Reisetipps Ruhrgebiet

Sehenswertes Ruhrgebiet

Region: Oberhausen

Gasometer

Ein absolutes Muss! Die weithin sichtbare stählerne Tonne wurde 1929 als Zwischenspeicher für Kokereigas erbaut, 1988 stillgelegt und zu der wohl ungewöhnlichsten Ausstellungshalle Europas umgebaut. Spektakuläre Projekte wie „The Wall“ von Christo und Jeanne-Claude stellten Besucherrekorde auf und machten den Gasometer überregional zu einem der bekanntesten Symbole des Ruhrgebiets. Von den Plattformen auf dem Dach dieser Industriekathedrale bietet sich aus 117 m Höhe ein atemberaubender Ausblick auf das westliche Ruhrgebiet. Direkt nebenan: das CentrO Oberhausen und die Ludwig-Galerie. Di-So 10-18 Uhr | Arenastr. 11 | Tel. 0208/8503730 | www.gasometer.de

Haus Ripshorst

Mitten im Gehölzgarten südlich des Rhein-Herne-Kanals liegt das Haus Ripshorst, es beherbergt verschiedene Umweltverbände. Unbedingt empfehlenswert: ein Spaziergang zwischen alten Gingko-Bäumen. Im Gebäude erläutern Informationen die Naturschutzarbeit, wechselnde Ausstellungen rücken die heimische Flora und Fauna ins Blickfeld und Führungen stellen das 40-ha-Areal vor; zum Verschnaufen lädt die Sitzgruppe am Haus ein. März-Okt. Di-So 10-18, Nov.-Feb. Di-So 10-17 Uhr | Ripshorster Str. 306 | Tel. 0208/8833483

Ludwig-Galerie Schloss Oberhausen

Das Museum in der barock-klassizistischen Schlossanlage zeigt Wechselausstellungen zu zeitgenössischer Kunst und Fotografie. Hier finden Sie auch das Besucherzentrum der Route der Landmarken-Kunst, die zu künstlerisch inszenierten Höhepunkten der Industriegeschichte führt. Di-So 11-18 Uhr | Konrad-Adenauer-Allee 46 | Tel. 0208/4124928 | www.ludwiggalerie.de

Rheinisches Industriemuseum

Die Zinkfabrik Altenberg in unmittelbarer Nähe des Hauptbahnhofs wurde 1981 geschlossen und 1997 als Museum wieder eröffnet. Riesige Kolosse wie ein 10 m hoher und 53 t schwerer Dampfhammer zeigen eindrucksvoll die 150-jährige Geschichte der Eisen- und Stahlindustrie an Rhein und Ruhr (Di-So 10-17 Uhr | Hansastr. 18-20). Auf dem Gelände ist auch das Bürgerzentrum Altenberg mit einem kommunalen Kino und einer Veranstaltungshalle untergebracht, in der Konzerte, Lesungen und Disco-Abende stattfinden (Tel. 0208/8597817 | www.zentrumaltenberg.de).

SeaLife

Das Süß- und Meerwasseraquarium ermöglicht auf 3300 m² Ausstellungsfläche eine faszinierende Reise in die Tiefen der heimischen Unterwasserwelt. Rhein, Nordsee und Atlantik werden thematisiert. 100 Arten und 20000 Meeresbewohner sind zu bestaunen. Tgl. 10-18.30 Uhr | Zum Aquarium 1 | www.sealife.de

Siedlung Eisenheim

Die älteste Arbeitersiedlung des Ruhrgebiets ist längst ein Mythos: 1897 fertiggestellt, sollte die Siedlung Eisenheim in den 1970er-Jahren abgerissen werden. Einer Bürgerinitiative gelang der Erhalt. 1988 wurde Eisenheim unter Denkmalschutz gestellt. In einem der drei ehemaligen Gemeinschaftswaschhäuser richteten die „Eisenheimer“ ein kleines Museum über die Bergmannskultur ein. Werrastr. 1

Region: Hagen

Jugendstil und Hagener Impuls

Auf den ersten Blick wirkt das Haus so, als hätte sich der Architekt nicht richtig entscheiden können zwischen Schlösschen, Villa und Wohnhaus: Den Hohenhof gestaltete Henry van de Velde. Das Gebäude ist Höhepunkt einer Reihe von Bauten zwischen Jugendstil und Bauhaus, die zwischen 1900 und 1920 in Hagen entstanden. Darunter die Villa Cuno, die Arbeitersiedlung Walddorf und die Künstlerkolonie Stirnband. Als Ausgangspunkt für eine Besichtigung empfiehlt sich der Hohenhof, in dem auch die Ausstellung „Hagener Impuls“ zu sehen ist. Di-So 11-18 Uhr | Stirnband 10 | www.keom.de/hohenhof

Kunstmuseen Hagen, Emil Schumacher Museum

Erdwärme temperiert die kristalline Hülle des neuen Hagener Museumsviertels. Auf drei Etagen werden über 400 Originale des Hagener Malers Emil Schumacher gezeigt. Das Karl-Ernst-Osthaus-Museum mit seiner sehenswerten Sammlung von Otto Dix bis Franz Macke ist integriert. Mi-So 11-18 Uhr | Hochstr. 71a | www.keom.de

Lange Riege

Es sieht so aus, als drängten sich die Häuschen eng aneinander, als wollten sie sich gegenseitig schützen. Vielleicht rührt der Eindruck daher, dass die ersten Bewohner, die 1665 diese Fachwerkhäuser bezogen, von auswärts kamen - Klingenschmiede aus Solingen - und sich als Fremde ebenfalls umeinander scharten. Riegestr. 6-18

Westfälisches Freilichtmuseum

Ein Spaziergang über das 42 ha große Gelände gleicht einer Reise in die Vergangenheit. Etwa 60 rekonstruierte Betriebe in Fachwerkhäusern sind zu besichtigen, in 20 Werkstätten wird sogar noch produziert. Hier kann man den Handwerkern über die Schulter schauen und auch selbst Hand anlegen.

Besuchen können Sie ebenfalls den Skulpturenpark, der sich die Verbindung von traditionellem Handwerk und zeitgenössischer Kunst zum Thema gemacht hat. Namhafte Künstler arbeiten mit den Materialien, die sie auf dem Gelände finden. April-Okt. 9-18 Uhr, Mo geschl. | Mäckingerbach | www.freilichtmuseum-hagen.de

Region: Hattingen

Ackerbürgerhaus

Im Mittelalter siedelten nicht nur Handwerker und Kaufleute in Hattingen, sondern auch Bauern, die Felder vor der Stadt besaßen, ihr Haus aber im Schutz der Stadtmauern hatten. Das Haus ist ein typischer Ackerbürgerhof (erbaut 1729) und als einziges seiner Art erhalten. Steinhagen 6-8

Bruchtorturm

Einer von ehemals sieben Stadttürmen, die die Abschnitte der Stadtmauer zwischen den einzelnen Toren sicherten. Heute ist der Turm, der lange unter einem Haus aus der Gründerzeit verborgen war, nach dessen Abriss restauriert worden und der am besten erhaltene Teil der einstigen Stadtbefestigung. Martin-Luther-Str./Langenberger Str.

Bügeleisenhaus

Es ist eines der bekanntesten, weil skurrilsten Gebäude der Altstadt und verdankt seinen Namen der ungewöhnlichen Grundrissform und seinem Giebel. Heute beherbergt das Haus das Museum des Heimatvereins (April-Dez. So 14-18 Uhr | Haldenplatz 1). Das Gebäude stammt vom Anfang des 17. Jhs. und diente zeitweise auch als Tuchweberei sowie als Schlachtraum und Wurstküche. www.heimatverein-hattingen.de

Henrichshütte

Wo noch bis 1987 Eisen und Stahl erzeugt wurde, tummeln sich jetzt Ausflügler. Heute ist die Hütte ein Teil des Westfälischen Industriemuseums. Besucher können zwischen Hochofen und Gebläsehalle den „Weg des Eisens“ verfolgen. Wenn Ihnen dabei zu heiß geworden ist - ein paar Minuten entfernt erfrischt ein Spaziergang am Ufer der Ruhr. Di-So 10-18 Uhr, Fr 19 Uhr Erlebnisführung „Weg des Eisens“ | Werksstr. 31-33

Historische Altstadt

Ein mittelalterliches Kleinod: In den Gässchen mit 143 meist restaurierten Fachwerkhäusern, versteckten Winkeln und dunklen Durchgängen scheint die Zeit stehen geblieben zu sein. Der Altstadtrundgang ist ausgeschildert. Touristenmagnet ist das alljährliche Altstadtfest Ende August.

Wachszinshäuser

Die Fachwerkhäuser, die direkt um die St.-Georgs-Kirche einen geschlossenen Ring bilden, stehen auf einstmals kirchlichem Besitz. Als Grundsteuer mussten die Besitzer nicht Geld oder Getreide entrichten, sondern Bienenwachs zur Herstellung von Kirchenkerzen.

Region: Herten

Halde Hoppenbruch

Ein Landschaftsbauwerk der besonderen Art: Bei klarer Sicht eröffnet sich Besuchern - besonders Wanderern und Mountainbikern - eine Aussicht über das gesamte westliche Ruhrgebiet. Auf dem Gipfel der Halde thront ein Windrad neben einem Skulpturengarten. Zugang über Im Emscherbruch/Hohewardstraße

Halde Hoheward

Von ganz unten nach ganz oben, von der Kohle zu den Sternen: Auf der Nachbarhalde beschreiben zwei imposante Stahlbögen mit über 90 m Durchmesser den Gang der Gestirne. Das Horizont-Observatorium wurde Ende 2008 in Betrieb genommen. Zugang vom Ewald-Gelände | www.hoheward.de

Schloss Herten

Drei mächtige Ecktürme markieren die spätgotische Wasserburg. Nach einem Großbrand 1687 wurde neu aufgebaut: Als Merkmal des Barocks ist noch ein einzigartiges Deckenfresko erhalten. 1974 wurde die Anlage dann grundlegend renoviert. Der barocke Schlossgarten wurde 1814 in einen englischen Landschaftsgarten umgewandelt. Hier sind botanische Kostbarkeiten aus aller Welt zu sehen. Im Schlosspark

Westerholt

Als „westfälisches Rothenburg“ wird der historische Ortskern dieses Stadtteils von Herten bezeichnet. Liebevoll restaurierte kleine Fachwerkhäuser und das im klassizistischen Stil 1830 erbaute Schloss des Grafen Westerholt gehören zum „Alten Dorf“, das wegen seiner kulturhistorischen Bedeutung in das Förderprogramm „Historische Ortskerne in NRW“ aufgenommen wurde. Im Schloss befindet sich ein Hotel. Zugang über die Mühlenkampstraße

Region: Waltrop

Schiffshebewerk Henrichenburg

Dieses Bauwerk aus Kaiserzeiten, mit dem der Höhenunterschied zwischen zwei Kanälen überwunden wurde, hat Waltrop bekannt gemacht. Der wunderschöne, prächtig-filigrane, mit allerlei baulichen Accessoires der Jahrhundertwende versehene Technikbau stammt von 1899 und hat die Schiffe in einer Wanne mit Wasser gehoben und gesenkt. 14 m mussten überwunden werden. Die alte Hebewanne ist begehbar. Erst 1962 wurde ein neues, größeres Hebewerk gebaut. Weiter nördlich befinden sich zudem noch zwei Schleusen (1914 und 1989). Vergangenheit und Gegenwart dieser Ingenieursbauwerke fasst der Schleusenpark Waltrop zusammen. Ein Fußweg von fünf Minuten führt zu den Schleusen und einem weiteren Hebewerk, alles zusammen bildet den Schleusenpark. Di-So 10-18 Uhr | Am Hebewerk 2 | www.schiffshebewerk-henrichenburg.de

Zeche Waltrop

Eine außergewöhnlich schöne Schachtanlage im Stil des Historismus. Liebevolle Details wie verschnörkelte Treppengeländer, aufwendig gestaltete Backsteinfassaden mit weißen Putzflächen, zahlreiche Giebel und Dachornamente, schmucke Fensterbögen und Eingangsportale lassen die frühere Nutzung kaum erahnen. 1903-06 errichtete der preußische Staat die Zeche, um die kaiserliche Marine mit Kohle zu versorgen. Bis 1979 wurde auf der „Zeche im Grünen“ gefördert, und 1988 wurde das Hallenensemble unter Denkmalschutz gestellt. Unterschiedliche Unternehmen sind in die alten Hallen gezogen - von der Autowerkstatt bis zur Galerie. Sydowstraße | www.route-industriekultur.de

In der alten Lohnhalle befindet sich ein schönes Restaurant, in dem nach guten alten Rezepten gekocht wird. So geschl. | Hiberniastr. 5 | Tel. 02309/608884 | €€

Region: Kamp-Lintfort

Alt-Siedlung Friedrich Heinrich

Die 1909 erbaute Siedlung mit vielen kleinen Häuschen unter tiefen Giebeldächern folgt den architektonischen Prinzipien der englischen Gartenstadt. Wie viele Werkssiedlungen knapp dem Abriss entronnen, ist sie heute saniert, restauriert und wegen ihrer Wohnqualität geschätzt. Marktplatz/Ebertstraße

Kloster Kamp

Um 1600 wurde das Kloster nahezu vollständig zerstört. Nur der Chor und das Langhausjoch blieben erhalten. Zwischen 1640 und 1700 wurden Abtei und Kirche im Stil des Barock wieder aufgebaut. Sehenswert ist der ungewöhnliche, schön restaurierte Terrassengarten mit seiner barocken Gartenkunst. Außerdem gibt es einen interessanten Kräutergarten, und es finden regelmäßig Konzerte und andere Veranstaltungen statt. Ordensmuseum: Di-Sa 14-18, So 11-18 Uhr | Abteiplatz 13 | Tel. 02842/4041 | www.kloster-kamp.de

Region: Dortmund

Deutsche Arbeitsschutzausstellung

Hier können Sie einen spannenden Ausflug in die Arbeitswelt von gestern, heute und morgen unternehmen. Ob Webstuhl, Flugzeugcockpit oder das größte Notebook der Welt: ausprobieren und experimentieren! Di-Sa 9-17, So 10-17 Uhr | Friedrich-Henkel-Weg 1-25 | www.dasa-dortmund.de

Haus Bodelschwingh

Wunderschönes mittelalterliches Wasserschloss aus dem 13. Jh., die größte und bedeutendste Wasserburg der Region. Die ganze Anlage, an der alle bedeutsamen Bauepochen ihre Spuren hinterlassen haben, ruht auf Eichenholzpfählen. Das Schloss befindet sich in Privatbesitz, doch auch ein Rundgang um die Anlage lohnt sich. Schlossstraße | www.schloss-bodelschwingh.de

Kokerei Hansa

Hier riecht es noch immer nach Koks: Die Kokerei Hansa im Dortmunder Norden ist die letzte erhaltene von ehemals 17 Kokereien. Als Zentralkokerei war sie Teil eines Produktionsverbunds von Bergwerk, Kokerei und Hüttenwerk. 1992 stillgelegt, ist Hansa heute Sitz der Stiftung Industriedenkmalpflege des Landes NRW. Ein Erlebnispfad gewährt Besuchern ungewöhnliche Einblicke in eine vergangene Industrieepoche. Emscherallee 11 | www.industriedenkmal-stiftung.de

Kreuzviertel

Alte Bäume, restaurierte Bürgerhäuser aus der Zeit der Jahrhundertwende und eine intakte Infrastruktur mit kleinen Geschäften, Cafés und Kneipen machen dieses Viertel in der Innenstadt zu einer begehrten Wohngegend. Nehmen Sie sich Zeit für einen Bummel!

Museum für Kunst und Kulturgeschichte

Kulturgeschichte der Stadt Dortmund im Zeitraffer: Gemälde, Skulpturen, Kunsthandwerk und Möbel von der Urzeit bis heute. Das Museum selbst ist Architekturgeschichte: Der Art-déco-Bau wurde 1923 errichtet und beherbergte die damalige Sparkasse. Di-So 10-17 Uhr (Do bis 20 Uhr) | Hansastr. 3 | www.museendortmund.de/mkk

Museum am Ostwall

Schwerpunkt der Sammlung sind Gemälde, Skulpturen, Objekte und Fotos des 20. Jhs. Die Skulpturensammlung von Aristide Maillol bis Wilhelm Lehmbruck präsentiert viele Facetten der bildhauerischen Entwicklung der Moderne. 2010 zieht das Museum in den U-Turm, das designierte neue Zentrum für Kunst und Kreativität auf der Basis alter Dortmunder Braukultur. Di, Mi, Fr, So 10-17, Do 10-20, Sa 12-17 Uhr | Ostwall 7 | www.museendortmund.de

Westfalenhalle und signal-iduna-park

Diese Orte dürfen Sie nicht verpassen, denn die großen Ereignisse finden hier statt. Politik, Wirtschaft, Sport, Kultur, Showbusiness. Berühmt für ihren Rundbau und Wahrzeichen Dortmunds: die Westfalenhalle. Und falls Ihr Herz beim Wort Fußball höher schlägt, dann gönnen Sie sich eine Führung durchs Dortmunder Stadion. www.westfalenhallen.de | www.borussia-dortmund.de

Zeche Zollern II/IV

Auf den ersten Blick wirkt die 1898 eingeweihte Zechenanlage mit ihrer herrschaftlichen Architektur wie ein Schloss. Dazu modernste Technik: Schalttafeln aus Marmor im Inneren der Maschinenhalle wecken Assoziationen an Fritz Langs Film „Metropolis“. Im Restaurant Pferdestall, dem ehemaligen Kutschenhaus, schmecken regionale Klassiker wie „Himmel und Erde“; schöner Biergarten. Di-So 10-18 Uhr | Grubenweg 5 | www.zeche-zollern.de

Region: Mülheim

Altstadt

Um 1200 entstand die Petrikirche (Bogenstraße) auf dem sogenannten Kirchenhügel und ist heute noch sein Wahrzeichen. Um sie herum entwickelte sich die historische Altstadt von Mülheim. Verwinkelte Straßen, bergische Fachwerkhäuser, Gaststätten und hübsche kleine Geschäfte finden die Besucher hier.

Haus Ruhrnatur

Hier geht es um die Natur, die seit einiger Zeit dabei ist, ins Ruhrtal zurückzukehren. Das Museum bereitet ein spannendes Stück Naturgeschichte und die (Aus-)Nutzung des Flusses durch die Menschen und ihre Industrie auf. Di-So 10-18 Uhr | Alte Schleuse 3 | www.haus-ruhrnatur.de

Kloster Saarn

1214 von Zisterzienserinnen gegründet, ist Kloster Saarn heute geschichtsträchtiger Ausflugsort mit vielfältigem Kulturprogramm. Im Kellergewölbe präsentiert ein Museum Lokalgeschichte live zum Anfassen (Sa/So 10-17 Uhr). Klosterstr. 55 | www.freunde-kloster-saarn.de

Leder- und Gerbermuseum

In der ehemaligen Lederfabrik informiert das Museum mit Dokumentationen, Werkzeugen und Filmen über die 350 Jahre alte Tradition des Mülheimer Gerberhandwerks. Mi-So 14-18 Uhr | Düsseldorfer Str. 269 | www.leder-und-gerbermuseum.de

MüGa-Park

Wie auf einer Perlenkette aufgefädelt liegen an Mülheims größtem Garten, der Mülheimer Landesgartenschau (MüGa) von 1992, die wichtigsten Sehenswürdigkeiten. So ist das alte Schloss Styrum mit seinem historischen Barockgarten der nördliche Endpunkt der MüGa. Bei einem Spazierweg durch die Auen der Ruhr erreicht man Schloss Broich, die älteste, aus spätkarolingischer Zeit erhaltene, Burganlage nördlich der Alpen. Im Sommer ist der Schlosshof ein beliebter Veranstaltungsort. In Richtung Ruhr können sich Gartenliebhaberinnen an Apothekergarten, Biogarten und Staudenhang erfreuen.

Wer hoch hinaus will, sollte das Aquarius Wassermuseum in der MüGa besuchen. Untergebracht ist es in einem alten Wasserturm: ausgefeilte interaktive Multimediatechnik führt an Themen wie Trinkwasserversorgung, Wasserwirtschaft und Ökologie heran. Di-So 10-18 Uhr | Burgstr. 70 | www.aquarius-wassermuseum.de

Pfarrkirche St. Mariae Geburt

Sie zählt zu den bedeutendsten Sakralbauten der frühen Moderne im Rheinland. 1928/29 nach den Plänen des Architekten Emil Fahrenkamp gebaut, ist sie dem Bauhausstil verschrieben und zeigt hauptsächlich kubische Formen mit extrem hohen Rundbögen. Das Innere besticht durch seine schlichte, an eine Basilika erinnernde Form. Althofstr. 1-5

Tersteegenhaus

Liebevoll präsentierte Stadtgeschichte und ihre kulturhistorischen Hintergründe. Di 15-18, So 10-12 Uhr | Teinertstr. 1

Region: Bergkamen

Marina Rünthe

Wer sich in der Region aufhält, sollte unbedingt einen Besuch des Westfälischen Sportbootzentrums - Marina Rünthe in Bergkamen einplanen. Wo Anfang des 20. Jhs. noch Massengüter wie Steinkohle, Kies, Sand und Heizöl verladen wurden, präsentiert sich heute stolz ein hervorragend ausgestatteter Yachthafen mit 270 Liegeplätzen. Das Sportbootzentrum liegt direkt am Datteln-Hamm-Kanal - mit einer schönen Promenade. Von hier aus startet das Fahrgastschiff „Santa Monika III“ zu Fahrten auf dem Kanal. An seinen Ufern befinden sich Fuß- und Radwege, Wassersporteinrichtungen und mehrere Lokale. Hafenweg 30 | www.yachthafen-marina-ruenthe.de

Naturschutzgebiet Beversee

Mitten in einem Bergsenkungsgebiet liegt der Beversee: entstanden durch Absacken der Erdoberfläche aufgrund unterirdischer Hohlräume. Die vom Bergbau verursachten Geländeabsenkungen störten den natürlichen Abfluss des Beverbachs. In der Folge sammelte er sich im Senkungsbereich. Der so entstandene Beversee bietet im Ruhrgebiet selten gewordenen Tieren eine Heimat - vom Graureiher über den Baumfalken bis zu Libellen. Um den See herum führt ein Wanderweg. Werner Straße | Informationen unter Tel. 02389/98090

Region: Castrop-Rauxel

Halde Schwerin

Man wohnt „auf“ Schwerin, wenn man in dem gleichnamigen Stadtteil lebt, der etwas höher liegt als der Rest der Stadt. 1872 nahm die Zeche ihren Betrieb auf, die ganze Ortschaft wuchs um sie herum. In den 1960er-Jahren schloss die Zeche, die Halde blieb. Künstler und Bürger haben für die Verwandlung in ein begehbares Kunstwerk gesorgt. Vier als Kreuz angelegte Wege führen auf den Haldengipfel. Auf dem Plateau ragen die Stahlstäbe einer begehbaren Sonnenuhr des Künstlers Jan Bormann in den Himmel. Den Ausblick sollte man genießen, um dann den Abstieg nach Norden in das Deininghauser Bachtal und das Castroper Holz zu beginnen. Der Ausschilderung „Halde Schwerin“ folgen. Der Aufgang ist mit einer Eisenstele markiert. Bodelschwingher Straße

Keltischer Baumkreis

Wer etwas über sich und sein Baumzeichen wissen will, der sollte diesen Park mit dem Keltischen Baumkreis am Fuß des alten Hammerkopfturms Erin besuchen. Kreisförmig sind die unterschiedlichsten Bäume um diesen Ziegelturm herumgepflanzt. Jeder Baum steht für zwei Abschnitte im Jahr und für Eigenschaften und Stimmungen, die auf die unter seinem Zeichen geborenen Menschen übertragen werden. Der Baumkreis ist eine Reminiszenz an den irischen Zechengründer. Der alte Hammerkopfturm Schacht 3 kann auf Anfrage besichtigt werden, was aber nur für schwindelfreie Besucher zu empfehlen ist. Bodelschwingher Str. 3 | Tel. 02305/1062891

Pfarrkirche St. Antonius

1922-25 wurde diese Kirche im Norden der Stadt gebaut: Der Entwurf stammt von Alfred Fischer, einem der bedeutenden Industriearchitekten des Ruhrgebiets. Die parabelartige Form des Baus wurde hier zum ersten Mal in Deutschland verwirklicht, das Innere besticht durch ein schlichtes, tonnenartiges Gewölbe im Stil des funktionalen Expressionismus. Marktplatz Ickern

Zeche Erin

Sind Sie schon einmal in einem Gewerbepark spazieren gegangen? Tun Sie das einfach mal. Das Fördergerüst der 1983 stillgelegten Zeche Erin ist sein Wahrzeichen. Erin ist der keltische Name für die „grüne Insel“ Irland, schließlich war der Ire Thomas Mulvany der Zechengründer. Auf dem ausgehöhlten Untergrund erstreckt sich eine schnurgerade Parkachse, die die Grundform eines barocken Gartens aufnimmt. Der Rest dieser Recyclinglandschaft ist modelliert wie eine irische Hügellandschaft. Zugang über Erinstraße/Altstadtring

Region: Gladbeck

Haus Wittringen

Den Tag bei einem Sommerspaziergang im 91 ha großen Stadtpark rund um das Wasserschloss mit seinen vielen Freizeitmöglichkeiten ausklingen lassen. Ritter Ludolph hat hier ab 1263 gelebt. 1922 kaufte die Stadt das Anwesen und richtete es im nachempfundenen Renaissancestil wieder her; seit 1928 ist es städtisches Museum. Ziel einer „Promenade“ ist oft die Schlossgastronomie. Burgstr. 64 | www.museum-gladbeck.de

Maschinenhalle Zweckel

Imposanter, 1909 errichteter Ziegelbau: Schmiedearbeiten zieren die Geländer, geschwungene Treppen führen auf die Galerie, von der aus man einst einen Blick über alle Maschinen hatte. Alles, von dem man vermutet, dass es aus Holz ist, ist aus Stahl, u.a. die Türrahmen. Zwei übereinanderliegende Reihen von Rundbögenfenstern geben der Halle einen sakralen Touch - das unterscheidet sie von vielen anderen ihrer Bauart. Die Halle wird im Sommer für Veranstaltungen genutzt und ist u.a. Spielort der Ruhr-Triennale. Besichtigung nur im Rahmen von Führungen, jeden 2. u. 4. So im Monat um 14 Uhr | Frentroper Straße | Tel. 0231/9311220

Moltkehalde

Auf dem Haldengipfel wartet eine Wiesenlandschaft, die sich für ein Picknick eignet. Aufgang an der Welheimer Straße

Region: Haltern

Römermuseum Haltern

Hier und da gab es sie an der Lippe: die Römer. Die außergewöhnliche Architektur des Museumsgebäudes zeichnet ein römisches Feldlager nach. Über 100 Jahre Grabungsgeschichte sind hier vertreten. Funde aller Art werden durch Modelle, Videos und Tonprogramme erklärt. Neben der Dauerpräsentation gibt es spektakuläre Einzelausstellungen, teils in bundesweiter Kooperation mit anderen Museen. Di-Fr 9-17, Sa/So 10-18 Uhr | Weseler Str. 100 | www.roemermuseum-haltern.de

Region: Hamm

Gustav-Lübcke-Museum

Sie werden glauben, vor einem riesigen Konzertflügel zu stehen: Das Kunst- und Kulturmuseum gegenüber vom Hauptbahnhof besticht durch eine schwungvolle Architektur. In wechselnden Ausstellungen präsentiert das 1993 eröffnete Museum Exponate zu ägyptischer Kunst, zur Vor-, Früh- und Stadtgeschichte. Das Museum widmet sich ebenso der angewandten Kunst und der Malerei des 20. Jhs. Sehenswert ist das Kinder- und Jugendmuseum. Di-So 10-18 Uhr | Neue Bahnhofstr. 9 | www.hamm.de/gustav-luebcke-museum

Maximilianpark

Schauen Sie sich die Wiederauferstehung einer ehemaligen Waschkaue als größter Elefant der Welt an! Hier haben sich früher die Bergleute nach der Schicht den Kohlenstaub abgewaschen. Das Wahrzeichen des heutigen Maximilianparks war 1984 Schauplatz der ersten Landesgartenschau in Nordrhein-Westfalen. An der Umgestaltung waren die Künstler Horst Rellecke und Friedensreich Hundertwasser beteiligt. Das Ergebnis ist eine begehbare Plastik aus Stahl und Glas mit einem Aufzug im Elefantenrüssel, der die Besucher auf die 29 m hohe Aussichtsplattform bringt. Besonders sehenswert auch: das Schmetterlingshaus mit Tausenden (lebender) farbenprächtiger Falter aus aller Welt. Das Gelände der schon 1943 geschlossenen Zeche Maximilian ist heute ein blühender Park. Alter Grenzweg 2 | Tel. 02381/982100 | www.maximilianpark.de

Sri-Kamadchi-Ampal-Tempel

15000 Hindus aus ganz Europa kommen jährlich im Mai/Juni zu einem Tempelfest mit Prozession. Die geweihte Statue der Göttin Sri Kamadchi Ampal steht im Zentralschrein. Besuchsregeln bitte beachten! Tgl. 8-14 u. 17-20 Uhr | Siegenbeckstr. 4 | www.kamadchi-ampal.de

Region: Marl

Infozentrum Chemiepark

Auf zwei Etagen werden die Geschichte des Standortes mit Originalobjekten aus dem Unternehmerarchiv und der Stand der heutigen Technik vermittelt. Werksrundfahrten sind möglich. Di-So 10-18 Uhr | Lipper Weg 190 | Tel. 02365/499436 | www.infracor.de

Skulpturenmuseum Glaskasten

Transparenz gehört zum Grundsatz dieses international bekannten Museums: Wände aus Glas lassen die Besucher ins Innere des Gebäudes vordringen, zudem sind 70 Objekte u.a. von Richard Serra, Alberto Giacometti, Alf Lechner oder Max Ernst über das ganze Stadtgebiet und im angrenzenden Park verteilt. In den Ausstellungsräumen des 1982 gegründeten Museums sind Skulpturen der klassischen Moderne und der zeitgenössischen Kunst zu sehen. Das Spektrum reicht von Auguste Rodin über Ernst Barlach bis zu Wilhelm Lehmbruck. Di-So 10-18 Uhr | Creiler Platz/Rathaus | www.marl.de/skulpturenmuseum

Region: Recklinghausen

Altstadt

Der Wallring mit den vielen Adelstiteln (Königs-, Kaiser-, Grafen-, Kurfürsten und Herzogswall) umfasst die Altstadt, durch die man sich für einen kleinen Besichtigungsmarsch zu Fuß bewegen sollte. Im Mittelpunkt des Stadtkerns liegen die winzige Gastkirche, aus einem Armenhaus 1366 hervorgegangen, und der Altstadtmarkt. Hier schlägt seit jeher das Herz der Stadt: Der Markt ist Kulisse für die unterschiedlichsten Veranstaltungen wie zum Beispiel das traditionelle Marktplatzspringen, ein international besetzter Stabhochsprungwettbewerb, der jedes Jahr im Rahmen der „Woche des Sports“ stattfindet.

Am Herzogwall ist ein Teil der alten Stadtmauer zu sehen, 17 Wehrtürme und fünf Stadttore waren einst in den steinernen Wall eingebaut. Heute steht das letzte Stück Mauer am Park der Engelsburg, dem bedeutendsten Profangebäude Recklinghausens, 1701 für einen kurkölnischen Richter gebaut. Gut eine Stunde dürfte der Rundgang durch die Innenstadt dauern. Er ist als „Stadtrundgang“ ausgeschildert. Startpunkt: Rathausplatz 3

Ikonenmuseum

Das weltweit bedeutendste Museum ostkirchlicher Kunst außerhalb der orthodoxen Länder. Stickereien, Miniaturen, Holz- und Metallarbeiten aus dem christlichen Osten vermitteln einen umfassenden Überblick über die Themen und die stilistische Entwicklung. Di-So 10-18 Uhr | Kirchplatz 2a | www.museen-in-recklinghausen.de

Kunsthalle

Im ehemaligen Bunker steht die Kunst nach 1945 im Fokus. Die Kunstgruppe „Junger Westen“ entstand hier, der Preis gleichen Namens wird jährlich verliehen. Kunst-Schnäppchenjäger sollten sich die Versteigerung im Dezember vormerken: Kunst-Spannung pur. Di-So 11-18 Uhr | Große-Perdekamp-Str. 25-27 | www.kunsthalle-recklinghausen.de

Rathaus

Ein verspielter Historismus-Bau von 1908 und repräsentatives Monument einstigen Bürgerstolzes. Gotik, Frührenaissance und Jugendstil werden hier zitiert. Die Materialien sind edel: Der Bau aus Eifelkalkstein ruht auf einem Sockel aus Basaltlava. Zahlreiche Reliefplastiken, die die deutsche und die Stadtgeschichte darstellen, sind zu bewundern. Seit 2008 serviert die Ratskeller-Gastronomie während der Sommermonate auch auf dem Innenhof: So macht Verwaltung Spaß. Rathausplatz 3

Umspannwerk Recklinghausen

In dem expressionistischen Backsteinbau zeigen die Rheinisch-Westfälischen Elektrizitätswerke (RWE) Exponate zur Geschichte der Elektrizität, zur Stromerzeugung und zu den Veränderungen von Wirtschaft und Gesellschaft. Besucher besteigen eine elektrische Straßenbahn von 1916; alte Musikboxen und Elektroklaviere lassen sich im „Museum zum Mitmachen“ aktivieren. Di-So 10-17 Uhr | Uferstr. 2-4 | www.umspannwerk-recklinghausen.de

Region: Schwerte

Altstadt

Theater ist nur an zwei Tagen im Jahr, die Bühne bleibt ganzjährig zu sehen: Die reizvolle Altstadt erschließt sich bestens beim „Altstadtrundgang“ und beim „Schwerter Skulpturenweg“ (Broschüren in der Touritik-Information). Im Winterhalbjahr findet donnerstags ab etwa 19 Uhr eine „Nachtwächterführung“ statt, Treffpunkt ist der Brunnen am Marktplatz.

Ruhrtal-museum

Ein mumifizierter Haifisch, den Schwerter (Hanse-)Kaufleute als Souvenir einst mitbrachten, ist der Star. Dazu kommen regionale Ausstellungen und Publikationen. Di-So 11-17 Uhr | Brückstr. 14

Region: Unna

Nicolaiviertel

Unnas Künstlerviertel mit Galerien, Läden und Ateliers ist ein beliebter Platz zum Bummeln und Schauen. Das Nicolaihaus, das dem Quartier seinen Namen gab, wurde nach einem Stadtbrand auf alten Fundamenten 1730 neu erbaut. Das Gebäude steht heute unter der Obhut des Unnaer Musikvereins und beherbergt eine internationale Komponistinnenbibliothek.

Zentrum für Internationale Lichtkunst

Ein Ort mit ganz eigenem Charakter: Das einzigartige Zentrum präsentiert Lichtkunst tief unter der Erde in den Kühlgewölben der ehemaligen Lindenbrauerei, die zu den traditionsreichsten im Ruhrgebiet gehörte. Seit ihrer Schließung 1979 wandelte sie sich zum Kulturtreff mit mehreren Lokalen. Das Zentrum zeigt Installationen u.a. von Mischa Kuball, Mario Merz, Keith Sonnier und James Turrell. Zum Angebot zählen auch Wechselausstellungen und „Lichtreisen“ ins Revier. Nur geführte Besuche | Lindenplatz 1 | Tel. 02303/103770 | www.lichtkunst-unna.de

Region: Moers

Altstadt

Die wunderschöne Altstadt ist fast komplett Fußgängerzone. Am Kastellplatz können Sie das 1898 im Stil der Renaissance erbaute ehemalige Kreisständehaus und die alten Brandgassen bewundern, die einst an den Stadtwall grenzten. Auf dem Neumarkt mit dem Denkmal von König Friedrich I. bieten heute dienstags und freitags Markthändler ihre Waren an. Gegenüber der evangelischen Stadtkirche aus dem 15.-16. Jh. steht das älteste erhaltene Bürgerhaus der Stadt mit einer klassizistischen Fassade. Zentrum der Altstadt ist der Altmarkt mit dem Preußen-Denkmal. Viele Hausfassaden hier stammen aus dem 17.-18. Jh. Sie bilden die grandiose Kulisse für das „Comedy Arts Festival“, das seit über 30 Jahren in der Altstadt stattfindet.

Schloss/Kastell

Die Rundburg wurde auf einer schwer zugänglichen Insel zwischen moorigen Rheinarmen erbaut und stammt aus dem 13.-15. Jh. Seit fast 100 Jahren ist im Schloss das Grafschafter Museum (Di-Fr 9-18, Sa/So 11-18 Uhr) untergebracht. Kastell 9

Schlosspark

Mit seinen Wasserpartien und teilweise 150 Jahre altem, exotischem Baumbestand gehört der Park im Zentrum zu den schönsten Gartenanlagen am Niederrhein. Hauptzugang: Kastell Hankwitzstraße

Region: Wesel

Preußen-Museum

Im ehemaligen Körnermagazin der Weseler Zitadelle wird auf 2000 m² die über 300-jährige Geschichte Brandenburg-Preußens im Rheinland dargestellt. Das neu errichtete Museum nutzt im Kellergeschoss noch die historische Raumgliederung mit Tonnengewölben. Museumsshop, Cafeteria. Di-Do, Sa/So 11-17 Uhr | An der Zitadelle 14-20 | www.preussenmuseum.de

Region: Xanten

Archäologischer Park

Seit 1974 wird hier gegraben, um die Anlage der alten Römerstadt Colonia Ulpia Traiana zur erforschen und einzelne bauliche Teile zu rekonstruieren. Amphitheater und Herberge sind als lebensgroße Modelle über den ausgegrabenen Resten nachgebaut. In dem 30 ha großen Park und im Römermuseum erfahren Sie, wie es auf den Straßen und in den Häusern der antiken Stadt aussah. Im zugehörigen Restaurant werden Speisen wie im alten Rom zubereitet. Im Amphitheater des Parks finden bei den alljährlichen Sommerfestspielen im Juli und August Popkonzerte, Theater- und Opernaufführungen statt. März-Okt. tgl. 9-18 Uhr | Trajan-Str. 4 | Tel. 02801/2999 | www.apx.lvr.de

Bislicher Insel

Mitten im Altrhein, dem früheren Flussbett des Rheins, liegt die ca. 1200 ha große Bislicher Insel. Zahlreiche Vogelarten finden hier einen einzigartigen Lebensraum. Das Feuchtbiotop ist alljährlich Überwinterungsstätte für über 25000 Bless- und Saatgänse. Besucher müssen sich streng an die Vorschriften des Naturschutzes halten. Die Insel lässt sich auch gut mit dem Fahrrad umrunden. Führungen So-Fr 10-17 Uhr | Informationszentrum Bislicher Insel | Tel. 02801/988230 | www.naturforum-bislicher-insel.de

Dom St. Viktor

Ein ganz besonderes Gotteshaus mit einer reichhaltigen und kostbaren Ausstattung: flandrische Wandteppiche, fünfzehn Altäre, einzigartige Glasbilder und ein wertvoller Domschatz. Der Dom, 1263 von Friedrich von Hochstaden gegründet, wurde erst im 16. Jh. fertiggestellt. Jeden Monat Domkonzert! Kapitel

Region: Lünen

Bergarbeitermuseum

In einem alten Zechenhaus im Stadtteil Brambauer wird gezeigt, wie Bergleute in den 1930er-Jahren gelebt haben. So u. Di 15-17, Do 17-19 Uhr | Rudolfstr. 10

Lüntec-Tower

Wie ein zufällig gelandetes Ufo wirkt das 300 m² große, ellipsenförmige Büro aus Kunststoff auf dem Fördergerüst der ehemaligen Zeche Minister Achenbach. Entworfen wurde es von dem Stardesigner Luigi Colani. In dem alten Pförtnerhaus der Zeche befindet sich ein Café. Hier führt der Emscher-Park-Radweg vorbei. Tgl. 8-17 Uhr | Heinrichstr. 51 | Tel. 0231/9860234 | www.luentec.de

Region: Bochum

Dahlhauser Heide

Diese Wohnsiedlung mit dörflichem Charakter im Stadtteil Hordel wurde 1907-15 für die Bergleute der Krupp-Zechen Hannover und Hannibal errichtet. Die bewusst an vorindustrielle Bauformen angelehnte Architektur orientiert sich an der englischen Gartenstadtsiedlung. Freudenbergstraße/Dinnendahlstraße

Deutsches Bergbau-Museum

Weithin sichtbar grüßt das Fördergerüst der ehemaligen Zeche Germania über diesem Museum. Mit dem Förderkorb können Sie hinauffahren. Eine besondere Attraktion ist das Anschauungsbergwerk unter dem Museum mit einem Streckennetz von ca. 2,5 km Länge. Di-Fr 8.30-17, Sa/So 10-17 Uhr | Am Bergbaumuseum 28 | www.bergbaumuseum.de

Eisenbahnmuseum

Größtes privates Eisenbahnmuseum Deutschlands in einem ehemaligen Bahnbetriebswerk in Dahlhausen mit Diesel- und E-Loks, Personen- und Güterwagen. Regelmäßiger Fahrbetrieb. März-Mitte Nov. Di-Fr 10-17, So 10-13 Uhr | Dr.-C.-Otto-Str. 191 | www.eisenbahnmuseum-bochum.de

Jahrhunderthalle

Von außen wirkt sie fast unscheinbar, doch wer sie einmal betreten hat, wird sich ihrem ganz besonderen Zauber nicht mehr entziehen können: Wie eine gotische Kirche wirkt der Industriebau mit seiner Konstruktion aus stählernen Streben. 1902 als repräsentative Ausstellungshalle des „Bochumer Vereins“ gebaut, wurde die Halle anschließend als Gebläsehalle für Hochöfen genutzt. Seit 2003 wird die ca. 9000 m² große Halle als Festspielhaus für die Ruhr-Triennale genutzt. Alleestraße | Info und Führungen: Bochum Marketing GmbH | Tel. 0234/963020 | www.bochum-marketing.de

Region: Bottrop

Gartenstadt Welheim

Eine der schönsten Bergarbeitersiedlungen des Ruhrgebiets. Die Häuser und Wohnungen wurden in den 1990er-Jahren von Grund auf und denkmalgerecht renoviert. Welheim

Halde Prosper-Haniel

Einzigartig: Auf die eine Seite des Gipfelplateaus ist ein Amphitheater eingebaut, in dem während der Sommermonate Theateraufführungen stattfinden. Nicht nur für Kunstfreunde ein Erlebnis: 105 „Totems“, Skulpturen des Künstlers Agustín Ibarrola, stehen hier in luftiger Höhe. Hauptzugang: Kirchhellener Straße/Alter Postweg

Museum Quadrat

Der Museumskomplex im Stadtgarten ist eine Hommage an den berühmtesten Sohn der Stadt und beherbergt die größte Sammlung von Werken des Künstlers außerhalb Amerikas: Josef Albers, 1888 in Bottrop geboren, lehrte am Weimarer Bauhaus und hat Künstler wie Victor Vasarély nachhaltig beeinflusst.

Das angrenzende Museum für Ur- und Ortsgeschichte präsentiert eiszeitliche Funde, die beim Kohleabbau unter Tage freigelegt wurden. Di-So 10-17 Uhr | Im Stadtgarten 20 | www.quadrat-bottrop.de

Tetraeder

Die Stahlkonstruktion auf der Halde an der Beckstraße ist das neue Wahrzeichen und zugleich Symbol für den Wandel der Stadt. Die Dimensionen der einer Pyramide ähnelnden Großskulptur sind beeindruckend: 50 m hoch und mit 60 m langen Kanten, die auf vier 8 m hohen Betonpfeilern befestigt sind. Eine Treppe führt zu drei Aussichtskanzeln: atemberaubender Blick über die Emscherregion. Nachts wird die Spitze des Tetraeders mit gelbem Licht nachgezeichnet. Hauptzugang: Beckstraße

Region: Duisburg

Landschaftspark Duisburg-Nord

Das ist der verrückteste Park, den man sich vorstellen kann: rund um ein 1985 stillgelegtes Hochofenwerk. Die alte Gebläsehalle wird jetzt als Konzert- und Theatersaal genutzt; die Kraftzentrale, eine der größten Hallen des Ruhrgebiets, wird mit aufwendigen Events bespielt. Der Alpenverein beklettert die bis zu 16 m hohen Betonwände der Bunker. Der Gasometer ist mit Wasser gefüllt und wird zum Tauchtraining genutzt. Ansonsten geht man in diesem Park einfach nur spazieren, zum Beispiel auf dem Bunkerhochweg: unter einem die gähnenden Keller der Möllerbunker, in denen ehedem das Erzgemisch gelagert wurde, daneben die drei Hochöfen. Einer davon ist begehbar. Der Aufstieg durch das Rohrsystem ist ein ganz ungewöhnliches Erlebnis. Freitags bis samstags verwandelt sich die Silhouette in eine bunte Lichtskulptur. Emscherstraße | www.landschaftspark.de

Innenhafen Duisburg

Bis Anfang der 1990er-Jahre standen hier nur vergammelte Speichergebäude. Das Bild heute: Motoryachten in der Marina, eine Promenade mit einem reichhaltigen gastronomischen Angebot auf der Kaimauer, die alten Ziegelspeicher werden fast alle neu genutzt. Es lohnt sich, vor einem Rundgang ins Hafenforum in einem ehemaligen Getreidespeicher am Philosphenweg zu gehen, um sich mit Informationen einzudecken. Jenseits des Hafendamms liegt einer der wohl ungewöhnlichsten Parks der Moderne: der Garten der Erinnerungen, entwickelt von dem Künstler Dani Karavan. Seinen Garten zieren Grünflächen, Bäume und Reste der ehemaligen, abgerissenen Lagerhallen. Highlight für Architekturfreaks: das jüdische Gemeindezentrum, entworfen von Zvi Hecker. Nachts ist dieser ganze Stadtteil wunderschön illuminiert. Der Innenhafen (Philosophenweg) ist ausgeschildert. www.innenhafen-portal.de

Museum der Deutschen Binnenschifffahrt

Jetzt kann man trockenen Fußes in die alten Becken des Jugendstilbades gehen und sich die Welt der Schifffahrt von unten anschauen. Dabei kann man einen umfassenden Blick auf die Technik-, Wirtschafts- und Sozialgeschichte der Binnenschifffahrt werfen. Museumsschiffe im nahen Ruhrorter Hafen komplettieren die Information. Mai-Okt. Di-So 10-17 Uhr | Apostelstr. 84 | www.binnenschifffahrtsmuseum.de

Museum Küppersmühle

Eine repräsentative Sammlung zur Gegenwartskunst. Hier sind die verschiedenen Strömungen der deutschen Malerei seit den 1960er-Jahren unter dem Dach des historischen Mühlengebäudes versammelt. Mi 14-18, Do, Sa, So 11-18 Uhr | Philosophenweg 55 | www.museum-kueppersmuehle.de

Wilhelm-Lehmbruck-Museum

Der Name ist Programm: In Park und Gebäude werden eine Sammlung internationaler Skulpturen des 20. Jhs. und das Lebenswerk des Expressionisten Lehmbruck gezeigt. Di-Sa 11-17, So 10-18 Uhr | Friedrich-Wilhelm-Str. 40 | www.lehmbruckmuseum.de

Region: Essen

Design Zentrum NRW

Untergebracht im alten Zollverein-Kesselhaus, das nach Plänen des Architekten Sir Norman Foster hergerichtet wurde. Vor der Kulisse der alten Kessel ist preisgekröntes Produktdesign ausgestellt - vom Besteck über die Sägemaschine bis zur Badezimmerkeramik. Di-Do 11-18, Fr-So 11-20 Uhr | Gelsenkirchener Str. 181 | Halle 7 | www.red-dot.de

Domschatz

Die Schatzkammer des Essener Münsters birgt sakrale Kostbarkeiten von außerordentlicher kunst- und kirchengeschichtlicher Bedeutung. Besondere Verehrung wird der Goldenen Madonna, der ältesten vollplastischen Marienfigur des Abendlands, zuteil. Di-Sa 10-17, So 11.30-17 Uhr (an kirchlichen Feiertagen geschl.) | Burgplatz 2 | www.domschatz-essen.de

Kokerei und Zeche Zollverein

Fast 1 km lang ist die Anlage der Kokerei - ein recht junges Industriedenkmal, wurde sie doch erst 1993 stillgelegt, nach gut 30 Jahren Betrieb. In 304 aneinandergereihten Koksöfen wurde Kohle rund 24 Stunden lang bei über 1000 Grad „gebacken“, um Koks als wichtigen Grundstoff für die Roheisenproduktion herzustellen. Fast 100 m hoch sind die Schornsteine. Die alten, siloartigen Bunker sind heute Ausstellungsfläche. Der Besuch lohnt, wenn gerade eine Ausstellung läuft; oder Sie machen einen geführten Rundgang. Nachts verwandelt sich diese Landmarke durch Beleuchtung in eine rot glühende Skulptur. Im Lager der Salzhalle wartet die spannende Ausstellung „Palast der Projekte“ des russisch-amerikanischen Künstlers Ilya Kabakov.

Im Sommer lädt hier ein Minifreibad in Containern im Schatten der Schornsteine zum Sprung ins kühle Nass ein. Im Winter wird das 600 m lange Wasserbecken unterhalb der Koksofenbatterie zu einer Schlittschuhbahn. Arendahls Wiese | Tel. 0201/2798330 und 8301275 (Infopunkt der Kokerei)

Die Anlagen der Zeche Zollverein und der gleichnamigen Kokerei gehören zum Unesco-Weltkulturerbe. Der Anblick des riesigen Doppelbock-Fördergerüsts von Schacht 12 der Zeche ist für Ruhrgebietsanfänger überwältigend. Umgeben ist der Turm von denkmalgeschützter Architektur: Gebäudekuben aus Stahlfachwerk und Backstein, sehr schlicht, sehr elegant, sehr funktional. 1928-32 wurde diese Kathedrale der Industriekultur errichtet. Bei der Eröffnung war sie die größte und modernste Zeche der Welt. In alle Hallen ist mittlerweile neues Leben eingekehrt: Das Besucherzentrum für die Route der Industriekultur befindet sich in der ehemaligen Kohlenwäsche. Übrigens: Nur ein einziger Abschnitt der Zeche ist so gut wie unverändert geblieben: der Wagenumlauf unter dem Förderturm, heute Museumspfad Zollverein. Hier liegt noch Kohle in der Luft, und besser als in Begleitung eines echten alten Bergmanns lässt sich die Kohlevergangenheit kaum wieder zum Leben erwecken, also sollten Sie unbedingt eine Führung buchen. Gelsenkirchener Str. 181 | Tel. 0201/8303636 | www.zollverein.de

Moderner Tanz mit sehenswerten Programmen ist ebenfalls auf dem Gelände zu sehen. Internationale Uraufführungen, offene Profitrainings u. v. m. sind für Tanzfans ein Muss! Pact Zollverein/Choreographisches Zentrum NRW | Bullmannaue 20 | Tel. 0201/8122200 | www.pact-zollverein.de

Margarethenhöhe

Eine mustergültige Gartenstadt! Namensgeberin und Stifterin war Margarethe Krupp. Gebaut wurde dieses südländisch anmutende Gesamtkunstwerk des Wohnungsbaus ab 1909. Wechselnde Straßenbilder, Laubengänge, Gärten, begrünte Häuschen, ein Marktplatz mit Brunnen. Zugang über die Sommerburgstraße | Führungen: Bertha-von-Krupp-Stiftung | Tel. 0201/712455 | www.essen-margarethenhoehe.de

Museum Folkwang

Noch bis 31. Aug. 2009 zeigt das Museum in den Räumen der Villa Hügel mehr als 60 Hauptwerke der weltberühmten Sammlung: Jean Renoir, Henri Matisse, Emil Nolde u. v. m. Der Neubau des Folkwang-Museums (Bismarckstr. 60) nach Plänen des Architekten David Chipperfield wird 2010 bezogen. Bis dahin wechselnde Ausstellungen im Altbau. Di-So 10-18 Uhr | Kahrstr. 16 | www.museum-folkwang.de

Ruhrmuseum

Naturhistorie trifft Kulturgeschichte. Dafür kann es keinen besseren Platz als den Ort geben, wo der Rohstoff zur Ressource wurde: Seit 2009 erzählt das Ruhrlandmuseum als Ruhr Museum am neuen Standort in der Kohlenwäsche auf Zollverein mit seinem in 100 Jahren gewachsenen Sammlungsbestand die faszinierende Geschichte einer der größten Industrieregionen der Welt. Di-So 10-20 Uhr (Fr bis 24 Uhr) | Gelsenkirchener Str. 181 | www.ruhrmuseum.de

Schurenbachhalde

Kein Geringerer als der Künstler Richard Serra hat das kahle, schwarze, gewölbte Gipfelplateau der Halde in Altenessen mit einer Skulptur veredelt: Die „Bramme“ aus Stahl ragt 15 m aus dem Boden in den Himmel. Die Halde bietet bei klarem Wetter eine wunderbare Aussicht und ist bequem zu erreichen über eine Stahltreppe von der Emscherstraße aus.

Villa Hügel

Weniger eine Villa, vielmehr ein Schloss hat Alfred Krupp um 1873 nach seinen eigenen Plänen als Wohnsitz für seine Familie errichten lassen. Eingebettet ist das Gebäude in einen wunderschönen alten Park, der zur Ruhr hin abfällt. Zu Konzerten und großen Ausstellungen werden die Säle der Villa geöffnet. Ansonsten müssen Sie am Parkeingang (tgl. 8-20 Uhr) ein minimales Eintrittsgeld bezahlen und können dafür eine der beiden Dauerausstellungen zur Firmen- und zur Familiengeschichte besuchen. Di-So 10-18 Uhr | Hügelstr. 15 | Tel. 0201/616290 | www.villahuegel.de

Region: Gelsenkirchen

Nordsternpark

Er liegt auf dem Gelände der gleichnamigen, 1993 stillgelegten Zeche. 1 km² groß ist das Areal, das im Rahmen der Bundesgartenschau 1997 als Naherholungsfläche hergerichtet wurde. Über ein weitläufiges Wegesystem offenbart sich ein Park, der die Künstlichkeiten der Industrielandschaft inszeniert. Auf einer Open-Air-Bühne am Kanal finden im Sommer Konzerte statt. Zugang über die Nordsternstr. 1 | www.nordsternpark.de

Siedlung Schüngelberg

Nach dem Torbogen wird der Blick frei auf die wohl schnuckeligste denkmalgeschützte Gartenstadtsiedlung des Ruhrgebiets. Nebenan ragen die gewaltigen Gebäude des stillgelegten Bergwerks Hugo auf, an der südwestlichen Seite grenzt die Siedlung an die gigantische Rungenberghalde. Diese ist mittlerweile grün, und eine steile Treppe führt in den gespaltenen Gipfel, der nach einem Künstlerentwurf geschüttet wurde und mit einer Lichtinstallation aufwartet. Der Zugang ist von der Horster Straße aus ausgeschildert: „Siedlung Schüngelberg“, Rundgang an der Gertrudstraße beginnen

Skulpturenwald Rheinelbe

Mitten in der Stadtlandschaft tauchen Spaziergänger in einen Zechenwald-Dschungel ein, der in aller Ruhe nach Stilllegung der Zeche Rheinelbe 1930 sich selbst überlassen wachsen konnte. Augenfällig sind die Skulpturen, wie zum Beispiel das Tor am Eingang des Geländes. Überall in diesem wilden Industriewald sind die Werke des Künstlers Herman Prigann zu entdecken. Ganz im Süden ragt die Halde Rheinelbe als schwarzer Kegel in den Himmel, künstlerisch geschüttet und gekrönt von einer Skulptur aus Fundamenten. Erklimmen lohnt sich: ein fantastischer Blick! Sehr auskunftsfreudige Förster finden Sie in der Forststation (Leithestr. 35 | Tel. 0209/1474844) in dem alten Schalthaus auf dem Gelände.

Solarexpo

Nachdem der Energieträger Kohle Gelsenkirchens Leben 150 Jahre lang bestimmt hat, setzt die Wirtschaft jetzt auf die Sonne. Mit der Solarfabrik hat die Deutsche Shell AG die Stadt zu einem Solarstandort gemacht. Weitere Infos gibt es im Besucherzentrum mit einer Ausstellung zur Fotovoltaik. Wissenschaftspark Rheinelbe | Munscheidstr. 14 | tgl. 8-19 Uhr | Tel. 0209/167133 | www.solarexpo.de

Städtisches Museum in Gelsenkirchen-Buer

Die beeindruckende Kunstsammlung zeigt neben Gemälden auch viele kinetische Objekte. Hochrangige Werke des französischen und des deutschen Impressionismus und Expressionismus sind hier zu finden. Di-So 11-18 Uhr | Horster Str. 5-7

Veltins-Arena

Dieses Stadion hat Furore gemacht: mit herausfahrbarem Rasen und schließbarem Dach. Unter der „Rasenschublade“ befindet sich ein Veranstaltungsboden für die unterschiedlichsten Top-Events. 62000 Menschen finden hier ein trockenes Plätzchen. Kurt-Schumacher-Str. 284A | www.arena-auf-schalke.de

In der Arena ist auch das Schalke-Museum untergebracht, das die wechselvolle Geschichte des Vereins wieder lebendig werden lässt. Di-Fr 10-19, Sa/So 10-17 Uhr

Übrigens: Der erste feste Spielort der „Königsblauen“ ist im Vergleich mit der Arena richtig gemütlich: Die Glückaufkampfbahn wurde 1928 eingeweiht, das notwendige Land von der Zeche gepachtet. Eine Besonderheit war damals die überdachte Sitzplatztribüne für 100 Zuschauer. Das gepflegte Stadion ist auch heute noch in Betrieb, z.B. zum Public Viewing, und liegt - natürlich - am Ernst-Kuzorra-Weg 1 (Tel. 0209/36180 | www.schalke04.de).

Region: Herne

Akademie Mont-Cenis

Zweifelsohne das eindrucksvollste Gebäude des „neuen“ Ruhrgebiets: die 1999 eingeweihte Fortbildungsakademie des Landes NRW auf dem Gelände der ehemaligen Zeche Mont-Cenis. Die schöne neue Welt besteht aus einer „Mikroklimahülle“ aus Holz, Stahl und Glas - 180 m lang, 75 m breit, 15 m hoch. Sie umspannt neben den Akademiegebäuden des Innenministers mit Hotel einen Bürgersaal mit Bücherei sowie eine Cafeteria. In die Dachfläche wurde das weltweit größte Solarstromkraftwerk seiner Art integriert. Mont-Cenis-Platz 1 | Tel. 02323/9650 | www.akademie-mont-cenis.de

Schloss Strünkede

Das Wasserschloss Strünkede, einst Sitz des alteingesessenen gleichnamigen Rittergeschlechts, ist ein prachtvoller Frühbarockbau aus dem 16. und 17. Jh. Die Schlosskapelle von 1272 ist das älteste erhaltene Bauwerk im Stadtgebiet. Di-Fr/So 10-13 u. 14-17, Sa 14-17 Uhr | Führungen n.V. | Tel. 02323/162611 | Karl-Brandt-Weg 5

Siedlung Teutoburgia

Eine Siedlung wie im Märchen, mit 136 nahezu vollständig erhaltenen, durchgehend denkmalgerecht und mit sehr viel Liebe zum Detail restaurierten Häusern. Die 1909 bis 1923 als Werkssiedlung nach den Reformideen der Gartenstadt erbaute Siedlung gehört zu den schönsten und grünsten des Ruhrgebiets. Baarestraße

Unser Fritz 2/3

Die erste und älteste Künstlerzeche in NRW. Das idyllisch in einem Park nördlich des Rhein-Herne-Kanals gelegene Industriedenkmal wurde renoviert und dient Herner Künstlern und Fotografen als Atelier. Besucher sind vor allem bei Ausstellungen willkommen. Alleestr. 50 | Tel. 02325/3934 | www.kuenstlerzeche.de

Westfälisches Museum für Archäologie

Ungewöhnliche Einblicke in archäologische Welten - so in einen unterirdischen, 10000 Jahre alten versteinerten Wald - gibt es in dem seit Frühjahr 2003 eröffneten Museum. Gezeigt werden mehr als 250000 Jahre Menschheitsentwicklung im westfälischen Raum. Di, Mi, Fr 9-17, Do 9-19, Sa/So 11-18 Uhr | Europaplatz 1 | www.lwl-landesmuseum-herne.de