Reisetipps Mosel

Highlights Mosel

Region: Trier und Umgebung

Porta Nigra

Das Wahrzeichen von Trier, im 2. Jh. erbaut, ist das am besten erhaltene römische Tor nördlich der Alpen. Zwischen zwei knapp 30 m hohen Türmen erstreckt sich ein quadratischer Durchgangsbau, den früher jeder passieren musste, der in die Stadt hineinwollte. Nach den Einfällen der Germanen und dem Ende der römischen Herrschaft wurde die Porta Nigra zerstört. Im 11. Jh. besiedelte der Mönch Simeon eine Klause im Ostturm, die dann zur Pilgerkirche ausgebaut wurde und als geheiligter Ort die Jahrhunderte überstand. Kaiser Napoleon erließ 1804 den Befehl, alle kirchlichen Einbauten zu entfernen, sodass sich die Porta Nigra weitgehend wieder so präsentiert wie zu römischen Zeiten. Porta-Nigra-Platz | Öffnungszeiten und Eintritt wie Amphitheater

Igel

Mitten im Ort (2000 Ew., 10 km westlich von Trier) steht die Igeler Säule, mit 23 m Höhe das größte römische Grabmal nördlich der Alpen. Es wurde im 3. Jh. zum Andenken an eine keltisch-römische Tuchmacherfamilie errichtet. Die Reliefs an den Flanken der Säule berichten vom Leben dieser Familie.

Region: Bernkastel-Kues

Moselweinmuseum

In den ehemaligen Wirtschaftsgebäuden des St.-Nikolaus-Hospitals wurde das Moselwein-Museum eingerichtet. Es bietet einen umfassenden Überblick über die Geschichte des Weinbaus. In der Vinothek im Gewölbekeller haben Sie die einmalige Gelegenheit, 160 Weine, die repräsentativ für das Anbaugebiet sind, zu verkosten. Cusanusstraße 2 | 16. April-31. Okt. tgl. 10-18 Uhr, 1. Nov. bis 15. April tgl. 14-17 Uhr | Eintritt Museum 2 Euro, Vinothek ohne Weinproben frei, mit Proben 15 Euro

Zeltingen-Rachtig

Anziehungspunkt des großen Winzerdorfes (2000 Ew., 6 km nördlich von Bernkastel-Kues) ist der mittelalterliche Marktplatz mit schönen Fachwerkhäusern. Alle zwei Jahre (z.B. 2009 und 2011) wird hier im Sommer die Moseloperette Zeltinger Himmelreich aufgeführt - ein echtes Erlebnis. Die Operette von Werner Stamm handelt davon, wie die gewitzten Zeltinger einst den Kölner Kurfürsten um die Zwangsabgabe, den Zehnten des Weins aus der Lage Himmelreich, prellten. Inklusive Liebesgeschichte, mit viel Witz und Selbstironie inszeniert. Wenn Sie etwas typisch Moselländisches erleben wollen, dann ist die Aufführung mit anschließenden Feiern in den Winzerstuben genau das Richtige. www.zeltingen-rachtig.de

Exquisite Küche, z.B. Fricandeau vom Rehbock in Haselnusskruste oder gegrillten Atlantik-Steinbutt auf confiertem Chicorée, serviert Saxlers Restaurant im Weinhotel St. Stephanus (Do-Mo | Uferallee 9 | Tel. 06532/680 | www.hotel-stephanus.de | €€€) auch auf der Sonnenterasse. Für Freunde deftiger regionaler Speisen bietet die Weinstube im Hotel Nicolay zur Post (Mo abends bis So | Uferallee 7 | Tel. 06532/93910 | www.hotel-nicolay.de | €-€€) moselländische „Wingertskost“, also rustikale Fleischgerichte, mit denen der Winzer im Weinberg bei Kräften bleiben soll.

Region: Traben-Trarbach

Jugendstilbauten

Zehn Bauwerke in reinstem Jugendstil sind in Traben-Trarbach erhalten, darunter das Hotel Bellevue, die Villa des Weinhändlers Adolph Huesgen und das 1899 erbaute Brückentorhaus, heute Wahrzeichen der Doppelstadt. Die zehn bestens erhaltenen Gebäude wurden alle von Bruno Möhring konzipiert. Um die letzte Jahrhundertwende brachte der Berliner Architekt die neue Mode des Jugendstils an die Mosel. Die dort ansässigen Kaufleute des damals nach Bordeaux zweitgrößten Weinhandelsplatzes der Welt konnten es sich leisten, 200000 Goldmark für eine Villa hinzublättern. Bei der Tourist-Information können Sie Jugendstilführungen buchen.

Region: Cochem

Reichsburg Cochem

Das Wahrzeichen der Stadt erreichen Sie auf einem Weg durch die Weinberge. Erbaut um 1000, wurde die Anlage im pfälzischen Erbfolgekrieg zerstört und im 19. Jh. nach alten Vorbildern von einem reichen Berliner Geheimrat wieder aufgebaut. Von der Burg können Sie einen prachtvollen Ausblick über das Moseltal genießen. Ein Falkner präsentiert Flugvorführungen von Falken, Adlern, Eulen und Geiern (Di-So um 11, 13, 14.30 und 16 Uhr | Eintritt 3,50 Euro). Burg Mitte März-Nov. tgl. 9 bis 17 Uhr | Burgführung 4,50 Euro | www.reichsburg-cochem.de

Burg Eltz

Die Burg liegt überaus malerisch 3 km westlich von Moselkern. Wie eine Vision aus vergangener Zeit taucht sie plötzlich aus märchenhafter Einsamkeit auf. Sie thront auf einem steilen Felsen über dem Elzbach und befindet sich seit 33 Generationen im Besitz der Grafen von und zu Eltz. Früher bewohnte jede Linie des Geschlechts ihren eigenen Flügel. Da Burg Eltz als reine Wohnburg gebaut wurde und nie als Militärbastion gedient hat, blieb sie bis heute unzerstört. In der Schatzkammer können Sie einen elfenbeinernen Dukatenscheißer und einen silbernen Nepomuk bewundern. Von der Mosel aus ist die Burg nur über Wanderwege (von Moselkern oder Müden) zu erreichen. Anfahrt mit dem Auto über Wierschem/Eifel (26 km von Cochem), Parkplatz an der Antoniuskapelle; von dort 800 m Fußweg oder Pendelbus. 1. April-1. Nov. 9.30 bis 17.30 Uhr | Führung 8 Euro | www.burg-eltz.de

Brodenbach

Hier münden zwei Hunsrücktäler, das Ehrbach- und das Brodenbachtal, in die Mosel. So weht in Brodenbach (700 Ew., 25 km östlich von Cochem) meist eine frische Brise, die aus den Wäldern kommt. Die Täler eignen sich wunderbar für ausgedehnte Wanderungen, insbesondere die tief eingeschnittene Ehrbachklamm hat einen schon fast alpinen Charakter. An mehreren Stellen musste der Steig in die Felsen geschlagen werden. Der schönste Abschnitt liegt zwischen der Gaststätte Eckmühle (Di-So | €) und der Daubisbergermühle (tgl. | €). Achtung: In der Klamm ist festes Schuhwerk erforderlich! www.brodenbach.de

In knapp einer Stunde Fußweg erreichen Sie die mächtige Ehrenburg aus dem Jahr 1161. Hier gab es sogar eine für Reiter und Wagen benutzbare Wendeltreppe, die im Innern eines Rundturmes direkt hinauf in den Rittersaal führte. Heute wird hier ein Hotel mit Restaurant betrieben, das rustikal-mittelalterlich angehauchte Gerichte auf der Speisekarte hat (5 Zi. | Tel. 02605/2432 | Fax 3079 | www.ehrenburg.de | €€€).

Bei klarem Wetter können Sie den weiten Blick über die Gipfel von Hunsrück und Eifel genießen. Ein Freundeskreis veranstaltet jeden Sommer auf der Ehrenburg „Märchen aus fernen Tagen“: Dazu gehören Ritterspiele, mittelalterliches Volkstheater, alte Handwerke, Bogenschießen und Tafelfreuden aus der Burgküche. Ostern-1. Nov. Mi bis Sa 10-16, So 11-18 Uhr | Eintritt 4,50 Euro, bei „Themenfesten“ (Hexen, Bauern, Drachen oder Gespenster) 7 Euro | www.ehrenburg.de

Region: Koblenz

Festung Ehrenbreitstein

118 m über dem Rhein, gegenüber der Altstadt, thront die mächtige Festung Ehrenbreitstein. Die preußische Festungsanlage wurde nie eingenommen und ist noch vollständig erhalten. Sie kann rund um die Uhr besichtigt werden. In den Gebäuden ist das Landesmuseum Koblenz sowie das Jugendgästehaus untergebracht. Von der Festung haben Sie einen herrlichen Blick auf das Deutsche Eck und die Altstadt. Im Sommer werden hier Festspiele und Konzerte veranstaltet. Eintritt (nur Außenbereich) 1,10 Euro | Führungen März bis Nov. 10-17 Uhr stündlich | www.festungehrenbreitstein.de

Region: Mittelmosel

Longuich

Ein römisches Landhaus mitten in den Weinbergen erinnert an das vornehme Landleben zur Römerzeit. In Longuich (1000 Ew., 42 km südwestlich von Bernkastel-Kues) wohnten im Mittelalter verschiedene Rittergeschlechter. Aus dieser Zeit stammt noch die Alte Burg mitten im Ort. Im Restaurant Alte Burg (Mi-Mo | Maximinstraße 39 | Tel. 06502/5587 | www.alteburg-mertes.de | €) können Sie essen und trinken wie die alten Ritter im historischen Gewölbekeller. Angeschlossen sind Rittersaal, Schlemmerstube und Burgcafé. Auf Anfrage wird auch ein Rittermahl für größere Gruppen angeboten.

Leiwen

Das Weindorf Leiwen (1000 Ew., 29 km südwestlich von Bernkastel-Kues) ist bekannt geworden durch seine rebellischen Jungwinzer, die sich mit kollegialen Weinproben zu immer neuen Spitzenleistungen trieben. Inzwischen sind die jungen Rebellen etwas älter geworden und führen die renommierten Weingüter des Dorfes. Eindrucksvolle Gebäude finden Sie in der Dorfmitte: den einst klösterlichen Zehnthof, ein schönes Fachwerkhaus, und den Kurtrierer Hof, das schlossähnliche Hofgut des früheren kurfürstlichen Verwalters. Eine schöne Aussicht haben Sie vom hoch in den Weinbergen gelegenen, beheizten Panoramaschwimmbad. www.leiwen.de

Von der Zummethöhe und den Sonnenterrassen des dortigen Hotel-Restaurants Zummethof (Restaurant tgl. | 52 Zi. | Panoramaweg 1-3 | Tel. 06507/93550 | Fax 935544 | www.hotel-zummethof.de | €-€€) bietet sich ein weiter Blick über die Schleifen der Mosel - der schönste Moselblick überhaupt!

Immer viel los ist im Römischen Weindorf, betrieben vom ehrgeizigen Winzer Hans-Peter Scholtes. Auf der Römischen Tenne oder auf der Sonnenterrasse wird rustikale deutsche Küche serviert. Mit Vinothek. Tgl. | Römerstraße 3 | Tel. 06507/93730 | www.roemischesweindorf.de | €

Region: Terrassenmosel

Beilstein

Seine vielen Fachwerkhäuser haben Beilstein (150 Ew., 11 km südöstlich von Cochem) den Beinamen „Rothenburg der Mosel“ eingebracht. Pittoresk staffeln sich am Hang die mittelalterlichen Fachwerkbauten. Gekrönt wird das Dorf von der Ruine der Burg Metternich mit dem fünfeckigen Bergfried. An Sommertagen strömen Besuchermassen zum ehemaligen Zehnthaus, dem barocken Amtshaus und zum Karmeliterkloster mit der Schwarzen Madonna. Die barocke Klosterkirche erreichen Sie über eine steile Treppe. Wer Beilstein in Ruhe durchstreifen will, sollte möglichst früh am Morgen oder erst abends kommen. www.beilstein-mosel.de

Ein originelles Café mit Hotel betreibt Familie Götz in einem Burghaus des Grafen von Metternich. Erstaunlich ist die Kaffeemühlensammlung der Wirtin, die aus drei Jahrhunderten 366 Geräte zusammengetragen hat. Hotel/Cafè Klapperburg | 7 Zi. | Bachstraße 33 | Tel. 02673/1417 | Fax 1399 | www.klapperburg.de | €