Reisetipps Montenegro

Sehenswertes Montenegro

Region: Kotor

Pomorski muzej/Seefahrtsmuseum

Auf drei Stockwerke verteilt finden sich im ehemaligen Palast der Familie Grgurina Seefahrertrachten, Modelle alter Schiffe, typische Waffen und eine anschauliche Reliefkarte der Bucht. | Mo-Fr 8-13 und 18-23, Sa/So 8-18 Uhr | Trg Bokeljske mornarice | Eintritt 2 Euro

Stadtmauer

Über 4 km lang ist die von den Venezianern schon 1420 begonnene, erst 400 Jahre später fertig gestellte Stadtmauer, die tief in den Berg oberhalb von Kotor einschneidet. Der Aufgang befindet sich kurz hinter dem Nordtor, Eintritt 2 Euro. Auf etwa halber Strecke zur Festung Sveti Ivan liegt die kleine Kirche Gospe od zdravlja.

Stari grad/Altstadt

Drei Tore führen in die Altstadt, das älteste ist jenes im Süden, das bereits im 13. Jh. entstand. Das nördliche und das Haupttor (Morska vrata) vor dem großen Parkplatz am Ufer - die Altstadt ist autofrei - wurden im 16. Jh. im Renaissancestil errichtet. Direkt gegenüber dem Haupttor, mit den Palästen der Patrizierfamilien Bisanti und Beskuca im Hintergrund, liegt der Uhrturm (Sat kula). Neben der St.-Luka-Kirche, die sich noch bis ins 19. Jh. Katholiken und Orthodoxe teilten, ist vor allem die St.-Trifun-Kathedrale sehenswert, die beim Erdbeben von 1979 stark beschädigt wurde, inzwischen aber wieder vollständig renoviert ist.

Region: Budva

Citadela/Zitadelle

Das alte Kastell vor dem Hauptplatz der Altstadt dient im Sommer als Freilichtbühne. Innen untergebracht sind ein paar Modelle berühmter Schiffe, so etwa die „Santa Maria“ von Kolumbus.

Muzej Grada Budve

Das kürzlich renovierte Stadtmuseum, das vielleicht schönste Museum des Landes, enthält Schaustücke aus der langen Geschichte Budvas, die bis auf das 5. Jh. v. Chr. zurückgeht. Tönerne Schalen und Krüge, metallene Werkzeuge und Münzen aus der Römerzeit präsentiert das gut ausgestattete Haus in der Altstadt. Ein Überblick über die sagenumwobene Geschichte der einst illyrischen Stadt ist deshalb schnell möglich. Tgl. 9-24 Uhr | Petrovića 11 | Eintritt 2 Euro

Stari grad/Altstadt

Ihre Beherrscher wechselten häufig, doch entscheidenden Einfluss auf die Gestalt der schmucken Altstadt nahmen die Bauherren aus Venedig: 1442 eroberten diese die Stadt, ließen zahlreiche Kirchen errichten und stellten auf die Reste einer alten Mauer die bis heute gut erhaltene Stadtmauer. Sehenswert sind außerdem die dreischiffige, schon im 9. Jh. entstandene Kirche Johannes des Täufers (Sveti Ivan) und der 1867 gebaute Glockenturm (Sahat Kula).

Region: Ulcinj (Ulqin)

Gradski muzej/Stadtmuseum

Das im früheren türkischen Gefängnis untergebrachte Stadtmuseum zeigt vieles, was nicht nur die Phantasie von Kindern anregt, so etwa alte muslimische Grabsteine und türkische Kanonenkugeln. | Mo-Sa 8-14 Uhr | am Westtor von Stari grad | Eintritt 1 Euro

Stari grad/Altstadt

Die Fundamente der hoch über der Neustadt thronenden Altstadt stammen aus illyrischen und griechischen Zeiten und wurden in späteren Jahren von byzantinischen, türkischen und venezianischen Bewohnern und Eroberern immer wieder verändert. Die zyklopischen Mauern der alten Zitadelle erzählen vom Glanz der einstigen Seefahrerstadt, die schon im 2. Jh. v. Chr. von den Römern als Ocinium übernommen wurde. Der Balšić-Turm (Balšića Kula) wiederum stammt aus der Zeit des mittelalterlichen Staats Raška.

Region: Nikšić

Sveti Vasilije Ostroški/St.-Vasilije-Kirche

Für den Bau der neben dem Königspalast gelegenen Vasilije-Kirche zeichnete der russische Architekt Preobrazenski verantwortlich. Das 1900 geweihte Gotteshaus wurde zu Ehren der 1878 im Kampf gegen die Türken gefallenen montenegrinischen Soldaten der Gegend errichtet.

Utvrđenje/Festung

Die rund 200 m lange, noch relativ gut erhaltene Festung an der westlichen Zufahrt nach Nikšić errichteten die osmanischen Herrscher im 16. Jh. Zwischen Juni und September dient sie als Bühne für Musiker und Schauspieler.

Zavičajni Muzej grada Nikšića

Das auf zwei Etagen verteilte Heimatmuseum ist untergebracht im ehemaligen Schloss von König Nikola. Es bietet Anschauungsstücke aus dem 18./19. Jh. und der Regierungszeit König Nikolas. | Mo-Sa 10 bis 13 Uhr | Trg Šaka Petrovića 1 | Eintritt 2 Euro

Region: Kolašin

Botanička Bašta/Botanischer Garten

Sein ganzes Leben hat Daniel Vincek der Botanik gewidmet, seinen Spitznamen „der Kräuterkönig“ trägt er zu Recht. In seinem Garten in Dulovine findet man fast alles was hier wächst und gedeiht. Sein Buch „Montenegro - Bergwanderführer“ ist auch in deutscher Sprache erhältlich. Führungen unbedingt einen Tag vorher anmelden! | Tel. 020/865477, Mobiltel. 069/015478 | botanybasta@cg.yu | Eintritt frei

Region: Herceg Novi

Galerija Jop-Bepo Benković

Die Galerie zeigt moderne Kunst von jungen Talenten aus Serbien und Montenegro. | Tgl. Mai-Sept. 9-22, Okt.-April 9-19 Uhr | Marka Vojnovića 4 | www.rastko.org.yu/rastko-bo/muzej/gal.html | Eintritt frei

Kanli Kula

Die in der türkischen Zeit entstandene Festung am oberen Ende der Altstadt diente lange als Verteidigungsanlage und Gefängnis. Mit mehr als 1000 Sitzen ist sie heute eine der schönsten Freiluftbühnen an der Adria.

Stari grad/Altstadt

Vom Đurković-Platz, dem umtriebigen Treffpunkt mit Cafés und Geschäften im Zentrum von Herceg Novi, führt eine Treppe durch das Wahrzeichen der Stadt, den 1667 von Sultan Mahmud in Auftrag gegebenen Uhrturm (Sahat Kula). Direkt dahinter, auf dem hübschen, von Palmen umsäumten Herceg-Stjepan-Platz, steht die 1883 begonnene, erst 1911 fertig gestellte orthodoxe Erzengel-Michael-Kirche (Sveti Arhanđela Mihaila) mit romanisch-gotischen und orientalischen Bauelementen. Die Nordfront des Platzes wird gebildet vom Stadtarchiv, an der Südseite befindet sich die 30000 Bände umfassende Bibliothek.

Lassen Sie sich durch die kleinen Gassen der Altstadt abwärts leiten, und Sie landen direkt am Eingang von Forte Mare, dem zwischen dem 14. und 17. Jh. entstandenen, mehrfach renovierten Wehrturm am Westende der Stadtmauer von Herceg Novi. Im Sommer werden hier Kinofilme auf einer Großleinwand gezeigt.

Tvrđava Španjola/Spanische Festung

Die 1538 von den Spaniern begonnene, später von den Türken fertig gestellte Festung erhebt sich über die Stadt und bietet einen herrlichen Ausblick auf die Bucht und die Halbinsel Prevlaka.

Zavičajni muzej

Im Regionalmuseum sind auf zwei Etagen archäologische Funde aus der Frühzeit von Herceg Novi ausgestellt, als Illyrer, Griechen und Römer in dieser Region siedelten. Ein kleiner Bereich in dem vom früheren Bürgermeister Mirka Komnenovića gestifteten Haus ist dem Partisanenkrieg gewidmet. | Di-So 9-20 Uhr | Mirka Komnenovića 9 | Eintritt frei

Region: Tivat

Muzej i galerija ljetnikovca Buća

Die frühere Sommerresidenz der Familie Buca von 1548 beherbergt heute das Kulturzentrum mit dem kleinen Stadtmuseum. Gezeigt werden Fotos von Tivat aus dem 19. und frühen 20. Jh. | Hinter dem Hafen | tgl. 7-23 Uhr | Eintritt frei

Region: Petrovac na Moru

Kastel Lastva

Die am westlichsten Rand der Bucht von Petrovac gelegene Trutzburg gab der Stadt bis zum Ende des Ersten Weltkriegs ihren Namen.

Region: Cetinje

Museen

Die zentrale Verwaltung der Museen der Stadt ist im Regierungshaus (Vladin Dom) untergebracht. Hier gibt es auch günstige Sammeltickets zum Preis von 5 Euro, die zum einmaligen Besuch der Kunstgalerie, von Njegoš-, König Nikola- und Historischem Museum berechtigen. Die Öffnungszeiten der Museen sind jeweils | Mitte April-Okt. tgl. 9-17, Nov.-Mitte April Mo-Fr 9-17 Uhr | Eintritt, wenn nicht anders angegeben, 3 Euro.

Biljarda/Njegoš-Museum

Die ehemalige Residenz des Dichterfürsten Peter Njegoš beinhaltet neben Büchern aus der Bibliothek des geistlichen und politischen Oberhaupts und eigenen Schriften - darunter das Manuskript des „Bergkranzes“ - auch den Billardtisch, nach dem das Gebäude später benannt wurde: Auf Eselsrücken wurde dieser zu Beginn des 19. Jhs. die steinige Straße von Kotor hochgebracht. Mitten im Ersten Weltkrieg entwarfen österreichisch-ungarische Militärs die riesige dreidimensionale Ansicht von Montenegro, die im Südteil des Biljarda-Hofs untergebracht ist. Die plastische Karte ist im Maßstab 1:10000 gestaltet und stellt das heutige Territorium Montenegros mit den angrenzenden Gebieten dar. Eintritt 1 Euro zusätzlich

Botschaftsgebäude

Die Anerkennung Montenegros als souveräner Staat 1878 verschaffte Cetinje enormen Zuwachs an internationaler Bedeutung. Besonders eindrucksvoll sind die Botschaften der damals wichtigsten europäischen Großmächte: Frankreichs (Njegoševa), Russlands (Vuka Mićunovića), Englands (Trg Novice Cerovića) und Österreich-Ungarns (Pivljanina).

Crkva na ćipuru/Schlosskapelle

1886 auf den Gemäuern des zerstörten historischen Klosters errichtet, beherbergt die kleine Kapelle heute die Särge mit den sterblichen Überresten von König Nikola I. und Königin Milena.

Etnografski Muzej/Ethnografisches Museum

Untergebracht in der früheren serbischen Botschaft, ist hier ausgestellt, was Montenegros Gang durch die Jahrhunderte bestimmte: Waffen, Trachten und Werkzeuge für den Ackerbau. Das Haus ist - selten in Montenegros Museenlandschaft - frisch renoviert. | Trg Novice Cerovića

Manastir/Kloster

Nachdem das vom montenegrinischen Staatsgründer Ivan Crnojević errichtete alte Kloster 1692 von den Türken zerstört wurde, begann Ende des 17. Jhs. die Rekonstruktion des Baus. Doch 1712 und 1785 zerstörten türkische Heere das geistliche Zentrum Montenegros erneut, ehe es in den Jahren darauf in schlichterem Stil restauriert wurde. Sehenswert sind besonders die Klosterschatzkammer und der Reliquienschrein des heiligen Peter von Cetinje.

Muzej kralja Nikole/König-Nikola-Museum

Seit 1926 ist das einstige Schloss Museum: Parade-, Jagd-, und Trophäenwaffen des Herrschers zieren das Erdgeschoss. Im ersten Stock bietet ein Rundgang durch die mit Originalmöbeln und -bildern ausgestatteten Wohn- und Arbeitsräume Einblick in das Leben des Königs. | Trg Novice Cerovića

Plavi Dvorac/Blaues Schloss

Herrlich gelegen im Stadtpark, leuchtet das einstige Wohnhaus von Fürst Danilo in strahlendem Blau. Das Ende des 19. Jhs. entstandene Gebäude diente später als Vorbild für andere Schlösser der Herrscherfamilie in Montenegro.

Umjetnička Galerija/Kunstmuseum

Untergebracht im ersten Stock des Regierungshauses, finden sich hier Werke klassischer und moderner jugoslawischer und montenegrinischer Kunst. Die Sammlung reicht zurück bis ins 17. Jh. und enthält außerdem Arbeiten der vergangenen Biennalen. Höhepunkt der Ausstellung ist die in der Blauen Kapelle untergebrachte Ikone der Muttergottes von Philermos - der Schutzherrin des Malteserordens und eines der bedeutendsten Heiligtümer des Christentums. | Vladin Dom

Vlaška crkva/Wallachenkirche

Das älteste Gebäude der Stadt (1450) ist nach den Viehhirten benannt, die hier in der Gegend ihre Herden grasen ließen. Der Legende nach sollen sich unter den zwei Grabsteinen vor der Kirche die Gebeine des Räuberhauptmanns Bajo Pivljanin und seiner Frau befinden, die bei der Verteidigung Cetinjes gegen die Türken ums Leben kamen.

Zetski Dom/Königliches Theater

Der im Herzen Cetinjes gelegene Dom (Heim) beherbergte zunächst die neu entstandenen Kulturinstitutionen Montenegros, die nach dem Berliner Kongress wie Pilze aus dem Boden schossen: Museum, Bibliothek und Theater.

Region: Podgorica

Centar savremene umjetnosti Crne Gore

In den lichtdurchfluteten Räumen des Zentrums für zeitgenössische Kunst am zentralen Boulevard der Stadt werden Werke moderner montenegrinischer Künstler ausgestellt (Bulevar Sveti Petra Cetinjskog 17). Der größere Teil der Sammlung befindet sich im alten Winterschloss von König Nikola im Stadtpark, wo bis 1985 die Galerie der blockfreien Staaten untergebracht war. Und noch heute schmücken neben Gemälden aus Montenegro und den anderen früheren jugoslawischen Teilrepubliken Bilder aus Bolivien, Ägypten oder Kuba die Wände. | Ljubljanska | Mo-Fr 9-14 und 17-21, Sa 10-14 Uhr | Eintritt frei

Gorica

Vom Nordhügel haben Sie eine tolle Aussicht auf die Morača und das Stadion des FK Budućnost (Zukunft) Podgorica und können außerdem einen Blick in die schon im 12. Jh. errichtete Kirche St. Georg (Sveti Đorđe) werfen.

Stara Varoš

Die Ribnica bildet die Grenzlinie zwischen neuem (nova) und altem (stara) Stadtgebiet. Beim Ruf des Muezzins erwacht die Zeit der osmanischen Herrscher hier zum Leben. Sehenswert: der Uhrtum (Sahat Kula) am Trg Vojvode Bećir Bega Osmanagića. Der Platz ist nach dem Pascha des Gebiets im 18. Jh. benannt.

Region: Bijelo Polje

Sveti Nikola/St.-Nikolas-Kirche

Vom Zentrum der Kuppel blickt eine bärtige Christusfigur als Pantokrator (Herrscher des Universums) auf die Gläubigen herab - und macht in byzantinischer Tradition den mit herrlichen Fresken geschmückten Kirchenraum im Stadtteil Nikoljac zum Symbol des Kosmos. In der im 14. Jh. gebauten Bibliothek der am Lim-Ufer gelegenen Kirche lagern Dutzende wertvolle handgeschriebene Manuskripte und frühe Buchdrucke.

Sveti Petar/St.-Petrus-Kirche

In dem Ende des 12. Jhs. errichteten Gotteshaus entstand eine der bedeutendsten orthodoxen Schriften: das sogenannte Miroslav-Evangelium. Eine Kopie des auf Pergament verfassten Dokuments liegt im Kirchenschiff aus, während das Original zum Ärger vieler Bewohner in der serbischen Hauptstadt Belgrad aufbewahrt wird. Der weiß getünchte Kirchturm kann seine zeitweise Nutzung als Minarett nur unschwer verbergen: Von den Osmanen nach der Eroberung der Stadt zur Moschee umfunktioniert, dient die Kirche erst seit 1912 wieder christlichen Gläubigen.