Reisetipps Sizilien

Highlights Sizilien

Region: Syrakus

Museo Regionale Archeologico

Dies ist Siziliens größtes Museum, in dem die Funde aus der Vorgeschichte und der griechischen und römischen Antike aus ganz Ostsizilien zusammengetragen sind. Allein die Funde aus Syrakus könnten mehrere Museen füllen. Glanzstücke sind die „Venus Landolina“ und ein archaischer Koúros, eine Jünglingsstatue, aus Kalkstein. | Di-Sa 9-18, So 9-13 Uhr | Viale Teocrito | Eintritt 6 Euro

Pantalica

Über Ferla ist Pantalica 50 km, über Sortino 35 km von Syrakus entfernt. Von beiden Orten führt eine Stichstraße bis an den Rand der Nekropole der Sikuler. Über 5000 Grabkammern sind an den Talrändern des Flusses Anapo und seiner Nebentäler in den Stein gegraben. Die aus Jungsteinzeit und Bronzezeit stammenden Gräber dienten später in unsicheren Zeiten als Behausung. Von der zugehörigen Siedlung wurde nur ein Herrenhaus des 11. Jhs. v. Chr. ausgegraben. Die Enden beider Straßen sind mit Wegen durch das Flusstal verbunden. Längs der Straße von Ferla sind Wanderwege markiert.

Region: Cefalù

Dom von cefalù

Wer auf dem Vorplatz steht, ist durch das strenge Bogenportal der Vorhalle und die beiden wuchtigen Türme beeindruckt. Bei diesem ältesten Normannendom Siziliens (1140 begonnen), der allerdings erst nach Jahrhunderten Bauzeit vollendet wurde, spricht der Stein: In dem archaischen Kreuzgang und mit seinem gewaltigen Chor und dem schmalen, hohen Querschiff drückt er Kraft und Macht aus. Tgl. 7-19 Uhr

Region: Agrigent

Valle dei Templi

Die antike Stadt und besonders ihre Tempelbezirke verstecken sich in Mandel- und Ölbaumhainen, die wohlbestellt sind. Am gewöhnlichen Zugang über die Staatsstraße 118, auf der auch die Stadtbusse verkehren, beginnen Sie Ihren Spaziergang in der Mitte des Plateaus.

Nach links steigt der Weg zu den zusammengebrochenen Steinmassen des Herakles-Tempels hinauf, von dem noch acht Säulen stehen. In der Villa Aurea ist ein kleines Museum untergebracht. Anschließend haben Sie einen freien Blick auf den Concordia-Tempel aus dem 5. Jh. v. Chr., der durch seine ausgewogenen Formen gefangen nimmt. Seinen hervorragenden Erhaltungszustand verdankt er der Umwandlung in eine christliche Kirche im 6. Jh. Den folgenden Weg zum Tempel der Juno mit seinen zur Hälfte noch stehenden Säulen am höchsten Punkt des alten Akragas können Sie direkt am Steilabfall entlangspazieren, unterhalb sehen Sie dabei das Grabdenkmal des Theron.

Zum Parkplatz zurückgekehrt, treten Sie nach rechts in die tiefer gelegene archäologische Zone ein. Der Tempel des Olympischen Zeus ist ein Haufen riesiger Steinblöcke und Säulentrommeln. Der durch ein Erdbeben zerstörte Tempel wurde nach dem Sieg über die Karthager bei Himera 480 v. Chr. begonnen und war mit 112 m Länge und 58 m Breite einer der größten antiken Tempel überhaupt. Am äußersten Rand der tiefer liegenden Ebene mit Resten eines heiligen Bezirks befinden sich das Heiligtum der Erdgottheiten (Tempio delle divinità chtonie) mit Opfergruben und der Tempel von Castor und Pollux. | Tgl. 8.30-19 Uhr | www.valledeitempli.net | Eintritt 6 Euro, mit Museum 10 Euro

Region: Catania

Ätna

33 km von Catania entfernt liegt Europas größter Vulkan. Der Ätna (3369 m) ist der Herrscher Siziliens, bei klarem Wetter ist er auch von Westsizilien aus zu sehen. Von seiner Innersizilien zugekehrten Seite zeigt er sich als kahler Riese, gelb verbrannt. Nur im Frühjahr wird er hellgrün vom frischen Gras; seine Schneekappe taut aber auch im Sommer nicht immer ab.

Für die Ätna-Südseite sind Nicolosi, Trecastagni und Zafferana Etnea die besten Ausgangsorte. Von dort sind es noch 20 km bis Rifugio Sapienza (1881 m), wo die Asphaltstraßen und auch die Buslinie von Catania und Nicolosi enden (Abfahrt Catania/Bahnhofsplatz | tgl. 8.15 Uhr, Nicolosi 9 Uhr, Rückfahrt ab Rifugio Sapienza 16.30 Uhr). Das Rifugio Sapienza (25 Zi. | Tel. 095916107 | €) wurde 2002 von der Lava stark beschädigt und ist nun renoviert. 500 m weiter liegt das komfortablere Hotel Corsaro (20 Zi. | Tel. 09591422 | Fax 0957801024 | www.hotelcorsaro.it | €€). Hier beginnt die Seilbahn, deren Bergstation auf 2500 m liegt. Auf den Pisten verkehren geländegängige Kleinbusse bis Torre del Filosofo (2919 m), Hin- und Rückfahrt mit Führung kosten 55 Euro.

Führer in die Gipfelregion finden Sie an der Talstation der Seilbahn, Wegmarkierungen gibt es nicht. Touren auf eigene Faust sind nur bis Torre del Filosofo erlaubt und gefährlich, besonders bei Ausbrüchen und plötzlich aufziehendem Nebel. Flüssige Lava hat Temperaturen von 800-1500 Grad! Vulkanbomben fliegen mit Überschallgeschwindigkeit und wiegen von 5 kg bis über 1000 kg. Ihre Nahaufnahmen machen Sie besser mit dem Tele. Die Absperrungen sollen Sie nicht von Urlaubserlebnissen mit Nervenkitzel abhalten, sondern Sie vor lebensgefährlichen Situationen bewahren.

Die Ausbrüche seit 2001 und 2006 waren die schwersten seit Jahrzehnten. Sie haben nicht nur die weit oben liegende Landschaft völlig verändert. Die Lava floss bis weit hinunter in dicht besiedelte Gebiete und kam erst wenige Kilometer vor Nicolosi, Pedara, Zafferana und Milo zum Stehen, zerstörte Häuser, Straßen, Wälder und Felder. Piano Provenzana und Rifugio Sapienza sind die beiden Hauptausgangspunkte für Touren auf den Vulkangipfel. Informieren Sie sich beim Büro der Bergführer in Nicolosi (Tel. 0957971455) oder Linguaglossa (Tel. 0957774502) und bei der Ätnaseilbahn (Tel. 095914141). Aktuelle Informationen über die Ätnaregion finden Sie im Internet u. a. unter www.ct.ingv.it | www.vulkan-etna-update.de | www.etnaguide.com und www.siciltrek.ch. Unbedingt Winterkleidung und Bergschuhe anziehen! Und früh aufstehen - später am Tag liegt der Gipfel oft in Wolken. Wandersaison ist von Mitte Mai bis Ende Oktober.

Auf dem Weg zu den Gipfelkratern sehen Sie breite, frische Lavafelder, die sich über den Wald, die Felder und Gärten ergossen haben. Nach wenigen Jahren der Verwitterung verändert sich die Oberfläche der Lava von Tiefschwarz zu mattem Grau, die ersten Pionierpflanzen wurzeln. Nach 20 Jahren breitet sich der Ginster aus, dessen gelbe Blütenmeere im Frühsommer zusammen mit der schwarzen Erde die Hauptfarben des Vulkanbereichs sind. Wälder, meist aus Bergkiefern und Edelkastanien, herrschen vor, und oberhalb von 1800 m beginnt die Zone, in der sich inmitten der vulkanischen Wüste nur noch flache Polster von Sträuchern oder Kräutern behaupten können.

Nicolosi ist im Süden Basisort für Exkursionen. 1 km oberhalb des Orts gibt es in der Pineta der Monti Rossi (Krater von 1669) gekennzeichnete Wanderwege. Auskunft über Straßenverhältnisse, Seilbahn, Schutzhütten, geführte Wanderungen: SITAS (Piazza Vittorio Emanuele 45 | Tel. 095914141 | www.funiviaetna.com); AAST (www.aast-nicolosi.it). Büro des Ätna-Naturparks: Via del Convento 45 | Tel. 095821111 | www.parcoetna.it. Unterkunft: Jugendherberge (24 Betten | Via della Quercia 7 | Tel. 0957914686 | www.etnagardenhostel.com).

Region: Enna

Piazza Armerina

Umgeben von Eukalyptuswäldern, Haselnuss- und Obstgärten liegt 34 km südöstlich von Enna die Stadt mit ihren bunten und silbernen Kirchenkuppeln auf einem Bergrücken. 5 km unterhalb in einem Flusstal mit üppigster Vegetation führt eine Stichstraße zu den Ausgrabungen der römischen Villa Romana del Casale (tgl. 8 Uhr bis Sonnenuntergang | Shuttlebus ab Stadtmitte | Eintritt 6 Euro | www.villaromanadelcasale.it). Die Fußbodenmosaiken des Unesco-Weltkulturerbes gehören zu den größten und schönsten, die uns aus der Antike überliefert sind. Ihre künstlerische Technik und die Motive verraten Künstler aus Nordafrika. Bei der Villa handelt es sich wohl um den Land- und Jagdsitz eines römischen Kaisers aus dem 4. Jh. Der Grundriss der Anlage ist unter schützenden Plexiglashäusern noch gut erkennbar: Wohn- und Repräsentationsräume, Thermen, Säle für Bankette, Schlafkammern, Abtritt, Küche, die Kammern für die Dienerschaft und im Zentrum das große Peristyl, der von Säulengängen umgebene Innengarten mit Nebenräumen. Daran schließt sich ein langer Korridor an, der die Verbindung zu anderen Flügeln der Villa herstellt. Heute gelangt man von hier über Brücken zum „Saal der Mädchen“ mit dem berühmten Mosaik der tanzenden Mädchen in bikiniartiger Tracht.

Angenehm sitzt man in der Trattoria La Ruota (tgl. | Tel. 0935680542 | €), einer ehemaligen Mühle mit schönem Garten im Tal der Villa del Casale. Sie bietet genuine Küche mit Zutaten aus dem eigenen Garten. Im Hotel I Mosaici-Da Battiato (23 Zi. | Fax 0935685453 | €) an der Kreuzung zur Villa erwarten Sie gute Zimmer und vorzügliche Landküche. An der Straße nach Enna am Abzweig nach Morgantina (2 km) bekommen Sie im Il Fogher (Mo geschl. | Tel. 0935684123 | €€) hervorragende, kreative sizilianische Küche.

Auskunft: AAST | Via Cavour 15 | Tel. 0935680201 | Fax 0935684565 | www.comune.piazzaarmerina.en.it | www.piazza-armerina.com

Region: Marsala

Selinunt

Auf einem Plateau über dem Meer, das zwei Talmulden gliedern, stehen die griechischen Tempel weithin sichtbar, zwei mit wieder aufgerichteten Säulen, die anderen als riesige Trümmerhaufen. Der größte Teil der antiken Stadt, 52 km südöstlich von Marsala, liegt bis zum heutigen Tag unsichtbar unter Feldern. Die Distanzen in der Ausgrabungszone und die Größe der Akropolis, die auf einem flachen Hügel zwischen den beiden versandeten Häfen an den Flussmündungen liegt, vermitteln die Größe dieser Stadt, deren Blüte aus dem Weizenhandel gerade 300 Jahre dauerte. | Tgl. 9 Uhr bis Sonnenuntergang | Eintritt 6 Euro.

Marinella heißt der nahe gelegene moderne Küstenort mit weiten Sandstränden besonders im Bereich der Belice-Mündung. Das Alceste (26 Zi. | Tel. 092446184 | Fax 092446143 | www.hotelalceste.net | €€) ist ein angenehmes Ferienhotel im Ort. Sehr gute und interessante regionale Küche bekommen Sie im Restaurant Africa (Do geschl. | Via Alceste 24 | Tel. 092446456 | €€) an der Uferpromenade. Gut übernachten und auch essen können Sie direkt am Strand von Porto Palo bei Vittorio (9 Zi. | Tel. 092578381 | €-€€).

Region: Trapani

Erice

Fast über dem Meer, aber in über 700 m Höhe schwebt 14 km nordöstlich von Trapani das mittelalterliche Erice mit seinen grauen Steinhäusern. Oft steckt es in den Wolken, auch wenn sonst über ganz Westsizilien die Sonne brennt. Hier verehrten die aus Kleinasien eingewanderten Elymer und Punier die Liebesgöttin Astarte, die Römer bauten ein großes Venusheiligtum an die Stelle, wo heute das Normannenkastell steht, und danach trat Maria die Nachfolge an. Man merkt, dass die Stadt zu einem großen Teil verlassen ist, aber die sonst so augenfälligen Zeichen des Verfalls fehlen. Denn sie ist Ziel vieler Sizilianer, die hier am Wochenende die kühlere Luft genießen. Und der Blick über die Ebene mit den Salinen, den Inseln des Flachmeers von Marsala, den Ägaden und der felsigen Küste von San Vito ist einmalig.

In alten Stadtpalazzi residieren das stilvolle Hotel Elimo (21 Zi. | Tel. 0923869377 | Fax 0923869252 | www.hotelelimo.it | €€€) und das Moderno (40 Zi. | Tel. 0923869300 | Fax 0923869139 | www.pippocatalano.it | €€). Sehr gut essen können Sie im Monte San Giuliano (Mo geschl. | Tel. 0923869595 | €€), wo es den berühmten cuscus alla trapanese gibt, und einfacher, mit ländlicher Küche, im Ulisse (Do geschl. | Tel. 0923869333 | €-€€), wo Sie im schattigen Garten sitzen können.

Region: Palermo

Strassenmärkte

Lebensmittelmärkte gibt es einige in der Altstadt. Abgesehen von einer langen Mittagspause sind die Händler bis weit in den Abend aktiv. Palermos größter Markt im Capo-Viertel erstreckt sich um die Kirche Sant'Agostino und reicht in mehreren Straßen bis zum Teatro Massimo; der Ballaró-Markt umfasst das ganze Viertel um Porta Sant'Antonio, Chiesa del Carmine und Chiesa del Gesù. Der große Non-Food-Markt, auf dem überwiegend Kleidung und Haushaltswaren angeboten werden, erstreckt sich durch die Altstadt von der Piazza San Domenico bis zur Piazza Papireto.

Palazzo dei Normanni und Cappella Palatina

Der ehemalige Königspalast, dessen Ursprünge bis ins 9. Jh. zurückreichen, ist seit 1947 der Sitz der sizilianischen Regionalregierung und des Regionalparlaments.

Die Cappella war die Hofkapelle und wurde von byzantinischen, normannischen und arabischen Künstlern gebaut. Das Innere ist vollständig mit Goldmosaiken und Steinintarsien bedeckt. Die Mosaiken sind Werke von Künstlern aus Konstantinopel. Das Mittelschiff wird in den nächsten Jahren wegen Renovierung verhüllt sein. Im Altarraum stehen reich intarsiert der Königsthron Rogers II. (ital. Ruggero), der Osterleuchter, der als Kanzel dienende Ambo und der Hochaltar. Im oberen Stockwerk besitzt die Sala di Ruggero Mosaiken mit märchenhaften Tier- und Blumendarstellungen. Der Zugang erfolgt von außerhalb der Stadtmauer. | Piazza Indipendenza, Mo-Sa 8.30-12 u. 14-17, So 8.30-12 Uhr | Eintritt 6 Euro

Monreale

Der Dom von Monreale (8 km westlich von Palermo) wurde als Benediktinerkloster 1174 von den Normannenherrschern gestiftet und mit riesigem Landbesitz in ganz Westsizilien ausgestattet. Er ist der größte und geschlossenste Sakralbau der Epoche. Zwei romanische Bronzetüren führen ins Innere, dessen Wände (6340 m²) vollständig mit Goldmosaiken bedeckt sind: Christus als Pantokrator und eine Bilderbibel, die Geschichten aus dem Alten und Neuen Testament erzählt (April-Okt. tgl. 8-18 Uhr, Nov.-März tgl. 8-12.30 u. 15.30-18 Uhr). Der Kreuzgang (Mo-Sa 9-19, So 9-13.30 Uhr | Eintritt 6 Euro) holt mit den Tier- und Pflanzenornamenten seiner Kapitelle, mit seinem Garten und seinen Brunnen die Natur in die Weltabgeschiedenheit des Klosters.

Etwas außerhalb, in Panoramalage, steht das Hotel Carrubella Park (30 Zi. | Tel. 0916402188 | Fax 0916402189 | €€). Nahe dem Domplatz gibt es im Bricco & Bracco (So geschl. | Via D'Acquisto 13 | Tel. 0916417773 | €€) sizilianische Landküche.

Region: Taormina

Teatro Greco-Romano

Den wohl beeindruckendsten Blick auf die Küste und den gar nicht fernen Vulkanriesen genießen Sie vom Halbrund des antiken Theaters aus, dessen Kulissenbauten heute weitgehend offen sind. Es ist in den natürlichen Stein gehauen und dient im Sommer klassischen Theater- und Musikdarbietungen. | Tgl. 9-19 Uhr | Eintritt 6 Euro