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Ausflüge & Touren Philippinen

Im Schatten des Mt. Pinatubo

Im Schatten des knapp 1500 m hohen Mt. Pinatubo sind nach dem Abzug der US-Truppen Freihandelszonen (gut zum Shopping) sowie Freizeit- und Sportanlagen entstanden. Die Gegend nördlich von Manila wurde damit zu einem der beliebtesten Ausflugsziele von Luzon. Sie können hier Dschungeltrekking unternehmen, mit Walen schwimmen, nach Wracks tauchen oder den Vulkan Mt. Pinatubo besteigen, der nach seinem gewaltigen Ausbruch 1991 bizarr zerfurcht ist. Für den zweitägigen Ausflug von Manila nach Angeles City und Subic Bay (etwa 320 km) sollten Sie feste Schuhe und Badesachen einpacken.

Starten Sie zeitig, am besten in einem Mietwagen, um die notorisch überlasteten Straßen der Hauptstadt rasch hinter sich zu lassen. Über den Northern Express Highway geht es ins 66 km entfernte San Fernando (215000 Ew.), in dem das ganzjährig geöffnete Weihnachtsdorf mit kleinen Museen und Souvenirshops einen kurzen Stopp wert ist.

Bei der Weiterfahrt (20 km) Richtung Angeles City (250000 Ew.), das am Fuße des Mt. Pinatubo liegt, ahnt man angesichts der zerfurchten Flanken des Vulkans, mit welcher Urgewalt er 1991 ausbrach. 1000 Menschenleben kostete die Eruption. Die Mondlandschaft des Mt. Pinatubo können Sie in geführten Halbtagestouren durch die bizarr geformten Lavaschluchten erkunden. Sie kosten etwa 650 Pesos, Tagestrips zum Kratersee des Berges ca. 3000 Pesos (z.B. bei Swagman Travel | Don Juico Avenue | Tel. 045/3222890).

Sollten Sie zum See aufsteigen wollen, ist es ratsam, in der Nähe zu übernachten, etwa im Holiday Inn Resort Clark (337 Zi. | Mimosa Leisure Estate | Tel. 02/8451888 | www.holiday-inn.com | €€€).

Falls Sie nicht zum See aufsteigen, geht es am Nachmittag über San Fernando zur Subic Bay (ca. 90 km) an der Westküste Luzons. Bis 1992 hatten die Amerikaner in dem natürlichen Tiefseehafen ihre riesige 7. Flotte stationiert. Deren Abzug wurde durch einen Beschluss des philippinischen Senats erzwungen. Inzwischen hat sich die Subic Bay zum beliebtesten Ausflugsziel in Zentralluzon gemausert. In der weiten Bucht entstanden innerhalb der Freihandelszone diverse Hotels (z.B. Camayan Beach Resort | 24 Zi. | Camayan Wharf | Tel. 047/2528000 | www.camayanbeachresort.com | €€) und Freizeitanlagen.

Am zweiten Tag Ihres Ausflugs haben Sie die Qual der Wahl: Sie können in der Bay nach einigen der 27 (!) Wracks tauchen. Oder mit dem Wasserflugzeug einen Rundflug über den Mt. Pinatubo unternehmen. Oder den Vergnügungspark Ocean Adventure (tgl. 9-18 Uhr | Eintritt 450 P | Camayan Wharf | www.oceanadventure.com.ph) mit seinem riesigen Aquarium, den Delphinen und Seelöwen besuchen. Badesachen mitbringen, Sie können mit Walen schwimmen (3300 P)! Spannende Erlebnisse verspricht auch das Jungle Environment Survival Training Camp (tgl. 8 bis 17 Uhr | Eintritt 100 P, Touren 300 P | nahe Subic Airport). Früher lehrten Stammesangehörige der Aeta die US-Marines, wie sie im Dschungel überleben, heute geben die Aeta ihr Wissen in mehrstündigen Dschungeltouren an Touristen weiter. Vergessen Sie aber nicht, an die zweistündige Rückfahrt zu denken!

Heisse Quellen und kalte Duschen

Einen Katzensprung von Manila entfernt dampfen rund um den Ort Los Baños heiße Quellen. Nach einem entspannenden Bad im warmen Wasser können Sie sich in den Stromschnellen des Pagsanjan River und den Kaskaden des Magdapio Fall abkühlen. Für diese Tour (140 km) sollten Sie zwei Tage einplanen - und Badesachen einpacken.

Auch hier sollten Sie so früh und damit so schnell wie möglich raus aus Manila fahren, diesmal auf dem South Expressway. Die mehrspurige Schnellstraße führt durch sattgrünes Flachland, auf dem Wasserbüffel grasen. In der Ferne taucht bald der dicht bewaldete Mt. Makiling auf. Bei Calamba, der Geburtsstadt des Nationalhelden José Rizal, fahren Sie vom Highway ab. Weiter geht's in die wenige Kilometer entfernte Universitätsstadt Los Baños, die ihren Namen den heißen Quellen in dieser Gegend verdankt. Nehmen Sie die Straße ins südöstlich gelegene San Pablo, das von sieben Seen umgeben ist. Im Osten thront der als mystisch geltende Vulkan Mt. Banahaw (2177 m).

Von hier sind es nur noch 15 km bis zum Etappenziel, dem Resort Hidden Valley. Es liegt wirklich ein wenig versteckt: in Alaminos vor der Kirche rechts abbiegen und den Schildern folgen. Gleich hinter dem Restaurant des Resorts führen Pfade in tropische Vegetation und zu kleinen Wasserfällen. In mehreren Pools können Sie im samtweichen, warmen Quellwasser tagträumen. Die Szenerie ist eine beliebte Film- und Fotokulisse, was den Eintrittspreis auf 1800 Pesos (inkl. Lunchbuffet) getrieben hat. Bis zum Tagesziel sind es noch 70 km zurück über San Pablo und Los Baños in die Kleinstadt Pagsanjan. Übernachten Sie außerhalb im schön am Fluss gelegenen La Corona de Pagsanjan (Tel. 02/9104203 | www.hotelacorona.com | €€), um dann früh - bevor die Besuchertrupps aus Manila kommen - Ihre Bootstour auf dem Pagsanjan River anzutreten. Achtung: Wer vom Ort aus startet, wird von infernalisch knatternden Booten zu den Stromschnellen gezogen. Der Festpreis pro Person beträgt 660 Pesos. Buchen Sie im Hotel, um Schlepper zu vermeiden! Zwei banqueros genannte Bootsleute paddeln Sie eine Stunde lang durch eine imposante Dschungelschlucht flussaufwärts durch die Stromschnellen (Kamera wasserdicht einpacken!). Francis Ford Coppola drehte hier die letzten Szenen von „Apocalypse Now“. Die letzten Meter legen Sie auf einem Floß zurück, um schließlich durch den Magdapio-Wasserfall zu fahren. In der kleinen Höhle hinter dem Wasserfall können Sie baden. Danach heißt es: ride the rapids! In der Regenzeit geht es in rasender Fahrt flussabwärts. Zur Sicherheit werden Schwimmwesten verteilt. Vor der Rückfahrt nach Manila (zwei bis drei Stunden) können Sie sich im 83 Gallery Café & Restaurant (tgl. 9.30-21 Uhr | Pagsanjan | 83 J. Rizal St. | €€) mit ausgezeichneten philippinischen Gerichten stärken - am schönsten im Pavillon am Garten.