Reisetipps Namibia

Insider Tipps Namibia MARCO POLO Autorin Ulla Schmitz im Interview

Ulla Schmitz arbeitet als Reisejournalistin und freie Mitarbeiterin von Tageszeitungen und Magazinen

Wie haben Sie Namibia kennengelernt?

Meine ersten Aufenthalte fanden schon in den 1970er-Jahren statt, dann reiste ich wieder nach 1990, nach der Unabhängigkeit, nach Namibia. Seither besuche ich das Land regelmäßig und mehrfach im Jahr. Ich lebe nicht in Namibia, verbringe aber mehr als die Hälfte des Jahres dort.

Was reizt Sie an Namibia?

Die Weite des Landes: Ich kann hier, so lange ich es will, allein sein. Die kompromisslosen Erscheinungsformen der Landschaften, so dass ich im wirklichen Busch oder in der Wüste bin, wenn ich das will. Auch wenn Namibia nicht eigentlich mein Zuhause ist - ich fühle mich dort mehr zu Hause als anderswo.

Und was mögen Sie an Namibia nicht so?

Die noch immer deutschtümelnden, weißen Besserwisser und „Weltverbesserer“. Doch dieses Problem löst die Biologie nun zügig.

Kommen Sie viel in Namibia herum?

Ich bin viel unterwegs, wenn ich in Namibia bin. Außerdem haben wir Freunde in Botswana, in Sambia und Angola, so dass wir auch häufig in diesen Ländern sind und dort mit unseren Freunden Safaris unternehmen - das ist Tradition in Afrika.

Was tun Sie in Ihrer Freizeit?

Ich lese und versuche, Gemüse zu züchten. Und wenn möglich sitze ich irgendwo im Land und schaue all den kleinen und gewaltigen Dingen zu, die sich einfach ereignen. Haben Sie schon einmal gehört wie Geckos bellen, ein Wüstengewitter erlebt oder gesehen, wie ein Elefant geradewegs auf das Fahrzeug zukommt, mit dem Rüssel durch die offene Tür Ihnen über den Arm schnuffelt, anschließend mit lautem Trompeten das Lagerfeuer austrampelt und lässig davonschlendert?

Mögen Sie die namibische Küche?

Alle Fischgerichte und Butternut in jeder Form.

Was prädestiniert Sie als MARCO POLO Autorin?

Meine Nähe zu allem, was Namibia ausmacht: Zu den Menschen, zu den Geschehnissen und ihren Folgen, zu den Landschaften bis in alle Ecken. Unverstellte Blickwinkel und die Lust, mich mit jedem und allem auseinanderzusetzen.