchen links davon gehört Ganesha, einem Sohn Shivas und beliebten Überwinder aller Hindernisse.

Koneswaram wurde Ende des 17. Jhs. auf den Ruinen eines viel älteren Tempels errichtet, den die Portugiesen 1622 zerstört hatten. Sie bauten mit seinen Steinen das Fort Frederick, eine gewaltige Festung, in die anschließend die Holländer und später die Engländer einzogen. Heute nutzt das sri-lankische Militär diesen Schauplatz wechselvoller Kolonialgeschichte als Kaserne. Der riesige Banyanbaum im Festungshof ist ein beliebtes Fotomotiv. Der historische Tempel aus der Blütezeit tamilischer Herrschaft an der Ostküste soll 1000 Säulen gehabt haben. In der Brandung, am Fuß des Felsens, sind Bruchstücke des einst prächtigsten Hindutempels der Insel zu sehen. Der Lingam im jetzigen Tempel, Shivas Potenz- und Fruchtbarkeitsymbol - immer zusammen mit dem Yoni dargestelt, dem weiblichen Geschlecht -, stammt aus dem Vorgängergebäude; er wurde von Tauchern aus dem Meer geborgen und wird hoch verehrt. Besucher werden sich mit einem Schaudern über die Brüstung lehnen und in die brodelnde Tiefe schauen. Dieser Aussichtspunkt heißt Lover's Leap, von hier oben soll sich 1687 eine junge Holländerin, Francina van Rhede, ins Meer gestürzt haben; Eifersucht, verschmähte Liebe ... Die Geschichte ging gut aus, die Dame überlebte den Sturz.

Jeden Tag um 7, 11.30 und 16 Uhr finden farbenfrohe Zeremonien im Hindutempel statt. Wenn Sie hier fotografieren möchten, bitten Sie vorher um Erlaubnis. In den meisten Fälen werden Sie diese auch bekommen.

Region: Bentota Beruwala

Fischmarkt in Beruwala

Am Hafen neben der alten Moschee spielt sich jeden Morgen ein faszinierendes, wenngleich ziemlich blutiges Schauspiel ab. Im Sand werden die angelandeten Fänge, Barrakudas und Schwertfische, Haie und Thunfische, leider sogar manchmal kleine Wale zerteilt. Sanfter gestaltet sich dagegen eine kleine Bootstour zum Leuchtturm, der auf einem Felsen vor der Küste thront. Der Trip ist nicht teuer, er kostet nur wenige Rupien (umgerechnet etwa 1,50 Euro), dauert auch nur ein paar Minuten, aber von der Turmspitze haben Sie einen guten Ausblick und können Moschee, Hafen und Palmenküste bestens fotografieren.

Kachchimalai-Moschee

Das älteste islamische Gotteshaus auf Sri Lanka liegt auf einer Halbinsel bei Beruwala. Von der Terrasse bietet sich ein phantastischer Blick auf eine der vielen Traumbuchten, mit denen die Südwestküste gesegnet ist. Die Moschee stammt vermutlich aus dem 13. Jh., doch haben sich hier arabische Kaufleute bereits im 1. Jh. niedergelassen. Beruwala hat sich seinen traditionell muslimischen Charakter bis heute bewahren können.

Region: Negombo

Fischmarkt

Jeden Morgen bis 11 Uhr herrscht buntes Treiben auf dem Fischmarkt südlich der Einfahrt zur Lagune. Nachmittags nähern sich die traditionellen Boote, oruwas, mit geblähten Segeln dem Strand - ein beliebtes Fotomotiv. Sehenswert sind auch die christlichen Friedhöfe im Dünensand südlich von Negombo, Karawasiedlungen auf der Insel Duwa nördlich der Lagune und der Sonntagsmarkt unter Luftwurzelbäumen im alten Fort, das seit fast 200 Jahren als Gefängnis dient.

Region: Ratnapura

Gem Bank & Gemmological Museum

Hier sind nicht nur besonders schöne Saphire, Turmaline, Rubine, Smaragde und Amethyste zu sehen, sondern es wird auch demonstriert, wie die Edelsteine geschürft und bearbeitet werden. Ein Restaurant gehört zum Haus. 6 Ehelopala Mawatha | tgl. 8.30-17.30 Uhr | Eintritt frei

Region: Aukana

Buddhastatue

Die Figur des segnenden Buddhas von Aukana wurde zwischen dem 5. und dem 8. Jh. - über den genauen Zeitpunkt streiten die Gelehrten - aus dem Felsen gemeißelt, an dem sie lehnt. Sie ist mit 12 m die größte frei stehende Plastik aus der sri-lankischen Antike (mit Sockel misst sie etwa 14 m) - und sie ist neben den Statuen von Gal Vihare in Polonnaruwa die eindrucksvollste. Kurz vor Sonnenuntergang ist das Licht besonders schön. Eintritt 500 Rps.