Reisetipps Mosel

Szene Mosel

Sabine Merfeld

Die Projektleiterin in einer Grafik- und Designagentur ist auch als Redakteurin für das Stadtmagazin Trier tätig und somit bestens mit der Veranstaltungsszene an der Mosel vertraut. Die vielfältigen kulturellen Events sowie die zahlreichen Cafés und Kneipen in der Region besucht unser Szene-Scout genauso gerne wie die vielen Boutiquen und Galerien.

Am Wasser gebaut

Allround-Mekka Mosel

Party, Wassersport und Freizeitpark - die Ufer und Wellen der Mosel locken die Spaßfraktion an. Allen voran: Bit Sun Beach. Im Sommer wird hier gechillt und gefeiert, was das Zeug hält. Aber nicht nur Treebar, Mambolounge, Bambusbetten und Thaikissen werden bevölkert, auch auf dem Volleyballfeld geht's actionreich zur Sache. Wem das zu schweißtreibend ist, der entspannt bei Yoga oder einer Profimassage (Zurmaienerstraße, neben Ratio Gelände, Uferwiese, Trier, www.bitsunbeach.de)! Fun pur haben Wasserratten im Wasserskiclub Koblenz (Am Gülser Bootshafen, www.wasserskiclub-koblenz.de). Hier kann man nicht nur Wasserski fahren, sondern sich auch in der Disziplin AirChair versuchen. Dabei schwebt man auf einem Board mit Sitz über die Wellen. Möglich macht das eine 1 m lange Finne, die ins Wasser ragt und für Auftrieb sorgt. Profis schaffen hohe Sprünge und Salti.

Kleinkunst kommt an

Comedy, Kabarett und Varieté

In Koblenz, Trier und Umgebung steht gute Laune auf dem Programm. Auf immer mehr Bühnen wird verstärkt auf Comedy und Co. gesetzt. Allen voran die Kulturfabrik Koblenz. Neben Stücken von Kabarettlegenden wie Georg Kreisler gibt es schräge Gastspiele von Komikern wie Sissi Perlinger. Auch regionale Talente in Sachen Kleinkunst und Chanson werden in der Kufa (Mayer-Alberti-Straße 11, www.kulturfabrik-koblenz.de) gezeigt. Die perfekte Verbindung: Comedy an ungewöhnlichen Orten. So fand der Master Comedy Slam, der von Produktion e.V. (Am Domfreihof 1b, Trier, www.produktion-trier.de) organisiert wird, schon mal in einer Lagerhalle statt. Auch die Romika-Schuhfabrik wurde zu einer Bühne für Comedians und Kabarettisten umgebaut (Metternichstraße 35, Trier, www.romika.de).

Dynamic Design

Hier bewegt sich was

Mit Trier als Standort für Studiengänge wie Modedesign, Architektur und Edelstein- und Schmuckdesign hat die Moselregion ein besonders starkes Potenzial an kreativen Köpfen. Diese Dynamik zeigt sich auf der Design Fusion Trier: Studenten der FH stellen einmal im Jahr ihre neuesten Werke aus, halten Workshops und Vorträge zu Mode, Kunst, Film und Fotografie. Schauplatz? Die gesamte Trierer Innenstadt (www.designfusion-trier.de). Elena Villa Hamann designt Silber- und Steinschmuck mithilfe neuer Techniken, wie z.B. Laserschliff. Durch die besondere Behandlung wird jeder Stein zum Unikat (Nagelstraße 13, Trier, www.die-villa.com). Auch die Macher von Indoorlandscaping gehen neue Wege: Zusammen mit Landschaftsarchitekten und Biologen gestalten sie grüne Pflanzenskulpturen für öffentliche Gebäude und Unternehmen (Am Kiewelsberg 31, Trier, www.indoorlandscaping.de).

Schokomanie

Naschkatzen auf dem Vormarsch

Es brechen süße Zeiten an. Egal ob Pralinen oder Massagen - schokoladig muss es sein. Ausgefallenes gibt's bei D'Angelo in Trier. Die handgeschöpften Schleckermaulkreationen mit Aromen wie Pink Pepper oder die Edelpralinen mit 24 Karat Blattgold entführen jeden ins Schlaraffenland (Jakobstraße 32, www.wein-und-schokoladen.eu). Wahre Meisterwerke gibt es auch im Café Hansen (Markt 26, Bernkastel-Kues, www.cafehansen.de). Das Sweet Dreams Paket bei Chris Di in Trier ist der Traum für Schokofans: Nach dem Schokobad genießt man eine Gesichtsbehandlung mit weißer Schokolade (Böhmerstraße 30, www.chrisdi-wellness.de).

Jung und Wild

Die Kunst setzt sich in Szene

Frischer Wind aus Richtung der Kreativen. Der Kunstverein Trier Junge Kunst ist ein Mix aus Künstlervereinigung und Produzentengalerie. In den Räumen des Vereins stellen vor allem lokale Talente aus (Karl-Marx-Straße 90, www.junge-kunst-trier.de). Die Kunsthalle Koblenz will kreative Werke unters Volk bringen. Ihr Augenmerk liegt neben Ausstellungen vor allem auf der Beratung von Privatleuten oder auch Unternehmen, die auf der Suche nach Kunstwerken sind (Gymnasialstraße 9-11, www.kunsthalle-koblenz.de).

Die neuen Vorleser

Holt die Bücher raus

Die Moselbewohner sind nicht nur Leseratten, sondern lassen sich auch gerne vorlesen. Wie auf dem Eifel-Literaturfestival (www.eifel-literatur-festival.de), dessen Lesungen u.a. im Kreis Trier-Saarburg stattfinden. Auch Verlage wie éditions trèves mischen mit und haben die Literatur- und Büchertage Trier ins Leben gerufen: Neben einer Minibuchmesse in der Trierer Tuchfabrik gibt es Lesungen und Krimi-Events (www.treves.de). Regelmäßig wird auch im Café Lübke vorgelesen (Theodor-Heuss-Allee 18, Trier).

Moselmusik

Let there be rock!

Je lauter, desto lieber, ist das Motto der lokalen Bands. Allen voran: Frantic (www.rockband-frantic.de). In der Combo spielen Rocker der 70er-Jahre und junge Talente. Sie sind zurzeit mächtig im Kommen, ihre geradlinige Musik kommt aus dem Bauch und trifft den Nerv der Locals. Im Ludger-Kern-Haus, kurz Bunker genannt, treffen sich die Musiker der Region. Das ehemalige Fabrikgebäude bietet 30 Bands Platz zum Proben und gilt als Zukunftsschmiede für talentierte Newcomer (Karl-Grün-Straße 10, Trier). Helfende Hand aller Musiker: die LAG Rock & Pop. Sie veranstaltet den Rockbuster Wettbewerb und versteht sich als zentraler Knotenpunkt für Bands, Musiker und Veranstalter in der Region (www.pop-community.de). Auch die Musikerinitiative Music Live e.V. (www.music-live-koblenz.de) macht sich für junge Talente stark und fungiert als Kommunikationszentrum.

Gaumenkitzel

Wenn Genuss zum Event wird

Gut zu essen ist den Moselgourmets nicht mehr genug. Sie suchen das besondere Schlemmererlebnis. Vom ausgefallenen Dinnerevent bis hin zu Gourmetkombis lässt sich die Gastroszene einiges einfallen, um die feinen Zungen zu verwöhnen. Das Restaurant Weinhexe (Saarstraße 18, www.weinhexe-trier.de) in Trier hat sich auf erlesene Fondues spezialisiert, und die Köche zaubern allerlei Besonderheiten auf den Tisch. Exquisit: das Fondue Normande. Abwechselnd werden gegarte Kalbszungenstreifen und Apfelstücke in einen Topf mit heißer Camembertsahne getaucht. Schlemmen wie die alten Römer kann man im Restaurant Zum Domstein. Die Kreationen werden nach historischen Rezepten des kaiserlichen Kochs Apicius zubereitet - und der hatte Geschmack: Zwischen antiker Keramik genießt man Hirschbraten in Damaszener Pflaumensauce und Schinken mit Feigen. Lecker (Hauptmarkt 5, Trier, www.domstein.de)!