Reisetipps Schweden

Ausflüge & Touren Schweden

Am Götakanal entlang

Die kombinierte Rad- und Bootstour führt Sie in vier bis fünf Tagen von Söderköping nach Sjötorp am See Vänern. Es geht 200 km am Götakanal entlang, immer dicht an Wasser, Wald und Wiesen. Unterwegs können Sie angeln, Kanu fahren und wandern - oder in Museen etwas über die Geschichte des längsten Bauwerks Schwedens lernen.

Von Söderköping aus bringt Sie das Schiff M/S Diana binnen zwei Tagen nach Motala (Abfahrten Mitte Juli-Mitte Aug. mehrmals wöchentlich 11.30 Uhr | unbedingt vorher buchen | Tel. 031/806315 | Preise ab 3600 SEK | www.gotacanal.se). Während der Fahrt über den Kanal ziehen der Treidelpfad und das von viel Grün gesäumte Ufer gemächlich vorbei. Schleuse für Schleuse erklimmt das Boot die knapp 90 Höhenmeter, die die Ostsee und den See Vättern voneinander trennen. Während das Wasser die Diana langsam anhebt, haben Sie Zeit, einen Spaziergang am Schleusenufer zu machen. Bis zum Abend fährt das Boot noch durch den Roxensee nördlich von Linköping und macht für die Nacht schließlich bei der Schleuse von Berg fest.

Am nächsten Morgen werden erst mal gut 40 Höhenmeter zurückgelegt, dann geht es über den See Boren nach Motala, wo Sie gegen 16 Uhr ankommen. Mit einem schnellen Motorkatamaran können Sie dann auf die andere Seite des Vättern nach Karlsborg übersetzen (15.-30. Juni 11.30 und 19.30, Juli-15. Aug. 11 und 18 Uhr | 275 SEK | Tel. 070/8258071). Der Kapitän organisiert auch Sportfischtouren in der Region.

Schauen Sie sich in Karlsborg (3700 Ew.) die gut erhaltene Festung an, deren Bau von 1819 an 90 Jahre gedauert hat. Das riesige Festungsgelände war als Stadt in der Stadt gedacht - mit Kirche, Geschäften und Wohnhäusern (Mo-Fr 10-15 Uhr | im Sommer länger, auch Sa/So | Eintritt 40 SEK). Ein Stück Kanalgeschichte und gleichzeitig eine nette Unterkunft ist das 1894 eröffnete Kanalhotel im Schweizer Stil (27 Zi. | Storgatan 94 | Tel. 0505/12130 | Fax 12761 | www.kanalhotellet.se | €€). In der Umgebung von Karlsborg gibt es viele schöne Badestellen, einen Campingplatz sowie einen Golfplatz.

Starten Sie in Karlsborg Ihre insgesamt knapp 80 km lange Fahrradtour (Räder vermieten z.B. Mellgrens Cykel & Sport | Strandvägen 59 | Tel. 0505/10180), und verlassen Sie Karlsborg in nördliche Richtung gen Forsvik. Dort können Sie sich die älteste Schleuse des Götakanals anschauen (1813) und im Industriedenkmal (Juni-Aug. tgl. 10-18 Uhr | Tel. 0505/41352 | Eintritt 50 SEK | www.forsvik.com) sehen, wie im 15. Jh. Mehl gemahlen und Eisen geschmiedet wurde. Ein Abstecher führt zum Vaberg südlich der Stadt. Der Berg ist gespickt mit Verteidigungsanlagen (19. Jh.), die als Ergänzung zur Festung Karlsborg dienten. Vom Gipfel haben Sie einen schönen Blick über Festung, Stadt sowie die Seen Booten und Vättern.

Setzen Sie den Weg von Forsvik aus Richtung Nordwesten fort, und überqueren Sie den See Viken am Brosund. Weiter geht es nach Tåtorp, wo der Götakanal in den Viken mündet. Nach einem Bad in Beateberg können Sie in Tåtorp in der Jugendherberge mit einem wunderschönen Garten mit Café übernachten (15. Mai-15. Aug. | Tel. 0506/53086 | www.tatorp.se). Hier lohnt es, einen Tag mit Angeln, Kanufahren oder Wandern zu verbringen. Danach geht es auf dem Treidelpfad am Götakanal weiter Richtung Sjötorp. Der Ort Töreboda eignet sich mit seinen Cafés für eine Pause. Setzen Sie dann über mit der schnellsten Fährverbindung Schwedens - es dauert keine 30 Sekunden! Folgen Sie dem Götakanal weiter gen Norden. Nach etwa 5 km wird der Kanal nochmals etwas breiter, und Sie kommen zum Magasinet in Hajstorp, wo im Sommer Kunsthandwerk verkauft wird.

Als nächster Zwischenstopp bietet sich Norrqvarn an. Dort sind Teile des Götakanals in Miniatur nachgebaut. Vor Ort gibt es ein Hotel und ein Restaurant (27 Zi. | Tel. 0501/50770 | www.norrqvarn.se | €€). Bis Sjötorp sind es nun noch gut 7 km. Hier gibt es ein weiteres Kanalmuseum (Gamla Hamnmagasinet | Juni-Aug. tgl 10-18 Uhr | Eintritt 40 SEK). Es zeigt u.a. alte Bootsmotoren und Teile des alten Schiffs Valborg. In Sjötorp können Sie wieder eines der Kanalboote besteigen und Richtung Göteborg oder Stockholm fahren.

Zu Fuss durchs Göteborger Hinterland

Diese Wanderung geht in drei bis sechs Tagen von Tulebo bis zur Bohus-Festung bei Kungälv. Sie durchlaufen die ersten sechs Etappen (60 km) des 370 km langen Bohusleden, der von Blåvättnerna südlich von Göteborg bis hinauf in den Küstenort Strömstad führt. Sie kommen durch Wälder, vorbei an Dörfern, Herrenhäusern und kleinen Seen, in denen Sie teils baden können.

Lassen Sie die ersten Kilometer des Bohusleden aus, und starten Sie in Tulebo am Tulebosee. Der Ort ist von Göteborg aus mit dem Auto in einer Viertelstunde zu erreichen. Die ersten Kilometer laufen Sie durch lichte Waldstücke mit mehreren Seen. Dann geht es durch den Gunnebopark, der im englischen Stil angelegt wurde. Schauen Sie sich unbedingt das Gunnebo-Schloss an (geführte Touren 20. Juni-28. Aug. tgl. 12, 13, 14, Sept.-19. Juni nur Sa/So | Eintritt 50 SEK | www.gunneboslott.se). Der prachtvolle Bau des 18. Jhs. diente einem reichen Göteborger Kaufmann als Sommersitz. Im Café im Dienstbotenhaus können Sie sich stärken.

Folgen Sie dem Bohusleden bis Stensjön, wo die erste Etappe zu Ende geht. Falls Sie nicht zelten möchten, ist die Stadt Mölndal nicht weit. Preiswert übernachten können Sie z.B. im Ibis (68 Zi. | Idrottsvaegen 6 | Tel. 031/679630 | Fax 879818 | €). Am nächsten Tag geht es weiter Richtung Norden. Bald macht der Weg einen starken Knick nach rechts und führt unter der Landstraße Nr. 40 hindurch zum See Stora Delsjö. Hier können Sie eine Badepause einlegen, im Café zu Mittag essen und ein Kanu mieten. Bis zum Ende der Etappe sind es keine 3 km mehr. Entweder übernachten Sie auf dem Campingplatz Kärralund (Tel. 031/840200), oder Sie schließen gleich die dritte Etappe an und wandern weitere 8 km bis zum Badesee Kåsjön. Unterwegs haben Sie auf der Anhöhe Getryggen eine vorzügliche Aussicht über Göteborg. Nächtigen können Sie in der Jugendherberge in Åstebo (120 Betten | Tel. 031/446501).

Am nächsten Morgen geht es weitere 9 km durch Wald- und Seenlandschaft bis nach Jonsered. Der alte Industrieort ist wegen seiner Bauten aus dem 19. Jh. bis heute sehenwert, ebenso das örtliche Gutshaus, das schon zu Beginn der fünften Etappe liegt. Hinter dem Gutshaus teilt sich der Weg. Wählen Sie die kürzere, nach links führende Strecke, wenn Sie am selben Tag noch die letzte Etappe zurücklegen wollen. Nachdem die Wege wieder zusammenführen, wandern Sie zwischen den Seen Lilla und Stora Ramsjö vorbei und gehen über eine Hängebrücke. Auf dem anschließenden Hochplateau haben Sie erneut gute Aussicht über Göteborg und den Ort Partille. Weiter geht es durch Waldstücke am See entlang bis zur Angereds-Kirche, wo die letzte Etappe beginnt. Übernachten können Sie in Angered oder ein paar Kilometer weiter in Gunnared. Am letzten Tag legen Sie 16 km zurück - durch Ackerland und das Naturreservat Vättlefjäll mit vielen Seen. Schließlich erblicken Sie die Ruinen der Festung Bohus aus dem 14. Jh. Mit dem Bus geht es zurück nach Tulebo.

Nordschwedens Ostseeküste

Diese Autotour führt Sie in zwei bis vier Tagen von Piteå ganz im Norden des Landes bis ins 500 km weiter südlich gelegene Sundsvall. Dabei fahren Sie stets dicht an der Küste entlang und passieren einige der interessantesten kulturhistorischen Stätten des Landes. In mehreren Leuchttürmen können Sie übernachten. Unterwegs gibt es Gelegenheit zu schwimmen, zu reiten und zu wandern.

Fahren Sie in Piteå auf die E4 Richtung Süden. Nach knapp 20 km erreichen Sie die Ortschaft Jävre. Hier lohnt der 8 km lange Wanderweg Arkeologstigen einen Stopp. An ihm liegen Grabfelder aus der Bronzezeit und die Steinkonstruktion „liegende Henne“, die wohl einmal eine Opferstelle war. Der Weg führt auf den Gipfel des Högberget, dort gibt es am Wegesrand einen kleinen Grillplatz mit Blick übers Meer.

Nach 30 km auf der E4 kommen Sie nach Byske. Funde deuten darauf hin, dass dort bereits vor 6000 Jahren Menschen siedelten. Legen Sie sich an den Strand von Byskehavsbad, oder wagen Sie den Sprung in den Bottnischen Meerbusen. Hier können Sie auch campen oder eine Hütte mieten (Tel. 0912/61290 | www.byskehavsbad.com). Bis nach Skellefteå sind es noch 30 km. Sehenswert ist die Kirche von 1795 mit Holzskulpturen aus dem Mittelalter. Das Museum Anna Nordlander zeigt Werke nordeuropäischer Künstlerinnen (in der Stadtbibliothek Kanalgatan 73 sowie Nygatan 56 | Mo-Do 12-16 Uhr | Eintritt frei).

Folgen Sie der E4 raus aus Skellefteå, und biegen Sie nach 17 km links auf den Norra Kustvägen Richtung Bureå, wo Sie den nächsten Halt einlegen können. Von der Kirche im nationalromantischen Stil führt ein Spazierweg zum Klosterholmen.

Folgen Sie nun dem Norra Kustvägen. Auf der schmalen Straße fährt kaum ein Auto. Nach 35 km kommen Sie nach Bjuröklubb. An der Spitze einer stillen Bucht steht der gleichnamige Leuchtturm, der heute ein Café beherbergt (18. Juni-7. Aug. tgl. 12-18 Uhr). Im Leuchtturm können Sie auch übernachten (9 Zi. | Tel. 070/5106660 | www.bjuroklubb.nu | €). Machen Sie unbedingt einen Spaziergang zum Jungfrauenhafen, dort stand bereits im 13. Jh. ein Hafen. Im Wald dahinter stehen Reste mittelalterlicher Behausungen.

Setzen Sie Ihre Fahrt Richtung Lövanger fort, fahren Sie dort wieder auf die E4. In der Kirchenstadt von Lövanger, die zu den am besten erhaltenen des Landes gehört, schliefen die von weither angereisten Gläubigen. Nach weiteren 90 km auf der E4 sind Sie in Umeå. Über Örnsköldsvik kommen Sie in die Region Höga Kusten. Hier können Sie wandern, reiten oder schwimmen.

Schauen Sie sich unbedingt den Fischerort Bönhamn mit der Kapelle aus dem 17. Jh. an. Der auf der Insel Högbonden an der Steilküste gelegene Leuchtturm ist zur Jugendherberge umfunktioniert worden (Mai-Okt. Tel. 0613/23005, Nov.-April Tel. 23000 | www.hogbonden.se | €). Wieder auf der E4, überqueren Sie bald die Brücke Höga Kusten Bron. Halten Sie davor auf dem Parkplatz des Hotels Höga Kusten (28 Zi. | Tel. 0613/722270 | Fax 722279 | www.hotellhoga-kusten.se | €€), um den unvergleichlichen Ausblick zu genießen.

Weiter geht es nach Härnösand. Das Freilichtmuseum Murberg (Di-So 11-17 Uhr | Eintritt frei | www.ylm.se) verschafft einen Überblick über die kulturgeschichte Nordschwedens. Vom Vårdkasberg überblicken Sie Stadt und Umland. In der Hochsaison legen in Härnösand Ausflugsboote ab, die in die Region Höga Kusten fahren (Tel. 070/6605292 | www.adalen3.com | Tel. 0613/10550 | www.hkship.se). Weiter geht es die E4 nach Sundsvall, wo Sie Ihre Reise beenden.