Reisetipps Schweiz

Szene Schweiz

Adrian Günter

ist Initiator und Geschäftsführer der Iglu-Dörfer. Das erste Iglu errichtete er 1996 als Basis-Camp für seine privaten Klettertouren. Die Idee, Unterkünfte aus Schnee und Eis zu bauen, kam ihm nach seinem einmonatigen Aufenthalt bei den Inuit. Von ihnen lernte er, wahren Luxus in der Einfachheit zu entdecken.

Regenbogen-Events

Schwul-lesbische Kulturhochburgen

Gay-Partys haben in Zürich einen festen Platz! Doch auch kulturell boomt das schwul-lesbische Leben. Jedes Jahr treffen sich im Kulturmonat Warmer Mai Gays, Lesbians und Heteros zu Events, Workshops, Theater, Travestie und Partys (www.warmermai.ch). Cineasten blocken ihren Terminkalender für Pink Apple, das schwul-lesbische Filmfestival in Zürich und Frauenfeld. Mehr als 70 Underground-Filme werden dort uraufgeführt (Calma | Tel. 928875996 | www.pinkapple.ch).

Wake it, Baby!

Trendsport erobert Seeufer

Der Hotspot für den Trendsport ist das Seeufer von Estavayer mit Wasserski-Lift (www.estavayer-le-lac.ch) - übrigens der einzige in der Schweiz. Übers Wasser gebrettert wird aber auch an fast jedem anderen See - auch in den Städten: in Zürich, Luzern oder Interlaken. Kurse für Einsteiger und Profis bieten z.B. Alphasurf (Rue du four 32 | www.alphasurf.ch) in Estavayer sowie das Wassersportzentrum Tiefenbrunnen (Bellerivestr 264 | www.wakeandski.ch) am Zürichsee.

Made in Switzerland

Design und Mode aus der Schweiz

Die Kreativszene wächst stetig. Die coolen Teile der Schweizer Design- und Mode-Avantgarde finden sich geballt in Zürich im Saus & Braus - Kaufhaus für Design, das eine Plattform für 70 Schweizer Labels ist (Ankerstr 14 | www.sausbraus.ch). In Basels Offroad-Boutique Riviera (Feldbergstr 43 | www.baslerriviera.com) gibt es neben Mode und Accessoires zukunftsweisendes Produktdesign. Der aufstrebende Nachwuchs kann im Riviera für monatlich 30 Franken eine Box im Shop-in-Shop-System mieten und darin die eigenen Werke zum Verkauf anbieten.

Zürichs Wasserfront

Auf zu neuen Ufern

Die nächste Badeanstalt ist in Zürich nie weit und dennoch entdeckt die Wasserstadt ihre Ufer gerade neu. An der Limmat sind neue Sitztreppen zum Publikumsmagneten geworden: Nach der ersten im Gemeinschaftszentrum Wipkingen folgte die nächste Ufertreppe in der Sihlcity - sobald es draußen warm wird, herrscht auf den Stufen Platzmangel. Eine weitere Sit-in-Location ist im Bau - an der Gessnerallee. Wem das noch nicht Wasser genug ist, der begibt sich in die Rimini-Bar: bei Tageslicht Nostalgie-Bad, unterm Sternenhimmel absoluter In-Treff (Am Schanzengraben | www.rimini.ch).

Schräge Schlafstätten

Von Iglus, Würfeln und Gefängniszellen

Ungewöhnliche Hotels boomen! Die Initiative Wasser & Brot bietet schräge Übernachtungen in Mittelbünden, z.B. im Tipi oder im Himmelbett mitten im Kornfeld (Tel. 081/6812340 | www.wasserundbrot.ch). Wie ein Eskimo in Eis, Schnee und Fellen schlafen die Gäste der Iglu-Dörfer (Tel. 041/6122728 | www.iglu-dorf.com) in Gstaad, Scuol und Zermatt. Zu kalt? Kleines Budget? Ab in den Würfel! Funktionales Design und Action-Pakete locken Sportler und moderne Traveller in die Cube-Hotels der Schweizer Alpen (www.cube-hotels.com).

St. Gallen goes Art

Aktionskunst und Architektur

Adieu, Alm-Öhi! Als Hotspot für Talente moderner Kunst steht mittlerweile nicht nur Basel, sondern auch St. Gallen hoch im Kurs. Workshops für Künstler und interessierte Laien gibt's in der Neuen Kunsthalle St. Gallen, die sich nicht als reine Ausstellungsfläche, sondern als Labor der Gegenwart versteht (Lavaterstr 75 | www.k9000.ch). Mit dem futuristischen Projekt Stadtlounge erschufen die Künstlerin Pipilotti Rist und der Künstler Carlos Martinez in St. Gallen das wohl einzige öffentliche Wohnzimmer der Schweiz (Schreinerstr 6 | www.stadtlounge.ch). Avantgarde pur gibt es in der Galerie Christian Roellin: Gegenwartskunst aus aller Welt, vor allem der Malerei und Fotografie, wird im ehemaligen Textilquartier ausgestellt (Davidstr 40-42 | www.christianroellin.com).

Szenetreffs

Hotspots von St. Moritz bis Zürich

„In den Ausgang gehen“ die Schweizer gerne. Wo die Szene sich trifft? In Zürich sind die Bars der Designhotels zu In-Treffs avanciert, gute Adressen sind die Widder Bar im Widder Hotel (Rennweg 7 | www.widderhotel.ch) und die Bar im Hotel Rössli (Rössligasse 7 | www.hotelroessli.ch). In Basel trifft sich die In-Crowd hoch über den Dächern der Stadt im Messeturm in der Bar Rouge (Messeplatz 10 | Level 31 | www.barrouge.ch) - Konkurrenz bekommt der Place-to-be vom Design-Restaurant Noohn (Henric-Petri-Str 12 | www.noohn.ch). Auch außerhalb der größeren Städte tut sich viel: Contemporary Alpine Dining heißt die Losung in der St. Moritz Posthaus Lounge. Außen hat Stararchitekt Norman Foster sich ins Zeug gelegt, innen wird im minimalistischen Ambiente Socializing betrieben (Via dal Vout 3 | www.post-haus.ch). In Gruyère schockt und lockt Alienschöpfer H. R. Giger mit seiner Bar inklusive Original-Gruselkulisse (Château Saint Germain | www.hrgiger.com).

Trendsport-Wunderland

Zu Land, zu Wasser und in der Luft

Wanderschuhe und Skier sind Basis-Equipment bei Schweiz-Besuchern. Die neue Generation der Trend-Sportarten treibt es jedoch weiter, schneller und höher als alles bisher Dagewesene! In Fribourgs Bergen geht es ab in die Wipfel - beim Bäumeklettern im Hochseilpark (Route des Arses 30 | Charmey | www.charmeyaventures.ch). Garantiert abgefahren ist die Fortbewegung in Gstaad auf dem Flyer Elektrobike, einem Fahrrad mit Akku (www.flyer.ch), oder beim höchstgelegenen Alpine Coaster der Welt; die Rodelbahn auf 3000 Metern hat gerade eröffnet (www.glacier3000.ch). Selbst Golfer finden ein Extrem und spielen in Gstaad auf 1900 Höhenmetern (www.gstaad-mountainrides.ch). Im Engadin sorgen Snowkiten (www.kitesailing.ch) und Klettern am Piz Trovat für Adrenalin-Kicks (Pontresina | www.diavolezza.ch).

Industry VS. Culture

Alte Hallen werden zu urbanen Zentren

Wo früher schwer gearbeitet wurde, zelebrieren die Schweizer Kultur und Lifestyle. Die Hallen und Gebäude von Sihlcity, einer ehemaligen Züricher Papierfabrik (Kalanderplatz 1 | www.sihlcity.ch), beherbergen mittlerweile Shops, Wellness und Nightlife. In Winterthurs Sulzerareal, wo früher Turbinen und Dieselmotoren liefen, entsteht eine neue Urbanität. Eine Mini-City, die in sich geschlossen funktioniert mit Büros, Wohnungen, Geschäften und Raum für Kunst und Kultur (www.sulzerareal.com). Auf dem Selve-Areal in Thun im Berner Oberland wichen die Metallwerke Selve erst dem Nachtleben, jetzt müssen die Clubs und Bars aus den alten Hallen ausziehen: Auf dem Areal sollen ein Park, Wohn- und Geschäftsräume entstehen (www.thun.ch).