Reisetipps Slowenien

Highlights Slowenien

Region: Maribor (Marburg an der drau)

Kartäuserkloster (Kartuzija) Žiče

Von der Autobahn von Maribor nach Ljubljana führt 40 km südwestlich von Maribor eine Ausfahrt ins Dorf Žiče und weiter in ein schmales, bewaldetes Tal. Am Talende erheben sich die verwitterten, malerischen Ruinen eines tausendjährigen Klosters, in denen Efeu, Farn und Löwenzahn die Mauerspalten um das Gerippe der romanischen Klosterkirche überwuchern. Im Gasthaus daneben speisen Sie im „Kartäuserzimmer“ mit Blick aufs Kloster. Vergessen Sie danach auf keinen Fall, im Klosterladen Viva Sana gleich nebenan Naturheilmittel und Kräutertees als Mitbringsel oder für den Eigengebrauch einzukaufen. Gastuž | Mi-So | Tel. 03/7580366 | €€

Region: Ljubljana (Laibach)

Nationalbibliothek/Narodna knjiznica

Die Universitäts- und Nationalbibliothek errichtete Jože Plečnik 1936-41 gänzlich aus hiesigen Materialien. Innen führt ein dunkler, eleganter Aufgang hinauf ins Licht der Weisheit, den strahlend hellen Lesesaal. Gosposka ulica/Novi trg

Kamnik und Velika Planina

Gleich zwei Burgen wachen über das alte Städtchen (27000 Ew.) am Fuß der Steiner Alpen (Kamniške Alpe), knapp 25 km nordöstlich der slowenischen Hauptstadt: Die alte Burg, Stari Grad, auf der Kniška gora ist mit 800 Jahren eigentlich die jüngere und doch völlig in Ruinen; die kleine, Mali Grad, erhebt sich teilrestauriert auf einem Felsklotz mitten in der Stadt und wurde bereits im 11. Jh. erwähnt.

Zu den ehemaligen Hochalmen der Velika Planina führen eine Seilbahn (Kabine und Sessellift, Talstation an der Straße nach Kamniška Bistrica, Abfahrt in der Nebensaison stündlich, sonst Dauerbetrieb) oder eine etwa dreistündiger, bequeme Wanderung von der Talstation aus. Die im Norden so schroffen Steiner Alpen laufen hier an den Südhängen in sanften Hochebenen und Hügeln aus; Velika Planina, die große Ebene, wurde seit Jahrhunderten als Hochalm genutzt, die eigenwilligen Hütten mit ihren elipsenförmigen Schindeldächern gehörten früher den Dorfgemeinschaften.

Region: Lipica

Gestüt Lipica

Der geführte Rundgang durch das Gestüt führt zu den Koppeln, zur Hufschmiede, zu den Stallungen der Stuten und zum Hengststall. Dabei erfahren die Besucher Wissenswertes über Aufzucht, Pflege und Dressur der etwa 200 Lipizzaner sowie über die Geschichte des Gestüts. Wundern Sie sich nicht über die dunklen Pferde auf den Koppeln - erst mit 6 bis 10 Jahren bekommen Lipizzaner ihr weißes Fell! Der 1704 erbaute Hengststall ist den wertvollsten Zuchthengsten Lipicas vorbehalten. Tgl. 8-18 Uhr, Führungen im Sommer stündlich, sonst vier- bis sechsmal am Tag | Eintritt um 9 Euro

Di, Fr und So führen die Reiter die Hohe Schule der Lipizzanerdressur vor. Lipizzaner beherrschen die schwierigsten Kunststücke der Dressur mit unnachahmlicher Eleganz. Vorführungen April-Okt. tgl. 15 Uhr | Besichtigung und Hohe Schule 16 Euro; Kobilarna Lipica | Tel. 05/7391580 | Fax 7346370 | www.lipica.org

Region: Novo Mesto (Rudolfswerth)

Museum von Unterkrain/Dolenjski muzej

Das Museum von Unterkrain beherbergt Bronzehelme, Rüstungen, Schmuck und Gefäße, die Stück für Stück wie Preziosen in Vitrinen präsentiert sind. Fundort der archäologischen Raritäten waren die Hügelgräber um die Stadt. Besonderes Augenmerk verdienen der perfekt geformte Brustpanzer aus dem 7. Jh. v. Chr. und der Bernsteinschmuck. Im Sommer Di-Sa 9-17, So 9-13, im Winter Di-Fr 9-16, Sa/So 9-13 Uhr | Eintritt 5 Euro | Muzejska ul. 7 | www.dolmuzej.com

Burg (Grad) Otočec

Knapp 7 km nach Osten liegt auf einer künstlich angelegten Insel das zauberhafte Wasserschloss Otočec. Ursprünglich im 13. Jh. erbaut und später barock erweitert, ist es heute ein romantisches Luxushotel mit stimmungsvollem Burgrestaurant. Die Zimmer sind mit Antiquitäten eingerichtet, im Hintergrund plätschert die Krka. Der zum Hotel gehörende, jüngst eröffnete 9-Loch-Golfplatz erfüllt auf 26 ha höchste Ansprüche (Green Fee um 25 Euro | März-Okt. | Tel. 07/3075627 | www.terme-krka.si). Hotel Otočec | 16 Zi. | Grajska cesta 2 | Tel. 07/3848900 | Fax 3848905 | www.terme-krka.si | €€€

Region: Postojna (Adelsberg)

Adelsberger Grotte/Postojnska jama

Schon im 17. Jh. berichtete der Universalgelehrte Valvasor über den damals bekannten Teil der Höhle, besonders aber über ihre Bewohner, die Grottenolme. Das Gänge in einer Gesamtlänge von 21 km umfassende Höhlensystem entdeckte später ein Slowene, als er die Grotte 1818 für den Besuch des österreichischen Kaisers Franz I. schmückte.

Heute führt eine Elektrobahn in die größte Schauhöhle Europas; die etwa 5 km langen Besichtigungswege sind geebnet, Scheinwerfer schaffen dekorative Effekte, und in der Hochsaison herrscht babylonisches Sprachgewirr. Der offene Höhlenzug braust durch zunächst kahle Felsgänge in den „Konzertsaal“, wo gelegentlich Musikabende stattfinden, passiert einen luftigen Sintervorhang und erreicht nach wenigen Minuten den „Hohen Berg“, der überzogen ist mit filigranen Tropfsteinskulpturen. Zu Fuß geht es dann weiter in den „Schneesaal“ mit durch Kalksinter fast weißem Tropfstein, zum Wahrzeichen Postojnas, dem schimmernden „Brillanten“, und zu einem Wasserbecken, in dem Grottenolme gehalten werden.

Neben dem Höhleneingang präsentiert die biospeläologische Station Vivarium Proteus die bizarre unterirdische Karstwelt (siehe Kapitel „Mit Kindern reisen“). Führungen Nov. bis März 10, 12, 15, April, Okt. 10, 12, 14, 16, Mai-Sept. stdl. 9-17, Juli/Aug. auch 18 Uhr | Eintritt 19 Euro | Jamska cesta 30 | Tel. 05/7000100 | Fax 7000130 | www.postojna-cave.com

Burg Luegg/Predjamski grad

Wie ein Schwalbennest klebt die im 16. Jh. erbaute Burg 11 km von Postojna entfernt in der 123 m hohen Felswand vor einem mächtigen Höhleneingang, den die hier einst hausenden Raubritter nutzten: Wenn die Kaiserlichen aufmarschierten, versorgten sie sich durch geheime Stollen mit Nahrung. Der berühmt-berüchtigte Erazem Predjamski soll Ende des 15. Jhs. auf diese Art seine Belagerer ein Jahr lang genarrt haben, bis die Burg durch wirklich böse Hinterlist fiel. Im Schloss zeigt ein Museum Möbel und Gemälde jener Zeit; dahinter geht es in die verwinkelten Gänge der Höhle: Sie erstreckt sich über mehrere Etagen und ist nur auf kurzen Teilstrecken zugänglich. Das allerdings genügt, um eine Vorstellung von der überaus geschickten strategischen Position des Predjamski grad zu bekommen. Nov. bis März Di-So 10-16, April, Okt. tgl. 10-18, Mai/Juni, Sept. 9-18, Juli/Aug. 9-19 Uhr | Eintritt 8 Euro | Höhle unter der Burg: Mai-Sept. Führungen 11, 13, 15 und 17 Uhr | 8 Euro

Region: Bled (Veldes)

Radovljica

Nicht nur Bienenzüchtern sei der Besuch dieses Städtchens (10 km südöstlich von Bled) mit seinen Renaissance-Häusern empfohlen, dessen Imkerei-Museum im alten Fürstenschloss Thurnov grad sich der slowenischen Leidenschaft für Bienen und Honig hingibt. Die ausgestellten Stirnbrettchen mit ihren naiven Malereien zeichnen ein Panoptikum bäuerlichen Lebens (Mai-Okt. Di-So 10-13, 15-18, März/April, Nov./Dez. Mi, Sa/So 10-12, 15-17 Uhr | Eintritt 2 Euro | www.muzeji-radovljica.si | Linhartov trg 1). Ein paar Häuser weiter, ebenfalls in seit Jahrhunderten bestehenden Räumen, kocht Gostilna Lectar so reichhaltig und gut, dass es Ihnen schwerfallen wird, nach getaner „Arbeit“ vom Logenplatz auf dem Balkon wieder auf die Beine zu kommen (Di geschl. | Linhartov trg 2 | Tel. 04/5374800 | €€€).

Region: Kranjska Gora (Kronau)

Vršič-Pass

Es sind zwar nur 21 km zwischen Anfang und Ende der Passstraße von Kranjska Gora nach Süden, auf dieser kurzen Strecke geht es aber von 810 auf 1611 m und wieder hinunter auf 800 m, ein Höhenunterschied, den Sie mit 40 spitzen Kehren bewältigen. Wohnwagengespanne und Reisebusse sorgen für zusätzliche Spannung. Auf dem Weg zu besichtigen sind die Russische Kapelle (Erinnerung an Kriegsgefangene des Ersten Weltkriegs, die beim Bau dieser Straße den Tod fanden), der Vršič-Sattel mit einem atemberaubenden Bergpanorama und das Alpinum Juliana, ein botanischer Garten mit typischen Alpenblumen (Trenta 40 | Mai-Sept. tgl. 8.30-18.30 Uhr | Eintritt 3 Euro). Wenn sich danach der Hunger meldet: Bei Andrejc kurz vor dem Dorf Soča (tgl. | Soča 31 | Tel. 05/3889530 | €) werden Forellen gegrillt oder mit Knoblauch gedünstet, und es gibt kühles Bier und ein paar einfache Pensionszimmer.

Region: Koper (Capodistria)

Grotten von Škocjan/St. Kanzian

Das Höhlensystem der Škocjanske jame, 42 km nordöstlich von Koper, darf sich seit 1986 mit dem Ehrentitel Unesco-Naturerbe schmücken. Auf dem Besichtigungsweg laufen Sie in schwindelnden Höhen über dem Fluss Reka, dessen Tosen aus schwarzen Schlünden emporhallt. Tropfsteinpaläste wie die Tihe jame wechseln ab mit schroffen Canyons. Am Ende treten Sie durch einen schmalen Felsspalt ins Freie (1,5 Std., denken Sie an warme Kleidung und stabiles Schuhwerk). Reizvoll ist auch die einstündige Wanderung auf dem Karstlehrpfad um die beiden Einsturztrichter, zum Dorf Škocjan mit einem typischen Karsthaus und nach Matavun mit seiner Kirche aus dem 13. Jh. Führungen Juni-Sept. tgl. 10, 11, 12, 13, 14, 15, 16, 17 Uhr, April, Mai, Okt. tgl. 10, 13, 15.30, Nov.-März 10, 13, So auch 15 Uhr | Eintritt 14 Euro | Matavun | 6215 | Divača | Tel. 05/7082110 | Fax 7082111 | www.park-skocjanske-jame.si

Hrastovlje

In dem 17 km östlich von Koper gelegenen kleinen istrischen Dorf Hrastovlje verbirgt sich die im 13. Jh. errichtete Dreifaltigkeitskirche (Sv. Trojica). Sie wurde mit einer bestens erhaltenen Wehrmauer gegen die Angriffe von Türken und Uskoken verteidigt. Im Inneren ist sie bäuerlich bunt mit Fresken ausgemalt, die der istrische Maler Janez von Kastav 1490 auftrug. Sein Motiv des „Totentanzes“ kehrt an anderen istrischen Kirchen ähnlich wieder (Schlüssel im Haus Nr. 30 | Eintritt 1,50 Euro). Gostilna Švab sorgt mit Pršut und Schafskäse fürs leibliche Wohl (tgl. | Hrastovlje 53 | Tel. 05/6590510 | €)