Reisetipps Montenegro

Bloss nicht! Montenegro

Tempolimit ignorieren

Das kleine Heer von über 10000 montenegrinischen Polizisten ist notorisch unterbeschäftigt und unterbezahlt, sodass beim Stoppen von Rasern gleich zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen werden können. Zum Rasen gehört bei Geschwindigkeitsbegrenzungen von maximal 100 km/h nicht viel, halten Sie sich deshalb wirklich strikt an die Zahlen auf den Schildern - weniger wegen der ärgerlichen Knöllchen als Ihrer eigenen Sicherheit zuliebe. Schließlich gehören abrupt wechselnder Fahrstil und lebensgefährliche Überholmanöver zum Alltag auf Montenegros schlechten Straßen. Die bunten Kränze zum Gedenken an die Verkehrstoten an vielen Straßenrändern sind ein deutliches Zeichen. Auch auf Pferdewagen und kaputte Scheinwerfer sollten Sie sich einstellen. Daher: Augen auf - und nicht schneller als Ihr Schutzengel fahren!

Abfälle liegen lassen

1991 erklärte das Parlament in Podgorica Montenegro zum ökologischen Staat. Doch mit der Umsetzung der einfachsten ökologischen Prinzipien im Alltag ist es leider noch nicht so weit her. Unzählige Plastiktüten verunzieren die Ufer von Morača und Ribica in der Hauptstadt, im ganzen Land dienen Böschungen als illegale Müllkippen. Dabei gibt es genug Mülleimer - nutzen Sie sie!

Grenzbereich missachten

Auch wenn der Krieg im Kosovo schon lange zurückliegt, kann es immer wieder zu Spannungen kommen, die sich durch erhöhte Wachsamkeit an den Grenzposten auswirken. Die grünen Grenzen zu Albanien und Bosnien-Herzegowina gehören zu den Hauptschmuggelrouten Richtung EU. Halten Sie sich in diesen Gegenden strikt an die großen Straßen, denn Abenteuerausflüge könnten gefährlich werden.

Leitungswasser trinken

Überall wird mit per Schrift und Schild gewarnt: Leitungswasser ist nicht trinkbar. Lieber eine Flasche Mineralwasser an den Strand nehmen, es löscht nicht nur den Durst, es schmeckt auch lecker.

Moscheen mit Schuhen betreten

In den kleineren muslimischen Gemeinden im Sandžak und an der Grenze zu Albanien sind spontane Einladungen, Moscheen zu besichtigen, keine Seltenheit. Ziehen Sie davor Ihre Schuhe aus, wie die Muslime es auch tun! Im Eingangsbereich ist dafür reichlich Platz. Für Besuche von Kirchen und Klöstern gilt: Betreten Sie die Gebäude nicht in allzu lockerer Kleidung. Orthodoxe Gläubige verlassen religiöse Orte übrigens rückwärts - mit Blick auf die Ikonen.