Reisetipps Mailand

Bloss nicht! Mailand

Im Bus sein Geld zählen

Mailand ist nicht unsicherer als Hamburg, Wien oder Amsterdam - aber auch nicht sicherer. Überall, wo es eng wird, auf Märkten oder im Bahnhofsgedrängel, muss man mit potenziellen Langfingern rechnen. Auch in vollen Straßenbahnen und besonders in der dafür berüchtigten Linie des Filobus 91/92. Also bitte nicht im Bus das Geld nachzählen und das Portemonnaie immer an einer sicher verschlossenen Stelle tragen.

Hütchenspieler

Nicht mehr taufrisch, doch als Warnung nach wie vor aktuell. Es sieht so einfach aus: eine kleine Kugel, drei Nussschalen oder Hütchen. Geschickt lässt der Spieler die Kugel unter den Schalen hin und her wandern. Und wenn Sie erraten, unter welcher Schale sie am Ende liegt, bekommen Sie das Doppelte des Einsatzes (meist 50 Euro) zurück. Leicht verdientes Geld, wie es der Vormann bewiesen hat? Der steckt jedoch mit dem Spieler unter einer Decke, und es gibt genügend Tricks, um auch den Aufmerksamsten hereinzulegen. Lassen Sie also bloß die Finger von dem Spiel, das man am Bahnhof und in manchen Metrostationen mit Ahnungslosen treiben möchte!

Auf bagherini hereinfallen

Manchmal ist es leichter, Karten für die Scala zu bekommen als für ein Fußballspiel zwischen Milan und Inter. Doch hüten Sie sich, Karten von Schwarzmarkthändlern (bagherini) vor dem Stadion zu kaufen. Sie sind mindestens überteuert, wenn nicht sogar gefälscht.

Samstags in der Innenstadt einkaufen

Samstagnachmittags scheint die ganze Lombardei nach Mailand zu strömen. Auf den Fußwegen schieben sich die Menschen, und der Flaneur wird zum Verkehrshindernis. Man kann sich keine Ware mehr in Ruhe angucken, und vor jeder Kasse bilden sich Schlangen wie in der Opernpause vor der Damentoilette. Und auch die Tram bleibt im Verkehr stecken.

Mit kurzen Hosen in die Kirche

Kirchen und Klöster, die für die einen zum Besuchsprogramm gehören, sind für andere Orte der Stille und des Gebets. Für einen Kirchenbesuch sollte man sich den Umständen entsprechend bedeckt halten.

Wilde Taxis benutzen

Immer, wenn die Schlange am Taxistand beim Bahnhof oder am Flughafen besonders lang ist, bietet jemand gerade Ihnen an, sie an den Wartenden vorbeizulotsen. Auch wenn die Herren Englisch sprechen und Namensschilder tragen: Steigen Sie bloß nicht ein! Der Preis wird mehr als doppelt so hoch wie der offizielle sein, und versichert sind die Taxiwilderer oft auch nicht.