Reisetipps Loire-Tal

Bloss nicht! Loire-Tal

Schlösser-Hopping

Sie haben die Qual der Wahl: Hunderte großer und kleiner Schlösser liegen wie aufgereiht an der Loire und ihren Zuflüssen. Zügeln Sie Ihren kulturellen Ehrgeiz: Wenn Sie mehr als zwei, drei châteaux an einem Tag abhaken, wissen Sie nicht mehr, was Sie wo gesehen haben. Außerdem belasten die Besichtigungen Ihre Reisekasse enorm. Wählen Sie lieber gut aus, was Sie tatsächlich sehen wollen, und lassen Sie sich dafür etwas mehr Zeit. Es reicht wirklich, pro Tag die lange, reiche Geschichte nur eines Schlosses zu erfahren.

Aufs Geratewohl durch die Lande

Für viele Reisende ist es reizvoll, auf eigene Faust eine Region zu entdecken. Auch das Loire-Tal ist ein beliebtes Ziel für Individualtouristen. Schade wäre es allerdings, mangels Informationen an den schönsten Flecken, den tollsten Zimmern und den besten Geschäften ahnungslos vorbeizufahren. Die Verkehrsämter (office de tourisme) selbst in den kleineren Städten halten hervorragendes Informationsmaterial bereit und geben Ihnen gern Ratschläge, z.B. über Kombipässe, mit denen Sie auf der Besichtigungstour Geld sparen können.

Wild campen

So verlockend ein schönes Plätzchen in freier Natur sein mag, um ein Zelt aufzustellen oder das Wohnmobil zu parken - französische Grundbesitzer sehen das gar nicht gern und reagieren meist sauer. Viele Gemeinden im Loire-Tal haben extra Stationen für Wohnmobile eingerichtet, und an Campingplätzen in herrlicher Lage fehlt es auch nicht.

Wertsachen im Auto lassen

Autos mit ausländischem Kennzeichen sind bevorzugtes Objekt für Diebe, die es im Umkreis der großen Städte leider auch im Loire-Tal gibt. Auf keinen Fall Wertsachen oder Jacken offen im Auto liegen lassen. Noch eher auf Paris oder den Süden beschränkt ist die Langfinger-Methode, aus dem besetzten Auto Handtaschen zu stehlen. Aber auch in Tours, Orléans oder Angers empfiehlt es sich, an Ampeln die Autotüren von innen zu verschließen.

In Radlerkluft zur Schlossbesichtigung

Auch wenn keine Könige mehr vor Ort leben: Besichtigen Sie Schlösser und Kirchen nicht in Shorts, luftigem T-Shirt und Sandalen oder gar in körperbetonter, aber nur in freier Natur gern gesehener Radlerkluft. Die Besitzer der Burgen und Schlösser, auch heute noch oft Grafen oder Barone, werfen sich selbst zwar auch nur für ganz festliche Anlässe richtig in Schale, sind aber auch im Alltag immer picobello angezogen. Nehmen Sie sich die Zeit fürs Umziehen, bevor Sie die lange Geschichte im Loire-Tal entdecken. Ein bisschen Stil sollte auch im Urlaub gewahrt bleiben!