Reisetipps Philippinen

Highlights Philippinen

Region: Manila

Intramuros

Als der Eroberer Miguel López de Legazpi im Jahr 1571 die arabische Siedlung Maynilad an der Mündung des Pasig River für die spanische Krone in Besitz nahm, verfolgte er große Pläne. Er ließ Intramuros bauen, eine Stadt „innerhalb der Mauern“, die jahrhundertelang Sitz der spanischen Oberschicht war. So mancher Feind scheiterte an den meterdicken Steinwällen.

Im Zweiten Weltkrieg wurde Manilas Altstadt fast vollständig in Schutt und Asche gelegt. Nachdem zunehmend historische Stätten und Gebäude renoviert wurden, lässt sich wieder einiges vom Prunk vergangener Tage erahnen. Die San Agustin Church (General Luna St./Real St.) hatte im Krieg wohl einen Schutzengel. In einer der ältesten Steinkirchen des Archipels können Sie den mächtigen barocken Altar, auffällige Deckengemälde und reich bestückte Kapellen bewundern. Angegliedert ist das San Agustin Museum (tgl. 9-12 und 13-18 Uhr | Eintritt 100 P), das die Welt der Augustinermönche zur Zeit der spanischen Besatzung aufleben lässt. Die Kirche ist außerhalb der Messen durch das Museum zugänglich.

Direkt gegenüber bietet sich ein Besuch im spanischen Herrenhaus Casa Manila an (Di-So 9-12 und 13-18 Uhr | Eintritt 50 P). Das zweistöckige Gebäude aus dem frühen 19. Jh. wurde komplett renoviert und ist mit antiken Möbeln eingerichtet. Die Museumswärter geben gerne Auskunft - etwa zum hölzernen Kühlschrank.

Sehenswert ist auch die ehemalige Festung der Spanier, das Fort Santiago (tgl. 8-18 Uhr | Eintritt 50 P). Alte Kanonen, eiserne Soldaten in Originalgröße und Einschusslöcher in den alten Gemäuern zeugen von der militärischen Geschichte, ein kleiner Park lädt zum Verweilen ein. Mittelpunkt des Forts ist das Museum Rizal Shrine (tgl. 8-12 und 13 bis 17 Uhr | Eintritt frei), das dem Nationalheld Dr. José Rizal gewidmet ist. Der Wissenschaftler, Autor und Freiheitskämpfer verbrachte hier eingekerkert seine letzten Lebenstage, bevor ihn die Spanier 1896 exekutierten. Zu sehen sind neben vielen anderen Memorabilien ein durchschossenes Knochenstück Rizals und die Öllampe, in der sein letztes Gedicht Mi ultimo adio (Mein letzter Gruß) aus der Zelle geschmuggelt wurde. Von Fort Santiago sind es keine fünf Minuten Fußweg zur Manila Cathedral (tgl. 8-12 und 15 bis 18 Uhr | Eintritt frei | Plaza Roma). Das 1581 erbaute Gotteshaus wurde mehrfach durch Erdbeben, Brände und Taifune zerstört und überstand den Zweiten Weltkrieg nur als Trümmerhaufen. In der wieder aufgebauten, imposanten Kathedrale ertönt zu Gottesdiensten eine Orgel mit 4500 Pfeifen.

Lake Taal

Knapp 60 km südlich von Manila liegt dieser faszinierende Kratersee, aus dem sich mehrere Vulkane erheben, darunter der Taal Volcano, einer der kleinsten und aktivsten Vulkane der Welt. Vom Aguinaldo Highway aus, der oberhalb des Sees entlang der sogenannten Tagaytay Ridge führt, erschließt sich das Panorama von Lake Taal in voller Schönheit. Sie können sich in Booten zum Taal Volcano bringen lassen, ihn besteigen oder im Tagaytay Picnic Grove (am Highway gelegen) reiten. Leichte Wanderungen bieten sich vom Peoples Park (ausgeschildert) aus an. Eine Jacke ist ratsam, oft bläst ein kühler Wind. Ein Ökolunch oder eine Massage in Sonya's Secret Garden (Buck Estate | Tel. 0917/5329097, Tisch reservieren | €€€) kann den Ausflug krönen. | Anfahrt über South Expressway, Ausfahrt St. Rosa

Region: Bicol

Donsol

Von Februar bis Mai pflügen hier Walhaie durch das planktonreiche Meer. Touristen können mit den „freundlichen Riesen“ schnorcheln. Tauchen ist nicht erlaubt, die Schnorchelausrüstung sollten Sie am besten mitbringen. Die Busfahrt von Legazpi dauert zwei Stunden. Das beste Resort ist das Viton Beach Resort (22 Zi. | Tel. 0927/9126313 | €). Im Visitor Center (www.ecotourdonsol.com) nebenan können Sie für ca. 65 Euro ein Boot samt Crew und Officer buchen, der die butanding (Walhaie) vor übereifrigen Touristen schützen soll. Das beste Essen und gute Cocktails gibt es in der am selben Strand gelegenen BARacuda (€€).

Mt. Mayon

Der 2462 m hohe Vulkan überragt majestätisch das flache Umland. In dem nahezu perfekt geformten Berg grummelt es oft. Tausende Anwohner wurden im Jahr 2006 vorsichtshalber evakuiert. Während seltener ruhiger Phasen können Sportliche den von Vulkanologen überwachten Mt. Mayon in einer zweitägigen geführten Tour erklimmen. Die besten Monate dafür sind Februar bis April. Erfahrene Führer organisiert Bicol Adventure Tours (Mo-Fr 8-17 Uhr, Sa 8-12 Uhr | Quezon Ave. | Tel. 052/4802266). Führer, Ausrüstung und Verpflegung kosten pro Person etwa 78 Euro.

Region: Bohol & Panglao Island

Chocolate Hills

Vom Flugzeug aus sieht die mysteriöse Hügelformation aus wie ein Heer von gigantischen Schokopralinen. Exakt 1268 braune Kuppen erheben sich aus der vor Urzeiten noch unter Wasser stehenden Ebene im Zentrum Bohols. Die meisten Hügel sind um die 40 m hoch, einige auch bis zu 120 m. Während der Name leicht durch die schokoladenbraune Farbe in der Trockenzeit (Dezember bis April) zu erklären ist, rätseln Forscher über die Entstehungsgeschichte dieses geologischen Phänomens. Möglicherweise sind es abgeschliffene Überreste uralter Unterwasserformationen. Die Insulaner halten es lieber mit einer Legende. Danach weinte der Riese Arogo bitterlich, als seine große Liebe Aloya starb. Seine Tränen erstarrten zu jenen Hügeln, die heute Chocolate Hills heißen.

Einheimische fahren Sie gerne auf Mopeds durch die Hügellandschaft (maximal 250 Pesos zahlen!), ausgeschilderte Wanderwege gibt es nicht. Resorts in Panglao Island organisieren Tagestrips zu den Chocolate Hills. Nur wer auf den oft fotografierten Sonnenaufgang nicht verzichten will, übernachtet im schlichten Chocolate Hills Complex (11 Zi. kein Tel. | €) am Fuße der 200 Stufen höher gelegenen Aussichtsplattform.

Pamilacan Island

Lange Zeit lebten die Bewohner des ca. 20 km südöstlich von Panglao gelegenen Eilands vom Walfang. Heute setzen sie Walen und Delphinen nur noch nach, damit Touristen sie aus der Nähe sehen können. Tagestouren schließen die Fotosafari und einen Besuch im Fischerdorf auf Pamilacan Island mit Schnorchel- und Badegelegenheit ein. Pamilacan Island Dolphin and Whale Watching Organisation | Kosten je nach Teilnehmerzahl | Tel. 038/5409279 | www.dolphinwhalewatchhomestead.com

Region: Negros

Siquijor

Die Spitznamen „Hexeninsel“ oder „Voodoo-Insel“ verraten bereits, was an Siquijor (82000 Ew.) so speziell ist. Die dicht bewaldeten Hügel des Eilands sind Wirkungsstätte einheimischer Geistheiler, die mit Kräutern, Handauflegen oder mystischen Formeln ihre Patienten heilen (sollen). Vor allem aber ist es eine landschaftlich äußerst reizvolle Insel mit unverfälscht-charmanten Bewohnern und intakten Riffen vor der schönen Küste. Einheimische Urlauber und asiatische Touristen meiden Siquijor wegen der Zauberer - ein Vorteil für Besucher, die nicht an übersinnliche Mächte glauben.

Sie erreichen die Insel von Dumaguete (Negros) mit der Schnellfähre in ca. einer Stunde. Genießen Sie Philippinen pur und tolle Tauchgänge im ca. 2,5 km südöstlich von San Juan gelegenen Cocogrove Beach Resort (39 Zi. | Tel. 035/4815008 | www.cocogrove.com.ph | €€). Lohnend: ein Tagesausflug im resorteigenen Super-Jeepney rund um die Insel - auf Wunsch mit Besuch bei einem Wunderheiler!

Region: Busuanga Island

Calauit Island

Vor der Nordwestspitze Busuangas liegt Calauit Island, auf der Expräsident Ferdinand Marcos Mitte der 1970er-Jahre Giraffen, Zebras, Antilopen und andere afrikanische Wildtiere ansiedelte. Kenntnisreiche Ranger begleiten Sie bei mehrstündigen Safaris in einem offenen Truck über die Insel. Das eine Bootsstunde entfernte Resort auf Dimakya Island ist auf die Tour spezialisiert (30 Euro bei vier Teilnehmern, alles inkl.). Von Busuanga aus kostet die Bootsfahrt je nach Startpunkt etwa 1500 Pesos, hinzu kommen 350 Pesos Eintritt plus ca. 500 Pesos (je nach Teilnehmerzahl) für den Ranger.

Region: Puerto Princesa

Tubbataha Reef

Vom Tubbataha Reef schwärmte vor 30 Jahren schon Meeresforscher Jacques Cousteau, der „nie etwas Schöneres“ gesehen haben wollte. Auch heute noch bietet das in der Sulu-See gelegene Meeresschutzgebiet (180 km südöstlich von Puerto Princesa), das zum Unesco-Welterbe zählt, eine einmalige Vielfalt: 300 Korallen- und 380 Fischarten haben Meeresbiologen hier gezählt, zu den größten Bewohnern zählen Mantarochen, Schildkröten und Haie. Das Tubbataha Reef ist nur von sogenannten Live-Aboard-Schiffen von Mitte März bis Mitte Juni aus zu erkunden, eine Woche ab Puerto Princesa kostet etwa 950 Euro. | www.tubbataha.com

Underground River

Der an der Nordwestküste im Puerto Princesa Subterranean River National Park (tgl. 8-17 Uhr | Eintritt 230 P) gelegene, nur vom Meer aus zugängliche Underground River ist mit 8 km der längste unterirdische Fluss der Erde. Die geheimnisvolle Höhlenwelt, durch die Sie in Ruderbooten gleiten, öffnet sich stellenweise zu gewaltigen Hallen mit imposanten Stalaktiten und Stalagmiten. Hotels in Puerto Princesa bieten Tagesausflüge an, die Anfahrt per Bus dauert mehr als 2 Stunden plus 25 Minuten Bootsfahrt. Oder Sie übernachten am Rande des Nationalparks in der Bambua Lodge (12 Zi. und 4 Cottages | www.bambua-palawan.com | €). Vom nahe gelegenen Sabang Beach pendeln Boote zum Underground River (600 P). Sie können aber auch über den etwa 4 km langen monkey trail zum Eingang der Höhlen laufen. Dann sollten Sie aber unbedingt feste Schuhe anziehen! | www.puerto-undergroundriver.com