Reisetipps Potsdam

Highlights Potsdam

Region: Potsdam

Waschhaus

Kulturelle Vielfalt und Trendsetting in einer alten Militärwäscherei: Musik von Rock/Pop, Ethno, Jazz bis Klassik, Film, Literatur, Bildende Kunst, Tanz. | Schiffbauergasse 1 | Tel. 271560 | www.waschhaus.de | Straßenbahn 93, 94, 99, Bus 116

Hans-Otto-Theater

Im futuristisch anmutenden Theaterneubau am Tiefen See werden klassische und zeitgenössische Stücke gespielt. Weitere Spielstätten: Im wunderschön-barocken und original restaurierten Schlosstheater im Neuen Palais beeindruckt auch die historische Rokokokulisse | (Bus X5, 605, 695). Die Reithalle A widmet sich insbesondere dem Jungen Theater. | Schiffbauergasse 11 | Tel. 98118 | www.hansottotheater.de | Straßenbahn 93, 94, 99

Region: Park Sanssouci & Umgebung

Krongut Bornstedt

Das einstige Mustergut der Hohenzollern wurde nach jahrelanger Sanierung im Sommer 2002 wieder eröffnet. Sie erleben hier brandenburgisch-preußische Geschichte in zeitgemäßer Form. Es gibt ein Brau- und Brennhaus, Hofbäckerei, Café und Konfiserie sowie eine Manufaktur, in der alte Handwerksberufe aufleben, vom Zinngießer über den Korbflechter bis zum Glasbläser. Im Herrenhaus sind die kaiserlichen Salons wieder entstanden.

Den in Beige und Altrosa getünchten Gebäudekomplex (1848) im italienischen Stil, nur wenige hundert Meter von Schloss Sanssouci entfernt, verwandelten der spätere Kaiser Friedrich III. und seine englische Gemahlin Victoria in ein Mustergut. | Ribbeckstr. 6/7 | tgl. 10-19 Uhr | Eintritt in die Gutsanlage frei | Info Tel. 0331/550650 | www.krongut-bornstedt.de | Straßenbahn 92 | Bus 614, 692

Neues Palais

Unzählige Schnecken und Muscheln schmücken mit über 20000 Mineralien und Versteinerungen den als Grotte gestalteten Gartensaal. Er gehört zu den etwa 60 zu besichtigenden Räumen, die mit Möbeln, Porzellan und Kunsthandwerk ausgestattet sind. Die etwa 300 Gemälde im Neuen Palais haben vornehmlich italienische, niederländische und französische Künstler geschaffen. Hauptsaal des Schlosses war der Marmorsaal im Obergeschoss, gestaltet von Gontard. Die in Form und Gestalt französischen Spiegelgalerien ähnelnde Marmorgalerie im Erdgeschoss diente als Speisesaal. Im Südflügel ist die Wohnung von Friedrich II. zu besichtigen. | April bis Okt. Mi-Mo 10-18, Nov.-März Mi bis Mo 10-17 Uhr, Nov.-März nur mit Führung, Königswohnung April bis Okt. nur mit Führung um 10/11/14/16 Uhr | Bus 695, 605, X5

Park Sanssouci

Potsdams Hauptanziehungspunkt vereint Natur, Schlösser und kleinere Bauten zu einem einzigartigen Kunstwerk. In der von Lenné gestalteten, 2,9 km² großen Parkanlage ist der 2,5 km lange Hauptweg, der sich zu Rondellen mit Fontänen und Skulpturen weitet und alle Parkbereiche zusammenfasst, das zentrale Element. Wenn Sie den Park am östlichen Ende des Hauptweges betreten, gelangen Sie zur Großen Fontäne, von der Sie über den Weinberg hinauf zum Schloss Sanssouci blicken - ein weltbekanntes Motiv! Am Rande der südlichen Schlossterrasse, an den Büsten römischer Kaiser erkennbar, ließ Friedrich II. seine geliebten Windhunde begraben und für sich selbst eine Gruft ausheben. Aber erst am 17. August 1991 bekam der König hier seine letzte Ruhestätte.

Die östlich vom Schloss Sanssouci gelegene, lang gestreckte Bildergalerie (1755-63 von Johann G. Büring) lässt von außen den prachtvollen Innenraum nicht erahnen. Und westlich des Schlosses, oberhalb der Neuen Kammern (1748 von Knobelsdorff), drehen sich seit 1993 wieder die mächtigen Flügel der Historischen Mühle, die 1945 abgebrannt war.

Das 330 m lange Orangerieschloss (1850-64 von Persius, Stüler, Hesse) entstand nach dem Vorbild italienischer Renaissancebauten. Im Parterre vor der Orangerie haben Sie dann den König vor sich, auf den die wunderschöne Anlage zurückgeht: Friedrich II. Das marmorne Reiterstandbild ist eine verkleinerte Nachbildung des bronzenen Denkmals von Christian Daniel Rauch, das in der Straße Unter den Linden in Berlin steht.

Größtes Bauwerk des 18. Jhs. im Park von Sanssouci ist das Neue Palais (1763-69 von Büring, Manger, Gontard) mit über zweihundert Räumen. 428 Götter und Halbgötter, an denen zwölf Bildhauer und mehrere Dutzend Steinmetzen sechs Jahre lang meißelten, schmücken die Fassade. Das Schlosstheater (1748) im südlichen Hauptflügel nimmt das gesamte erste und zweite Obergeschoss ein.

Um das Neue Palais sollten Sie einmal herumgehen, weil sich der Blick auf die Communs (1766-69 von Gontard, Legeay) lohnt. In den beiden gewaltig wirkenden Bauwerken gegenüber der Ehrenhofseite befanden sich Küchen, Wirtschaftsräume und Dienstwohnungen. In den Antikentempel (1768 von Gontard) nördlich vom Neuen Palais, eine verkleinerte Nachbildung des Pantheons in Rom, luden die Könige bis 1830 zur Besichtigung ihrer Antikensammlung ein. Nachdem diese jedoch ins Neue Museum nach Berlin gekommen war, wurde der Tempel Ruhestätte einiger Hohenzollern. So liegen hier die erste Gemahlin von Wilhelm II., Kaiserin Auguste Viktoria (verstorben 1921), und seine zweite Frau Hermine (verstorben 1947).

Im italienischen Stil wurde auch die Fasanerie (1840 von Persius) erbaut. Nach dem klassizistischen Schloss Charlottenhof (1826-29 von Schinkel), das an römische Villenbauten erinnert, kommen Sie zu den Römischen Bädern und kurz danach zur Meierei. Auf dem Ökonomieweg geht es, vorbei am Chinesischen Haus, zur Friedenskirche (1844-54 von Persius) mit der Gruft für Friedrich Wilhelm IV. und seine Gemahlin. Der König wünschte sich eine im Wasser spiegelnde Kirche und lege daher vor dem Gotteshaus den Friedensteich an.

An der Nordseite des Atriums steht das Mausoleum (1888-90 von Julius Raschdorff) für den 99-Tage-Kaiser Friedrich III. und seine Frau. Am Grünen Gitter (1850) können Sie den Park verlassen. Wer die in ihm stehenden Skulpturen gezählt hat, müsste auf etwa 400 gekommen sein. | Bus X15, 695.

Schloss Sanssouci

Am 1. Mai 1747 weihte Friedrich II. das eingeschossige, lang gestreckte Schloss mit einem Bankett ein. Gedacht war es als seine Sommerresidenz, doch verbrachte er später hier die meiste Zeit des Jahres.

Das heute weltberühmte Bauwerk ist reich mit Möbeln, Gemälden, Plastiken und Porzellan vorwiegend aus dem 18. Jh. ausgestattet. Als einer der schönsten Räume des deutschen Rokoko gilt das durch Spiegel optisch geweitete Konzertzimmer, in dem sich Malerei, Skulptur und Kunsthandwerk zu einem Gesamtbild verbinden. Dem Konzertzimmer schließt sich das Empfangszimmer an, in dem die Gäste auf die Audienz beim König zu warten hatten.

In der Bibliothek, die im Grundriss Friedrichs Arbeitszimmer im Schloss Rheinsberg folgt, werden 2200 Bücher in den Schränken aufbewahrt, die aus dem Potsdamer Stadtschloss stammen. Der König hatte alle seine Bibliotheken - beispielsweise auch die in seinen Privatgemächern im Neuen Palais - mit den gleichen Büchern ausgestattet. Wohnräume für seine Gemahlin, Königin Elisabeth Christine, existieren in Potsdam allerdings nicht. Friedrich II. hatte sie in das Schloss Schönhausen im heutigen Berliner Stadtbezirk Pankow abgeschoben.

Friedrichs Arbeits- und Schlafzimmer ist der einzige Schlossraum, der nicht mehr die ursprüngliche Innengestaltung hat. Nachfolger und Neffe Friedrich Wilhelm II. ließ sich den Raum im klassizistischen Stil umgestalten. Im Alkoven, ehemals Schlafraum, steht aber wieder der Sterbestuhl des berühmtesten Hohenzollern.

Wenn Sie die Haupträume von Schloss Sanssoucci in den Ferienmonaten besichtigen wollen, sichert nur zeitiges Kommen noch eine Eintrittskarte (Kassenöffnung 9 Uhr). Vielfach sind schon in den Mittagsstunden alle Tickets für den Tag verkauft. | April bis Okt. Di-So 10-18, Nov.-März Di-So 10-17 Uhr, nur mit Führung | Kartenverkauf jeweils nur für denselben Tag | Park Sanssouci | Bus X15, 695

Der Westflügel von Schloss Sanssouci, der Damenflügel, bildet eine Einrichtung für sich. Die für Hofdamen (im Erdgeschoss) und Kavaliere (im Obergeschoss) eingerichteten Räume vermitteln ein Bild höfischer Wohnkultur zwischen Biedermeier und Gründerzeit. Die Möbelgarnitur im ersten Kavalierzimmer stammt aus dem Potsdamer Stadtschloss. Königin Elisabeth, die Gemahlin Friedrich Wilhelms IV., bekam sie 1850 als Geburtstagsgeschenk vom Zarenhof. Wer wissen möchte, wie die Königin aussah, sollte auf zwei Gemälde in diesem Raum achten: Eins zeigt sie vor Schloss Sanssouci, das andere vor dem Berliner Stadtschloss. | Mai-Okt. Sa/So 10-18 Uhr

Im östlichen Seitenflügel von Schloss Sanssouci, der Schlossküche, können Sie besichtigen, wo Majestäts Gaumenfreuden entstanden. 1842 hat man die 115 m² große Hofküche erstmals genutzt. Zubereitet wurden hier vor allem die privaten Mahlzeiten, meist für 12 bis 15 Personen, oft auch für kleinere Festlichkeiten wie die silberne Hochzeit des Königspaares. Fast das gesamte Inventar aus der Mitte des 19. Jhs. blieb erhalten. Prunkstück ist eine große eiserne Kochmaschine. Der Kochbetrieb in Sanssouci endete 1873 mit dem Tod der Gemahlin von Friedrich Wilhelm IV., Elisabeth von Bayern. | April-Okt. Di-So 10-18 Uhr

Region: Neuer Garten & Park-Babelsberg

Marmorpalais

Das Kleinod des preußischen Frühklassizismus hat sich Friedrich Wilhelm II. 1787-91 von Carl von Gontard als Wohnsitz mit prachtvollen Stukkaturen, Seidenbespannung und Marmorkaminen erbauen lassen, in dem heute auch kostbare Kunstwerke zu bewundern sind. Die Sammlung des bläulichen Wedgewood-Porzellans gehört in Umfang und Qualität zu den bedeutendsten außerhalb Englands. Im Obergeschoss, wo sich die Räume zu einem Rundgang um die zentrale Marmortreppe gruppieren, bildet das orientalische Zeltzimmer einen Höhepunkt.

Die Sowjetarmee nutzte das Palais als Offizierskasino, 1961 richtete die DDR darin ein Armeemuseum ein. | Mai-Okt. Di-So 10-18, Nov.-April nur mit Führung Sa/So 10-17 Uhr | Neuer Garten | Straßenbahn 92, 96, Bus 692

Schloss Cecilienhof

Das letzte und modernste Hohenzollernschloss besitzt 176 Räume, die sich um insgesamt fünf Innenhöfe gruppieren. Heute dient ein Teil des Schlosses als Hotel, der andere als Gedenkstätte. Schloss Cecilienhof (1913-17 von Paul Schultze-Naumburg) ging durch die Potsdamer Konferenz in die Weltgeschichte ein. Am 2. August1945, eine halbe Stunde nach Mitternacht, unterzeichneten an einem runden Tisch, der eigens dafür in Moskau hergestellt wurde und noch heute zu sehen ist, die Vertreter der drei Siegermächte Harry S. Truman, Clement Attlee und Joseph W. Stalin das „Potsdamer Abkommen“. Der fünfzackige rote Sowjetstern aus Blumen im Großen Hof ist kein Relikt aus DDR-Zeit, auf diesen Stern hatten sich die drei Regierungschefs in der Vorbereitungsphase der Konferenz geeinigt, vermutlich weil die Sowjetunion die Hauptlast des Krieges zu tragen hatte.

Der Konferenzsaal von 1945 und die Arbeitszimmer der Delegationen sind in der ursprünglichen Form erhalten geblieben. Als das Schloss für die Konferenz ausgewählt wurde, waren Teile der Originalmöbel verschwunden. Deshalb bestückte man 36 Schlossräume mit Mobiliar aus anderen Schlössern und Potsdamer Villen. Das ehemalige Arbeits- und Raucherzimmer des Kronprinzen diente Präsident Truman als Arbeits- und Beratungszimmer. Winston Churchill richtete sich in der früheren kronprinzlichen Bibliothek ein. Allerdings konnte er die aus Schloss Babelsberg extra herbeigeschafften Möbel aus hellem Ahornholz nur wenige Wochen genießen - nach einer Wahlniederlage seiner Partei in England musste er seinem Nachfolger Attlee weichen. Stalin hatte sich den Roten Salon, das Schreibzimmer der Kronprinzessin, ausgewählt. Sein Arbeitsplatz war am Schreibtisch zwischen Fenster und Kamin. | April bis Okt. Di-So 10-18, Nov.-März nur mit Führung Di-So 10-17 Uhr

Weitgehend unbekannt ist, dass auch sechs wieder hergerichtete Privaträume des Kronprinzenpaares im Obergeschoss des Mittelbaus zu besichtigen sind. Die Fürstenabfindung von 1926 hatte der Kronprinzenfamilie ein Wohnrecht auf Lebenszeit eingeräumt; das erlosch allerdings, als sie vor der anrückenden sowjetischen Armee im Frühjahr 1945 das Schloss verließ und in den Westen floh. | Führung in den Privaträumen des Kronprinzenpaares tgl. 10/12/14 und 16 Uhr | Neuer Garten | Bus 692

Region: Historisches Zentrum

Filmmuseum

„Babelsberg - Gesichter einer Filmstadt“ nennt sich die Dauerausstellung des Museums. In ihr sind Raritäten zu sehen, beispielsweise die Schulbank aus dem Heinz-Rühmann-Film „Die Feuerzangenbowle“ von 1944, das Exposé des ersten Defa-Films „Die Mörder sind unter uns“ mit Hildegard Knef von 1946 und die Perücke des Defa-Indianerstars Gojko Mitic, die er im Film „Spur des Falken“ von 1968 trug. Viel Platz wird den Stars eingeräumt. In den Babelsberger Ufa- (ab 1921) und Defa-Ateliers (ab 1946) standen zum Beispiel Marlene Dietrich, Paul Wegener, Heinz Rühmann, Manfred Krug und Angelika Domröse vor den Kameras. Aus der filmtechnischen Sammlung zeigt das Museum den Doppelprojektor Bioskop von 1895. Zum Filmmuseum gehört ein Kino, das anspruchsvolle zeitgenössische und historische Filme zeigt.

Das Museum hat sein Domizil im einstigen Marstall, einem lang gestreckten, rotbraunen Bau, der 1686 als Orangerie entstanden war. Die Pferde- und Reitergruppen aus Sandstein von Friedrich Christian Glume auf den Attiken erinnern an den einstigen königlichen Reitstall. Marstall und Schloss waren durch die sogenannte Ringerkolonnade verbunden, deren Reste unterhalb des Hotels Mercure im wieder entstandenen Lustgarten aufgestellt wurden. | Tgl. 10-18 Uhr | Breite Straße 1a | im Marstall | www.filmmuseum-potsdam.de | Straßenbahn 91, 92, 93, 96, 99, X98, Bus 695

Holländisches Viertel

Ein kleines holländisches Idyll mitten in Potsdam, salopp auch „Klein-Amsterdam“ genannt. 1734 wurde das Architektur-Ensemble für holländische Kolonisten begonnen, 1742 war es fertig. Insgesamt entstanden in vier Karrees unter Leitung des Holländers Johann Boumann 59 Giebel- und 75 Traufenhäuser mit hübschen Vorgärten. Nach denen braucht man nicht Ausschau zu halten, denn der letzte verschwand schon 1928. An Holland erinnert auch die ebenfalls aus rotem Backstein errichtete westliche Häuserfront der nahen Straße Am Bassin, die rund 40 Jahre nach „Klein-Amsterdam“ entstand. | www.hollaendisches-viertel-potsdam.de | Straßenbahn 92, 96, Bus 692

Region: Am Rand der City

Biosphäre Potsdam

Deutschlands größter Tropengarten präsentiert einen Dschungel aus 20000 Pflanzen. Bis zu 14 m hohe Bäume und Palmen bilden das grüne Dach des Regenwalds, die Pfade säumen Orchideen, Kakao- und Kaffeepflanzen. Wasserfall, Geräusche des tropischen Waldes und stündlich Gewitter mit Regenschauern und Nebel schaffen die richtige Dschungelatmosphäre. Terrarien mit Insekten sowie tropische Fische in der Unterwasserstation zeigen eine Auswahl der tropischen Tierwelt. | Mo-Fr 9-18, Sa/So 10-19 Uhr | Georg-Hermann-Allee 99 | Tel. 550740 | www.biosphaere-potsdam.de | Straßenbahn 92, 96

Filmpark-Babelsberg

Der Filmpark - entstanden auf dem Gelände der einst größten Filmstadt Europas, die sich heute Medienstadt Babelsberg nennt - bietet Ihnen viel: Autocrashs, aufsteigende Rauch- und Nebelschwaden, rasante Verfogungsjagden und Sprünge aus schwindelerregender Höhe. All dies zeigt die Babelsberger Stuntcrew frei nach Motiven des Kinohits „Mad Max III“ in ihrer atemberaubenden Show. Schauplatz ist die monumentale Kulisse eines erloschenen Vulkankraters.

Im Fernsehstudio 1 können Sie auf einer großen Videoleinwand die einzelnen Produktionsschritte verfolgen oder selbst im Rampenlicht stehen, zum Beispiel als Nachrichtensprecher, Wetterfee oder Aufnahmeleiter. In Merlins Rückkehr demonstriert einer der profiliertesten Filmtiertrainer Deutschlands seine Arbeit mit wilden Tieren vor der Kamera. Auch hier erleben Sie das Spektakel hautnah und können mitmachen. Schön gruselig geht es im Dorf der Wölfe zu. Hier sind Originalfilmdekorationen aus Horror- und Gruselfilmen zu bewundern, in denen Pranger, Guillotine und Spukhäuser für Gänsehaut sorgen.

Wem das noch nicht reicht, der lässt sich im 4D-Actionkino richtig durchrütteln. Auf den bewegten Sitzen, begleitet von Wind und Nebel, erleben Sie modernste Kinotechnik. In der neuen Ausstellung Die 7 Weltwunder des Films werden die faszinierenden Möglichkeiten der Tricktechnik in Szene gesetzt. Willkommen zum Flug auf Münchhausens Kanonenkugel oder zu einer rasanten Fahrt im Cabrio.

Im Sandmann-Haus wohnen der Sandmann und seine Freunde, im gläsernen Studio ist die Entstehung neuer Sandmännchenfolgen zu beobachten. Hinter einem bunten Bretterzaun entstand nach Janoschs Buch „Oh wie schön ist Panama“ ein Kinderpark mit Spielscheune, Hängebrücken, Wasserspielen und Kinderrestaurant. Wer von den kleinen Besuchern Lust auf echte Mutproben hat, geht zum Dschungelabenteuerspielplatz mit Pendelwippe und Seilbahn, Wippbrücke, Buschhaus und Palmeninsel.

Babelsberg zählt zu den größten und ältesten Filmstudios der Welt. Hier standen seit 1912 Stars wie Greta Garbo, Marlene Dietrich, Yves Montand und Omar Sharif vor den Kameras. Über 3000 Kino- und Fernsehfilme haben die Studios bis heute verlassen. Die Studiotour, eine 20-minütige Shuttlefahrt, führt Sie auf das ansonsten nicht zugängliche Gelände der Medienstadt Babelsberg. Für den individuellen Besuch der Attraktionen des Filmparks sollten Sie mindestens sechs Stunden einplanen.

Wollen Sie sich nach all den Vergnügungen stärken, dann bietet sich im Eingangsbereich des Parks das Erlebnisrestaurant Prinz Eisenherz an. Die Ausstattung stammt zum größten Teil aus dem deutsch-britischen Fantasyspektakel gleichen Namens.

Jährlich im Sommer findet die Filmparknacht statt, eine Nacht der Fabelwesen und Magie in den phantastischen Kulissen des Filmparks. | Mitte März-Okt. tgl. 10-18 Uhr, Juni/Sept. Mo/Fr geschl. | Großbeerenstraße | Tel. 7212750 | www.filmpark.de | Bus 601, 690