Reisetipps Normandie

Sehenswertes Normandie

Region: Caen

Abbaye aux Dames

Im östlichen Teil der Altstadt befindet sich die großartige romanische Abteikirche La Trinité, die Kirche der Abbaye aux Dames aus dem 11. Jh. Zu bewundern sind nicht nur die Krypta mit Kreuzgratgewölbe und der Kreuzgang, sondern auch ein französischer Garten. | Place de la Reine Mathilde | tgl. 9-18, geführter Rundgang 14.30 und 16 Uhr | Eintritt frei

Abbaye aux Hommes

Die im 11. Jh. von Wilhelm dem Eroberer im romanischen Stil erbaute Abteikirche Saint-Étienne wurde zwei Jahrhunderte später durch Chor und Türme im frühgotischen Stil ergänzt. Ein Meisterwerk sakraler Architektur, welches vor allem durch seine durchgängige Ästhetik und die berauschende Akustik besticht (Orgelspiel). Saint-Étienne ist zudem die Grabstätte Wilhelms des Eroberers. Das an die Kirche angebaute Abteigebäude aus dem 18. Jh. besitzt eine kostbare Innenausstattung. | Place Louis-Guillouard | tgl. Führungen um 9.30, 11, 14.30 und 16 Uhr | 2,20 Euro | freie Besichtigung nur der Kirche tgl. 8.15-12 und 14-19.30 Uhr

Château Ducal

Durch die lebhafte Rue Saint-Pierre mit zwei besonders schönen alten Fachwerkhäusern gelangt man zu dieser auf einem niedrigen Felsen gelegenen, mächtigen Festungsanlage aus dem 11. Jh. Die wehrhafte Ringmauer, durchsetzt von zwei Portalen und zahlreichen Bastionen, ist begehbar und bietet einen herrlichen Blick auf die für die Silhouette der Stadt so charakteristischen Türme - ein in der Abenddämmerung besonders stimmungsvolles Bild.

Hôtel d'Escoville

Gegenüber der Kirche an der Place Saint-Pierre beeindruckt der bedeutende Renaissancebau Hôtel d'Escoville aus dem 16. Jh. Der schöne Innenhof ist mit Skulpturen geschmückt.

Mémorial Caen Normandie

Das Musée pour la Paix (Museum für den Frieden) mit einer historischen Gesamtübersicht von 1918 bis heute versteht sich als Ort des Friedens und der Besinnung. Die Hälfte der jährlich 500000 Besucher sind jünger als 20 Jahre. | Esplanade Eisenhower | Sommer tgl. 9-20, sonst 9 bis 18/19 Uhr | 17 Euro | www.memorial-caen.fr

Musée des Beaux-Arts

In der Burganlage des Château Ducal ist das Kunstmuseum mit einer Sammlung italienischer und französischer Meister aus dem 17./18. Jh. untergebracht. | Esplanade du Château | Mi-Mo 9.30-18 Uhr | Eintritt außer bei Sonderausstellungen frei

Saint-Pierre

Der Burg vorgelagert liegt die gotische Kirche aus dem 13./14. Jh. mit einer eindrucksvollen Fassade, vielen Ornamenten im Flamboyantstil und einem 78 m hohen normannischen Glockenturm. | Place Saint-Pierre

Region: Bayeux

Musée Baron Gérard

Im ursprünglichen Bischofspalais ist neben Gemälden (16.-19. Jh.) auch eine Sammlung von Klöppelspitzen und Fayencen untergebracht. | Hôtel du Doyen | rue Lambert Leforestier | 2,60 Euro, Eintritt frei mit Eintrittskarte Tapisserie

Musée Mémorial de la Bataille de Normandie

Dokumente, Schaubilder und Filme über die Landung der Alliierten 1944. | Boulevard Fabian Ware | im Winter tgl. 10-12.30 und 14-18, im Sommer 9.30-18.30 Uhr | 6,50 Euro

Notre-Dame

Sie ist eine der besonders schönen und alten gotischen Kathedralen in Frankreich (11. Jh.). Von dem ursprünglichen romanischen Sakralbau sind lediglich die Krypta und der Kern der Türme erhalten. Dem Umbau des gotischen Chors im 13. Jh. folgten das Querschiff, die Seitenschiffkapitelle und der Vierungsturm, der als letzte Veränderung im 18. Jh. eine barocke Haube erhielt. | Rue Bienvenu | tgl. 8.30-18, im Sommer bis 19 Uhr

Tapisserie de Bayeux

Bereits in den Jahrhunderten vor der Invasion von 1944 gab es spektakuläre Landungen diesseits und jenseits des Kanals. Eine der ersten ist in Bildern anschaulich dokumentiert: die Überfahrt des Normannenherzogs Wilhelm nach England im Jahr 1066. 58 auf einem 70 m langen, 50 cm breiten Leinenband aufgestickte Bilder aus dem 11. Jh. stellen anschaulich und eindrucksvoll die Überfahrt und die Eroberung Englands dar - fast wie in einer bande dessinée, einem modernen Comicstrip. Die große Attraktion von Bayeux - ursprünglich für die Ausschmückung der Kathedrale gedacht - hängt im Centre Guillaume le Conquérant, einem eigens umgebauten Jesuitenkolleg. Seit Kurzem ist die Tapisserie Bestandteil des Unesco-Welterbes der Menschheit. Das Museum wurde 2007 vollkommen modernisiert und auf den neuesten Stand der Museumstechnik gebracht. | Centre Guillaume le Conquérant | rue Nesmond | tgl. 9.30-12.30 und 14-18, im Sommer 9-19 Uhr | 7,70 Euro | www.tapisserie-bayeux.fr

Region: Honfleur

Les Maisons Satie

Eine szenografische Hommage an den 1866 in Honfleur geborenen Komponisten Eric Satie. Das Museum vermittelt performanceartig nähere Bekanntschaft mit Werk, Leben und Geist des avantgardistischen Musikers. | 67 boulevard Charles V | Sommer Mi-Mo 10-19, Winter 10.30-18 Uhr, Jan.-Mitte Feb. geschl. | 5 Euro

Mont Joli

Über eine Serpentinenstraße westlich der Stadt erreicht man die Chapelle Notre-Dame-de-Grâce (tgl. 8.30 bis 17.30 Uhr) aus dem 17. Jh. mit ihrem schiefergedeckten Turm. Vom Platz vor der Pilgerkapelle hat man einen herrlichen Rundblick auf Honfleur, die Seinemündung und den Pont de Normandie.

Musée Eugène Boudin

Bedeutende Sammlung vorimpressionistischer und zeitgenössischer Gemälde sowie eine Ausstellung normannischer Trachten. | Place Eric Satie | Mitte März-Sept. Mi-Mo 10-12 und 14-18, Okt.-Mitte März Mi-Mo 14.30-17, Sa/So auch 10-12 Uhr | 4,50 Euro

Pont de Normandie

Östlich von Honfleur spannt sich diese atemraubende Brücke auf gut 2 km über die Seinemündung. Von der Brückenmitte tolle Aussicht auf den Mündungstrichter. Einen ausgeschilderten Parkplatz finden Sie am Südufer (kostenlos, dann weiter zu Fuß). Die Überquerung mit dem Auto kostet 5 Euro.

Sainte-Catherine

Die Holzkirche aus dem 15. Jh. in der Altstadt besteht aus zwei parallelen Schiffen und einem getrennt stehenden, mit Kastanienholzschindeln verkleideten Glockenturm. Eigentlich als Provisorium errichtet, berührt sie durch ihre Schlichtheit. | Tgl. 8.30 bis 18 Uhr, Kirchturmbesichtigung in Verbindung mit Musée Boudin

Region: Cherbourg

Bassin du Commerce

Ältester Teil der Hafenanlage (1831) ist das restaurierte Altstadtviertel. In den Straßen des Quartier des Halles lässt es sich gut bummeln und essen.

Cité de la Mer

Der riesige Komplex widmet sich ganz dem Abenteuer des Lebens unter Wasser. Dazu gehört der 45-minütige Besuch des U-Boots Le Redoutable. Ebenso spannend ist die Meereswelt in den 15 Aquarien, die sich um ein zylindrisches Becken (es soll das höchste in Europa sein) gruppieren. | Gare Maritime Transatlantique | Juli/Aug. tgl. 9.30-19, Mai/Juni und Sept. 9.30-18, Okt.-April 10-18 Uhr | 14,50 Euro, in der Nebensaison ermäßigt | www.citedelamer.com

Fort du Roule

Einen Rundblick über das Häusermeer und die sich weit ausdehnenden Hafenanlagen bietet am südöstlichen Stadtrand die auf der 112 m hohen Montagne de Roule errichtete Festung aus dem 19. Jh.

Parc Emmanuel Liais

Diese weit über 100 Jahre alte Gartenanlage enthält sehenswerte Sammlungen exotischer Pflanzen. | 22 rue de la Bucaille

Region: Alençon

Maison d'Ozé

Zu den wertvollsten Bauwerken der Stadt gehört das Adelspalais aus dem 15. Jh., in dem sich das Office de Tourisme und eine Ausstellung zur Stadtgeschichte befinden. | Place de la Magdeleine | Juli/Aug. Mo-Sa 9.30 bis 19, So 10-12.30 und 15-17.30, Sept.-Juni tgl. 9.30-12 und 14-18 Uhr

Musée des Beaux-Arts et de la Dentelle

Werke französischer Maler (17. bis 20. Jh.) und ausführliche Darstellung des Spitzenhandwerks. Im Zweijahresturnus attraktive Wechselausstellungen jeweils mit Schwerpunktthema Mode (z.B. Yves Saint-Laurent, Paco Rabanne) oder Malerei. | Cours Carré de la Dentelle | Di-So 10-12 und 14-18 Uhr | 3,10 Euro

Notre-Dame

Die ursprünglich romanische Kirche im Zentrum wurde im 15. Jh. in schöner Flamboyantgotik gestaltet und nach einem Brand im 18. Jh. restauriert. Beachten Sie die Glasfenster aus dem 16. Jh. | Place de la Magdeleine | tgl. 9-12 und 14-17.30 Uhr

Saint-Léonard

Im Stadtkern, dem Altstadtviertel Saint-Léonard, verführen hübsche Gassen mit schönen mittelalterlichen Fachwerkhäusern zum Bummeln. Achten Sie besonders auf die schmiedeeisernen Balkonbrüstungen und schönen Fassaden.

Region: Évreux

Couvent des Capucins

Neben dem Jardin Public stehen die architektonisch harmonisch gestalteten Gebäude des ehemaligen Kapuzinerklosters aus dem 17. Jh. Besonders schön ist der Kreuzgang.

Musée Municipal

Schwerpunkt des Städtischen Museums im Bischofspalast sind archäologische Sammlungen. Im Mittelpunkt steht ein 60 m langes Originalstück der Stadtmauer von Évreux. | Di-So 10-12 und 14-18 Uhr | 4 Euro

Notre-Dame

Der eindrucksvolle Sakralbau erhielt seine heutige Form im 12.-17. Jh. Sehenswert sind im Inneren die großartigen bunten Kirchenfenster aus dem 16. Jh. und die feinen Renaissanceschranken an den Chorkapellen. Durch die Kathedrale mit einem Kreuzgang verbunden ist der Palais Épiscopal. Heute ist in dem ehemaligen prächtigen Bischofspalast das Städtische Museum untergebracht. | Tgl. außer zur Messe 8-12 und 14 bis 19 Uhr

Saint-Taurin

Die Promenade des Remparts entlang des Flüsschens Iton führt zu dieser früheren Abteikirche aus dem 10.-15. Jh., die über dem Grab von Saint-Taurin, dem ersten Bischof der Stadt, errichtet wurde. Der berühmte Reliquienschrein ist ein Meisterwerk der Goldschmiedekunst aus dem 12. Jh. | Tgl. 8-12 und 14-19 Uhr (außer zur Messe)

Tour de l'Horloge

Gegenüber dem Rathaus steht das Wahrzeichen der Stadt, der schlank aufragende beffroi aus dem 15. Jh. In dem 44 m hohen Turm hängt eine stattliche 2000 kg schwere Sturmglocke, deren mächtiges Läuten den Bürgern drohende Gefahren aller Art ankündigte.

Region: Le Havre

Espace Oscar Niemeyer

Über eine breite Avenue direkt in den Stadtkern geführt, stößt man fast zwangsläufig auf den Espace Oscar Niemeyer, das nach seinem brasilianischen Architekten benannte große Kulturzentrum. Mit Theater, Kino, Ausstellungsräumen und dem café-musique L'Agora bildet es den kulturellen Mittelpunkt der Stadt. Das wirtschaftliche Gegenstück liegt direkt gegenüber: das Bassin de Commerce mit dem internationalen Handelszentrum.

Führungen & Touren

Das Office de Tourisme bietet für Gruppen und Einzelreisende thematische Führungen zu Fuß oder per Bus an, z.B. einen Spaziergang über die Treppen von Le Havre oder entlang der Felsküste, eine Architekturführung zum Wiederaufbau nach 1945 oder einen Lifestylerundgang in Sainte-Adresse.

Anderthalbstündige Hafenrundfahrten können Sie auf einem Motorboot unternehmen | (April-Juni und Sept.-Nov. | Termine und Buchung Tel. 0235289953).

Hôtel de Ville

Dem Espace Oscar Niemeyer vorgelagert ist die Place de l'Hôtel de Ville, ein dem Rathaus mit seinem 72 m hohen Panoramaturm zu Füßen liegender großer Platz. An seinem Rand die Grünanlagen des Jardin Public mit einem Résistance-Ehrendenkmal.

La Maison de l'Armateur

Eine mondäne Reedervilla aus dem 18. Jh. im Herzen der Innenstadt wurde mit viel Geschick und Geschmack zum Museum für Stadtgeschichte umgewandelt. | 3 quai de l'Isle | Fr-Mo 11-18, Mi 14-18 Uhr | 3 Euro

Musée des Beaux-Arts André Malraux

Direkt am Hafen in einem Bau aus Glas und Stahl finden Sie das Museum der schönen Künste, dessen Sammlungen - vor allem moderne Malerei - zu den besten in Frankreich gehören. Auch bedeutende Impressionisten sind vertreten. In den Wintermonaten kann man vom Museumscafé aus Sonnenuntergänge über dem Meer und die Ausfahrt großer Schiffe beobachten. | 2 boulevard Clémenceau | Mo, Mi, Do, Fr 11-18, Sa/So 11-19 Uhr | 5 Euro

Notre-Dame

Anziehungspunkt beim Hafen ist die restaurierte Kathedrale aus dem 16./17. Jh., die Stilelemente der Gotik und der Renaissance miteinander vermischt. Markant der viereckige Glockenturm. Im Inneren beachtenswert: die 1638 von Kardinal Richelieu gestiftete Orgel.

Port de Plaisance

Eine Attraktion ist zweifellos der Yachthafen mit Platz für 1300 Boote. Ein fotogener Rundblick ergibt sich von der Mole Digue Nord.

Sainte-Adresse

Die früher blühende Hafenstadt, ein nordwestlicher Vorort von Le Havre, ist heute ein bekanntes Seebad, das den Besuch auch wegen des schönen Rundblicks vom Aussichtspunkt in der Nähe der neugotischen Kapelle Notre-Dame-des-Flots lohnt. Vorgelagert sind die Felsformationen des Cap de la Hève sowie das alte Fort de Sainte-Adresse.

Region: Avranches

Donjon

Aus den Resten der alten Befestigungsanlagen ragt der zinnen- und pechnasenbewehrte Bergfried aus dem 13. Jh. hervor.

Jardin des Plantes

Der frühere Klostergarten des Kapuzinerordens bezaubert durch seine exotische Blütenpracht und den großartigen Blick hinüber auf den Mont-Saint-Michel. | Hinter der place Carnot | tgl. 8 Uhr-Einbruch der Dunkelheit

Musée Municipal

Im ehemaligen bischöflichen Palais ist das Stadtmuseum untergebracht. Es zeigt regionale Kunst von der galloromanischen Zeit bis ins 20. Jh sowie normannische Möbel und Trachten. | Place Jean de Saint-Avit | Juni bis Sept. tgl. 10-12.30 und 14-18 Uhr | 1,50 Euro

Saint-Gervais-et-Saint-Protais

Die Basilika mit dem 74 m hohen, granitenen Turm ist das Wahrzeichen von Avranches. In der Kirche können Sie im Musée du Trésor einen Reliquienschrein von Saint-Aubert, dem Gründer des Klosters Mont-Saint-Michel, und weitere Kunstschätze bewundern. | Rue des Chapeliers | Juni-Mitte Okt. Mo-Sa 10-12 und 14-18, So 14-18 Uhr | Eintritt frei

Scriptorial d'Avranches

Die alten Manuskripte des Mont-Saint-Michel von unschätzbarem Wert modern in einem neuen Museum in Szene gesetzt. | Place d'Estouville | Juli/Aug. tgl. 10-19, Mai, Juni, Sept. Di-So 10-18, Okt.-Dez. und Jan.-April Di-So 10-12.30 und 14-17, Sa/So bis 18 Uhr | 7 Euro

Region: Granville

Maison Christian Dior

Über eine Steintreppe erreicht man vom Stadtstrand aus das Geburtshaus des Modeschöpfers mit prächtigem Garten. Im Innern ist ein Mode- und Kunstmuseum eingerichtet worden, eine Kultstätte der Fashionfans. | Mitte Mai-Ende Sept. tgl. 10-18.30 Uhr | 5 Euro

Remparts/Stadtmauern

Der Rundgang auf den Stadtmauern mit dem befestigten Tor Grande Porte eröffnet wunderbare Rundblicke auf Hafen, Bucht, Strände und die Îles Chausey.

Region: Côte Fleurie

Cabourg

Als Ferienort geplant, entstand Cabourg 1860 auf dem Reißbrett. Und so führen noch heute viele Straßen direkt auf das Kasino zu - gesäumt von Häusern mit dem freundlichen Charme der Belle Époque. Die an dem feinsandigen Strand entlangführende Promenade Marcel Proust erinnert an den großen Dichter, der aus gesundheitlichen Gründen viele Jahre in Cabourg verbrachte und dem Ort als „Balbec“ einen Platz in seinem Monumentalwerk „Auf der Suche nach der verlorenen Zeit“ gab.

Vielleicht inspiriert Sie ein Aufenthalt in seinem phantastisch über dem Meer gelegenen einstigen Feriendomizil, dem Grand Hotel (70 Zi. | promenade Marcel Proust | Tel. 0231910179 | Fax 0231240320 | www.grandhotel-cabourg.com | €€€), ebenfalls zu literarischem Schaffen. Angesichts des Preisniveaus sollten Sie davon aber eine größere Auflage verkaufen können. Das romantische Seebad (3400 Ew.) hat einen Yachtclub, Segelschulen und Strandsegeln, aber auch Theater, Kino, Nachtclub und Bars im Angebot. Auskunft: jardin du Casino | Tel. 0231912000 | Fax 0231241449 | www.cabourg.net

Deauville

Scheich Raschid Al Maktoum aus Dubai fliegt seinen Rennstall samt Pflegern und Futter im Frachtjet ein. Während der Auktionen ersteigert man Yearlings (einjährige Pferde) zu Preisen, die anderswo den Erwerb von Mehrfamilienhäusern gestatten. Das Publikum hüllt sich in edle Haute Couture: Szenen der Rennwoche von Deauville Mitte August. Doch längst nicht nur dann oder während des Festivals des amerikanischen Films Anfang September wird das legendäre Seebad (4300 Ew.) seinem Ruf als Treffpunkt der Schönen und Reichen dieser Welt gerecht. In der Stadt mit ihren prachtvollen Villen und den atemraubenden Anwesen in den Hügeln rundum logiert regelmäßig ein guter Teil des internationalen Who's who von Liza Minnelli bis Baron Rothschild; vor allem aber der Pariser (Geld-)Adel, für den die Nähe von Deauville zur Hauptstadt ein weiteres Plus darstellt.

Im Restaurant Le Ciro's Barrière (außerhalb der Saison Di/Mi geschl. | boulevard de la Mer sur les Planches | Tel. 0231143131 | €€€) isst man Fisch und Meeresfrüchte mit Strandblick hinter großen, alten Glasfenstern; Le Spinnaker (Mo, Sept.-Juni auch Di geschl. | 52 rue Mirabeau | Tel. 0231882440 | €€-€€€) serviert raffinierte Menüs. Das normannische Luxushotel schlechthin ist das Normandy Barrière (38 rue Jean-Mermoz | 291 Zi. | Tel. 0231986622 | Fax 0231986623 | www.lucienbarriere.com | €€€). Ihren Zimmernachbarn kennen Sie möglicherweise aus dem Fernsehen. Auskunft: place de la Mairie | Tel. 0231144000 | Fax 0231887888 | www.deauville.org

Dives-sur-Mer

Die historische Bedeutung des Orts (5400 Ew.) geht auf das Jahr 1066 zurück, als Wilhelm der Eroberer mit seiner Flotte von hier aufbrach, um England zu erobern. Damals besaß Dives noch einen florierenden Hafen. Die aus Holz gebauten Markthallen (15. Jh.) und eine Reihe alter Häuser aus dem 16. Jh. sind eindrucksvolle Zeugnisse der mittelalterlichen Geschichte von Dives-sur-Mer, dessen Hafen inzwischen versandet ist. Sehenswert ist die ursprünglich romanische Kirche Notre-Dame (11.-15. Jh.). Exquisite Einkaufsmöglichkeiten bieten im Village d'Art Guillaume-le-Conquérant elegante Geschäfte für Kunst, Kunsthandwerk und Antiquitäten.

Houlgate

Kurz vor dem Ort öffnet sich ein herrlicher Rundblick über die Küste und die Mündung der Dives. Der Kurort (2000 Ew.), ein klassisches Seebad mit entsprechend prächtigen Strandvillen, erfreut sich großer Beliebtheit. Au 1900 (16 Zi. | 17 rue des Bains | Tel. 0231287777 | Fax 0231280807 | www.hotel-1900.fr | €) ist ein zentral gelegenes, charmantes Hotel in einem Gebäude aus dem 19. Jh.

Trouville

Bescheidener als das mondäne Deauville präsentiert sich Trouville (5600 Ew.) auf der anderen Flussseite. Die Maler Edouard Manet, Claude Monet, Eugène Boudin und Camille Pissarro ließen sich hier inspirieren. Der alte Fischereihafen ist heute ein sehr beliebter Badeort mit hübscher Altstadt, Strandpromenade mit alten Villen und einem exklusiven Yachthafen. Interessant sind das Stadtmuseum mit einer Rückschau auf Praktiken und Moden des Strandlebens sowie Künstlerporträts in der Villa Montebello (Musée de Trouville | 64 rue du Général Leclerc | Mi-Mo 14 bis 18 Uhr | 1,50 Euro) und das Natur'Aquarium (17 rue de Paris | tgl. 10-12 und 14-18, im Sommer 10-19 Uhr | 6,50 Euro). Ein Erlebenis ist jeden Morgen der pittoreske Fischmarkt. Am Tag lockt der weitläufige, feinsandige Strand, und am Abend können Sie Ihr Glück im Le Louisiane Follies versuchen, dem einzigartigen Kasino im Louisianastil.

Im Erdgeschoss des Hotels Le Central (26 Zi. | 158 boulevard F. Moureaux | Tel. 0231888084 | Fax 0231884222 | €€) finden Sie das Bistro (tgl.) von Trouville mit gleichem Namen. Weitere empfehlenswerte Hotels bzw. Restaurants: Carmen | 18 Zi. | 24 rue Carnot | Tel. 0231883543 | Fax 0231880803 | €-€€; Mercure | 80 Zi. | place Foch | Tel. 0231873838 | Fax 0231873541 | www.mercure.com | €€-€€€. Auskunft: 32 boulevard F. Moureaux | Tel. 0231146070 | Fax 0231146071 | www.trouvillesurmer.org

Vaches Noires

Die „schwarzen Kühe“ sind beeindruckende Formationen von fossilienreichen, dunkelbraunen Mergelklippen am langen Strand zwischen Houlgate und Villers-sur-Mer. Von Auberville aus über einen ausgeschilderten, stellenweise beschwerlichen Fußweg erreichbar | (Dauer: ca. 2 Std. hin und zurück).

Villers-sur-Mer

An einem über 5 km langen Feinsandstrand liegt das klassische Seebad mit einer Reihe Fachwerkhäuser in normannischem Stil aus dem 19. Jh. Einen Besuch wert ist das Musée Paléontologique (Juli/Aug. tgl. 9-19 Uhr, in der übrigen Zeit kürzer | 3,80 Euro) mit Fossilien aus den kalkhaltigen Klippen der Umgebung. Ausrüstungen zum Strandsegeln, Segeln und Kajakfahren vermietet der Cercle Nautique (rue Feine Chemin d'Angoville | Tel. 0231870030 | Fax 0231878400 | www.voilevillers.com).

Region: Rouen

Abbatiale Saint-Ouen

Über die enge Rue Damiette erreicht man die Kirche einer in der Karolingerzeit gegründeten Benediktinerabtei, ein prunkvolles gotisches Bauwerk mit einem Vierungsturm im Flamboyantstil. Im Inneren sehr schöne Glasfenster und eine große Orgel aus dem 16. Jh. Auf der Nordseite die Ruinen des Kreuzgangs. | Mi-Mo 10-12 und 14-17 (April-Okt. bis 17.30) Uhr

Aître de Saint-Maclou

An der Rückfront der Kirche Saint-Maclou, in der Rue Martainville, verbirgt sich hinter einem unauffälligen Durchgang ein von Fachwerkhäusern umgebener Innenhof. In den mit Holzschnitzereien verzierten Galerien dieses sogenannten Beinhauses aus dem 14. Jh. liegen die Pestopfer der Stadt geschichtet. | 186 rue Martainville | tgl. 9-18 (Mitte März-Okt. bis 19) Uhr

Gros-Horloge

In der belebten Rue du Gros-Horloge befindet sich die in den Renaissancetorbogen eingebaute Gros-Horloge aus dem 16. Jh. Auf ihren beiden Seiten sieht man die kunstvoll gestalteten Zifferblätter der noch heute exakt funktionierenden Uhr. Vom gotischen beffroi (Glockenturm) aus dem 14. Jh. genießen Sie einen Rundblick über den historischen Stadtkern. | April-Okt. Di-So 10-18, Nov.-März 14-17 Uhr

Musée des Beaux-Arts

Das Kunstmuseum zeigt Skulpturen und Gemälde, darunter eine impressionistische Sammlung mit Werken von Claude Monet, Auguste Renoir und Alfred Sisley, aber auch Werke des 16.-17. Jhs. | Square Verdrel/26 bis, rue Jean Lacanuet | Mitte April bis Mitte Sept. Mi-Mo 9.30-19 Uhr, sonst kürzer und mit Mittagspause | 4 Euro

Musée Flaubert et d'Histoire de la Médecine

Das Geburtshaus des literarischen Vaters von Madame Bovary, Gustave Flaubert, enthält nicht nur Erinnerungen an den großen französischen Schriftsteller, sondern auch eine Ausstellung historischer medizinischer Instrumente - Flauberts Vater war Mediziner. | 51 rue de Lecat | Mi-Sa 10-12 und 14-18, Di 10-18 Uhr | 3 Euro

Musée National de l'Éducation

In dem schönen Fachwerkbau erfahren Sie viel über die französische Kindheits- und Schulgeschichte seit dem 16. Jh. | 185 rue Eau-de-Robec | Mi-Fr 10-12.30 und 13.30-18, Sa/So 14-18 Uhr | 3 Euro

Musée le Secq-des-Tournelles

In der ehemaligen Kirche Saint-Laurent sehen Sie eine reichhaltige Ausstellung von Kunstschmiedearbeiten. | 2 rue Jacques-Villon | Mi-Mo 10-13 und 14-18 Uhr | 2,30 Euro

Notre-Dame

Mittelpunkt der Altstadt ist die gotische Kathedrale (12.-16. Jh.), ein besonders schönes unter den sakralen Bauwerken Frankreichs. Sie beeindruckt durch ihre im Flamboyantstil gehaltene Fassade, die von der Tour de Saint-Romain und der später rechts hinzugekommenen Tour de Beurre (16. Jh.) flankiert wird. Den Namen „Butterturm“ verdankt er seiner Finanzierung durch einen bei den Bürgern erhobenen „Butterpfennig“. Der ebenfalls imposante Vierungsturm ist mit 152 m einer der höchsten Kirchtürme Frankreichs. Verteilt auf die Türme läuten in der Kathedrale 56 Glocken. | April-Okt. Di-Sa 7.30 bis 19, So 8-18, Mo 14-18 Uhr, sonst kürzer und mit Mittagspause

Palais de Justice

In der Rue aux Juifs befindet sich das prächtige Gerichtsgebäude, in dem früher das Parlament der Normandie tagte. Das Bauwerk aus dem 16. Jh. ist ein Höhepunkt der Flamboyantgotik und der Renaissance. Bei der Restaurierung wurden Reste einer Synagoge aus dem 12. Jh. entdeckt.

Place du Vieux-Marché

Auf dem alten Marktplatz, der von normannischen Fachwerkhäusern und der architektonisch auffälligen modernen Kirche Sainte-Jeanne d'Arc umrahmt ist, wurde am 30. Mai 1431 die Nationalheilige auf dem Scheiterhaufen verbrannt. Ein Denkmal und das der Kirche gegenüberliegende Musée Jeanne d'Arc (im Sommer tgl. 9.30-19, im Winter 10-12 und 14-18.30 Uhr | 4 Euro) sind ihrer Erinnerung gewidmet.

Region: Côte de Nacre

Arromanches-les-Bains

Bei der Befreiung 1944 war dieser kleine, friedliche Fischerhafen einer der Landungsplätze der Alliierten. In einem waghalsigen Unternehmen wurden vor der Küste künstliche Wellenbrecher und Landungseinrichtungen installiert, die das Ausladen von Tausenden Tonnen Kriegsmaterial möglich machten und damit den Nachschub sicherten. Im Musée du Débarquement (Feb./März und Okt./Nov. tgl. 10-13 und 14-17, April bis Sept. 9.30-18.30 Uhr, 6,50 Euro) informiert eine Ausstellung über die Landung. Im Cinema Arromanches 360° (Sept.-Mai tgl. 10.10-16.40, Juni-Aug. 9.40-18.40 Uhr | 4 Euro) zeigt ein Film (18 Min.) auf kreisförmiger Leinwand das dramatische Geschehen.

Die Ferme de la Rançonnière (Tel. 0231222173 | Fax 0231229839 | www.ranconniere.fr) 7 km südöstlich bei Crépon bietet sowohl 33 Zimmer (€-€€) als auch ein Restaurant | (tgl. | €€). Auskunft: 2 rue du Maréchal Joffre | Tel. 0231223645 | Fax 0231229206 | www.ot-arromanches.fr

Courseulles-sur-Mer

Courseulles und seine Nachbarorte besitzen lange Feinsandstrände, an denen es sich herrlich baden und erholen lässt. Von Courseulles lohnt sich ein Abstecher ins malerische Dorf Reviers, um von dort aus die touristische Route des Moulins Straße der Mühlen) anzusteuern. An der 35 km langen Rundstrecke liegen in der anmutigen Hügellandschaft des Bessin nicht nur mehrere Wind- und Wassermühlen, sondern auch ein halbes Dutzend sehenswerte Schlösser und Kirchen. Auskunft: 5 rue du 11 Novembre | Tel. 0231374680 | Fax 0231361718 | www.courseullessur-mer.com

Omaha Beach

Bei der Landung 1944 waren es in den östlichen Abschnitten Sword Beach, Juno Beach und Gold Beach die englisch-kanadischen, in den westlichen Abschnitten Omaha Beach und Utah Beach die amerikanischen Truppen, die die Landung erkämpften. Die geheimen Codenamen für die Landungsabschnitte blieben später als offizielle Strandbezeichnungen erhalten. Soldatenfriedhöfe und Museen, Mahnmale und Gedenktafeln, aber auch immer wieder viele Überreste der massiven Bunkeranlagen zeugen von den dramatischen Ereignissen und erinnern an die Zeit des Zweiten Weltkriegs. Heute sind die breiten, feinen Sandstrände bei Ebbe ein Dorado der Strandsegler (Vermietung von Strandsegelausrüstung: Eolia Normandie Omaha Beach | Le Cavey | Colleville-sur-Mer | Tel. 0231222621 | www.eolia.fr.st).

Ouistreham-Riva-Bella

An der Mündung der Orne liegt die Hafenstadt (6700 Ew.). Sehenswert sind die romanische Kirche Saint-Samson aus dem 12. und die steinerne Zehntscheune aus dem 15. Jh. Das mit Ouistreham zusammengewachsene Riva-Bella ist ein beliebtes Strandbad an der Côte de Nacre. Empfehlenswert ist das traditionsreiche Hotelrestaurant von 1897 Le Normandie (März-Nov. tgl. | 22 Zi. | 71 avenue M. Cabieu | Tel. 0231971957 | Fax 0231972007 | www.lenormandie.com | €).

Pointe du Hoc

Als strategischer Punkt dieses landschaftlich wunderschönen Küstenabschnitts war die Pointe du Hoc bei der Invasion heiß umkämpft. Die wichtigsten Szenen des Films „Der längste Tag“ wurden hier gedreht. Die Pointe ist heute eine Gedenkstätte. Den Meeresfang kann man auf dem täglichen Fischmarkt in Grandcamp-Maisy besehen, beschnuppern und natürlich kaufen. Ganz in der Nähe, in La Cambe an der Route Nationale 13 (7,5 km südlich), befindet sich der größte deutsche Kriegsfriedhof der Normandie, auf dem 21300 Soldaten ihre letzte Ruhe fanden (Informationszentrum im Sommer tgl. 8-19, im Winter bis 17 Uhr).

Auskunft: 118 rue Aristide Briant | Grandcamp-Maisy | Tel. 0231226244 | Fax 0231229995

Port-en-Bessin

Der wichtigste normannische Fischerhafen (2100 Ew.) liegt eingebettet zwischen mächtigen Felsen. Ein beeindruckendes Schauspiel ist es, wenn beim Öffnen der Schleusentore ca. 2,5 Stunden vor dem Hochwasser die bunte Fischereiflotte die Hafeneinfahrt passiert (Fischverkauf direkt an der Hafenmole). Fischliebhaber frönen im Restaurant Le Vieux Pêcheur (außerhalb der Saison So-Abend und Mo geschl. | 5 place Fontaine | Tel. 0231712127 | €€) ihrer Leidenschaft - frischer gehts wirklich nicht. Auskunft: 40 quai Baron Gérard | Tel. 0231224580 | Fax 0231512829 | www.bayeux-bessin-tourism.com

Region: Dieppe

Château

Auf einem Fels im westlichen Teil der Stadt liegt die mächtige Festung aus dem 15. Jh., die zum Schutz der Stadt gegen die Engländer gebaut wurde. Ältestes Bauwerk ist der runde Turm aus dem 14. Jh., um den sich die Anlage entwickelte. Der viereckige Turm entstand erst im 17. Jh.

Musée du Château

In der hoch über der Stadt gelegenen Burg ist das sehenswert ausgestaltete städtische Museum eingerichtet, das eine kostbare Sammlung von Elfenbeinschnitzereien enthält. Auch ein paar Gemälde von Auguste Renoir und Raoul Dufy sowie Georges Braque können Sie hier sehen. | Rue de Chastes | Juni-Sept. tgl. 10-12 und 14-18, Okt.-Mai Mi-So 10-12 und 14-17 Uhr | 3 Euro

Place du Puits Salé

Der kleine Platz mit seinem Brunnen ist der Mittelpunkt der Stadt, beherrscht durch das schöne normannische Giebelhaus mit dem Café des Tribunaux aus dem 17. Jh. Unweit die Kirche Saint-Rémy aus dem 16./17. Jh. mit sehenswerten Holztäfelungen im Inneren.

Le Pollet

Altes Fischerviertel rechts der Arques mit verwinkelten Gassen und engen Treppen. In der kleinen Kirche Notre-Dame-de-Grèves finden Sie zwei sehr schöne Wandgemälde.

Saint-Jacques

Durch die Rue Saint-Jacques ist es nicht weit zu der prachtvollen gotischen Kirche Saint-Jacques (13. bis 16. Jh.) mit dem 41 m hohen, quadratischen Turm und der schönen Rosette über dem Portal. Interessant sind die gut nachvollziehbaren Etappen der Baugeschichte und die von reichen Reedern für ihr Himmelswohl finanzierten Kapellen.