Reisetipps Shanghai

Sehenswertes Shanghai Wolkenkratzer und Basargassen

Superlative und Kleinode in der Metropole am Jangtse-Delta

Wer in Shanghai ankommt, dem verschlägt es erst einmal die Sprache: ein Häusermeer, so weit das Auge reicht.

Einen ersten Eindruck von der Megacity verschafft man sich am besten aus großer Höhe, von den Aussichtsplattformen des Fernsehturms oder des Jin Mao Building. Eine Autofahrt über die Hochstraße Yan'an Lu lässt tief in Häuserschluchten blicken. Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten kann man per Stadtrundfahrt mit dem Sightseeingbus kennenlernen. Ein Museumsbesuch empfiehlt sich auch bei schönem Wetter. Denn uralte chinesische Kunst, die Geschichte der Stadt und ihre Zukunftsvisionen muss man sich einfach anschauen. Die Sehenswürdigkeiten sind in der Regel jeden Tag geöffnet, schließen ihre Tore aber meist schon früh, zwischen 16 und 17 Uhr.

Die Gegensätze dieser Stadt erlebt man aber am besten zu Fuß: Alt und Neu, chinesisch und westlich, ländlich und urban, altkommunistisch und kapitalistisch, all dies liegt hier dicht beieinander. Wenn Sie sich einmal verlaufen haben oder die Füße weh tun, springen Sie in ein Taxi. Sorgen brauchen Sie sich auch in den Abendstunden nicht zu machen, denn Shanghai ist eine ziemlich sichere Metropole. Aber Vorsicht: Schon nach wenigen Stunden ist man wie betrunken von den vielen Eindrücken in dieser Stadt, die vor Leben und geballter Energie sprüht. Nüchtern betrachtet und mit Peking verglichen mag es zwar stimmen, was manche sagen: dass es in Shanghai keine großen touristischen Attraktionen gibt. Doch nicht die imperiale Vergangenheit Chinas macht die Stadt sehenswert, sondern die Zukunft, an der hier Tag und Nacht gebaut wird. Die größte Attraktion von Shanghai ist Shanghai selbst.

Bank of China

Der moderne Stil westlicher Prägung wurde 1936 mit Elementen des chinesischen Nationalstils versetzt, und heraus kam der monumentale Bau der Bank of China (BOC). Hier herrschte die Song-Familie, die sich zur Zeit der Herrschaft Chiang Kai-sheks (1887-1975) schwer bereicherte. Die BOC wurde 1912 als Staatsbank der Republik gegründet. Ab 1928 operierte sie auch als Außenhandelsbank. 1994 öffnete sich die BOC zu einer staatseigenen Geschäftsbank. Zhongshan Dong Yilu 23

Custom House

Im markanten Uhrenturm des Gebäudes von 1927 schlägt „Big Ching“. Die Uhr hielt schon im alten Zollamt von 1843 die Erinnerung an die britische Heimat wach und schützte seitdem die Stadt vor Bränden, wie abergläubige Chinesen meinten: weil der Feuergott das viertelstündliche Gebimmel als Feueralarm missverstehe und beschlossen habe, keine weiteren Brände zu legen. Das Zollamt brachte China natürlich auch messbare Vorteile: Der Staatshaushalt bezog Anfang des 20. Jhs. etwa ein Drittel seiner Einkünfte aus den Seezöllen. Die unter britischer Leitung stehende Seezollbehörde bediente sich moderner Verwaltungsmethoden, arbeitete effizient und war sichtbarer Ausdruck der Kooperation zwischen dem ausländischen Freihandelsregime und dem chinesischen Staat. Zhongshan Dong Yilu 13

Ehemalige Hong Kong and Shanghai Bank

Der gigantische, neoklassizistische Bau von Palmer & Turner fällt mit seiner charakteristischen Kuppel sofort ins Auge. Das seinerzeit zweitgrößte Bankhaus der Welt HSBC war mit der Finanzierung des Handels so reich geworden, dass es sich 1921 diese protzige Repräsentanz leisten konnte. Von 1949 bis 1995 residierte hier die Stadtregierung, die Stadt wie Gebäude herunterwirtschaftete. Der derzeitige Mieter, die Pudong Development Bank, restaurierte die sehenswerte Halle, deren Decke von 13 m hohen Säulen aus italienischem Marmor getragen wird. Mosaike schmücken die Kuppel über dem Eingang, sie zeigen die damaligen acht Standorte der Bank. Mo-Fr 9 bis 17.30 Uhr | Zhongshan Dong Yilu 12

Ehemaliger Shanghai Club

Der 1910 im Stil der englischen Renaissance errichtete Bau mit den zwei durchbrochenen Türmchen auf dem Dach war eine Bastion des britischen Snobismus. An dem mit 33,74 m angeblich längsten Bartresen der Welt soffen, qualmten und quatschten die elitären Mitglieder des 1864 gegründeten Shanghai Club. Zwei Zoll Whisky im Magen seien das richtige Quantum, um sich nicht mehr über Schwierigkeiten aufzuregen, wurde Neuankömmlingen geraten. Weil Frauen die männliche Beziehungspflege nur störten, war ihnen der Zutritt verboten. Chinesen sowieso. Zhongshan Dong Yilu 2

Ehemaliges Palace Hotel

Das 1906 entstandene Gebäude, eines der ältesten am Bund, ist an seiner rotweißen Backsteinfassade zu erkennen. Hier wurde 1912 die Ernennung Sun Yat-sens zum ersten, provisorischen Präsidenten der jungen Republik China gefeiert. Heute bildet es den Südflügel des auf der anderen Straßenseite gelegenen Peace Hotels. Zhongshang Dong Yilu 19 | Eingang Nanjing Lu 23

„Old Lady on the Bund“

Der schmale Bau war das Heim der ältesten englischsprachigen Zeitung Chinas. Die „North China Daily News“, 1864 gegründet, wurde 1951 eingestellt. Die roten Buchstaben AIA der American International Insurance verschandeln heute das Gebäude, das 1923 im Stil der Neorenaissance errichtet wurde. Zhongshan Dong Yilu 17

Peace Hotel

Am Beginn der Nanjing Lu ragt das ehemalige Sassoon House auf, gekrönt von einer 19 m hohen Pyramide aus Kupfer, die abends grün leuchtet. 1928 im Stil der Chicagoer Schule von Palmer & Turner errichtet, beherbergte es einst das luxuriöse Cathay Hotel. Hier stieg die Hautevolee der Welt ab, darunter Stars wie Charlie Chaplin. Der Erbauer, der unermesslich reiche Sir Ellice Victor Sassoon, bewohnte das Penthouse. Die eleganten Frauen des jüdischen Immobilienmagnaten, seine extravaganten Autos und die exaltierten Partys im Nachtclub unter dem Dach sind Legende. Das Foyer des Peace Hotels gilt als Meisterstück des Art déco. Das Hotel ist derzeit geschlossen; bis 2010 wird daran gearbeitet, den alten Glanz wiederherzustellen. Zhongshang Dong Yilu 20 | Haupteingang Nanjing Lu 20

Shanghai Mansions

Das frühere Broadway Mansions am Suzhou Creek bildet den perspektivischen Abschluss im Norden des Bunds und ist ein Symbol der Stadt. Der majestätische, terrassierte Bau aus düsterem Backstein wurde 1934 als Apartmenthaus im Stil der Chicagoer Schule errichtet. Während die Architektur der älteren Kolonialbauten europäische Stile vom Barock über den Klassizismus bis zu Jugendstil und Bauhaus zitiert, reflektieren spätere Bauten wie dieser oder auch das Grosvenor House (auf dem Areal des Jinjiang Hotels) den Einfluss der Amerikaner. Suzhou Beilu 20

Three on the Bund

Das ehemalige Union Building mit dem Portal an der Ecke zur Guangdong Lu ist ein Entwurf von Palmer & Turner aus Hongkong, deren Architektur in den 1920er- und 1930er-Jahren die Stadt geprägt hat. Das berühmte Büro zeichnet seit 1990 wieder für einige der neuen Hochhäuser verantwortlich. Ein reicher Chinese aus Amerika kaufte das heruntergekommene Gebäude im Renaissancestil aus dem Jahr 1916. Luxusgeschäfte und Gourmettempel schließen eine Marktnische in Sachen Lifestyle: Die neue Oberschicht kann hier nicht nur exklusive Klamotten kaufen und edle Speisen goutieren, sondern auch ihren künstlerischen Geschmack kultivieren. In der dritten Etage stellt die Shanghai Gallery of Arts zeitgenössische Kunst aus. Zhongshan Dong Yilu 3

Konfuziustempel/Wen Miao

Eine Stadt, die Sitz eines kaiserlichen Beamten war, hatte im alten China stets auch einen Konfuziustempel, und der war als staatliche Einrichtung stets repräsentativ - so auch der kürzlich renovierte Shanghaier Tempel von 1855. Vor allem die Haupthalle mit ihrem doppeltraufigen, hohen Dach macht einen stattlichen Eindruck. Auf der Terrasse davor fanden alljährlich aufwendige Zeremonien zum Geburtstag des Konfuzius statt, finanziert aus der Staatskasse, denn Konfuzius (starb 479 v. Chr.) wurde von Amts wegen als großer Lehrer und Begründer der Staatsideologie hoch verehrt. Die Halle birgt ein Standbild des Meisters und seiner zwei Lieblingsschüler. Steinplatten in den Wänden verzeichnen unter anderem den Text seiner „Gespräche“ (Lunyu). In den Seitenhallen sind diverse Ausstellungen zur klassischen Kunst und Kultur zu sehen. Auf dem Gelände findet sonntags ein beliebter Büchermarkt statt. Tgl. 9-16.30 Uhr | Eintritt 10 Yuan | Wenmiao Lu 215 | M 8 Laoximen

Stadtgotttempel/Chenghuang Miao

Der volkstümliche Tempel für diverse Schutzpatrone bildete mit seinem Vorplatz das eigentliche Zentrum des alten Shanghai. In der Kulturrevolution verwüstet, wurde der Stadtgotttempel in den 1990er-Jahren mit Privatspenden wiederhergerichtet und 2006 saniert. In der ersten Halle sieht man den vergöttlichten Staatsdiener Huo Guang (1. Jh. v. Chr.) nebst Adjutanten und Amtsbütteln, in der Durchgangshalle dahinter folgen die Jahresgötter des chinesischen 60-Jahre-Zyklus. Hier kann jeder dem Gott seines Geburtsjahres opfern und so auf dessen Unterstützung rechnen. Im folgenden Hof stehen rechts weibliche Schutzgottheiten (unter anderem für das Augenlicht der Kinder und für die Seefahrer), während in der linken Seitenhalle der Reichtumsgott, Guan Di als mächtiger Schutzpatron vieler Gewerbe sowie Wenchang als Schutzgott der Literatur verehrt werden. In der letzten Halle ist das Bildnis des rotgesichtigen Stadtgottes zu sehen. Zu den Seiten: seine Frau und seine Eltern. Ein Laden im Tempel führt schöne Kalligrafien. Tgl. 8.30 bis 16.30 Uhr | Eintritt 10 Yuan | im Nordosten der Altstadt

Yu Yuan

Shanghais bedeutendste klassisch-chinesische Sehenswürdigkeit. Den „Garten der Zufriedenheit“ legte sich ein hoher Beamter ab 1559 als Ruhesitz an. Die heutigen Gebäude entstanden jedoch erst im 18. und 19. Jh., als der verwilderte Garten von Kaufleuten erworben wurde und Kaufmannsgilden hier ihre Versammlungs- und Wohnräume einrichteten. Sie liebten es volkstümlich: Alle figürlichen Darstellungen, die Sie sehen (darunter die berühmte Drachenmauer), sind typisch für den Zeitgeschmack der Kaufleute und für einen Literatengarten an sich unpassend. Dessen grundsätzlicher Charakter wird dadurch aber nicht tangiert. Beachten Sie das Gegeneinander von Felsen und Wasser, das Spiel von Unregelmäßigkeit und Symmetrie, den Formenreichtum der Fenster und die durch Wandelgänge, Mauern, Hallen und Pavillons erzeugte kleinteilige Gliederung, die auf engem Raum eine Fülle abwechslungsreicher Szenerien schafft.

Das Gartenerlebnis beginnt schon vor dem Tor: mit dem Weg über die Zickzackbrücke am Teehaus Huxinting vorbei. Der Eingang führt in den westlichsten Gartenteil mit der Drei-Ähren-Halle, einst ein Versammlungssaal. Hinter der folgenden Halle stehen Sie vor der berühmtesten Szenerie des Gartens. Hier erhebt sich jenseits eines Goldkarpfen- und Seerosenteiches ein künstliches Felsgebirge aus gelben Steinen - das einzige Originalelement aus dem 16. Jh. Der Flussblickpavillon auf seinem Gipfel trug seinen Namen damals zu Recht.

Gehen Sie am Teich vorbei, dann rechts, so kommen Sie zum berühmten doppelten Wandelgang. Ein weiteres Schaustück sehen Sie, wenn Sie an den östlichen Gartenteichen entlang bzw. auf Brückchen über sie hinweg nach Süden gehen: Den Hof südlich vor einer dort auf hohem Sockel stehenden Halle zieren drei Steine, deren mittlerer mit dem Namen „Jadepreziose“ einer der berühmtesten Gartensteine Chinas ist. Er ist löchrig wie ein riesiger Schwamm. Noch weiter nach Süden gelangen Sie zum „Inneren Garten“, der einst zum benachbarten Stadtgotttempel gehörte. Dort blieb eine schön verzierte Theaterbühne erhalten.

Das schönste Erlebnis verschafft Ihnen übrigens Regenwetter. Erstens ist dann das Gedränge geringer, und zweitens wird der Garten dann auch hörbar: im charakteristischen „Plopp“, mit dem die Tropfen auf die Blätter der eigens deswegen angepflanzten Bananenstauden fallen. Nach dem Besuch ist eine Rast im Teehaus angesagt. Tgl. 8.30-17.30 Uhr (Einlass bis 17 Uhr) | Eintritt 30 Yuan | im Nordosten der Altstadt

Gründungsstätte der Kommunistischen Partei Chinas

In einem unscheinbaren Shikumen-Haus (Steintorhaus) trafen sich am 23. Juli 1921 dreizehn junge Chinesen, um die Gründung einer Kommunistischen Partei zu beratschlagen. Das konspirative Treffen flog auf, weil unter den Delegierten ein Verräter saß - ein Mitglied der „Grünen Bande“, die sich später an der Niederwerfung des Arbeiteraufstands von 1927 beteiligte. Zu sehen sind Fotos und Dokumente der Gründungsmitglieder und der Konferenzraum. Xingye Lu 76 | M 1 Huangpi Road South

Fuxing-Park

Das morgendliche Treiben in dem 1909 von den Franzosen angelegten Park ist ein Grund, früh aus den Federn zu springen: Eintauchen ins pralle Leben und gute Laune tanken! Abends gehört der Park den Liebespaaren und der Schickeria, die im Lokal Park 97 diniert und in der Disko Guandi tanzt. Eingänge: Yandang Lu, Gaolan Lu, Fuxing Zhonglu | M 1 Huangpi Road South

Morriss-Anwesen

Verstreut im Ruijin-Park liegen die ab 1920 entstandenen Villen der Familie Morriss. Ihr Patriarch war Besitzer der „North China Daily News“, der einst größten englischsprachigen Zeitung Chinas. Der Familie gehörte auch das Canidrome, eine Hunderennbahn gegenüber dem hinteren Eingang des Parks. Die Rennen zogen bis zu 50000 Zuschauer an, und mancher verwettete hier sein letztes Hemd. Die Kommunisten verboten das „dekadente“ Vergnügen. Das Haupthaus des Anwesens wurde als Luxusherberge für V.I.P.s wie Madame Mao genutzt und dient heute als Hotel. Man kann es zwar nicht besichtigen, aber in die Hotelhalle hineinschauen. Den Park dekorieren an schönen Tagen aufgerüschte chinesische Bräute und Bräutigame im Frack, die sich vor der romantischen Kulisse ablichten lassen. Sie können ihnen bei einer Tasse Tee auf der Terrasse der Bar Face zusehen. Hier trifft sich abends die internationale Businessszene. Ruijin Erlu 118 | Hintereingang Maoming Lu

Residenz von Song Qingling

Über die drei reichen und schönen Song-Schwestern sagt man: „Die eine liebte das Geld, die andere die Macht und die dritte ihr Land“. Die Letztgenannte war Qingling. Sie heiratete 1915 heimlich den dreißig Jahre älteren Revolutionär Sun Yat-sen. Die älteste Schwester Ailing wählte den reichsten Mann des Landes, den Bankier H. H. Kung. Meiling, die mittlere, kam als Frau des Nationalistenführers Chiang Kai-shek in den Genuss der Macht und starb 2003 in New York, 105 Jahre alt. Song Qingling, deren Werdegang anhand von Fotos und interessanten Dokumenten im Ausstellungsgebäude auf dem Anwesen verfolgt werden kann, setzte das Werk ihres Mannes nach seinem Tod fort. Die engagierte Menschenrechtlerin wurde von den Kommunisten hoch verehrt und war 1959 bis 1975 stellvertretende Staatspräsidentin. Sie starb 1981. Chiang Kai-shek schenkte ihr 1948 die schmucke, 1920 von einem deutschen Schiffseigner erbaute Villa. Gezeigt wird die originalgetreue Einrichtung. Sehenswert sind auch die Staatskarossen in der Garage und der Garten mit hundertjährigen Kampferbäumen. Tgl. 9 bis 16 Uhr | Eintritt 8 Yuan | Huaihai Zhonglu 1843 | M 1 Hengshan Road

Residenz von Sun Yat-sen

Das Haus gibt anhand von Fotos und der Originaleinrichtung einen Einblick in Leben und Arbeit des Mannes, der als Landesvater verehrt wird. Sun Yat-sen (1866-1925) stand an der Spitze der revolutionären Bewegung, die 1911 das Ende des Kaiserreichs besiegelte. Der politische Visionär rief 1912 die Republik aus, wurde aber nur wenig später aus dem Präsidentenamt verdrängt. Von 1918 bis 1924 lebte er zusammen mit seiner jungen, schönen Frau Song Qingling in der Französischen Konzession. Tgl. 9-16 Uhr | Eintritt 20 Yuan | Xiangshan Lu 7

Russisch-orthodoxe Missionskirche

Die 1934 erbaute Kirche mit ihren himmelblauen Zwiebeltürmen gehört zu den schönsten Zeugnissen russischer Kultur in Shanghai. Sie wird derzeit renoviert - nachdem weder Börsen- noch Nachtclubgeschäfte in den heiligen Hallen gut liefen. Xinle Lu 55 | M 1 Shanxi Road South

Shanghai Arts & Crafts Museum

Ein Relikt aus kolonialen Zeiten und ein kurioser Ort der sozialistischen Kunstförderung im modernen Shanghai: Das „Weiße Haus“, wie die Shanghaier das Schlösschen mit repräsentativer Freitreppe im Stil der französischen Renaissance nennen, versetzt die Besucher in das „goldene Zeitalter“. Das Gebäude wurde von Ladislaus Hudec 1905 für den Vorsitzenden des französischen Stadtrates entworfen. Hier wohnte 1950-54 der erste Shanghaier Bürgermeister Chen Yi; sein Denkmal steht am Bund.

Heute kann man hier Künstlern bei der Arbeit zuschauen, wenn sie nicht gerade mittags ihr kollektives Nickerchen halten. Fein gearbeitete Stickereien, leicht skurrile Kunstwerke wie Wurzelholzschnitzereien und inwendig bemalte Parfümflaschen sind zu bewundern und können bei Gefallen auch gekauft werden. Tgl. 9-16 Uhr | Eintritt 8 Yuan | Fenyang Lu 79 | M 1 Changshu Road

Shikumen Open House Museum

Das kleine, feine Museum in einem Shikumen (Steintorhaus) gibt einen lebendigen Einblick in das Leben einer gutbürgerlichen Familie in der ersten Hälfte des 20. Jhs.: Gezeigt wird eine Wohnung, die liebevoll mit Möbeln und Alltagsgegenständen eingerichtet ist. Anhand von Fotos und Zeichnungen werden die in Shanghai typischen Longtang (Gassenhäuser) beschrieben. Zudem wird die Sanierung und Entstehung des neuen Trendviertels Xintiandi erklärt. In einer ruhigen Teestube kann man sich erfrischen. So-Do 10.30 bis 22.30 Uhr, Fr, Sa 11-23 Uhr | Eintritt 20 Yuan | Taicang Lu Lane 181 Nr. 25 | M 1 Huangpi Road South

Art Museum

Die witzigen Leute aus Bronze, die vor dem ehemaligen Clubhaus der Pferderennbahn herumlungern, machen schon neugierig auf die Sammlung des Kunstmuseums. Auch wenn sie nicht berauschend präsentiert ist: Gezeigt wird ein interessanter Querschnitt der chinesischen modernen und gegenwärtigen Kunst. Ein Saal ist der Shanghaier Schule für traditionelle chinesische Kunst gewidmet. Wechselnde Ausstellungen nationaler und internationaler Künstler. Tgl. 9-17 Uhr (Einlass bis 16 Uhr) | Eintritt 20 Yuan | Nanjing Xilu 325 | www.sh-artmuseum.org.cn | M 1, M 2 People's Square

Jadebuddhatempel

Sehr alt ist es nicht, Shanghais meistbesuchtes Buddhaheiligtum, aber gut erhalten, voll religiösen Lebens und reich ausgestattet mit Bildwerken. Zwei davon - die schönsten - gaben ihm den Namen und stehen gleichzeitig am Anfang seiner Gründungsgeschichte: Ein chinesischer Mönch brachte die Jadebuddhas um 1880 aus Birma (dem heutigen Myanmar) mit, dazu Geldmittel, die Auslandschinesen für den Bau eines Tempels gespendet hatten. Jener erste Tempel verfiel bald, der heutige entstand an neuer Stelle in den Jahren 1918-28.

Gegenüber einer prächtigen Geistermauer steht die Eingangshalle direkt an der Straße. In der Kulturrevolution über die Türflügel geklebte Mao-Bildnisse verhinderten damals die Zerstörung des Tempels: Die Rotgardisten hätten Mao beim Eindringen zerreißen müssen. In der Mitte der Halle (nur von hinten zu betreten) sitzt der lachende Dickbauchbuddha, an den Seiten drohen die furchterregenden Himmelskönige allem Bösen und mahnen Läuterung an. Ihre Attribute sind Schlange und Schirm (Westseite) bzw. Pipa (chinesische Laute) und Schwert (Ostseite). Auf der Rückseite des Buddha wacht Weituo, der Hüter der Lehre, über das Tempelinnere.

Jenseits eines Hofes mit Weihrauchgefäß folgt die Haupthalle, deren Dach verziert ist mit Darstellungen von Ausreise und Heimkehr des Indienpilgers Xuanzang (7. Jh.). Innen sitzen die Drei Kostbaren Buddhas, von links: der Medizinbuddha, Shakyamuni (Gautama) und der Erlöserbuddha Amitabha. An den Seiten reihen sich 20 sogenannte Devas, Schutzgötter. Auf der Rückseite sieht man die Barmherzigkeitsgöttin Guanyin auf der Riesenschildkröte übers Meer fahren; oben ist Gautama Buddha bei seiner Meditation unter dem Bodhi-Baum zu erkennen, unten neben der Guanyin sind die 18 heiligen Mönche (Luohan) dargestellt.

Im Obergeschoss der folgenden Halle sitzt in einem Schrein der größere der zwei birmanischen Jadebuddhas, eine überaus liebliche Darstellung des Shakyamuni. Der kleinere, ein liegender Buddha, ist gemeinsam mit einem neueren und größeren, ebenfalls liegenden Buddha aus Singapur im Erdgeschoss des westlich benachbarten Gebäudes ausgestellt. Beide zeigen Buddha Gautama beim Eintritt in das Nirvana. Beachten Sie auch eine andere Preziose: eine elegant geschwungene, hölzerne Guanyin-Figur, eine ca. 400 Jahre alte Antiquität, die zu Unrecht im Schatten der Jadebuddhas steht. Gehen Sie Richtung Ausgang, so finden Sie in der Seitenhalle des ersten Hofes noch einen etwa ebenso alten, großen Bronzebuddha.

Wollen Sie lebendige Religiosität erleben, dann kommen Sie am Vollmond- oder am Neumondtag: der 1. und der 15. des Mondmonats sind traditionelle Daten für religiöse Feiern und Opfer an die Götter, die Buddhas und Bodhisattvas. Tgl. 8-17 Uhr | Eintritt 20 Yuan | Anyuan Lu 170

Jing'an-Tempel

Der „Tempel der Ruhe und des Friedens“ (247 n. Chr.), während der Kulturrevolution umfunktioniert zu einer Kunststofffabrik, wurde im 21. Jh. für die Ewigkeit betoniert, kunstvoll mit Holzschnitzereien verziert und üppig vergoldet. Die hier zelebrierten Umzüge trommelnder Mönche, im Schlepptau Gläubige mit dem Ohr am Handy, zeigen geschäftige Kontemplation „made in Shanghai“. Tgl. 7.30-17 Uhr | Eintritt 10 Yuan (zu Vollmond und Neumond frei) | Nanjing Xilu 1686 | M2 Jing'an Temple

MoCa Shanghai

Das MoCA (Museum of Contemporary Art) zeigt zeitgenössische Kunst und modernes Design aus China im internationalen Kontext. Im nicht ganz billigen italienischen MoCa Caffée auf dem Dach des kleinen funkelnden Glaspalastes genießt man die Ruhe über allen Wipfeln und den Blick auf den People's Square. Fr bis Mi 10-18, Do bis 22 Uhr | Eintritt 20 Yuan | Nanjing Xilu 231 | im People's Park | www.mocashanghai.org | M 1, M 2 People's Square

Shanghai Exhibition Center

Der protzige Bau von 1955 im stalinistischen Zuckerbäckerstil sollte die chinesisch-russische Freundschaft zementieren. Diese ging schon wenige Jahre später in die Brüche. Der rote Stern strahlt heute über gut besuchten Immobilienmessen. Wenn viele schwarze Limousinen vor dem Eingang in der Nanjing Lu parken, tagt der Volkskongress. Nanjing Xilu 1333 | M 2 Jing'an Temple

Shanghai Museum

Chinas derzeit bestes Museum für klassische chinesische Kunst, ein echtes Glanzlicht. Es vereint lauter Vorteile: wunderbare Exponate, hervorragende Präsentation und eine informative Audioführung, die sogar auf Deutsch erhältlich ist. Das Museum wurde 1952 gegründet, das heutige Gebäude eröffnete 1996. Ein Muss sind die Abteilungen für frühchinesische Bronzen (1. Etage), für Keramik und Porzellan (2. Etage) und für Jadeobjekte (4. Etage).

Die Porzellan- und die Jadeabteilung enthalten nicht nur erstklassige Stücke - magisch faszinierend: Jadeobjekte des Altertums -, sondern führen auch den Stil- und Geschmackswandel im Laufe der Jahrtausende vor Augen. Danach wäre die 3. Etage mit Tuschebildern und Kalligrafien an der Reihe. Zu sehen sind ferner Skulpturen (meist Grabbeigaben und buddhistische Kunst, 1. Etage), Siegel (3. Etage) sowie Kunst der „nationalen Minderheiten“, Möbel und Münzen (4. Etage). Auf der 2. Etage finden zudem Sonderausstellungen statt.

Rasten können Sie in einem Teeraum auf der 1. Etage. Eine besondere Freude ist der reich bestückte Museumsshop mit hervorragenden Repliken und der besten Kunstbuchabteilung ganz Chinas. Tgl. 9-17 Uhr (Einlass bis 16 Uhr) | Eintritt 20 Yuan | Audioführung 40 Yuan (unter Hinterlegung eines Passes oder von 400 Yuan) | Renmin Dadao 201 | www.shanghaimuseum.net | M 1, M 2 People's Square

Urban Planning Exhibition Hall

Nach dem Besuch des futuristischen Stadtplanungsmuseums gibt es keinen Zweifel mehr: Shanghai rüstet sich zum Aufstieg als führende Weltmetropole. Wenn nur die Rüschengardinen im obersten Geschoss nicht wären ... Vielversprechende Modelle zeigen die städtebaulichen Planungen für die Expo 2010. Hightechpropaganda glorifiziert, wenn sie nicht gerade klemmt, den Masterplan für die Zukunft. Und ein gigantisches Stadtmodell stellt jedes neue Hochhaus, jede neue Straße dar - damit die Bürger sehen können, was aus ihrem Viertel Schönes werden wird. Fotos zeugen von der alten Zeit, die im Untergeschoss museal wiederbelebt wird. Mo-Do 9-16 Uhr, Fr-So 9-17 Uhr | Eintritt 30 Yuan, Sonderausstellungen extra | Renmin Dadao 100 | www.supec.org | M 1, M 2 People's Square

Jin Mao Building

Das Juwel unter den Glas- und Stahlpalästen spielt mit der Formensprache einer chinesischen Pagode. Elegant und luftig gegliedert, beherbergt es auf 88 Stockwerken neben Büros auch das derzeit höchstgelegene Hotel der Welt. Im 56. Stock öffnet sich das Gebäude innen zu einem schwungvoll in die Höhe steigenden Atrium. Der 421 m hohe, zurzeit zweithöchste Turm Chinas wurde von dem amerikanischen Team Skidmore, Owing & Merrill entworfen und gilt als herausragendes Beispiel einer gelungenen Symbiose westlicher und östlicher Architektur. Statt 70 Yuan für die Aussichtsplattform im 88. Stock auszugeben, können Sie sich auch einen Kaffee im Grand Café im 54. Stock oder einen Drink in der Bar Cloud 9 (Mo-Fr 18-1 Uhr, Sa, So 12-1 Uhr) im 87. Stock genehmigen. Century Avenue (Shiji Dadao) 88 | M 2 Lujiazui

Oriental Pearl Tower

Das kitschig-schöne Wahrzeichen der Stadt: rosarot wie die erhoffte Zukunft und abends kunterbunt illuminiert. Die Perlen symbolisieren Reinheit - ein frommer Wunsch im korruptionsgeplagten China. Von der Aussichtsplattform der 468 m hohen „Perle des Orients“ hat man bei klarer Sicht einen überwältigenden Blick auf die Metropole, im Sockel des Fernsehturms ist die Geschichte der Stadt dargestellt. Tgl. 8.30 bis 21.30 Uhr | Eintritt 120 Yuan (bis zur Spitze) | Century Avenue (Shiji Dadao) 1 | M 2 Lujiazui

Science and Technology Museum

Vor dem Eingang des Century Park erhebt sich die imposante Glasfassade des 2001 eröffneten Museums für Naturwissenschaft und Technik. Ein 3-D-Kino, das 30 Yuan extra kostet, gehört zu den Attraktionen, ebenso wie der Saal mit physikalischen Experimenten. Die Exponate und Experimente sprechen Kinder aller Altersstufen an. Erwachsenen gefällt vielleicht das Tropenhaus mit plastischen Rieseninsekten - Geschmackssache! Außerdem befindet sich in dem Gebäudekomplex ein Imax-Kino. Di-So 9-17 Uhr (Einlass bis 15.30 Uhr) | Eintritt 60 Yuan | Century Avenue (Shiji Dadao) 2000 | www.sstm.org.cn | M 2 Science and Technology Museum

Shanghai World Financial Center

Vis-a-vis vom Jin Mao Building ist 2008 das mit 492 m und 101 Stockwerken höchste Gebäude Chinas fertiggestellt worden. Das World Financial Center soll Shanghais Ruf als Finanzmetropole festigen. Zunächst aber führten Finanznöte des japanischen Bauträgers zu einem Baustopp. Der ursprüngliche Entwurf mit einem runden Durchguck im oberen Teil des Baus erboste zudem die Chinesen, erinnerte er doch an die japanische Flagge, die die Bauherren über Pudong aufziehen wollten, wie man argwöhnte. Nun ist das Loch wie ein Trapez geformt worden, als Tribut an die Harmonie der Völker. Beim Jin Mao Building | M 2 Lujiazui

Longhua-Tempel

Die wohl schönste Tempelanlage in Shanghai. Vor dem Haupttor steht eine anmutige Pagode aus dem Jahr 977. Der vermutlich im 3. Jh. n. Chr. gegründete Tempel, der im 15. und 19. Jh. neu aufgebaut und 2003 renoviert wurde, war während der Kulturrevolution geschlossen. Keine der ursprünglichen Statuen hat die Zerstörungswut der Roten Garden überlebt. Trotzdem hat der „Tempel der Drachenblume“ seinen ruhigen Charme bewahrt. Heute beherbergt er über 80 Mönche, deren monotone Gesänge zum Klang der Fischmaultrommel die Luft erfüllen. Steigen Sie für 50 Yuan auf den Glockenturm von 1764 und schlagen Sie die Glocke, das wird Sie nach buddhistischem Glauben von Ihren Sorgen befreien.

Wer zur Mittagszeit eintrifft, kann sich im rechten Seitenflügel mit einer guten Nudelsuppe stärken oder das vegetarische Restaurant Peony im angrenzenden Longhua-Hotel besuchen.

Der Märtyrerpark mit dem Memorial Museum (Park tgl. 6-16.30 Uhr, Museum tgl. 9-15.15 Uhr | Eintritt zusammen 5 Yuan, nur Märtyrerpark 1 Yuan) nebenan bietet das ideologische Kontrastprogramm zum Tempel. Skulpturen im Stil des sozialistischen Realismus und eine futuristische Mausoleumspyramide erinnern an die Opfer des Massakers von 1927. Die Truppen Chiang Kai-sheks richteten mit Unterstützung der Geschäfts- und Unterwelt Shanghais ein Massaker an, dem schätzungsweise 5000 streikende Arbeiter und Kommunisten zum Opfer fielen. Daraufhin floh die Kommunistische Partei aus der Stadt und begann, die Macht nicht über die Mobilisierung des Industrieproletariats, sondern durch die Unterstützung der Bauern zu erobern - was schließlich auch gelang. Longhua-Tempel tgl. 7-16.30 Uhr | Eintritt 10 Yuan | Longhua Lu 2853 | M 1 Shanghai Indoor Stadium plus Taxi

Lu-Xun-Park

Chinesen treffen sich zwischen 6 und 7 Uhr im Park, um dort all das zu tun, was zu Hause in den engen Wohnstuben nicht möglich ist: Sie üben Taijiquan, das elegante Schattenboxen, oder Mulanji, die Gymnastik mit Schwert und Fächer, und tanzen Tango zu Klängen aus dem Kassettenrecorder. Ad-hoc-Chöre schmettern Volkslieder. Später dann hängen die Pensionäre hölzerne Käfige mit Singvögeln in die Bäume und beugen ihre Köpfe über Brettspiele.

Lu Xun (1881-1936), der bekannteste und einflussreichste Schriftsteller des modernen China, verbrachte die letzten Jahre seines Lebens in Shanghai und ist im Lu-Xun-Park begraben. Ein gut gestaltetes Museum (tgl. 9-17 Uhr | Eintritt 5 Yuan | am Parkeingang zu bezahlen) mit angeschlossenem kleinem Buchladen gibt Einblick in sein Schaffen. In der Nähe befindet sich auch Lu Xuns ehemaliges Wohnhaus (Shanyin Lu 9 | Lane 132 | ein Stück südöstlich des Parks).

Geht man vom Haupteingang (Südtor) Richtung Süden, gelangt man auf die autofreie Duolun Lu, deren Antiquitätenläden zum Stöbern einladen. Besuchen Sie unbedingt auch das Doland Museum of Modern Art (Nr. 27 | Di-So 10 bis 18 Uhr | Eintritt 10 Yuan | www.duolunart.com). Einen Tee trinken und dabei Filmklassiker aus Shanghai anschauen kann man im Old Film Café (Nr. 123). | M 3 Hongkou Football Stadium

Ohel-Moishe-Synagoge

Eine bemerkenswerte Fotoausstellung in der 1907 von russischen Juden errichten Synagoge erinnert an die Zeit des jüdischen Ghettos. Auf jüdischen Spuren wandern können Sie mit dem Fotografen Dvir Bar-Gal (halbtägige Touren in englischer Sprache tgl. ab 9.30 Uhr ab Peace Hotel | 400 Yuan | mobil Tel. 13002146702 | www.shanghaijews.com). Tgl. 9-16 Uhr | Eintritt 50 Yuan | Changyang Lu 62 | Nähe Zoushan Lu | M 4 Dalian Road

Xujiahui-Kathedrale

In China etwas Besonderes: Die größte katholische Kirche im Fernen Osten wurde 1910 im Stil der französischen Gotik errichtet und zeugt von der Missonstätigkeit der Jesuiten. Sie ist dem Schutzpatron St. Ignatius gewidmet. Der Backsteinbau mit zwei Glockentürmen hat schöne Wasserspeier und ist innen hell und schlicht ausgestattet. Sa, So 13-16.30 Uhr | Puxi Lu 158 | M 1 Xujiahui

In der Nähe der Kathedrale liegen Grab und Gedenkstätte von Xu Guangqi (1562-1633) im gleichnamigen Park (Di-So 9-16 Uhr | Nandan Lu 16). Der chinesische Gelehrte, der mit einer großen steinernen Büste geehrt wird, war ein Schüler des jesuitischen Missionars Matteo Ricci (1552-1610) und arbeitete mit dem berühmten Astronomen Adam Schall von Bell (1591-1666) zusammen.