Reisetipps Nordseeküste Schleswig-Holstein

Sehenswertes Nordseeküste Schleswig-Holstein

Region: Niebüll

Friesisches Museum

In einem 200 Jahre alten Friesenhaus wird der Besucher in die „gute, alte Zeit“ versetzt. Hier erfährt man alles über nordfriesische Wohnkultur und Lebensweise. | Juni-Sept. tgl. 14-16 Uhr oder n.V. | Eintritt 2 Euro | Osterweg 76 | Tel. 0175/4146185 | www.friesisches-museum.de

Naturkundemuseum Niebüll e.V.

Alles, was an der Nordseeküste kreucht und fleucht, gibt es hier zu sehen und zu hören. Auch Nationalpark-Infozentrum. | April, Sept., Okt. Di-So, Juni-Aug. tgl. 14-17.30 Uhr, zusätzl. Führungen n.V. | Eintritt 2,50 Euro | Hauptstr. 108 | Tel. 04661/5691 | www.nkm-niebuell.de

Region: Bredstedt

Nordfriisk Instituut

Alle die, die Fragen zur friesischen Sprache, Geschichte und Kultur haben - hier bekommen sie profunde Auskunft. | Mo-Fr 8.30-12.30, Do 13.30-16 Uhr | Süderstr. 30 | Tel. 04671/6012-0 | www.nordfriiskinstituut.de

Region: Husum

Freilichtmuseum Ostenfelder Bauernhaus

Aus der Zeit um 1600 stammt das „Niederdeutsche Fachhallenhaus“. Diele, Stall und Stube sind komplett eingerichtet und dokumentieren Alltag und Arbeit der Bauern. | April-Okt. Di-Do 13.30-17 Uhr | Eintritt 2,50 Euro | Nordhusumer Str. 13

Hafen

Husum hat zwei Häfen: zum einen den Binnenhafen mit den alten Kaufmannshäusern, der Schiffswerft und der historischen Slipanlage. Im 16. Jh. schlugen hier vorwiegend Holländer ihre Waren um. Jenseits der Eisenbahnzugbrücke beginnt der Außenhafen. Hier werden die „Husumer Krabben“ und Nordseefische angelandet. Angesichts der Flaute im Schiffbau setzt die Husumer Schiffswerft auf die Entwicklung und Fertigung von Windkraftanlagen.

Marienkirche

Die klassizistische Kirche wurde zwischen 1829 und 1832 von dem dänischen Staatsbaumeister Christian Friedrich Hansen (1756-1845) gebaut. Husums erster Kirchenbau, die gotische Marienkirche, 1431 errichtet, soll die schönere gewesen sein, musste aber wegen Baufälligkeit 1807 abgerissen werden. Ein Teil der Kunstschätze ist in der neuen St.-Marien-Kirche erhalten. Sehenswert sind die Taufe aus Messingguss (1643) und die restaurierte Kanzelwand. | So-Fr 10-18 Uhr | Markt

Markt

Hier und in der Großstraße zeugen die Fassaden aus dem 16. und 17. Jh. von der einstigen wirtschaftlichen Blüte Husums. An der Nordseite steht das alte Rathaus, erbaut 1601; das Nachbarhaus (Nr. 1-3) ist eines der ältesten Häuser Husums. Urkundlich erstmals 1520 erwähnt, wurden hier Münzen geprägt. Das Haus Nr. 10, das heute die Apotheke beherbergt, wurde 1656 errichtet. Gegenüber der Marienkirche, am Markt Nr. 9, erblickte Theodor Storm 1817 das Licht der Welt. Oft verändert, sind nur die vier Fenster im oberen Stockwerk und das Dach vom Geburtshaus des Dichters original erhalten geblieben.

Nordsee-Museum Husum

Im größten Museum an der Nordseeküste, untergebracht im Ludwig-Nissen-Haus, erfährt man alles über Deichbau und Sturmfluten, über den Kampf gegen den „Blanken Hans“. Zu verdanken haben die Husumer diese Sammlung Ludwig Nissen. Geboren 1855, wanderte er nach Amerika aus, wo er vom Tellerwäscher zum wohlhabenden Diamantenhändler wurde. Er starb 1924 und vermachte sein Vermögen seiner Geburtsstadt Husum. | April-Okt tgl. 10-17, Nov.-März Di-So 11-17 Uhr | Eintritt 5 Euro | Herzog-Adolf-Str. 25 | Tel. 04841/2545 | www.museumsverbund-nordfriesland.de/nordseemuseum

Poppenspäler-Museum

Pole Poppenspäler ist eine der bekanntesten Figuren von Theodor Storm, Hauptdarsteller in der gleichnamigen Novelle. In dem Museum guckt man in die Augen von 500 Puppen: Zauberern, Wichteln, Marionetten. Kinder dürfen hier spielen und basteln. | So-Fr 14-16.30 Uhr | Eintritt 2 Euro | Erichsenweg 23

Schifffahrtsmuseum Nordfriesland

Nordfriesische Schifffahrts- und Fischereigeschichte. Zu sehen gibt es Schiffsmodelle der nordfriesischen Seefahrer. Attraktion ist das „Uelvesbüller Wrack“, der archäologische Fund eines sogenannten Friesland-Schiffs aus dem 16. Jh., konserviert mit Zuckerwasser! | Tgl. 10-17 Uhr | Eintritt 2, 60 Euro | Am Zingel 15 | www.schiffahrtsmuseum-nf.de

Schloss vor Husum

Das im Stil der niederländischen Renaissance erbaute Schloss ist der einzig erhaltene Palast an der Westküste Schleswig-Holsteins. Der Gottorfer Herzog Adolf baute es sich 1577-82 als Nebenresidenz; nach seinem Tod wurde das Schloss zum Witwensitz seiner Gattin. 1752 grundlegend zu einem Barockschloss renoviert, blieb vom Original nur wenig übrig. Lediglich die sechs Sandsteinkamine aus dem 17. Jh. haben alle Umbauten überlebt. Heutzutage finden im Rittersaal des Schlosses Konzerte statt. | April-Okt. Di-So 11-17 Uhr | Eintritt 2,50 Euro

Schlosspark

Im Schlosspark locken im März Millionen Krokusse Tausende Touristen an. Dann ist die gesamte Schlosswiese von einem satten Violett überzogen. Wer hier einst die Blumenzwiebeln steckte, ist bis heute nicht bekannt.

Tabak- und Kindermuseum

Keine Sorge, hier werden Kinder nicht zum Rauchen verführt. Unter einem Dach gibt es für die Großen alles rund um den Tabak; für die Kleinen Omas und Opas Spielzeug. | Tgl. 9.30-12.30 u. 15.30-17 Uhr | Eintritt 2 Euro | Wasserreihe 52

Theodor-Storm-Museum

Hier wohnte Storm von 1866 bis 1880. Das Husumer Kaufmannshaus ist eingerichtet mit Möbeln und Bildern aus dem Nachlass des Dichters. Im original erhaltenen „Poetenstübchen“ hat Storm 20 Novellen (u.a. „Pole Poppenspäler“) zu Papier gebracht. Auch der kleine Garten ist zugänglich. | April-Okt. Di-Fr 10-17, Sa-Mo 14-17 Uhr, Nov.-März Di, Do, Sa 14-17 Uhr | Eintritt 3 Euro | Wasserreihe 31

Tine-Brunnen

„Tine“, die Fischersfrau in Holzschuhen, die vom Markt Richtung Nordsee guckt, stellt Catharina Asmussen dar; gemeinsam mit ihrem Bruder August Friedrich Woldsen hat sie der Stadt ihr Vermögen vermacht. Der Asmussen-Woldsen-Brunnen, so sein offizieller Name, erinnert an das Geschwisterpaar. Er ist ein Werk des Husumer Bildhauers Adolf Brütt (1855-1939) aus dem Jahr 1902.

Torhaus

Das Torhaus, jenseits des Wassergrabens, lässt ahnen, wie prächtig das Schloss einst gewesen sein muss. 1612 erbaut, hat das Renaissanceportal sämtliche bauwütigen Schlossherren unbeschadet überstanden.

Wasserturm

Der Turm, erbaut 1899-1902, versorgte die Husumer einst mit Trinkwasser. Seit 1960 ist er „trocken“. Seit 1983 in privater Hand, beherbergt er heute eine Werbeagentur. Von oben haben Sie einen wunderbaren Blick über die Stadt. | Mo-Fr 8.30-17 Uhr | Marktstr. 2

Weihnachtshaus

Hier weihnachtet es das ganze Jahr. Gezeigt wird eine Sammlung zum Thema Weihnachten vom Biedermeier bis heute. Im Laden gibt es Weihnachtsbücher und Antiquitäten! | 25. Okt.-6. Jan. 10-12 u. 14-17 Uhr, 7. Jan.-24. Okt. 14-17 Uhr | Eintritt 2,50 Euro | Westerende 46 | www.weihnachtshaus.info

Region: Tönning

Marktplatz

Rund um den Sandsteinbrunnen von 1613, aus dem man noch vor wenigen Jahrzehnten Wasser schöpfte, zeugen ein paar wenige Giebelhäuser vom einstigen Reichtum Tönnings. Im Norden des Platzes überragt der 62 m hohe, 1706 errichtete Barockturm der St.-Laurentius-Kirche die Stadt. Ältester Teil des Kirchenschiffs ist die Nordmauer aus dem 12. Jh. Im Inneren gibt u.a. Deckenmalereien des 17. Jhs. zu sehen.

Multimar Wattforum

Dem Katzenhai ins Maul schauen, dem Wattwurm in seine Wohnröhre folgen, Quallen schweben sehen und Deichgraf spielen: seinen Deich bauen, um das Hinterland vor Fluten zu schützen. Das Multimar Wattforum ist einzigartig an der Nordseeküste und viel mehr als ein Museum. Aquarien wie Kino erleben: 36 m² misst die Panoramascheibe des größten der 30 Aquarien. Montags und freitags jeweils um 15 Uhr kann man einem Taucher bei der Fütterung der Fische in diesem 250000 l fassenden Domizil zuschauen. Star im Wattforum ist ein Pottwal, 1997 vor der dänischen Insel Rømø gestrandet, 45 t schwer und zum Zeitpunkt seines Todes etwa 30 Jahre alt. Sein 18 m langes Skelett hängt an Drahtseilen unter der Decke im extra gebauten Walhaus. Hier kann man dem Riesen Auge in Auge gegenüberstehen. | April-Okt. tgl. 9-19, Nov.-März 10-17 Uhr | Eintritt 8 Euro | Am Robbenberg | www.multimar-wattforum.de

Packhaus

Auf der 4000 m² großen Fläche des imposanten dreistöckigen Gebäudes von 1783 wurden Rinder und Schafe zusammengetrieben, bevor sie verschifft wurden; Waren aus dem ganzen Land wurden hier auf die Reise geschickt. Heute wird hier unter anderem die Ausstellung „Tönning im Wandel der Zeit“ gezeigt (Mai-Sept. Di-So 14.30-17.30 Uhr | Eintritt 1,50 Euro). | Am Eiderdeich/Hafen

Region: Brunsbüttel

Brunsbütteler Schleusen

Von einer Aussichtsplattform aus lässt sich das Schleusen dicker Pötte beobachten. Wann welches Schiff die Schleusen passiert, erfahren Sie unter Infotel. 04852/885122. Im Atrium, dem Museum, sind Schiffs- und Schleusenmodelle zu sehen, und hier sind Entstehung und Geschichte des Nord-Ostsee-Kanals dokumentiert. | Plattform tgl. von Sonnenauf- bis Sonnenuntergang, Atrium Mitte März-Mitte Nov. tgl. 10.30-17 Uhr | Eintritt 2 Euro | Gustav-Mayer-Platz

Heimatmuseum Brunsbüttel

In dem 1905 erbauten ehemaligen Rathaus geben Bilder, Karten, Fotos, Kunst- und Gebrauchsgegenstände einen Einblick in das Leben von einst. Hier erfährt man alles über die Geschichte Brunsbüttels. | April-Sept. Di-Do, Sa, So 14-17, Mi auch 10-12 Uhr, Okt.-März Di-Do 14-17 Uhr | Eintritt frei | Am Markt 4 | www.brunsbuettel/museum/home.htm

Mathias-Boie-Haus

Das 1779 als Amtssitz des Pastors errichtete, nach dem Vogt Mathias Boie (1600-53) benannte Haus zählt zu den schönsten Fachwerk- und Bürgerhäusern des Landes. Heute ist es das Gemeindehaus der ev.-luth. Kirchengemeinde. | Am Markt 12

Nord-Ostsee-Kanal

Die Wirtschaftswege rechts und links des Kanals laden ein zu einem Spaziergang, einer Fahrradtour; oder Sie setzen sich auf eine Bank, „gucken Schiffe“ und träumen von der großen, weiten Welt.

Nach über 100 Jahren seines Bestehens (Eröffnung 21. Juni 1895) wirkt der Kanal mit den üppigen Uferböschungen wie ein Stück Natur. Nichts weist darauf hin, dass hier einst 7500 Arbeiter, vorwiegend nur mit Spaten ausgerüstet, 80 Mio. m³ Erde bewegt haben. War er 189566 m breit, misst er heute 162 m. In Dithmarschen liegt seine Wasseroberfläche deutlich über den angrenzenden Marschen; der Wasserlauf wird in dieser tief liegenden Landschaft von Dämmen begrenzt. So scheinen die 43000 Schiffe, die jährlich den Kanal passieren - aus der Ferne gesehen -, über das Land zu gleiten. Wenn im Mai die Saison der Traumschiffe beginnt, ziehen die weißen, nicht selten acht Stockwerke hohen Kreuzfahrtriesen wie Wohnhäuser durch die grüne Landschaft.

6,5-8,5 Stunden dauert die knapp 99 km lange Passage von den Schleusen in Brunsbüttel bis nach Kiel-Holtenau, der Ausfahrt in die Ostsee. Im Land dürfen die Kapitäne nur mit halber Kraft schippern; die zulässige Höchstgeschwindigkeit liegt bei 15 km/h, führen sie schneller, würden Sog und Wellenschlag Bett und Böschung des 11 m tiefen Kanals beschädigen. Geht es auch nur langsam voran, früher, als es den Kanal noch nicht gab, mussten die Seeleute um Skagen segeln - ein Umweg von 250 Seemeilen. | www.wsv.de/wsa-bb

Region: Friedrichskoog

Kutterhafen

Ist der Hafen voll, liegen hier über 30 Kutter. Wer das Ein- und Auslaufen der Kutter und das Anlanden des Fangs erleben will, sollte vorher in den Gezeitenkalender gucken. Die Kutter kommen und gehen bei Hochwasser. Drückt zudem der Ostwind das Wasser hinaus ins offene Meer, bleibt das Hafenbecken leer. Fischer, die am Hafenkiosk beieinander stehen, wissen, wann es im Hafen etwas zu sehen gibt. In den Sommermonaten finden hier regelmäßig Fischmärkte statt.

Seehundstation Friedrichskoog

Hier werden Heuler - junge Seehunde -, die mutterlos gefunden wurden, aufgepäppelt, bis sie so weit sind, sich selbst ernähren zu können - dann werden sie in die Freiheit entlassen. Besucher können sich in der Station über das Leben der Robben und Wale informieren, Seehunde bei der Fütterung beobachten, Felle und Knochen anfassen und sich die Rufe der Heuler anhören. Wer noch mehr wissen will, für den gibt es ein umfangreiches Angebot. | März-Okt. tgl. 9-18 Uhr, Fütterung 10.30, 14, 17.30 Uhr; Nov., Dez. tgl. 10-17.30 Uhr, Fütterung 10.30 u. 16 Uhr; Jan., Feb. tgl. 10-16 Uhr, Fütterung 10.30 u. 14 Uhr | Eintritt 5 Euro | An der Schleuse 4 | Tel. 04854/1372 | www.seehundstation-friedrichskoog.de

Region: Vor dem Deich

Gesalzene Pflanzen

Auf den ersten Blick ist vor dem Deich alles gleich - schlichtes Grün bis zum Schlick. Grasen auf den Wiesen Schafe, mag dieser Eindruck stimmen. Denn wo Böcke, Schafe und Lämmer das Gras kurz halten, haben empfindliche Pflanzen kaum eine Chance. Durch Vertritt und Verbiss - so nennt es der Fachmann - wird die Flora der Salzwiesen eintönig. Um die Vielfalt zu erhalten, dürfen Schafe an der Nordseeküste nur noch auf etwa der Hälfte der Salzwiesen weiden. Mit den kurz gehaltenen und festgetretenen Grassoden dieser Wiesen werden schadhafte Deichflächen ausgebessert.

Lässt man die Salzwiese „ins Kraut schießen“, blühen dort unter anderem die Strandaster, die Strandkamille, der Andel oder Strandwermut, die hübsche rosa Strandnelke, der rosa-violette Strandflieder und das Englische Löffelkraut (schön zu sehen in den Sommermonaten entlang der Naturlehrpfade in Schobüll, im Westerhever-Vorland und auf dem Weg zur Hamburger Hallig).

All diese Pflanzen werden mehrmals im Jahr „gesalzen“: vom Nordseewasser überflutet. Nun ist es bei den Pflanzen nicht anders als beim Menschen: Salz ist lebensnotwendig, zu viel Salz schadet. Bei allen Pflanzen vor dem Deich hat es die Natur so eingerichtet, dass das überschüssige Salz neutralisiert wird oder Blätter mit gespeichertem Salz abfallen.

Der Pionier auf der Salzwiese ist der Queller; diese fleischige Pflanze keimt sogar, wenn sie reichlich gesalzen wird. Und so steht sie an vorderster Front der Salzwiese - 30 cm unter der mittleren Hochwasserlinie (Pionierzone) wurzelt und wächst sie sogar im Schlick. Wird der Queller im Jahr zirka 700-mal überflutet, wird die sogenannte untere Salzwiese (sie liegt 25 cm über der mittleren Hochwasserlinie) mit Andel und Strandaster 200-mal und die obere Salzwiese (50 cm über dieser Linie) mit Strandflieder und Löffelkraut nur 50-mal von der Flut heimgesucht. Es mag verlockend sein, durch dieses Bunt von Blüten zu spazieren, doch bleiben Sie auf den Wegen und erleben Sie die Vielfalt der Flora entlang der ausgeschilderten Naturlehrpfade.

Rastplatz für Langstreckenflieger

Sie überwintern im Süden, machen sich dann im Frühjahr auf den Weg zu ihren Brutgebieten hoch im Norden; sie fliegen Tausende Kilometer über Kontinente und rasten - auf dem Globus winzig - im Wattenmeer zwischen Esbjerg in Dänemark und Den Helder in den Niederlanden.

Ein eiliger Gast im Watt ist der Knutt. Dieser kleine Langstreckenflieger landet im Mai an der Nordseeküste. Hinter ihm liegt dann eine Flugstrecke von 11000 km! Gestartet an der südafrikanischen Atlantikküste, flog er drei Tage nonstop 7000 km, landete in Mauretanien, stärkte sich, startete Richtung französische Atlantikküste, gönnte sich hier eine Woche Pause, flog die restlichen 1000 km an einem Tag und landete schließlich im Watt.

Hier trippelt er über den Schlick und frisst und frisst, nimmt pro Tag 4 g zu. Nach drei Wochen hat der Knutt genug. Gestärkt startet er Anfang Juni Richtung Sibirien. Vor ihm liegen 4300 km. Die absolviert er locker in zwei Tagen. Hoch im Norden heißt es nisten und brüten. Sind die Jungen nach drei Wochen geschlüpft, starten die Eltern bereits wieder Richtung Süden. Und im August frisst der Knutt wieder im Watt, für ein paar Tage ...

Weniger eilig haben es die Nonnen- oder Weißwangengänse. Sie rasten während ihres Zuges zwischen Winterquartier und Brutgebiet mehrere Monate im Wattenmeer. Zu sehen sind die Gänse mit dem schwarz-weiß gezeichneten Kopf u.a. im Beltringharder Koog, im Westerhever-Vorland und auf den Salzwiesen der Hamburger Hallig. Sind sie bei ihrer Ankunft im März recht schlank, haben sie sich bis zur Weiterreise Ende April ein stattliches Hinterteil angefressen - genug „Treibstoff“ für ihren Flug in die russische Arktis, wo sie brüten. Auf ihrem Rückzug gen Süden Anfang Oktober landen sie wieder: Zwischenstation Wattenmeer. Einige bleiben den Winter über hier; die meisten ziehen weiter.

Ein treuer Gast im Wattenmeer ist auch die Ringelgans. War sie in den 50er-Jahren noch vom Aussterben bedroht, ist ihr Bestand mittlerweile erfreulich gewachsen und die Art gerettet. Landen Scharen von Gänsen zum Rasten auf den Halligweiden - jedes Frühjahr und jeden Herbst sind es um die 50000 Tiere -, hinterlassen sie einen derartigen Kahlschlag, dass der Staat den Bauern eine Entschädigung zahlt.

Millionen Vögel

Fällt das Watt trocken, bietet sich vielen Vögeln ein gefundenes Fressen. Wobei sie hier nicht lange suchen müssen; es gibt reichlich Nahrung: Sandhüpfer und Schlickkrebse, von denen es auf und unter der Oberfläche nur so wimmelt, dazu Muscheln, zurückgebliebene Garnelen und Strandkrabben, aber auch die unterirdisch lebenden Wattwürmer.

Tausende von Vögeln kommen ins schleswig-holsteinische Wattenmeer zum Balzen, Brüten, Mausern. Die Gesamtzahl der Brutpaare wird auf etwa 100000 geschätzt. Zusätzlich landen im Frühjahr und Herbst über 2 Mio. Zugvögel in dieser Region, um sich hier für den Weiterflug ins Brutgebiet bzw. in ihr Winterquartier zu stärken.

Prominentester Küstenvogel ist die Silbermöwe. Ob im Hafen, am Strand, an Bord der Fähren: Wo etwas abfällt, die Allesfresser sind schon da. Im Wattenmeer stellen die Möwen Krebsen, Krabben und Muscheln nach, am Ufer vertilgen sie auch tote Fische, Tümmler und Seehunde. Einmal gepaart, bleiben sich Silbermöwen treu. Nur im Winter gehen die Gatten getrennt auf Nahrungssuche, im Frühjahr treffen sie sich wieder auf dem Brutplatz. Der auffällige rote Fleck am Schnabel ist für die jungen Möwen der „Futterknopf“. Picken sie auf diesen Punkt, würgen die Eltern die geforderte Nahrung heraus. Das silbergraue Federkleid bekommt die Möwe erst nach vier Jahren; dann erst ist sie geschlechtsreif, mausert sich und verliert die braun gesprenkelten Federn.

Zahlenmäßig wird die Silbermöwe von der Lachmöwe überflügelt. Sie trägt ihren Namen nicht, weil sie in den Lüften lacht. Vielmehr brütet diese Möwe auch an verschilften Seen, Teichen und eben Lachen. Während der Brutzeit ist die Lachmöwe leicht an ihrem schwarzbraunen Kopf zu erkennen. Ist diese Zeit vorbei, verlieren die Vögel das dunkle Kopfgefieder. Was bleibt, ist ein dunkler Fleck hinter dem Auge.

Großes Geschrei im Watt macht der Austernfischer. Auch mit seinem schwarz-weißen Gefieder und dem orangefarbenen Schnabel zieht er alle Blicke auf sich. Eines aber kann er nicht: Austern fischen. Um diese Muscheln zu knacken, müsste er schwimmen und tauchen können, was nicht seine Disziplinen sind. Im Watt, auf Wiesen und Feldern stochert er nach verborgenem Getier. Seine Brutzeit fängt Ende April an. Wird während dieser Periode das frei in einer Bodenmulde liegende Gelege gestört, beginnt er mit dem für ihn typischen Geschrei und warnt so seine Jungen, die sich dann regungslos an den Boden drücken; Eindringlinge ins Brutrevier werden von ihm mutig im Tiefflug attackiert.

Trickreiche Tiere

Das Wasser kommt, das Wasser geht. Im Sechsstundentakt ändern sich im Watt die Lebensbedingungen. Für Tiere eigentlich kein lebensfreundliches Revier. Dennoch kribbelt und krabbelt es in Schlick und Sand.

Muscheln, Würmer, Schnecken und Garnelen haben sich dem Milieu angepasst. So lange es nass genug ist, grasen Schnecken den Wattboden nach Algen ab; wird es ihnen zu trocken, graben sie sich ein. Auch dem Wattwurm wird es schnell zu sonnig, dann vergräbt er sich in seiner 25 cm tiefen U-förmigen Wohnröhre. Dabei frisst er sich förmlich durch die Sedimente, scheidet sie aus und hinterlässt an der Oberfläche ein geringeltes Häufchen Schlick.

Auch Muscheln bleiben bei Ebbe lieber im Untergrund. Sie saugen mittels einer längeren Röhre den Wattboden nach feinsten Nahrungspartikeln ab. Droht Gefahr, wie etwa der Fuß eines Wattwanderers, wird die Röhre blitzschnell eingezogen, und ein winziger Wasserstrahl spritzt aus dem Sand. Kommt die Flut, graben die Muscheln sich wieder aus und lassen sich auf der Wasseroberfläche treiben. Nicht weniger trickreich passt sich die Miesmuschel dem Nass-Trocken-Rhythmus an. Sie bleibt, egal ob Ebbe oder Flut, wo sie lebt: auf der Muschelbank. Fällt diese trocken, macht sie dicht, verschließt die Schalen und stellt die Atmung ein, vermindert den Herzschlag und überlebt die Trockenperiode. Es sei denn, der Mensch „erntet“ sie, was auf insgesamt 2000 ha Fläche im Nationalpark Wattenmeer erlaubt ist - an mehreren Stellen wurden künstliche Muschelbänke angelegt, um Miesmuscheln zu züchten.

Nationalpark

1985 war ein entscheidendes Jahr für die Nordseeküste Schleswig-Holsteins: Das Nationalparkgesetz wurde verabschiedet. Dieses Gesetz stellt das gesamte Wattenmeer unter Schutz, von der Landesgrenze im Norden bis zur Elbmündung. Es wurde so zum größten Nationalpark Mitteleuropas. Westlich, seewärts, ist der Nationalpark durch die Wattflächen und Sände begrenzt; binnen, landseitig, beginnt die Schutzzone 150 m vor dem Deich. Die Inseln und die fünf großen Halligen Gröde, Langeneß, Oland, Nordstrandischmoor und Hooge sind ausgenommen. Der Grund: Die Naturschutzauflagen würden für die Bewohner eine unzumutbare Beeinträchtigung ihres Lebens darstellen.

Im Gesetzestext „dient der Nationalpark dem Schutz und der natürlichen Entwicklung des schleswig-holsteinischen Wattenmeers und der Bewahrung seiner besonderen Eigenart, Schönheit und Ursprünglichkeit. Es ist ein möglichst ungestörter Ablauf der Naturvorgänge zu gewährleisten.“ Andererseits sieht das Gesetz vor, „unzumutbare Beeinträchtigungen der Interessen und herkömmlichen Nutzung der einheimischen Bevölkerung zu vermeiden“. Ein Widerspruch? Jedenfalls wurde und wird noch heute eifrig gestritten. Den Naturschützern geht das Gesetz nicht weit genug, die Küstenbewohner fürchten um ihre Lebensgrundlage. So ist das Nationalparkgesetz letztendlich nichts anderes als ein Kompromiss mit dem Ergebnis, dass der Park in drei Schutzzonen mit unterschiedlichen Nutzungsmöglichkeiten eingeteilt wurde.

Die am rigorosesten geschützte Zone 1, ein Drittel der gesamten Fläche, ist selbst für Wattwanderer gesperrt. Es sind die wichtigsten Seehundbänke, die Brut-, Nahrungs- und Mauserplätze bedrohter Seevögel, wie z. B die Vogelschutzinseln Blauort und Trischen, sowie die Außensande. Allerdings ist es den Fischern in dieser Zone nach wie vor gestattet, mit ihren Kuttern Fische zu fangen und Muscheln zu ernten. In anderen Zonen des Nationalparks gehen die Nutzungsrechte und Ausnahmeregelungen noch weiter. So wird im Dithmarscher Watt (Zone 3) Erdöl gefördert, dürfen anderswo Militärflugzeuge über den Nationalpark fliegen. So ist und bleibt die Gesetzgebung ein Balanceakt zwischen Naturschutz und -nutzung.

Ein neues Kapitel in der Geschichte des Wattenmeerschutzes könnte aufgeschlagen werden, falls im Sommer 2009 die Unesco den Nationalpark als Weltnaturerbe anerkennt, einen entsprechenden Antrag für ihre Nationalparks haben die Niederlande, Schleswig-Holstein und Niedersachsen eingebracht; Hamburg und Dänemark wollten sich dem Antrag nicht anschließen.

Das Wattenmeer zu schützen und eine ökologisch verträgliche Nutzung zu sichern, sind die Hauptaufgaben des Landesamts für den Nationalpark in Tönning; Auskünfte erteilen auch die anderen Infozentren:

Infozentrum Wiedingharde: Juni-Sept. Mo-Sa 9-16, So 10-12 Uhr, Okt.-Mai Mo-Sa 9-12 Uhr | Klanxbüll | Toft 1 | Tel. 04668/313 | www.wiedingharder-infozentrum.de

Naturzentrum Mittleres Nordfriesland: Mai-Okt. Mo-Sa 10-17 Uhr | Bredstedt | Bahnhofstr. 23 | Tel. 04671/4555 | www.naturzentrum-nf.de

Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer: Mo-Do 8-12 u. 13-16 Uhr, Fr 8-13 Uhr | Tönning | Schlossgarten 1 | Tel. 04861/6160 | www.wattenmeernationalpark.de

NABU-Naturzentrum Katinger Watt: April-Okt. tgl. 10-18 Uhr | Katingsiel/Tönning | Tel. 04862/8004 | www.nabu-katinger-watt.de

Schutzstation Wattenmeer: Di, Do 14-18, Sa, So 10-18 Uhr | Friedrichskoog | Am Hafen | Tel. 04854/9298

Priele und anderes

Wenn das Wasser weg ist, bleibt eine „Flusslandschaft“: Wasserläufe und sogenannte Priele, in denen das Wasser in die breiten Wattströme fließt. Diese Ströme können 5 m und tiefer sein und sind zugleich die Fahrrinnen der Fähren. Auch die kleineren Priele führen bei Ebbe noch Wasser - in ihnen zu baden ist lebensgefährlich, da hier eine starke Strömung herrscht.

Schlick, Sand, schwarze Füße

Barfuß natürlich! Wer geht schon mit Schuhen oder gar Stiefeln ins Watt? Quillt der schwarze Schlick zwischen den Zehen, stechen Muschelsplitter, mag man sich Schuhwerk wünschen. Besser ist es, Sie gehen ohne. Es mag Ihnen niemand wünschen: Doch bleibt Ihr Schuh im Schlick stecken, stehen Sie da wie ein Storch im Watt. Was für eine Schweinerei! Und dass Sie in Ufernähe versacken, ist nichts Ungewöhnliches. Hier wird der Sand von dunkelblau-schwarzem Schlick überlagert, stellenweise knietief. Schlick ist ein wasserreiches Gemisch aus Ton und feinstem Sand und bleibt deshalb an Füßen und Waden haften.

Manch Wanderer guckt nach den ersten Metern im Watt etwas angeekelt und missmutig auf seine Füße. Keine Sorge, es wird besser. Denn je weiter Sie sich vom Ufer entfernen, umso fester wird der Boden. Das Schlickwatt geht dann über in das sogenannte Sandwatt. Hier gibt es kein Versacken mehr. Das Watt ist fest, und die Dynamik des Wassers und der Strömung hat Rippen in den Sand modelliert. Ein Spaziergang über diese Sandrippen ist zugleich eine wohltuende Massage für die nackten Füße. Und alles bleibt sauber! Zurück jedoch müssen Sie wieder durch die Schlickwattzone, und danach heißt es: Füße waschen.

Wattführungen

An der Westküste gibt es etwa 100 Wattwanderführer. Eine Übersicht über Wanderungen und Erkundungen an der Nordseeküste erhalten Sie bei den folgenden Verbänden:

Nationalpark-Wattführerinnen und Wattführer (Touren an der gesamten Westküste, spezialisiert auf Gruppen): Tel. 04861/61670 | www.wattenmeer-nationalpark.de

Schutzstation Wattenmeer (Führungen an der gesamten Westküste, viele Angebote für Kinder und Jugendliche): Tel. 04331/23622 | www.schutzstation-wattenmeer.de

Anmeldung und Treffpunkte in Ihrer Urlaubsregion (Wanderziele und -zeiten sind, abhängig vom Gezeitenkalender, auf Holztafeln an folgenden Treffpunkten angeschlagen):

Büsum

Treffpunkt: Büsumer Sandstrand/Perlebucht an der Würfeluhr. | Anmeldung: Tel. 04834/909119 Anmeldung: Tel. 04834/3605 | www.buesum-fuehrungen.de

Dagebüll

Treffpunkt: Touristinformation, Am Badedeich 1. | Anmeldung: Tel. 04667/466 (Birgit Andresen) Tel. 04668/92000 (Boy Boysen) | www.wattwanderungen-halligerlebnis.de

Friedrichskoog

Treffpunkt: Zugang zum Hauptstrand. | Anmeldung: Tel. 04832/3262 (Jens Uwe Blender) | www.watterleben.de

Husumer Bucht

Termine und Treffpunkte nicht nur in der Husumer Bucht erfahren Sie im Nationalparkhaus Husum. | Anmeldung: Tel. 04841/668530 | www.nationalparkhaus-husum.de

Nordstrand

Treffpunkt: Badestelle Fulehörn. | Tel. 04842/903093 (Thomas Kluge) | www.touristinfo-nordstrand.de

Region: St. Peter Ording

Eiderstedter Heimatmuseum

In dem reetgedeckten friesischen Bauernhaus aus dem 18. Jh. gibt es Möbel, Keramik, Silber und Glas aus drei Jahrhunderten Eiderstedter Lebens zu sehen. | März-Okt. Di-Sa 10-17, So 10-13 Uhr, Nov.-Feb. Di-Sa 15-17, So 10-12 Uhr | Eintritt 5,50 Euro | Ohlsdorfer Str. 6 | www.museum-landschaft-eiderstedt.de

Kirche St. Peter

Der um 1200 errichtete Backsteinbau mit dem kleinen Turm ist heute Zentrum des Ortsteils St. Peter-Dorf. Die Kirche wurde im 19. Jh. renoviert. Der Altar (um 1500) ist der älteste Schnitzaltar Eiderstedts.

Pfahlbaurestaurants

Die Pfahlbauten - ursprünglich an fünf Stellen des Strandes als Umkleidekabinen gebaut - sind die charakteristischen Symbole St. Peter-Ordings. Sie haben nur in der Saison (März-Okt.) geöffnet. Bis zu 8 m über dem Sand bzw. Wasser kann man hier in die Weite träumen. Wer sichergehen und trockenen Fußes zurück aufs Festland will, schaut vorher in den Gezeitenkalender.

Region: Schobüll

Kirchlein am Meer

Über dem Ort thront die kostbar ausgestattete frühgotische Backsteinkirche aus dem 13. Jh. Sie ist eine beliebte Hochzeitskirche und bekannt für Klassik-Konzertveranstaltungen. Sehenswert im Inneren sind die geschnitzte Barockkanzel und eine Kreuzgruppe aus dem 13. Jh., außerdem der Altar und die Taufe aus dem 15. Jh. | www.kirchlein-am-meer.de

Region: Friedrichstadt

Alte Münze

In diesem original erhaltenen niederländischen Renaissancehaus (1626) wurden nie Münzen geprägt, sondern es diente dem Statthalter als Amtssitz. Heute ist die Alte Münze das Historische Museum. Im Garten findet sich der alte Mennonitenfriedhof. | Mai-Sept. Di-So 11-17, Okt.-April Di-Fr 15-17, Sa, So 13-17 Uhr | Eintritt 1,50 Euro | Am Mittelburgwall 23

Der Markt

Die Treppengiebel der Häuserreihe (16-24) an der Westseite des Marktes lassen ahnen, wie „holländisch“ Friedrichstadt einst war. In der Mitte des Marktes steht ein Brunnenhäuschen, verziert mit Versen über das Wasser, gereimt von dem Heimatdichter Klaus Groth (1819-99).

Region: Garding

St.-Christians-Kirche

Die im 12. Jh. errichtete Kirche wurde im 15. Jh. umgebaut zu einer zweischiffigen Hallenkirche. Die Orgel (1512) besitzt den ältesten Orgelprospekt Norddeutschlands. | Markt 4

Theodor-Mommsen-Gedächtnisstätte

Das älteste Haus der Stadt, das Alte Diakonat am Kirchplatz, ist das Geburtshaus des Rechtswissenschaftlers und bedeutenden Historikers Theodor Mommsen (1817-1903). 1902 wurde Mommsen als erster Deutscher für seine Schriften zur römischen Geschichte mit dem Nobelpreis für Literatur ausgezeichnet. Im Haus ist eine kleine Gedenkausstellung eingerichtet. | Besichtigung nach Vereinbarung | Eintritt frei | Am Markt 5 | Tel. 04862/17267

Region: Büsum

Hafen und Leuchtturm

Der Büsumer ist nach Friedrichskoog der zweitgrößte Kutterhafen an der Westküste Schleswig-Holsteins. Der nicht besonders hohe (25 m) Leuchtturm leuchtet den Krabbenkuttern seit 1913 heim.

Info-Zentrum Nationalpark

Interessantes und Wissenswertes über Naturschutz und Wattenmeer. Große Satellitenaufnahmen zeigen das Wechselspiel von Ebbe und Flut. Attraktion ist ein drehbarer „Wattwürfel“, mit dem man, ohne zu graben, in den Wattboden blicken kann. | Im ehemaligen Schleusenhaus an der Hafeneinfahrt | Mitte März-Okt. tgl. 9.30-16.30 Uhr, Nov.-Mitte März Mo-Fr 10-14, So 11-15 Uhr | Tel. 04834/6375

Museum am Meer

Hier kann jeder mal Krabbenkapitän sein, das Ruder in die Hand nehmen und alles über den harten Alltag der Küstenfischer erfahren. | Di-Fr 10-17, Sa 13-17, So 11-17 Uhr | Eintritt 2,50 Euro | Am Fischereihafen 19 | www.museum-am-meer.de

Sturmflutwelt Blanker Hans

Erlebniscenter zum Thema Sturmflut mit virtueller Zeitreise in das Jahr der Flutkatastrophe 1962 und interaktivem Bereich. Zeitzeugenberichte und Filme dokumentieren die Gewalt des „Blanken Hans“. Mit Restaurant. | Tgl. 10-18 Uhr | Eintritt 10 Euro | Dr.-Martin-Bahr-Str. | direkt an der B 203 | www.blanker-hans.de

Region: Heide

Brahmshaus

Hier wurde Johann Jacob Brahms, der Vater des berühmten Komponisten, geboren. Die Ausstellung „Johannes Brahms - Norddeutsche Wurzeln und Bindungen“ gibt einen Einblick in das Leben der Familie. | April, Mai, Okt. Di, Do, Fr 14.30-16.30, Sa 10.30-12.30 Uhr, Juni-Sept. Di, Do, Fr 10.30-12.30 u. 14.30-16.30 Uhr, Sa 10.30-12.30 Uhr | Eintritt 1.50 Euro | Lüttenheid 34

Museumsinsel Lüttenheid

Gleich zwei Museen liegen hier in der Altstadt in bequemer Entfernung voneinander. | Di-Do, So 11.30-17, Fr 11.30-14, Sa 14-17 Uhr | Eintritt 2,50 Euro | Lüttenheid 40

Das Klaus-Groth-Museum ist das Geburtshaus des Dichters. Hier verlebte der Dichter, der die plattdeutsche Sprache literaturwürdig werden ließ, seine Kindheit und Jugend. Die Räume samt Einrichtung im Giebelhaus, erbaut 1796, sind im ursprünglichen Zustand belassen worden.

Im Heider Heimatmuseum befindet sich eine Sammlung zur Stadtgeschichte sowie zur Vor- und Frühgeschichte Dithmarschens. Dank moderner Computer- und Videotechnik wird hier die Steinzeit lebendig.

St.-Jürgen-Kirche

Die Grundmauern stammen aus dem 15. Jh. Nach einem Brand 1559 wurde das Kirchenschiff erneuert, Ende des 17. Jhs. nochmals erweitert. Im Inneren entspricht St. Jürgen eher einer bescheidenen Dorfkirche, jedoch mit einem prunkvollen Barockaltar und einem sehenswerten Altarbild von 1515. | Marktplatz

Region: Meldorf

Dithmarscher Landesmuseum

So war das damals! Originalgetreu eingerichtete Räume lassen die alten Zeiten wieder aufleben: Ein Postamt, der Bahnhof, die Schule, ein Friseursalon, der Kaufladen, das Kino, beim Zahnarzt, ja sogar einen Operationssaal gibt es hier zu sehen. | Ostern- Okt. Mo-Fr 10-16.30, Sa, So 11-16 Uhr, Nov.-Ostern Di-Fr 10-16, So 11-16 Uhr | Eintritt 3 Euro | Bütjestr. 2-4 | www.landesmuseum-dithmarschen.de

Meldorfer Dom

Die St.-Johannis-Kirche wurde zwischen 1250 und 1300 erbaut. Bereits ab dem 9. Jh. standen an gleicher Stelle Kirchen, von denen die Mission Dithmarschens und der Westküste ausging. Im 19. Jh. erhielt der „Dom“ einen neuen Turm, und die Außenfassade wurde neugotisch aufgemauert. Innen ist die Gotik echt. Gewaltige Kuppeln, so hoch und breit wie die des Ratzeburger Doms, überspannen den Innenraum der dreischiffigen Backsteinbasilika. Die mittelalterlichen Gewölbemalereien mit Motiven aus der Schöpfungsgeschichte wurden 1992 aufwendig restauriert. St. Johannis wird auch für Konzerte klassischer Musik und für Lesungen genutzt. | Mo-Fr 10-12 u. 14-16, Sa 10-12 Uhr | sonn- u. feiertags Gottesdienst 10 Uhr | www.kirche-meldorf.de

Schleswig-Holsteinisches Landwirtschaftsmuseum

Landleben während der Industrialisierung: Mähdrescher, Traktoren, eine Dithmarscher Sauerkrautfabrik. Zum Vergleich: ein komplett eingerichtetes Dithmarscher Bauernhaus des 17./18. Jhs. mit Stube, Küche, Stall und Milchkeller - eine Zeit, als Landarbeit überwiegend Handarbeit war. | April-Okt. Di-Fr 9-17, Sa, So 11-17 Uhr, Nov.-März Di-Fr 9-17, So 11-17 Uhr | Eintritt 3 Euro | Jungfernstieg 4 | www.museum-sh.de