Reisetipps Peru & Bolivien

Bloss nicht! Peru & Bolivien

Zu viel vornehmen

Riesige Entfernungen, extreme Höhen, Sehenswürdigkeiten in Hülle und Fülle, die zu Fuß über enge und steile Gassen erobert sein wollen, oder stundenlange Anfahrten auf einspurigen Serpentinen über Schwindel erregenden Abgründen: Für Peru und Bolivien braucht man eine gute Kondition - selbst, wenn man pauschal reist, und ganz besonders, wer auf eigene Faust unterwegs ist. Also: Sie sollten sich entweder weniger vornehmen oder mehr Zeit lassen.

Zu viel Gepäck mitnehmen

Raus aus dem Flugzeug, dem Bus oder dem Zug und rein ins Hotel - dieses Spiel wird sich mindestens ein dutzendmal wiederholen. Wer will sich da mit gigantischen Überseekoffern beschweren? Paarweise das Nötigste gepackt, das reicht völlig aus - zumal Sie Ihre Sachen fast überall vom Zimmermädchen oder dem Reinigungsservice des Hotels über Nacht waschen lassen können. Wollsachen wie Pullover kauft man ohnehin besser vor Ort.

Die Geduld verlieren

Es kann der Strom ausfallen, das Flugzeug Verspätung haben, der Bus auf der Strecke liegen bleiben, eine Straße gesperrt sein, ein orientierungsloser Taxifahrer am Steuer sitzen oder das Museum zu den offiziellen Öffnungszeiten geschlossen sein. Empörung oder gar Beschimpfungen des Personals helfen da nicht weiter - Geduld, Improvisation und Flexibilität sind gefragt.

Drogen nehmen

In Peru und Bolivien kennt man kein Pardon beim Konsum von Kokain oder Marihuana. Die Gefängnisse sind unbequem, und den Botschaften sind die Hände gebunden. Mehr als die Angehörigen daheim zu informieren können sie kaum tun. Lehnen sie grundsätzlich das Mitnehmen von Briefen oder Päckchen ab, deren Inhalt Sie nicht kennen.

In dunklen Gassen spazieren gehen

Wenn Einheimische Ihnen von einem Besuch bestimmter Viertel in den Städten oder touristischen Gebieten abraten, hören Sie auf sie. Tagsüber arbeiten die Diebe oft im Team (einer lenkt ab, der andere klaut). Nachts sollten Sie sich besonders vor Betrunkenen in Acht nehmen. Dann heißt es: Ruhe bewahren, um die Situation zu entschärfen.

In die Geldkartenfalle tappen

Die Alarmglocken sollten läuten, wenn man von einem „Touristen“ angesprochen wird: Er könnte ein Betrüger sein und Komplizen haben. Lassen Sie sich nichts aufquatschen, schon gar nicht eine günstige Taxifahrt zu zweit - sie könnte zum nächsten Bankautomaten führen, wo man Sie dann zwingt, Geld abzuheben. Die Betrüger gehen geschickt und brutal vor; darum unbedingt gleich alle Anmachversuche abblocken!