Reisetipps Litauen

Sehenswertes Litauen

Region: ŠIauliai

Aušra-Museum/Aušros muziejus

Bedeutendes ethnografisches Museum mit etwa 70000 Exponaten. Zum Museum, das nach der ersten litauischen Zeitung („Morgenröte“, 1883) benannt ist, gehört auch das Ch.-Frenkel-Palais (Vytauto 89) mit großer Gemäldesammlung. | Aušros 47 | Di-Fr 11-19, Sa 11-16 Uhr

Peter-und-Paul-Kirche/šv. Petro ir Povilo Bažnyčia

Schon von Weitem grüßt der 71 m hohe schneeweiße Turm der Renaissancekirche. Aus der Nähe ist zu sehen, dass man bei ihrem Bau (1595-1625) auch an die Verteidigung der Stadt dachte: Die Erker der Basilika tragen Schießscharten. | Aušros 3

Sonnenuhr-Platz/Saulės Laikrodžio Aikšte

Auf einer 21 m hohen Säule steht seit 1986 ein Wahrzeichen der Stadt: der goldene Bogenschütze. Er ist zugleich Zeiger der größten Sonnenuhr Litauens. Als Zifferblatt dient der gesamte Platz, in den Metallziffern eingelassen sind. Man vermutet, dass sich Šiauliai vom litauischen šaulys (Schütze) oder saulė (Sonne) ableitet.

Vilniaus Gatvė

Die mit Springbrunnen und Blumenrabatten gestaltete Fußgängerzone ist die Flaniermeile der Stadt. Der Centrinė-Platz mit dem Uhrenturm wurde zum beliebten Treffpunkt junger Leute.

Region: Telšiai

Bischofsdom/Šv. Antano Paduviečio Katedra

Dem heiligen Antonius von Padua geweiht. Außen Barock, innen prächtig ausgeschmückt im Übergang vom Barock zum Klassizismus. Der Ende des 18. Jhs. erbaute Dom zeugt von der großen Bedeutung Telšiais als Bischofssitz.

Heimatmuseum/Alka muziejus

Die Geschichte von Telšiai und Zemaiten. Das Museum besitzt eine ansehnliche Gemäldesammlung, darunter ein Werk von Lucas Cranach d. Ä.: „Die Anbetung der Könige“. | Muziejaus 31 | Mi-So 11-17 Uhr | www.zam.mch.mii.lt

Žemaitisches Freilichtmuseum/Kraštotyros Muziejus

Originalgetreu wieder aufgebaute historische Bauerngehöfte vermitteln anschaulich ein Bild des Dorflebens vor 150 Jahren. | Parko 8a | Mi-So 10-18 Uhr

Region: Marijampole

Bahnhof/Stotis

Mit dem Zug anzukommen ist in Marijampole eine Augenweide, seit der Jugendstilbahnhof von 1924 liebevoll restauriert worden ist. | Stoties 2

Landeskundliches Museum/Krašto muziejus

Die ethnografische Ausstellung gegenüber der Vinzent-und-Paul-Kirche zeigt Volkskunst und Trachten der Suvalkija aus dem 19. Jh. Die beeindruckende Ausstellung über die „Waldbrüder“ (litauische Partisanen, die nach dem Zweiten Weltkrieg aus ihren Verstecken in den tiefen Wäldern heraus gegen die sowjetischen Okkupanten kämpften) gilt als die beste zu diesem Thema in ganz Litauen. | Vytauto 29 | Di-So 9-17 Uhr

St.-Michaels-Basilika/Mažoji basilika

Die 1824 erbaute klassizistische Basilika mit ihrem prächtigen Doppelturm prägt die Altstadt und besitzt schöne Gemälde aus dem 18. und 19. Jh. | Bendoriaus 1

Region: Aukštaitija-Nationalpark

Ažvinčiai-Reservat

4200 undurchdringliche Hektar Urwald aus alten Eichen, Kiefern und Hochmooren, Heimat für seltene Vogelarten wie den scheuen Habichtskauz. Das Herzstück des Nationalparks ist Totalreservat, hinein kommen Sie nur mit Führung.

Imkereimuseum/Senovinis bitininkystės muziejus

Der Bienengott Babila behütet ein einzigartiges Museum in Štripeikiai, das in traditionellen Holzhäuschen die Geschichte der Imkerei zeigt. In der originellen „Honigbar“ können Sie einen Imbiss einnehmen: Weißbrot, Aukštaitija-Bauernkäse, frisches Gemüse und natürlich diverse Honigprodukte, ein Glas Met inklusive. | Mai-Okt. tgl. 10-19 Uhr

Palūšė

Nicht ein Nagel war nötig beim Bau von St. Joseph (1747-57), einer sehr schönen barocken Holzkirche mit einem eigentümlichen achteckigen Glockenturm. Palūšė („Beim Luchs“) ist das größte Dorf und Zentrum des Nationalparks.

Vaišnoriškės

Mitten in dem Walddorf steht eine riesige Linde - das Symbol für den Lindenblütenhonig, der Vaišnoriškės' Imker (und Bienen) berühmt gemacht hat. Ein süßes Mitbringsel, das Sie noch lange an Ihre Litauenreise denken lassen wird.

Region: Palanga

Bernsteinmuseum/Gintaro muziejus

Europas größtes Bernsteinmuseum zeigt wunderschöne Exemplare des Osteegoldes, wie den 3,5 kg schweren „Stein der Sonne“, den drittgrößten je gefundenen Bernsteinbrocken. Dazu eine Kopie des berühmten steinzeitlichen Bernsteinschmucks von Juodkrante und Tausende Inklusen: Bernstein zum Sattsehen - etwa 26000 Exponate. Vytauto 17( Schloss) Sept.-Mai Di-So 11-17, Juni-Aug Di-So 10-19 Uhr | www.pgm.lt

Botanischer Park

Litauens größter botanischer Garten, angelegt 1843, ist ein Werk des französischen Landschaftsarchitekten Edouard André. Mitten im Park steht das 1897-1902 im Stil der Neorenaissance erbaute Schloss der Grafen Tiškevičius. Es beherbergt heute das Bernsteinmuseum. Ebenfalls sehenswert: Rosarium, Orangerie und der 22 m hohe Birutė-Hügel mit einer kleinen, achteckigen Kapelle aus dem Jahr 1869.

Landungsbrücke

In Palanga führen viele Wege zum Meer, der beliebteste über die Flaniermeile Basanavičiaus auf die 470 m lange Landungsbrücke. An Sommerabenden avanciert Palangas Wahrzeichen zum Treff der Romantiker und Verliebten - der beste Platz, um den Sonnenuntergang zu genießen.

Region: Juodkrantė

Bernsteinbucht/Ginaro įlanka

In der wegen ihres Bernsteinvorkommens künstlich angelegten Bucht fand man auch 434 steinzeitliche Bernsteinschmuckstücke, den berühmten „Schatz von Schwarzort“.

Haffpromenade/Krantinejė

Entlang der 2,5 km langen Haffpromenade säumen moderne Plastiken den Weg. Die 31 Skulpturen litauischer, englischer und schwedischer Künstler entstanden 1997-99 als Ergebnis des Bildhauersymposiums „Erde und Wasser“. | Rėzos gatvė

Hexenberg/Raganų kalnas

Schon den alten Schwarzortern galt die dunkelwaldige Düne unweit der Kirche als sagenumwobener Ort. Holzbildhauer schufen hier Ende der 1970er-Jahre über 80 Figuren aus dem Schatz litauischer Märchen und Mythen. Die skurrilen Skulpturen säumen einen wundervollen Spazierweg durch Nehrungsurwald. | Rėzos 46 | Wegweiser ist eine hölzerne Hexe

Kunstmuseum/Dailės muziejus

Die Ausstellungshalle des Litauischen Kunstmuseums zeigt vor allem zeitgenössische Malerei. | Rėzos 3 | Mai-Sept. Di-So 10-18 Uhr | www.ldm.lt

Villenviertel

Sie hießen „Monbijou“, „Hubertus“ und „Waldfrieden“ und entstanden um 1880, als Schwarzort zum mondänen Ferienort aufstieg. Einige Häuser sind in den letzten Jahren stilvoll renoviert worden. Eine Perle: die wiederaufgebaute „Villa Flora“. Ihr einstiges Wirtschaftsgebäude beherbergt nun eine Pension gleichen Namens (17 Zi. | Tel./Fax 469/53024 | vilaflora@takas.lt | €€). | Kalno 7a

Region: Vilnius und Umgebung

Alumnat/Alumnatas

So vornehm wohnten einst Studenten. Das 1582-1622 erbaute Internat mit seinem prächtigen Arkaden-Innenhof im Stil der italienischen Hochrenaissance liegt nahe der Universität. Universiteto

Aušros-Tor und südliche Altstadt/Aušros vartai

Mild lächelnd blickt die Barmherzige Muttergottes gesenkten Hauptes auf die Gläubigen herab, die vor ihr niederknien und beten. Das in Gold, Silber und Edelsteine gefasste, von zahllosen Votivgaben umgebene Marienbild in der klassizistischen Aušros-Torkapelle (1829) gilt als wundertätig und ist ein Wallfahrtsort für Katholiken aus ganz Osteuropa. Wegen der berühmten Madonna blieb das 1503-22 erbaute „Tor der Morgenröte“ vom Abriss verschont und ist das letzte erhaltene Tor (von einst neun) der alten Stadtmauer.

Über die Aušros vartų mit ihren gotischen und barocken Bürgerhäusern gelangen Sie von hier aus in die südliche Altstadt und kommen dabei am Basiliuskloster und der Philharmonie vorbei. Gleich zu Beginn liegt rechts die russisch-orthodoxe Heiliggeistkirche (Šv. Dvasios cerkvė), aus dem 17. Jh., die daran erinnert, dass in diesem Stadtteil einst russische Kaufleute lebten. Heute erklingen in der mit uralten Ikonen geschmückten Kirche bei Gottesdiensten entrückte Chorgesänge (Beginn tgl. 17 Uhr).

Fernsehturm/Televizijos Bokstas

Litauens Wolkenkratzer misst stolze 326 m, von der Aussichtsplattform (165 m) hat man bei klarem Wetter 60 km Fernsicht, die sich im Drehrestaurant Paukščių takas (tgl. | Tel. 5/2458877 | €€) auf 165 m auch bei einem Cappuccino genießen lässt. An ein tragisches Kapitel litauischer Geschichte erinnern Mahnmale und eine bedrückende Ausstellung im Erdgeschoss: Hier fanden 14 unbewaffnete Litauer den Tod, als sowjetische Spezialeinheiten den Fernsehturm am 13. Januar 1991 stürmten. Den Fernsehturm erreichen Sie mit der Buslinie 16 vom Bahnhof aus oder mit der 11 ab dem Lukiškių-Platz. Sausio 13-osios 10 (im Norden der Stadt) | tgl. 10-21 Uhr | Eintritt inkl. Lift 20 Lt. | www.lrtc.lt

Frank Zappa Memorial

Auf einer kleinen Grünfläche vor einer Klinik steht etwas einsam das Denkmal des 1993 verstorbenen charismatischen Musikers und Komponisten: eine zierliche Büste auf einer Metallsäule, dahinter zauberten Graffitisprayer ein kunstvolles Zappa-Bildnis an eine Mauer. Aufgestellt wurde die Büste 1995 auf Initiative unabhängiger Künstler und Fans. Frank Zappa, der sich in den Texten seiner Songs wie auch im Leben politisch engagierte, ist auch Schutzpatron der „Republik Užupis“. | Kalinausko 1

Gediminas-Prospekt/Gediminos prospektas

Die Lebensader der Neuen Stadt (Lukiškes) führt von der Kathedrale schnurgerade in westliche Richtung über den Lukiškių aikštė (vom einstigen Leninplatz gingen 1991 die Bilder des gestürzten Lenindenkmals um die Welt) bis hinunter zum Parlament (Seimas) am Nepriklausomybės aikšte, dem Unabhängigkeitsplatz. Es ist die Magistrale des modernen Vilnius, Hauptgeschäftsstraße, megawestlicher Prachtboulevard, Laufsteg der Schönen und der Nachtschwärmer. Unterwegs kommen Sie am Schauspielhaus mit der ausdrucksstarken Skulptur der „Fest der drei Musen“ vorbei und kreuzen dann die Vilniaus am Savivaldybės aikštė, dem wohl belebtesten Platz der Innenstadt mit dem neuen Rathaus und dem Regierungspalast. Am Parlamentsgebäude, in dem sich auch die Martynas-Mažvydas Nationalbibliothek befindet, sollen Reste der Barrikaden die Erinnerung an die Dramatik des Januar 1991 wachhalten, als Litauen seine zurückerkämpfte Freiheit verteidigte.

Gediminas-Turm/Gedimino Bokštas

Der wuchtige Gediminas-Turm auf dem 142 m hohen Burgberg (pilies kalnas) ist das Wahrzeichen von Vilnius. Den Aufstieg lohnt allein schon der Blick, der sich vom Burgberg und noch schöner von der Plattform des achteckigen Backsteinturms auf die Dächer der Altstadt bietet. Drinnen erinnert ein Museum, das Aukštutinės pilies muziejus (Di-So 11-17 Uhr) an die Obere Burg, die hier einst stand - gegründet 1323 von Großfürst Gediminas, der Litauen mächtig und Vilnius zur Hauptstadt machte.

Genozid-Gedenkstätte Paneriai/Panerių memorialas

Zwischen 1941 und 1944 brachten SS-Schlächter und ihre litauischen Helfer im Wald von Paneriai etwa 100000 Menschen um, die meisten davon Juden. Eine in ihrer Schlichtheit umso mehr bedrückende Gedenkstätte an den vier Erschießungsgräben erinnert an den Massenmord. | Agrastų 17 | Paneriai | 10 km südwestlich vom Zentrum Vilnius' | Genozid-Museum Mi-Sa 11-18 Uhr

Gotisches Ensemble/Šv. Onos ir Bernadinų Bažnyčia

Vilnius ist eine Barockstadt, doch die schönste ihrer 42 Kirchen flammt im Rot der Backsteingotik: Die anmutige, aus 33 Ziegelarten erschaffene Annakirche ist ein Juwel spätgotischer Baukunst und sucht in Nordosteuropa ihresgleichen. Gegen die filigrane Pracht und verspielte Symmetrie ihres Westgiebels wirkt die große, 1519 erbaute Bernhardiner-Kirche nebenan schlicht und schwer. Zusammen bilden die „ungleichen Schwestern“ das berühmte Gotische Ensemble. | Maironio 8 | Annakirche: Mo-Sa 10-15 u. 17-19, So 8-13 Uhr

Gegenüber vom Gotischen Ensemble steht die Renaissancekirche St. Michael, deren Saal das Litauische Architekturmuseum beherbergt (Architektūros muziejus | Mi-Mo 11-17 Uhr). Wenn Ihnen nach so viel Baukunst der Sinn nach Natur steht, schlendern Sie durch den Sereikiškės-Park, der hinter der Bernhardiner-Kirche an der Vilnia entlangführt. In diesem ältesten Park von Vilnius lagen einst die Klostergärten.

Kathedralenplatz/Arkikatedros Aikšte

Wer die erzbischöfliche Hauptkirche von Vilnius mit ihren 20 m hohen, strahlend weißen dorischen Säulen und den Heiligenskulpturen auf dem Portikus zum ersten Mal sieht, denkt unwillkürlich an einen griechischen Tempel. Nichts erinnert mehr an die gotische Kirche, die hier einst stand: Architekt Laurynas Stuoka-Gucevičius übernahm nur den Grundriss, als er die Kathedrale St. Stanislaus (Arkikatedra bazilika) 1783 im Stil des Klassizismus neu aufbaute. In ihrem Inneren birgt sie Gemälde und einen barocken Altar, doch am berühmtesten ist die Kasimir-Kapelle, in der Litauens Nationalheiliger begraben liegt. Der 57 m hohe, frei stehende Glockenturm mit seinen 4 m dicken Mauern erinnert im Sockel noch die Untere Burg, die Keimzelle von Vilnius. König Mindaugas ließ an dieser Stelle 1251 die erste Kirche Litauens bauen. Um sie herum wuchs die Burg.

Das Herzstück dieser im 18. Jh. unter russischer Regentschaft geschleiften Burganlage, der prachtvolle Großfürstenpalast (Valdovų rumai), wird seit 2002 im historischen Stil wieder aufgebaut. 2009, wenn Vilnius für ein Jahr Kulturhauptstadt Europas ist und Litauen zugleich sein tausendjähriges Staatsjubiläum feiert, soll der Renaissancepalast fertig sein.

Auf dem Kathedralenplatz pulsiert heute das Leben. Er ist so etwas wie der Mittelpunkt der Stadt und beliebtester Treffpunkt. Auch Spaziergänge durch Vilnius beginnen Sie am besten hier. | Katedros 1

KGB-Museum/Genocido Aukų Muziejus

Welche Qualen politische Häftlinge in der sowjetischen Besatzungszeit durchlitten, ist auf sehr bedrückende Weise in der ehemaligen Gestapo-, dann der KGB-Kommandozentrale (1945-91) erlebbar. Einige Führer durch die beklemmende Ausstellung saßen selbst in den Folterzellen. | Aukų 2 | Gediminas-Prospekt | Di-So 10-17 Uhr | www.genocid.lt

Litauisches Nationalmuseum/Lietuvos nationalinis muziejus

Die Geschichte Litauens von der Steinzeit bis in die Gegenwart. Das größte Museum des Landes im Neuen Arsenal auf den Überresten der Unteren Burg zeigt 700000 Exponate aus Archäologie, Volkskunst, Architektur. Vor dem Museum thront herrschaftlich König Mindaugas. | Arsenalo 1 | Di-So 10-17 Uhr (Mi freier Eintritt) | www.lnm.lt

Nebenan, im Alten Arsenal am Fuß des Burgberges, kann die Besichtigungstour weitergehen. Dort zeigt das Museum für Angewandte Kunst (Taikomosios dailės muziejus) historische Möbel, Malerei und Keramik. | Di-So 11-17 Uhr

Peter-und-Paul-Kirche/šv. Petro ir Povilo Bažnyčia

Apostel und Heilige, Fürsten, Ritter, Bettler, Menschen unterschiedlichsten Standes und Alters vom Kind bis zum Greis, Tod und Teufel in biblischen Szenen, Schlachten und philosophischen Sujets: Über 2000 Stuckfiguren schauen von Kuppel, Bögen und reich verzierten Wänden herab - und nicht ein Gesicht, nicht eine Pose, nicht ein einziges Motiv wiederholt sich. Italienische Meister schufen dieses schönste Werk des litauischen Hochbarocks in fast 20-jähriger Arbeit. | Antakalnio 1 | tgl. 7-12 u. 14-19 Uhr

Pilies Gatvė

Die Burgstraße, die älteste Straße der Altstadt, verband einst die Untere Burg mit dem Marktplatz. Wunderschön restaurierte Kaufmannshäuser, verwinkelt abzweigende Gassen, mittelalterliche Hinterhöfe, Kirchen und alte Klöster laden zum Bummeln ein. Die Pilies und ihre Verlängerung Didžioji gatvė, die Große Straße, sind berühmt für ihr Kunsthandwerk, den großen Souvenirmarkt und viele Straßencafés.

Republik Užupis

Der „Montmatre von Vilnius“. Hier wohnen vor allem Künstler und Leute, die bewusst und reichlich satirisch gegen Zeitgeist und Konsumwahn anleben und ihr Viertel jenseits der fünf Vilnia-Brücken zum Zeichen dessen 1997 als „Unabhängige Republik Užupis“ ausriefen. Weltweit haben die Res Publica Užupio und ihre kreativ-idealistischen Bewohner mehr als 200 Botschafter, unter ihnen auch der Dalai Lama, der das Viertel 2001 besuchte und zum Ehrenbürger ernannt wurde. Unbedingt besuchen sollte man die Galeriekneipe Užupio Kavinė gleich hinter der Brücke - sie ist der offizielle „Regierungssitz“ der Republik und ein sehr symbolhaltiger Ort ihrer Philosophie (Užupio 2 | Tel. 5/2122138 | tgl. 10-23 Uhr).

Alljährlich am 1. April feiern die Užupianer mit einem karnevalesken „Staatsakt“ ihre Unabhängigkeit, und auch sonst gibt's übers Jahr allerhand schräge Feiertage, so das Neujahrsfest (21. März) mit der symbolischen Verbrennung aller Vorurteile. Das Wahrzeichen der Republik steht auf einer Säule mitten auf dem Marktplatz: ein goldener Posaunenengel. | www.uzupis.com

Staatliches Jüdisches Museum/Lietuvos Valstybinis Zydų Muziejus

Sechs Jahrhunderte blühte das jüdische Leben in Vilne, dem „Jerusalem des Nordens“. Vier Jahre brauchten die Nazis, um alles auszulöschen. Die bewegende Ausstellung in dem grünen Holzhaus bewahrt das Gedächtnis an die Litvak-Kultur und an Vilnius als Zentrum der jüdischen Aufklärung, sie zeichnet den Ghettoalltag und den Holocaust nach und informiert über Neuanfänge wie das „Jewish Ghetto Project“: die Restaurierung eines Teils des historischen jüdischen Viertels. | Pamėnkalnio 12 | Mo-Do 9-17 Uhr (Führungen auch auf Deutsch). Eine Filiale des Museums befindet sich im Jüdischen Gemeindezentrum | Pylimo 4. | www.jmuseum.lt | www.litjews.org

Synagoge

Die einzige erhaltene von einst fast hundert Synagogen in Vilnius wurde 1894 erbaut, überstand die Nazi- und die Sowjetzeit. Heute feiert hier die jüdische Gemeinde wieder Gottesdienste. | Pylimo 39 | So-Fr 10-14 Uhr

Universität

Die „Alma Mater Vilnensis“, 1579 aus einem Jesuitenkolleg hervorgegangen und älteste Hochschule des Baltikums, ist eine Welt für sich. Der palastartige Gebäudekomplex mitten in der Altstadt verbindet Barock, Renaissance und Klassizismus und umschließt zwölf Innenhöfe. Besonders schön ist der Große Hof mit seinen offenen Arkadengängen, gerahmt von der spätbarocken Johanneskirche. Die einstige Universitätskirche mit ihrem frei stehenden Renaissance-Glockenturm, dem höchsten der Altstadt (68 m), birgt das Wissenschaftsmuseum (Mo-Sa 10-17 Uhr).

Sehenswert sind auch die beiden prächtigen Lesesäle der Universitätsbibliothek, deren Bestand aus 5 Mio. Bänden, 180000 Handschriften aus dem 13.-15. Jh., Inkunabeln und über tausend historischen Atlanten zu den wertvollsten Osteuropas gehört. Um die Bibliothek zu besichtigen, melden Sie sich im Littera-Buchladen gleich vorn im Bibliothekshof. Dort gibt es auch ein kostenloses Faltblatt über die Uni. | Universiteto 3 | Mo-Sa 7.30-17 Uhr | Tel. 5/2687298 | www.vu.lt

Vingis-Park/Vingio parkas

Der größte, älteste und beliebteste aller Stadtparks liegt in einer weiten Flussschleife der Vilnia. Auf und vor der großen Amphitheaterbühne ist im Sommer immer etwas los. Alle vier Jahre finden hier die legendären Liederfeste statt. Ein Teil des Parks ist als botanischer Garten der Universität reserviert (Botanikos sodas | Tel. 5/2344450). Vergnügungspark im Vingis-Park und Fahrradverleih: Gedimino 100

Region: Kaunas

Museen

Kaunas ist eine Stadt der Museen. 36 Ausstellungen widmen sich allem erdenklich Interessanten von Litauens Sportgeschichte bis zur Entwicklung der Luftfahrt. Liste der Museen im TIC oder unter www.muziejai.lt.

Altstadt/Senamiestis

Fast 1 km lang bummelt sich die Vilniaus gatvė als Boulevard durch die Altstadt, die in Gassen und Winkeln viel mittelalterlichen Charme bewahrt hat - gesäumt von Baukunst aus vier Jahrhunderten, antiquierten Laternen und altmodischen Telefonzellen, Geschäften, Galerien, Cafés. Am Rathausplatz ragt die wuchtige Kathedrale St. Peter und Paul auf, Litauens größte gotische Kirche. In der Vilniaus 33 residierte das Staatsoberhaupt, als Kaunas 1920-39 Hauptstadt war. Die Präsidentenstatuen im Vorgarten erinnern an diese Zeit.

Burg/Kauno pilis

Kreuzritter, Krieg und Hochwasser, genutzt als Kaserne, Gefängnis, Waffenlager: Die Burgruine trägt die Narben bewegter Geschichte. Schön spazieren kann man von der Burg aus in den Santakos-Park am Zusammenfluss von Neris und Nemunas. | Papilio 1 | www.kaunopilis.lt

Čiurlionis-Kunstmuseum/Čiurlionio dailės muziejus

Eins der größten Museen des Landes. Es zeigt 360 Gemälde und Zeichnungen des Nationalkünstlers Mikolajus Konstantinas Čiurlionis und lässt im Musiksaal eindrucksvoll nacherleben, wie das Universalgenie seine symbolistische Malerei in Klänge umsetzte. | Putvinskio 55 | Di-So 12-18 Uhr

Freiheitsallee/Laisvės Alėja

Die Lebensader der Neustadt und Hauptgeschäftsstraße von Kaunas läuft als 1,7 km langer Boulevard schnurgerade auf die neobyzantinische Erzengel-Michael-Kirche mit ihren fünf Silberkuppeln (soboras) zu. Laden an Laden, kleine Restaurants und jede Menge Denkmäler litauischer Geschichte, gesäumt von Blumenrabatten und Linden. Die Freiheitsallee entstand 1982 als erste Fußgängerzone der Sowjetunion und könnte eine Renovierung gut vertragen, aber schön bummeln lässt es sich hier nach wie vor. Die Neustadt ließ schon der Zar bauen (1843). Weil Kaunas Festung war, durfte kein Haus höher als zwei Stockwerke sein.

Musikinstrumentenmuseum/Tautinės muzikos muziejus

500 Instrumente aus den klingenden Tiefen der litauischen Volksmusiktradition und aus vielen anderen Ländern. Originell. | Zamenhofo 12 | Mi-So 10-18 Uhr

9. Fort/IX. forto muziejus

In der alten Grenzfestung (1883) am nördlichen Stadtrand pferchten die Nazis ab 1941 etwa 35000 Juden des Ghettos Slobodka und später auch sowjetische Kriegsgefangene zusammen. Fast alle Häftlinge dieses Konzentrationslagers („Fabrik Nr. 1005-B“) wurden bis zum Oktober 1944 umgebracht, etwa 80000 Menschen. Nach dem Krieg übernahmen Stalins NKWD-Folterknechte den grauenvollen Ort als Gefängnis. Eine bedrückende Gedenkstätte. | Žemaičių 73 | Mi-Mo 10-18 Uhr, Führungen auch auf Deutsch

Perkūnas-Haus/Perkūno namai

Erker und Ziertürmchen des filigranen Ostgiebels wurden aus 16 Ziegelsteinarten komponiert und bilden so ein Kleinod spätgotischer Baukunst. Im Namen des Hauses klingt der heidnische Donnergott an, weil hier der Legende nach einst sein Haupttempel stand. | Aleksoto 6

Rathausplatz/Rotušės Aikšte

Geheiratet wird in Litauen traditionell freitags und sonnabends, und dann können Sie am Rathausplatz ganzen Paraden prächtiger bis pompöser Hochzeiten zuschauen. Denn das alte Rathaus von Kaunas, erbaut 1542, das mit seinem 53 m hohen Turm aussieht wie eine Kirche und im Volksmund nur „Weißer Schwan“ heißt, ist seit 1971 Standesamt. Durch diverse Umbauten im Laufe der Zeit vereint die schöne Fassade gleich drei Baustile - Barock, Renaissance, Klassizismus. Das gotische Kellergewölbe beherbergt ein Keramikmuseum (Di-So 12-18 Uhr).

Teufelsmuseum/Velnių muziejus

Fast 3000 Gehörnte aus aller Welt. Auf die Idee, Teufel zu sammeln, kam 1906 der exzentrische Impressionist Antanas Žmuidzinavičius (1876-1966), dessen Bilder hier auch ausgestellt sind. In der heidnischen Folklore verkörpert der Teufel nämlich nicht das Böse, im Gegenteil: Er ist eher ein komischer Kauz, der gern Schabernack treibt. | Putvinskio 64 | Di-So 11-17 Uhr

Vytautas-Militärmuseum/Didžiojo karo muziejus

Waffen aus der litauischen Geschichte - vom Jagdbogen bis zur Kanone. Interessant ist die Dokumentation über die beiden Atlantikflieger Steponas Darius und Stasys Girėnas, die am 15. Juli 1933 nach 6411 km, nur 650 km vor ihrem Ziel, dem Kaunasser Flughafen, abstürzten und ums Leben kamen.

Im Glockenturm im Museumsgarten ist ein 35-Glocken-Carillon installiert, ein chromatisch abgestimmter Glockensatz, der mittels einer Klaviatur gespielt wird (Konzerte Sa, So ab 16 Uhr). | Donelaičio 64 | Mi-So 10-17 Uhr

Region: Klaipėda

Altstadt/Senamiestis

Wie ein Gitternetz breitet sich die denkmalgeschützte Altstadt mit ihren Gassen, Fachwerkhäusern und Speichern am Südufer der Danė aus, geprägt von 700 Jahren deutscher Geschichte. Zwischen kleinen Geschäften, Cafés und Galerien plätschert das Leben beschaulich dahin.

Die Altstadt entstand als Handwerkerviertel. Das bekunden noch immer die Straßennamen: Da gibt es eine Bäcker- (Kepėjų), eine Fischer- (Žvejų), eine Schmiede- (Kalvių), eine Schlosser- (Šaltkalvių) und eine Schuhmacherstraße (Kurpių). In der Kepėjų steht ein interessantes Denkmal: Die „Stadtansichten“ symbolisieren in Form eines stilisierten Hauses gleichsam die Altstadt und die Nöte, Sorgen und Freuden ihrer Bewohner. An der Ecke Tiltų/Kepėjų steht die 1677 gegründete Grüne Apotheke, Klaipėdas ältestes Gebäude, mit einer kleinen Ausstellung alter Apothekergerätschaften.

Lindenstraße/Liepų Gatvė

Die schönste Straße der Neustadt hat viel Vorkriegscharme bewahrt. Ihr Wahrzeichen ist das neogotische Hauptpostamt von 1893. Das Carillon im Glockenturm stimmt an Wochenenden kurz vor Mittag die Melodie „Ännchen von Tharau“ an. Am besten zu hören ist das Spiel der 48 Glocken vom Hof des Uhrenmuseums aus.

Memelburg/Pilies

Nur Reste sind erhalten von der Keimzelle Klaipėdas an der Danė-Mündung, dem 1252 vom Livländischen Orden gegründeten „castrum memele“. Der Name beruhte auf einem Irrtum: Die Ritter nahmen an, der Fluss sei die Memel. Interssante kleine Ausstellung im Burgmuseum. | Pilies 4 | Mi-So 10-18 Uhr | www.mlimuziejus.lt

Museum der Geschichte Klein-Litauens/Mažosios Lietuvos istorijos muziejus

Die ostpreußisch-litauische Kulturlandschaft in fast 60000 archäologischen und ethnografischen Exponaten. | Didžioji vandens 6 | Di-Sa 10-18 Uhr | www.mlimuziejus.lt

Theaterplatz/Teatro Aikšte

Das Herz der Altstadt. Beim Anblick des kopfsteingepflasterten einstigen Marktplatzes werden alte Memelländer sentimental. Vor dem Theater steht der Simon-Dach-Brunnen mit Klaipėdas Symbolfigur Tavaros Anika, dem „Ännchen von Tharau“. Das Liebeslied aus der Feder des Königsberger Musikprofessors Simon Dach (1605-59) hat die ostpreußische Pfarrerstochter Anna Neander unsterblich gemacht.

Uhrenmuseum/Laikrodžių Muziejus

Zeitmesser von der Sanduhr bis zum Atomchronometer in einem ehemaligen Bankhaus. Interessant ist die Äquatorsonnenuhr im Hof. | Liepų 12 | Di-So 12-17 Uhr

Region: Nida

Bernsteingalerie/Gintaro Galerija-Muziejus

Niemand in Nida weiß mehr über Bernstein als Kaziemiras Mizgiris, in dessen Galeriemuseum das Gold der Ostsee in allen Facetten zu bewundern ist. Highlight: eine Kopie des „Schatzes von Schwarzort“. | Pamario 20 | Mai-Okt. tgl. 9-21, November tgl. 10-19 Uhr | www.ambergallery.lt

Ethnografisches Museum/Žvejo etnografinė sodyba

Das historische Fischergehöft am Haff, leicht zu erkennen an den vier Kurenkähnen im Vorgarten, versetzt den Besucher zurück in jene Zeit, als das Leben auf der Nehrung noch hart war. | Naglių 4 | Di-So 10-17 Uhr

Evangelische Kirche

Der Altarraum leuchtet im Niddener Blau, den Bogen darüber ziert die alte Inschrift aus der Bergpredigt: „Selig sind, die reinen Herzens sind“. 1992 wurde die neogotische Fischerkirche von Litauern und Deutschen liebevoll restauriert. | Pamario

Historisches Museum/Neringos istorijos muziejus

Warum die alten Niddener Fischer gern gebratene Nebelkrähen („Nehrungstauben“) verspeisten: Hier erfahren Sie es. | Pamario 53 | Di-Sa 10-17 Uhr

Kurenbretter/Krikštai

Etwas unheimlich wirken sie schon, die verwitterten Grabtafeln der alten Kuren auf dem Friedhof neben der Kirche, stumme Zeugen einer versunkenen, im Heidentum wurzelnden Kultur. Die Bretter aus Eiche, Linde und Birke, viele in Gestalt der als heilig verehrten Kröte, standen immer am Fuß der Gräber. | Pamario 43

Kurenkähne/Kurenai

Vom Hafen aus starten im Sommer täglich Boote zu Haffrundfahrten und zu Törns hinüber in das Delta des Nemunas. Heuern Sie auf einem Kurenkahn an! Die schweren Segler aus Eichenholz, an ihrer altertümlichen Takelung leicht erkennbar, sind originalgetreue Kopien jener Fischerboote, von denen es auf der Nehrung vor dem Krieg über hundert gab. Heute gibt es drei - die kurenai mit ihren rotbraunen Segeln, Seitenschwertern und den „Kurenwimpeln“ am Masttopp zählen wieder zu den Wahrzeichen der Nehrung. | Anheuern u.a. unter Tel. 469/52351 | Fax 52151

Parniddener Düne/Parnidžio kopa

Fast 200 steile Stufen sind es hinauf zur Parniddener Düne, doch den Aufstieg belohnt ein grandioses Panorama von der Aussichtsplattform mit ihrer „verunglückten“ Sonnenuhr (ein schwerer Orkan stürzte 1999 den gerade aufgestellten steinernen Obelisken um) über die „litauische Sahara“. Weit fliegt der Blick nach Süden über das mächtigste Wanderdünenfeld Europas, die Hohe Düne (Didžioji kopa). Haff, Ostsee, Küstenwald und meilenweit Sand, pastellfarben schattiert und vom Wind in immer neue bizarre Formen geschliffen - ein Bild elementarer Kraft. Man ahnt, wie unaufhaltsam diese bleichen Ungeheuer einst über die Dörfer herfielen und 14 von ihnen verschluckten. Auch Nida, vormals Nidden, 1385 erstmals als Noyden erwähnt und damit eine der ältesten Siedlungen der Nehrung, versandete drei Mal.

Die Wanderdünen sind eigentlich ein Werk ökologischen Raubbaus. Der Treibsand setzte sich erst in Bewegung, als Siedler und Kriegsleute im Mittelalter den Nehrungswald abholzten - bald türmte der Wind riesige Dünenketten auf, die Wald, Felder und Dörfer unter sich begruben. Erst im 19. Jh. gelang es ostpreußischen Förstern, dem Flugsand durch Bepflanzung mit Bergkiefern seinen Schrecken zu nehmen. Seither hat man die Nehrung so stark aufgeforstet, dass die berühmten Dünen nun ihrerseits bedroht sind - die Riesen verhungern! Die Hohe Düne hat in den letzten 25 Jahren fast 10 m an Höhe verloren. | www.nerija.lt

Nach dem Abstieg nehmen Sie am Ende der Treppe den Pfad nach rechts und wandern am Haffufer entlang zum steilen Sturzhang der Hohen Düne. Überwältigend! Beachten Sie aber die Verbotsschilder, die auf das Grobštas-Naturreservat hinweisen. Die Parniddener Düne erreichen Sie über den Wanderweg in Verlängerung der Naglių oder mit dem Auto von der Taikos aus (ausgeschildert).

Thomas-Mann-Haus/Tomo Mano namelis

Zwar sind die Kiefern inzwischen in den „Italienblick“ hineingewachsen, den Thomas Mann von seinem Arbeitszimmer aus auf Haff und Dünen genoss. Doch immer noch sind Sie dem Charme Nidas hier so nahe wie schon der Literaturnobelpreisträger, der nach einem eher zufälligen Nehrungsbesuch „von der unbeschreiblichen Eigenart und Schönheit dieser Natur so ergriffen“ war, dass er 1929 in bester Niddener Lage ein Sommerhaus bauen ließ - auf dem sogenannten Schwiegermutterberg. Das reetgedeckte Holzhaus beherbergt heute eine kulturelle Forschungs- und Begegnungsstätte mit Museum. Skruzdynės 17 | Di-So 10-18 Uhr | www.mann.lt

Region: Druskininkai

M.-K.-Čiurlionis-Museum

Litauens berühmtester Komponist und Maler, Mikalojus Konstantinas Čiurlionis, wuchs in Druskininkai auf und schuf hier zwischen 1896 und 1910 viele seiner Werke. Das Gedenkmuseum war sein Elternhaus, im Sommer gibt es im Garten oft Klassikkonzerte. | Čiurlionio 35 | Fax 313/52755 | Di-So 12-18 Uhr

Forstmuseum „Echo des Waldes“/Miško namai „Girios aidas“

Von außen sieht es aus wie ein um einen Eichenstamm gebautes Hexenhaus, drinnen informiert das Museum auf drei Etagen über die Tiere und Pflanzen der Dzūkija-Wälder. | Čiurlionio 102 | Mi-So 10-18 Uhr

Kurpark

Hier liegen die meisten der neun modernen Heilzentren wie das runde Puselė-Sanatorium und das Physiotherapeutische Heilzentrum mit seinem futuristischen Turm. Im Kurpark sprudeln mehrere Mineralquellen, an deren Brunnen - wie auch in einer Trinkhalle - Sie die Heilwirkung des berühmten Salzwassers testen können. Der Park reicht bis an das Nemunas-Ufer. Dort legen im Sommer (Mai-Oktober) Ausflugsschiffe ab.