Reisetipps Montenegro

Praktische Hinweise Montenegro

Auto/Fähre

Für die Anreise mit dem PKW gibt es zwei Routen: Entweder fahren Sie über Slowenien und Kroatien die Küstenstraße E 65 entlang bis Montenegro oder über Österreich bzw. die Schweiz nach Bari bzw. Ancona (auf der E 45/E 55). Von den beiden italienischen Hafenstädten setzen Autofähren über nach Bar (www.montenegrolines.net). Die Überfahrt von Bari dauert neun bis zehn Stunden, ein Deckplatz kostet in der Hauptsaison etwa 70 Euro, die einfache Kabine 80-150 Euro; für einen normalen PKW sind 80-100 Euro zu zahlen. Die Überfahrt von Ancona dauert etwa 16 Stunden und ist etwas teurer.

Bahn

Über Österreich fahren mehrmals täglich Züge nach Belgrad, der unumgänglichen Zwischenstation für die Weiterfahrt nach Podgorica oder Bar. Die Strecke gehört zu den landschaftlich eindrucksvollsten auf dem Balkan, sodass sich die Strapazen der etwa achtstündigen Fahrt allemal lohnen.

Bus

Busunternehmen wie Touring Eurolines (www.touring.de) haben zwar ein ausgebautes Netz zu allen Balkan-Destinationen, die Busfahrten nach Montenegro sind jedoch umständlich, weil sie meistens über Dubrovnik oder Belgrad gehen.

Flugzeug

Linienflüge von deutschen Großflughafen, sowie aus der Schweiz führen nach Tivat und Podgorica, Buchung: www.montenegro.airlines.cg.yu oder www.jat.com. Zum Dubrovnik-Flughafen ćilipi fliegt German Wings (www.germanwings.com). Die Weiterfahrt mit dem Taxi von Dubrovnik nach Budva (90 km) kostet etwa 80 Euro, nach Herceg Novi (20 km) ca. 30 Euro.

Auskunft

Im ganzen Land gibt es Zweigstellen der Nationalen Touristenorganisation Nacionalna turistička organizacija (NTO) mit Hauptsitz in Podgorica (Trg Vektre Tel. 020/235155 | www.visit-montenegro.travel). Auch sonst ist das Land mit unzähligen Reisebüros gut bestückt. Feste Öffnungszeiten gibt es nicht.

Auto

Nationale Zulassung und nationaler Führerschein genügen. Die internationale grüne Versicherungskarte ist Pflicht und bei der Einreise an der Grenze vorzuzeigen. Die Höchstgeschwindigkeiten betragen innerorts 40 km/h, auf Landstraßen 80 km/h, auf Schnellstraßen 100 km/h. Fahrzeuge mit Anhänger dürfen jedoch grundsätzlich nicht schneller als 80 km/h fahren. Die Promillegrenze liegt bei 0,5.

Die Verkehrsstrafen sind empfindlich: Überholen im Tunnel und fahren bei roter Ampel - Führerschein weg; Telefonieren im Auto - 20 Euro, nicht anschnallen - 15 Euro. Nach einem Unfall sollten Sie unbedingt die Polizei informieren. Die Straßen an der Küste werden im Schnelltempo ausgebaut, die Küstenstraße von Tivat bis Ulcinj gehört zu den besten. Im Landesinnern vorsichtig fahren! Bei Pannen unterwegs hilft der Notdienst: Tel. 9807. Parkgebühren sind an der Küste extrem hoch, manchmal bis zu 15 Euro am Tag; für Sicherheit der Wagen wird selten garantiert.

Banken & Kreditkarten

Die meisten Banken sind ganztägig geöffnet, häufig bis spät in die Nacht. Bankautomaten nehmen gängige EC- und Kreditkarten an.

Camping

Neben den großen Campingplätzen in den Küstenstädten haben viele Privatleute in Gärten und auf landwirtschaftlich ungenutzten Weiden eigene Gelände eröffnet - autocamp lautet dann der Schriftzug auf den Schildern. Was den Zustand der sanitären Anlagen anbelangt, sollten Sie hier jedoch nicht den Komfort französischer oder italienischer Zeltplätze erwarten.

Deutsche Botschaftt

Hercegovačka 10, 81000 Podgorica | Tel./Fax 020/667285 | www.podgorica.diplo.de

Österreichische Botschaft

Kralja Nikole 104, 81000 Podgorica | Tel. 020/601580 | podgorica-ob@bmeia.gv.at

Schweizer Botschaft

Bircaninova 27, 11000 Beograd (Serbien) | Tel. 0038/1113065 | www.eda.admin.ch/belgrade

Einreise

Für die Einreise genügt ein gültiger Reisepass. An der Grenze wird pro PKW (bis zu acht Sitzen) eine sogenannte Ökogebühr von 10 Euro fällig, die ein Jahr lang gültig ist. Für größere Fahrzeuge beträgt die Gebühr 30 Euro.

FKK

Grundsätzlich gibt es keine großen Möglichkeiten, in Montenegro nackt zu baden. Der offizielle FKK-Strand in Ada Bojana, in der Nähe von Ulcinj, ist nur den Gästen der Anlage vorbehalten. In Ulcinj selbst ist ein kleiner Felsen für Naturisten reserviert. An der äußersten Spitze von Igalo befindet sich der kleine FKK-Strand Njivice. In anderen Orten fahren Fischerboote zu den kleinen Buchten, in denen FKK-Touristen baden. Vor Ort fragen!

Gesundheit

An der Küste und im Inland gibt es überall gut ausgestattete Apotheken; außerdem finden sich Ärzte, die entweder Deutsch oder Englisch sprechen. Meist muss die Rechnung direkt vor Ort bezahlt werden und kann später bei der Krankenkasse eingereicht werden. Der Abschluss einer Reisekrankenversicherung bietet sich an, da diese im Notfall auch einen Krankenrücktransport abdeckt.

Internet

www.website.me heißt ab September 2009 die neue Domain für montenegrinische Internetadressen. Möglich sind auch die Endungen org.me, priv.me, net.me. Die neuen Domains können über Suchmaschinen leicht gefunden werden.

Von den vielen Webadressen aus Montenegro sind die weitaus meisten in der Landessprache, manche außerdem nicht immer aktuell. Die offizielle Website der Nationalen Touristenorganisation (NTO), www.montenegro.travel, bietet ausgezeichnete Informationen in allen Sparten in den Sprachen Deutsch, Englisch und Italienisch. Auch gut: http://me.tiscover.com oder www.bestof-montenegro.com, wo Sie eine Auflistung der besten Strände, Hotels, Restaurants, etc. finden.

Hotelbewertungen können Sie außerdem unter www.holydaycheck.de einsehen, in englischer Sprache bei www.tripadvisor.com. auf www.netzstart.de finden Sie gute Tipps zu Segeltörns und Radtouren; www.ng-most.org gehört den Öko-Bewegten an, die sich Tara und Durmitor verschrieben haben und Informationen über Land, Leute, Küche, dazu Kurioses aus der Region, ins Netz gestellt haben.

Internetcafés & Wlan

Internetcafés findet man nahezu überall, am besten vor Ort fragen. WLAN oder Hotspots sind in Planung, in vielen Hotels gibt es schon Wireless-Internet. Ab 2010, wenn die neue Marina Porto Montenegro öffnet, soll ganz Tivat vernetzt sein.

Klima & Reisezeit

Wenn im Juli und August die Temperaturen an der Küste bis auf 40 Grad klettern, im Talkessel um Podgorica sogar darüber liegen, ist es auf Durmitor noch immer frisch: höchstens 20 Grad. Die Winter am Meer sind mild, in höheren Lagen streng. Die schönsten Monate, um einen Badeurlaub zu machen, sind Mai/Juni und September. Juli und August sind wegen zu großer Hitze und aufgrund der Schulferien, die überfüllte Strände garantieren, etwas stressig. Das Wasser der Adria ist ab Juni über 20 Grad warm, am Ende der Saison noch wärmer, bis zu 25 Grad. Viel Schnee liegt in den Bergen zwischen Dezember und März.

Mietwagen

Autos von internationalen oder nationalen Leihfirmen gibt es in allen größeren Ferienorten. Auch Reisebüros kümmern sich um die Buchung. Die Anmietung vor Ort ist meist preiswerter als die Reservierung über große Anbieter wie Avis oder Europcar. Vor der Anmietung sollten Preise und Leistung verglichen werden, da manche Firmen Steuern und Versicherung zusätzlich berechnen. Der serbische Yugo 55 ist am günstigsten: 30 Euro pro Tag. Sonst ab 45 Euro pro Tag.

Notruf

Polizei Tel. 92 ,Feuerwehr Tel. 93, Notarzt Tel. 94. Bei Anrufen mit nichtmontenegrinischer SIM-Karte die Ländervorwahl nicht vergessen: 00382

Öffentliche Verkehrsmittel

Ein flächendeckendes Autobusnetz verbindet alle größeren montenegrinischen Städte miteinander, auch an der Küste verkehren mehrere Linien regelmäßig zwischen den Hauptdestinationen. Tickets können sowohl am Busbahnhof (autobuska stanica) wie beim Fahrer gekauft werden und sind, verglichen mit westeuropäischen Tarifen, sehr günstig. Die Fahrt zwischen Podgorica und Cetinje etwa kostet 3 Euro, von der Hauptstadt nach Budva müssen Sie mit etwa 6 Euro rechnen. Die von Bar nach Belgrad verkehrende Bahn hält mehrmals täglich in Sutomore, Podgorica, Kolašin, Mojkovac und Bijelo Polje.

Öffnungszeiten

Es gibt in Montenegro keine festen Öffnungszeiten. Geschäfte und Restaurants arbeiten im Sommer oft bis Mitternacht, die Beamten diverser Ämter ruhen sich ab 16 Uhr aus.

Post

Die Postämter sind an Werktagen zwischen 7 und 20 Uhr geöffnet, in der Touristensaison sogar manchmal länger. Viele Postämter bieten Faxservice an. Eine Postkarte in die Staaten der Europäischen Union kostet um 0,50 Euro.

Preise

Das Leben in Montenegro ist teuer. Die Lebensmittelpreise sind in den letzten Jahren um 40 Prozent gestiegen. Die Restaurantpreise entsprechen den europäischen, die Hotelpreise liegen etwas darunter. Günstiger sind Privatzimmer (sobe), die an jeder Ecke angeboten werden. Grundsätzlich ist alles im Landesinnern günstiger als an der Küste. Und: Sobald die Hochsaison vorbei ist, fallen die Preise um bis zu 30 Prozent. Zigaretten (oft handelt es sich um Schmuggelware) kosten um 2 Euro. Vorsicht: Ohne Sonnenliegen geht es am Strand nicht, Preis: 2-4 Euro; Wer es feudaler mag, kann für Strandbetten mit Baldachin bis zu 100 Euro ausgeben.

Telefon & Handy

Blackberry und iPod gelten als Statussymbole im kleinen Balkanland, das mehr Handys als Einwohner zählt. Und so ist es kein Wunder, dass gleich drei Mobilfunkbetreiber um die Kundschaft buhlen: ProMonte (069), M-Tel (068) und T-Mobile (067). Alle drei bieten auch Handy-Internet an. Trotz Roaming ist es sehr teuer, nach Hause zu telefonieren. Praktischer und billiger ist es, vor Ort eine montenegrinische Prepaidkarte zu kaufen, die zwischen 5 und 10 Euro kostet und an jedem Zeitungskiosk zu haben ist. Prepaidkarten wie die von Global-Sim (www.globalsim.net) oder Globilo (www.globilo.de) sind zwar teurer, ersparen aber ebenfalls alle Roaminggebühren. Und: Sie bekommen schon zu Hause Ihre neue Nummer. Immer günstig sind SMS. Hohe Kosten verursacht die Mailbox: noch im Heimatland abschalten!

Telefonkarten für Festnetzverbindungen bekommen Sie bei der Post. Vorwahlen: Deutschland 0049, Österreich 0043, Schweiz 0041. Die Vorwahl für Montenegro lautet 00382.

Trinkgeld

In Cafés ist es nicht üblich, kleinere Beträge aufzurunden. Für Touristen schickt es sich jedoch, rund 10 bis 15 Prozent des Gesamtbetrags auf die Rechnung aufzuschlagen.

Unterkunft

Nobelherbergen entlang der Küste wachsen mittlerweile alle paar Meter in den Himmel. Vor allem russische Investoren haben hier das Sagen, bauen Luxushotels mit Helikopterlandeplätzen und vergoldeten Wasserhähnen. Bei einigen Reiseveranstaltern können diese günstiger gebucht werden (www.spendid.montenegro.com, www.queenofmontenegro.com). Zimmer (sobe), aber auch Apartments (apartmani) werden im ganzen Land angeboten. Im Landesinnern ist die Ausstattung eher karg, an der Küste gut bis sehr gut.

Zeit

Es gilt die MEZ bzw. MESZ.

Zoll

Devisen dürfen unbegrenzt eingeführt werden, ausgeführt aber nur 500 Euro. Laptops, Kameras und andere technische Geräte sollten bei Ein- und Ausreise deklariert werden. Eingeführt werden dürfen keine frischen Lebensmittel, jedoch Trockenobst, Tee und Kaffee, 1 l Alkohol, 2 l Saft und 5 l Wasser. Bei Rückkehr in die EU dürfen Sie unter anderem 200 Zigaretten oder 250 g Tabak, 4 l Wein, 16 l Bier und sonstige Waren im Wert von 300 Euro (Bahn/PKW) bzw. 430 Euro (Flug) zollfrei mitführen. Näheres erfahren Sie unter www.zoll.de.

Bier

1,50 Euro für 0,33 l einer einheimischen Marke

Eis

1 Euro für zwei Kugeln Eis

Imbiss

1,50 Euro für ein Stück Pizza

Kaffee

1-1,50 Euro für eine Tasse Espresso

Benzin

1,30-1,40 Euro für einen Liter Super

Busfahrt

60-80 Cent für eine Fahrt im Stadtgebiet