Reisetipps Sardinien

Sehenswertes Sardinien

Region: Costa Smeralda

Arzachena

Die ganze Costa Smeralda (9500 Ew.) liegt im Gemeindegebiet dieses einst unbedeutenden Hirtendorfs, ebenso Cannigione und Baia Sardinia. Das alte Ortszentrum auf dem Hügel mit der großen Piazza, wo sich abends die Einheimischen zur passeggiata treffen, unterscheidet sich nur wenig von Orten mit weniger berühmter Umgebung. Es wurde viel gebaut, die Zeichen äußeren Wohlstands sind allenthalben sichtbar. Es gibt aber auch preiswerte Unterkünfte, und man ist nicht nur unter Touristen.

Porto Cervo

Als Zentrum entstand völlig neu Porto Cervo, als Segelhafen mit allem versehen, was das maritime Herz begehrt, vom Schiffsausrüster bis zur Werft. Porto Cervo ist als Ort konzipiert, hat eine Kirche im typischen Costa-Smeralda-Stil, innen sogar einen echten El Greco; die Piazza ist umgeben von Bars, Läden und Gassen. Die Idee wurde in Baia Sardinia und Porto Rotondo aufgegriffen.

Region: Castelsardo

Kathedrale

Im Inneren präsentiert sich die Kathedrale spätgotisch. Der Flügelaltar des „Meisters von Castelsardo“ stammt aus dem 15. Jh.

Region: Nuoro

Altstadt

Der Corso Garibaldi führt mitten in die Altstadt hinein und ist deren einzige „städtische“ Straße. Am Ende des Corso, auf der Höhe der baumbestandenen Piazza Vittorio Emanuele, führt links aufwärts eine Gasse zur ruhigen Piazza Sebastiano Satta, die dem Andenken des aus Nuoro stammenden Dichters der Barbagia gewidmet ist. Die großen Granitfindlinge auf dem Platz erinnern an vorgeschichtliche Steinsetzungen. Über die Piazza San Giovanni führt die Via Tola zu Nuoros neoklassizistischen Dom Santa Maria della Neve.

Casa Museo di Grazia Deledda

Das Geburtshaus der Dichterin (Nobelpreis 1926) gibt eine gute Vorstellung vom Leben und Wohnen einer reichen Familie um das Jahr 1900. | Via Grazia Deledda 42 | Okt.-Mitte Juni tgl. 9-13 und 15-19, Mitte Juni-Sept. tgl. 9-20 Uhr

Museo delle Tradizioni Sarde

Auch Museo del Costume genannt. Gut dokumentierter Überblick über Trachten und Kunsthandwerk der Provinz Nuoro, über Feste und Lebensverhältnisse. | Via Mereu 56 | Okt.-Mitte Juni tgl. 9-13 und 15-19, Mitte Juni-Sept. tgl. 9-20 Uhr

Region: Bosa

Castello dei Malaspina

Durch die Altstadt führt ein Treppenweg zur von den Genuesen errichteten Burg mit Mauerring und Türmen.

Spaziergang im Temotal

Von der Temobrücke führt eine kleine Straße (30 Minuten Fußweg) durch die fruchtbaren Gärten im Tal zur romanischen Kirche San Pietro Extramuros, die zwischen dem 11. und 13. Jh. von burgundischen Baumeistern errichtet wurde.

Region: Cagliari

Botanischer Garten

Im Univiertel westlich der Innenstadt und unterhalb des römischen Theaters gelegen, bietet der Orto Botanico einen guten Überblick über die sardische und mediterrane Flora. | April-Sept. tgl. 9-13 und 15.30-19.30, Okt.-März 9-13 Uhr | Via Fra Ignazio da Laconi

Castello

Die Altstadt auf dem Berg ist wie eine Burg befestigt und noch immer nur durch die beiden Stadttore zu betreten. Die beiden hohen Türme, die Torre San Pancrazio und die Torre dell'Elefante mit ihren Steinelefanten, sind Werke pisanischer Architekten des Hochmittelalters.

Der heutige Zugang von der Via Manno über die Bastione di San Remy wurde erst im 19. Jh. geschaffen, als die Aussichtsterrassen angelegt wurden. In die dunklen, von hohen, vielfach verlassenen und halb zerstörten Palästen gesäumten Straßen des Casteddu, wie die Sarden das Viertel nennen, kommt allmählich wieder etwas Leben, nachdem junge Kunsthandwerker, Goldschmiede und Restauratoren in die fast nur noch von Alten und Armen bewohnten Häuser und ihre engen Höfe ziehen. Nur die breite Via Martini, die Kathedrale und Bischofspalast mit der Piazza Indipendenza an der Torre San Pancrazio verbindet, wo Nationalmuseum und Präfektur in alte Adelspaläste umzogen, vermittelt noch ein Bild alten Glanzes.

Cattedrale/Dom

Die Säulenfassade von 1933 ist dem Dom von Pisa nachempfunden. Das Innere ist schwerer, pompöser Knorpelbarock. Die zahlreichen spanischen Inschriften zeigen die einstige Zugehörigkeit zum Weltreich. Am Eingang steht die marmorne Guglielmo-Kanzel mit Reliefs aus dem Leben Jesu, die 1159 bis 1162 für den Dom von Pisa geschaffen wurde. Als dort 1311 die Kanzel von Giovanni Pisano vollendet wurde, kam das ältere Stück nach Cagliari.

Nationalmuseum/Museo Nazionale

Die reichste und umfassendste Sammlung vorgeschichtlicher und antiker Funde Sardiniens ist in der neuen Cittadella dei Musei (die außerdem eine Pinakothek mit sardischer Malerei des 16./17. Jhs. beherbergt) am höchsten Punkt der Stadt untergebracht, die künftig noch weitere Ausstellungen und Museen aufnehmen wird. Den meisten Raum nimmt die Nuraghenkultur ein; beeindruckend ist die Sammlung der kleinen Bronzestatuetten, die als Weihgaben in den Brunnenheiligtümern niedergelegt wurden. Krieger, oft mit vier Augen, vier Armen, zwei Schilden, sind ein häufiges Motiv, aber auch Tiere, Muttergottheiten und Boote mit Tieren und Menschen. Viel fremdartiger für uns sind die Funde aus der Punierzeit: Neben filigranem Schmuck und feinen Glas- und Steinschneidearbeiten sehen Sie abschreckend grobe Bildwerke aus Stein mit Bildern der Götter, denen zumindest in der Frühzeit die erstgeborenen Kinder geopfert wurden. | Di-So 9-20 Uhr | Piazza Arsenale

San Saturnino

Dieser einfache, flache Kuppelbau ist Sardiniens ältester Kirchenbau und stammt aus dem 5. Jh., wurde aber im 11. und 12. Jh. verändert. Die auch Santi Cosma e Damiano genannte Kirche liegt in einem kleinen Park mit Pinien und Palmen östlich der Innenstadt.

Santa Maria di Bonaria

Wer mit dem Schiff ankommt, sieht die Kirche mit ihrer wuchtigen Barockfassade und Freitreppe östlich der Innenstadt auf einem Hügel liegen. Es ist eine viel besuchte Wallfahrtskirche und dient zugleich als großartiger Aussichtspunkt auf die Stadt und den weiten Golfo degli Angeli. 1370 soll hier ein wundertätiges Madonnenbild gestrandet sein, nachdem es in einer Kiste von einem Schiff in Seenot über Bord geworfen wurde. Die Madonna wurde Schutzpatronin der Fischer und Seeleute und, seit 1908, auch der Insel Sardinien. Im Kreuzgang zeigen zahlreiche Votivbilder die große Beliebtheit und Bedeutung der Wallfahrtskirche.

Region: Olbia

San Simplicio

Die Kirche wurde im 11. und 12. Jh. von pisanischen Meistern aus dem lokalen Granit errichtet. Sie liegt jenseits der Bahnlinie.

Region: Alghero

Altstadt

Beim Eintritt durch eines der Stadttore fällt rasch auf, dass Alghero anders ist. Die Straßenschilder sind zweisprachig, ihre Namen wie Calle Mallorca und Calle Barcelona gehen auf die spanisch-katalanische Vergangenheit zurück. Die katalanische Sprache ist in den Gassen lebendig. Kirchen und Paläste erinnern mit ihren Fassaden, den wunderschön geflochtenen Steinornamenten um Fenster und Tore und den schweren Gewölben an den gotischen Stil Nordspaniens. Am eindrucksvollsten sind Kreuzgang und Kirche von San Francesco - eine Oase der Stille im Herzen der Altstadt. Ebenfalls sehenswert ist der Palazzo Machin.

Bastionen

Ein Rundgang über die Bastionen mit Blick auf den Hafen und Capo Caccia, zielloses Schlendern auf dem alten Kieselpflaster mit den glatt gewetzten Steinplatten vermittelt mehr Eindrücke als der pflichtschuldige Besuch der bis auf San Francesco wenig sehenswerten Kirchen.

Region: Sassari

Dom

Ab dem 14. Jh. in katalanischer Gotik erbaut, die im Inneren noch erhalten ist. Die Fassade wurde im 17. und 18. Jh. im schnörkeligen spanischen Kolonialbarock umgestaltet.

Museo Archeologico Etnografico Sanna

Zurzeit ist nur die archäologische Abteilung geöffnet. Sie beherbergt Funde aus allen Perioden der sardischen Vor- und Frühgeschichte. Die Nuraghenzeit nimmt den größten Raum ein, u.a. mit Kleinbronzen, Menhiren (Steinsäulen) und Waffen. | Via Roma | Di-So 9-19.30 Uhr

Museo Francesco Bande

Die Sammlung des sardischen Volksmusikers Francesco Bande (1930-1988) zeigt Musikinstrumente (Ziehharmonikas) und Trachten aus seinem Heimatort Bultei. | Via Muroni 44 | Mo-Fr 10-12 und 18-20 Uhr | www.museobande.com

San Pietro di Silki

Die viel besuchte Wallfahrtskirche liegt am Stadtrand von Sassari. Innen harmonisches Zusammenspiel von schlichtem romanischem Mittelalter und feierlichem Barock. | 1,5 km Richtung SS 131

Santa Maria di Betlem

Einst vor der Stadt gelegen, erinnert die Kirche heute durch die Kuppel und den schlanken Rundturm an eine Moschee. Die romanische Fassade ist noch gut erhalten. Innen stehen die neun bunten, mit Flitter geschmückten Riesenkerzen aus Holz, die am 15. August - am Vorabend von Maria Himmelfahrt - während der Prozession der Berufsstände feierlich durch die Straßen der Stadt getragen werden. | Piazza Santa Maria

Region: Iglesias

Altstadt

Die Altstadt Iglesias', von deren turmbewehrter Stadtmauer noch Teile stehen, bietet ein unerwartetes Kleinstadterlebnis: Häuser mit schönen Schmiedeeisenbalkons, viel buntes Leben in den Straßen, Bauwerke, die den einstigen Reichtum einer lange privilegierten Stadt verraten. Der Dom mit strenger romanischer Fassade stammt ebenso aus dem 13. Jh. wie die vor den Mauern gelegene Bettelordenskirche Santa Maria di Valverde, eine riesige Halle ohne Zierrat. Vom früheren Stadttor Porta Sant'Antonio führt eine Gasse auf den Berg zur Ruine des Castello Salvaterra und wieder vom Tor aus auf den gegenüberliegenden Berg mit der Wallfahrtskirche Nostra Signora del Buoncammino.

Museo dell'Arte Mineraria

Hier werden Führungen zu Bergbau und Technik geboten sowie ein Schaubergwerk. | Via Roma | Sa/So 18-20, Juli/Aug. Fr-So 19-21 Uhr | www.museoartemineraria.it

Museo di Mineralogia

Umfangreichste Sammlung Sardiniens zu Urgeschichte, Mineralien und Bergbau. | Via Roma 45 | Mo-Sa 8.30-13.30 Uhr

Region: Oristano

Altstadt

Die Porta Mannu mit dem spätmittelalterlichen Turm San Cristoforo markiert den Haupteingang in die Altstadt. Auf der Piazza Roma findet vormittags ein lebhafter Bauernmarkt statt. Über die Piazza Eleonora d'Arborea mit dem Denkmal der Nationalheldin gelangt man zur weiten Piazza Duomo mit der klassizistischen Kirche San Francesco.