Reisetipps Ligurien

Highlights Ligurien

Region: La Spezia

Castello San Giorgio/Museo Archeologico U. Formentini

Vom Vorplatz der hoch gelegenen Festungsanlage, die im Mittelalter als Bollwerk Genuas gegen die Seerepublik Pisa entstanden war, hat man einen phantastischen Rundblick auf den von drei Seiten geschützten Golf. Heute ist die Burg Sitz des Archäologischen Museums, das prähistorische Funde aus der Umgebung La Spezias und der alten römischen Hafenstadt Luni zeigt. Höhepunkt sind die berühmten geheimnisvollen Steinfiguren, die Stelen aus der Lunigiana, dem Grenzgebiet zur Toskana. Das Kastell ist über eine Treppe von der Via XX Settembre aus zu erreichen. Mi-Mo 9.30-12.30 und 14-17 (Juni bis Sept. 17-20) Uhr | Via 27 Marzo

Region: Cinque Terre

Vernazza

Vernazza gilt als das schönste der fünf Dörfer und ist entsprechend beliebt und überlaufen. Die schmalen, hohen Häuser in allen möglichen Rot- und Rosaschattierungen, dazwischen hellgraue und gelbe Fassaden, gruppieren sich malerisch um die Piazzetta der kleinen, sanft ins Meer abfallenden Hafenbucht und ziehen sich eng verschachtelt eine felsige Halbinsel hinauf. An der Hafenpiazzetta steht die Pfarrkirche Santa Margherita.

Bootsfahrten

Bootsfahrten die Küste entlang ermöglichen vom Meer aus eine tolle Sicht auf diese verwegene Küste und ihre terrassierten Anpflanzungen; die Fährboote pendeln im Sommer im Stundentakt zwischen Monterosso und Portovenere, sie legen an den kleinen Häfen an, einzig das hoch gelegene Corniglia ist ohne Anlegestelle. www.navigazionegolfodeipoeti.it

Region: Genua

Via Garibaldi

Jede Hausnummer an dieser kurzen Straße (250 m) mitten im Zentrum steht für einen prachtvollen Renaissancepalazzo der steinreichen Bankiers- und Händlerfamilien des goldenen Zeitalters Genuas, des 16./17. Jhs. In viele kann man hineinschauen, denn sie sind heute Banken, Handelskammer, Museen mit wertvollen Gemäldesammlungen (Palazzo Rosso, Nr. 18, Palazzo Bianco, Nr. 11), Rathaus (Palazzo Tursi).

Acquario

In dem berühmten Aquarium im Alten Hafen leben allein 6000 Tierarten aus Meer und Küstenbereich. „Stars“ sind die Haie, die Lieblinge sind die Delphine und die Pinguine. Jährlich kommen 1,5 Mio. Besucher! Von den Einnahmen wird viel investiert in den Wissenschafts- und Tierschutzbereich, der als beispielhaft gilt, mit Forschungsprojekten und Umweltaktionen. Auch kommen ständig Attraktionen aus der Tierwelt hinzu, die neueste Errungenschaft ist ein artgerechtes Terrarium mit Schildkröten aus Madagaskar. Mo-Fr 9.30-19.30, Sa/So 9.30-20.30, Juli/Aug. tgl. 9.30 bis 23 Uhr | 15 Euro, 4-12 Jahre 9 Euro | Porto Antico, Ponte Spinola | www.acquario.ge.it

Region: Finale Ligure

Noli und Spotorno

Ein echtes Juwel ist Noli: Das nahezu intakte mittelalterliche Städtchen (3000 Ew.) schmiegt sich 10 km nordöstlich in eine Bucht mit Strand vor dem Bergbuckel des Capo Noli. Türme, niedrige Arkaden, eine hochromantische Burgruine und vor allem die eindrucksvolle Kirche San Paragorio aus dem 11. Jh. zeugen von der einstigen Bedeutung Nolis, das im Mittelalter eine freie Hafenstadtrepublik war. Auf Noli folgt einer der größten Badeorte der Ponente, Spotorno (www.spotorno.it), mit schöner, bunter Altstadt am langen Sandstrand. Der nördlichen Felsküste ist das naturgeschützte Inselchen Bergeggi vorgelagert.

Region: Ventimiglia

Giardini Botanici Hanbury

Angehende Gärtner und Botaniker reißen sich um ein Praktikum in diesem Pflanzenparadies, einer einzigartigen Mischung aus mediterraner und exotischer Vegetationspracht aus Asien, Lateinamerika, Afrika. Das Klima dieser Ecke Liguriens hat das möglich gemacht sowie die Gartenleidenschaft der Brüder Thomas und Daniel Hanbury aus England, die diesen Traumgarten, einen der berühmtesten Italiens, ab 1867 anlegten. Okt.-März Do-Di 9.30-16, April-Mitte Juni Di-Do 10-17, Mitte Juni-Sept. tgl. 9.30-18 Uhr | www.amicihanbury.com | Corso Montecarlo 43 | La Mortola

Region: Chiavari

Sestri Levante

Das lebhafte - und nicht billige - Ferienstädtchen (20000 Ew.) 10 km südöstlich bildet mit seinem vorgelagerten Felsinselchen den östlichen Abschluss des Golfo del Tigullio. Seit dem Mittelalter ist das felsig zerfranste, mit üppiger Vegetation bewachsene Inselchen mit dem Festland durch sandige Ablagerungen verbunden. Sie bilden zum Golfo del Tigullio hin die „Märchen“-Bucht Baia delle Favole mit dem Strand, der sich zum Westen hin am Städtchen entlangzieht, mit zahlreichen Strandbädern, Sportangeboten und dem lungomare, der Uferpromenade mit Eiscafés.

Zur anderen, östlichen Seite hin öffnet sich die besonders schöne Bucht Baia del Silenzio, die sich, wie der Name suggeriert, stiller, abgeschiedener präsentiert. Ihre Kulisse bilden bis an den Strand herangebaute stattliche Häuser, wieder mit den typisch ligurischen farbigen Fassaden. Der Blick nach vorn fällt auf die ansteigende Landzunge Punta Manara (Naturschutzgebiet Monte Castello), über die ein schöner Küstenwanderweg durch Macchiawälder bis nach Moneglia führt.

Der alte Ortskern von Sestri zieht sich vom Inselchen landeinwärts, man flaniert über den lebhaften budello, die Altstadtgasse Via XXV Aprile mit Renaissancehäusern mit in Schieferstein gefassten Portalen, Geschäften und Cafés. Das Museo Galleria Rizzi (April-Okt. Mi 16-19, Fr/Sa 21.30-23.30, So 10-13 Uhr | Via Cappuccini 8) zeigt mit Rubens, Van Dyck, Raffael eine erstaunlich wertvolle Bildersammlung. Geht man das Inselchen hinauf, lohnt die mittelalterliche Kirche San Nicolò; weiter auf die bewaldete Inselkuppe haben nur Gäste des Grand Hotel dei Castelli (www.hoteldeicastelli.it) Zutritt.

Am kleinen Hafen an der Baia delle Favole speist man sehr gut im El Pescador (Di, im Sommer auch mittags geschl. | Via Queirolo | Tel. 018542888 | €€€) oder im Zentrum in der beliebten, unkomplizierten Osteria Mattana (Mo geschl., Via XXV Aprile 34 | Tel. 0185457633 | www.osteriamattana.com | €). Und da Sestri schön und trendy ist, trifft man sich zur Aperitifstunde am Lungomare, z.B. in der Taverna Balin. Besonders schön wohnt es sich an der Baia del Silenzio im freundlich-eleganten Hotel Helvetia (21 Zi. | Via Cappuccini 43 | Tel. 018541175 | Fax 0185457216 | www.hotelhelvetia.it | €€). Auskunft: Piazza Sant'Antonio 10 | Tel. 0185457011 | Fax 0185459575 | www.apttigullio.liguria.it

Region: Riviera di Ponente

Grotte di Toirano

In ein paar der 70 Höhlen hat man Skelettreste vom sogenannten Höhlenbär sowie Spuren steinzeitlicher Behausungen gefunden. Einige dieser traumhaften Tropfsteinhöhlen, die sich im Innern der hellen Kalkberge oberhalb von Toirano befinden, kann man auf einem anderthalbstündigen Spaziergang durchwandern. Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt: Mal wähnt man sich in einem versteinerten Blumengarten, mal in den kristallinen Eingeweiden irgendeines Riesenmonsters. Zu den in ganz Italien berühmten Tropfsteinhöhlen gelangt man bei Loano zwischen Albenga und Finale Ligure etwa 5-6 km landeinwärts. Tgl. 9.30 bis 12.30 und 14-17 Uhr | 11 Euro, 5 bis 14 Jahre 6 Euro | www.toiranogrotte.it

Region: Santa Margherita Ligure

San Fruttuoso

Von Rapallo, Santa Margherita Ligure, Camogli und Portofino aus kann man diese im 11. Jh. erbaute Abtei per Schiff oder zu Fuß erreichen. Wer gut zu Fuß ist, sollte das unbedingt machen, die Pfade durch immergrüne Macchia hoch überm Meer gehören zum Schönsten, was man hier erleben kann.

Das Kloster, im Sommer stimmungsvoller Schauplatz von Konzerten, liegt malerisch in einer Felsenbucht an der Spitze der Halbinsel von Portofino. Der Komplex wurde um die erste Jahrtausendwende von Benediktinern gegründet, entsprechend gehen viele Stilelemente der Klosterkirche auf die frühe Romanik zurück. Ein Kreuzgang gehört dazu sowie die Krypta, in der mehrere Mitglieder der in Ligurien allgegenwärtigen Doria-Familie begraben liegen.

Die Klosteranlage gehört heute dem FAI, einer Organisation, die mit Hilfe von Spendengeldern bedrohte Bauwerke aufkauft und restauriert, mit der Auflage, sie dem Publikum zugänglich zu machen. Das kommt in den Sommermonaten sehr zahlreich, die kleine Bucht ist dann übervoll, und in den paar (teuren) Trattorien drängelt es sich - versuchen Sie auch hier, nicht gerade am Wochenende herzukommen. Ein Tipp: Nicht in der ersten, immer überfüllten Bucht unterhalb des Klosters bleiben, sondern ein paar Schritte weiter in die zweite, kleinere und viel abgeschiedenere Bucht ausweichen; hier auch das nette Lokal La Cantina. Auf dem Meeresgrund der Bucht steht eine Christusstatue, der am letzten Julisonntag die Taucher ihre Ehre erweisen.