Reisetipps Lettland

Sehenswertes Lettland

Region: Jūrmala

Bulduri

Im Ortsteil nahe der Lielupe-Mündung erholte sich einst der deutschbaltische Adel. Prachtvolle Villen aus dem 19. Jh. erinnern an diese Zeit. Schöner Strand.

Dubulti

Dieser Ortsteil liegt an der schmalsten Stelle zwischen Lielupe und Meer, nur 300 m trennen hier Flussufer und Strand.

Jānis Rainis Museum

In Majori steht das einstige Sommerhaus von Jānis Rainis. Lettlands Nationaldichter (1865-1929) verbrachte hier seine letzten Lebensjahre. Heute birgt es ein kleines Gedenkmuseum. | Mi-Sa 10-17 Uhr | Jana Pliekšāna 5/7

Jūrmala Museum

Auch ein Strandbad schreibt Geschichte. Unterhaltsam Skurriles, etwa über die alten Strandkarren, mit denen sich die Badegäste einst gut verhüllt ins Wasser bringen ließen. | Mi-So 11-17 Uhr | Majori | Tirgoņu 29

Majori

Jūrmalas „Hauptstadt“ mit lautem, lebhaftem Strandleben. In der von verspielter Bäderarchitektur gesäumten Fußgängerzone Jomas, die quer durch Majori verläuft, reihen sich Restaurants, Cafés und Bars aneinander.

Region: Rēzekne

Burgruine/Pils kalns

Nur ein paar Mauern blieben von der einst mächtigsten Ordensburg Latgales. Sie widerstand vielen Angriffen und überlebte letztlich auch den Orden selbst. Zerstört wurde sie erst im 17. Jh. bei der Einnahme der Stadt durch die Schweden. Vom Schlossberg aus haben Sie einen schönen Blick über die Stadt.

Befreiungsdenkmal/Latgales Mara

Im Stadtzentrum, dort, wo die Hauptstraße (Atbrīvošanas aleja) in einen ovalen Platz mündet, steht eines der Wahrzeichen Rēzeknes aus neuerer Zeit: das Denkmal für die Befreiung Latgales. Das Original wurde 1939 enthüllt, nach dem Einmarsch der Roten Armee ließen die Sowjets es schleifen. Seit 1991 steht „Latgales Mara“ nun wieder auf ihrem Platz.

Region: Alūksne

Alūksne-See/Alūksnes ezers

Wie eine tiefblaue Lagune schmiegt sich der Alūksne-See um die Stadt. Eine Brücke führt auf die 10 ha große Burginsel, auf der Reste der 1324 geweihten Marienburg des Livländischen Ordens an die umkämpfte Geschichte Alūksnes erinnern. Am Westufer der Insel können Sie Boote ausleihen, der 16 km² große See ist ein beliebtes Wassersportrevier.

Bibelmuseum/Biblis muzejs

Im 17. Jh. übersetzte der deutsche Pastor Ernst Glück in Alūksne die Bibel ins Lettische. Als er damit fertig war, pflanzte er vor dem Pfarrhaus zwei große (Glücks-)Eichen; sie stehen noch heute. Dem gebürtigen Sachsen ist das Bibelmuseum gewidmet, in dem die Heilige Schrift in vielen seltenen Ausgaben zu bewundern ist. | Mi-Sa 12-15 Uhr | Pils 25

Evangelische Kirche/Baznīca

Die lutherische Kirche mit dem 55 m hohen Turm zählt zu den schönsten klassizistischen Sakralbauten Lettlands. Erbaut 1781-88 nach Plänen des Rīgaer Architekten Christoph Haberlandt.

Stadtpark

Graf von Vietinghoff, der den Park um 1790 anlegen ließ, war ein großer Verehrer der griechischen Mythologie. Man sieht's: Hellenistisch geprägte Baukunst wie der Alexanderpavillon und der Äolstempel zieren die Anlage längs der Pils iela. Auch das 1831 erbaute Mausoleum der Familie Vietinghoff, ein runder Kuppelbau auf einem Granitsockel, blieb zumindest äußerlich erhalten.

Tempelberg/Tempļakalns

Den Namen hat der Hügel auf der Halbinsel im Alūksne-See von dem Granittempel, der seit 1807 auf ihm thront - eine von fünf Säulen getragene Rotunde in Gedenken an den Nordischen Krieg. Das Schönste ist hier der herrliche Blick auf den See.

Region: Rīga

Museen

Rīga hat etwa 50 Museen, Ausstellungen in den vielen Galerien nicht gezählt. Einen aktuellen musealen Überblick gibt's im Touristenbüro (TIC) und unter www.muzeji.lv.

Arsenal/Arsenāls

Für Liebhaber zeitgenössischer Malerei ist das Kunstmuseum im alten schwedischen Arsenal ein Muss. Wechselnde Ausstellungen. | Di-So 11-17 Uhr | Torņa 1

Bastejkalns-Park

Wie ein breiter grüner Gürtel zieht sich der Bastejkalns-Park, eine der beliebtesten Grünanlagen Rīgas, beidseits des Pilsētas Kanāls am Boulevardbogen hin. Die Anlage rings um den alten Basteiberg reicht im Süden bis an die Nationaloper und die Universität heran.

Dom/Doma Baznīca

5000 Menschen finden in der größten Kirche des Baltikums Platz. Schon als Rīgas Stadtgründer, Bischof Albrecht, St. Marien 1211 in Auftrag gab, wurde sie wegen ihrer gewaltigen Ausmaße außerhalb der Stadtmauer gebaut. Allein für den Rohbau mit 2 m dicken Mauern brauchte man 50 Jahre, und auch danach wurde so viel an der Kathedrale herumgebaut, dass sie drei Epochen vereint: Romanik, Gotik und Barock. Sehenswert sind die barocke Kanzel, das Schwarzhäuptergestühl und die bemalten Glasfenster, doch nichts reicht an die Pracht der Walcker-Orgel von 1884 heran. Mit 6718 Pfeifen war sie damals die größte der Welt. Eine der klangschönsten ist sie geblieben. Besuchen Sie ein Orgelkonzert - ein unvergessliches Erlebnis (Konzerte Mi und Fr 19 Uhr | Karten und Programm an der Konzertkasse gegenüber dem Westportal | Tel. 67213213 | www.concert.lv). | Di-Fr 13-18 Uhr, Sa 10-14 Uhr | Doma laukums

Drei Brüder/Trīs Brāļi

Geschwister sind die drei benachbarten Wohnhäuser eigentlich nicht, sie entstanden zu ganz verschiedenen Zeiten. Großer Bruder ist das Haus rechts mit gotischem Stufengiebel, es gilt als das älteste Wohnhaus der Stadt. Das gelbe Haus in der Mitte trägt Züge holländischen Barocks und die Jahreszahl 1646 im Giebel. Der jüngste Bruder links stammt aus dem 18. Jh. | Mazā Pils 17-21

Freiheitsdenkmal/Brīvības Piemineklis

Drei goldene Sterne streckt Milda, die anmutige Frauengestalt, auf ihrer 42 m hohen Säule dem Himmel entgegen. Sie symbolisieren die Provinzen Latgale, Kurzeme und Vidzeme und damit Lettlands nationale Einheit. Den Sowjets war das 1935 errichtete Monument mit der Aufschrift Tēvzemei un Brīvībai („Für Vaterland und Freiheit“) ein Dorn im Auge, doch es anzurühren, wagten sie nicht. Die stündlich wechselnde Ehrenwache schützt die Würde des Ortes. | Brīvības bulv.

Gildehäuser/Lielā Ģilde und Mazā Ģilde

Wo die Meistaru iela auf den Livenplatz (Līvu laukums) mündet, stehen zwei Symbole der hanseatischen Macht Rīgas: die Gildehäuser. In der Großen Gilde schlossen sich 1354 die deutschen Kaufleute zusammen, heute beherbergt sie die Philharmonie. Die Kleine Gilde, auch Johannisgilde genannt, war seit 1352 Sitz der Handwerkerzünfte. Beide Häuser wurden Mitte des 19. Jhs. im Stil englischer Tudorgotik umgebaut. Schräg gegenüber erinnert eine Rīgaer Kuriosität, das Katzenhaus (Kaķu nams), an die Diskriminierung der Letten. Weil ihm die Aufnahme in die Gilde verweigert wurde, stellte ein reicher lettischer Kaufmann 1909 zwei schwarze Katzen auf das Dach seines Hauses - mit den Hinterteilen den arroganten Deutschen zu. | Amatu/Meistaru

Johanniskirche/Jāņa Baznīca

Die spätgotische Kirche mit dem wunderschönen Stufengiebel, den schon Stilelemente der Renaissance prägen, war einst Teil eines Dominikanerklosters. Zwischen Kirche und Eckens Konvent, einem mittelalterlichen Witwenheim, führt ein schmaler Gang in den Johannishof (Jāņa sēta), wo noch Reste der alten Stadtmauer zu sehen sind. | Skārņu/Kalēju

Jüdisches Museum/Ebreji kopienas muzejs

Das kleine Museum erinnert an Leben und Kultur der 80000 von den Nazis ermordeten lettischen Juden. Es gibt auch Führungen durch das „jüdische Rīga“, u.a. zur einzigen erhaltenen Synagoge in der Peitavas. | Mo-Fr 12-17 Uhr | Skolas 6 | Eintritt frei

Laima Uhr

Die Uhrensäule am Boulevardbogen ist ein beliebter Treffpunkt. 1924 wurde sie aufgestellt, damit die Arbeiter rechtzeitig zur Arbeit kamen, sagt man. Heute erinnert die Uhr vor allem an die legendäre Rīgaer Laima-Schokolade. | Brīvības/Basteja bulv.

Mentzendorffhaus/Mencendorfa nams

Im detailgetreu sanierten Patrizierhaus sehen Sie, wie Rīgas reiche Kaufleute im 17. und 18. Jh. lebten. | Mo-Sa 10-17 Uhr | Grēcinieku 18

Moskauer Vorstadt/Maskavas Forštate

Hinter dem Hauptbahnhof, beidseits der Gogol-Straße (gogola), geben altrussische Holzhäuser und orthodoxe Kirchen dem Stadtbild ein nostalgisches Flair. Hier leben seit alters her die russischen Bewohner Rīgas. Ein interessantes Bauwerk steht in der Elijas-Straße: die klassizistische Jesuskirche (jezus lut. baznīca), größtes hölzernes Gebäude im Baltikum. 1941 legten die Nazis in der Moskauer Vorstadt das Rīgaer Ghetto an und trieben hier Tausende Juden zur Ermordung zusammen.

Motormuseum/Motormuzejs

Prominentester Dauergast dieses originellen Museums im Nordosten Rīgas an der Speedway-Bahn ist der sowjetische Parteichef Leonid Breschnew. Er sitzt zur Wachsfigur erstarrt in seinem Unfall-Rolls-Royce. | Di-So 10-15 Uhr, Mo 10-18 Uhr | Eizenšteina 6

Museum der Geschichte Lettlands/Latvias Vēstures muzejs

Das Nationalmuseum im Rīgaer Schloss dokumentiert Landesgeschichte von der Steinzeit bis in die Gegenwart. Nebenan im Museum für Ausländische Kunst (Ārzemju Mākslas muzejs) gibt es Chinaporzellan und Werke holländischer alter Meister zu sehen. | Mi-So 11-17 Uhr | Pils lauk. 3 | Mi Eintritt frei

Museum für Schifffahrt und Geschichte/Rīgas Vēstures un Kuģniecības muzejs

Hervorgegangen aus der Privatsammlung eines Arztes wuchs der Fundus dieses ältesten Museums des Baltikums seit 1773 zu einer interessanten und lebendig präsentierten Rückschau auf acht Jahrhunderte Rīgaer Stadtgeschichte. Sehenswert ist die Ausstellung schon ihres Ortes wegen: Sie ist über dem Kreuzgang des einstigen Domklosters untergebracht. Nebenan in der Domschule lehrte Johann Gottfried Herder. Seine Büste steht auf dem Herderplatz (Herdera laukums) vor dem Museum. | Mi-So 10-17 Uhr | Palasta 4

Neustadt

Neu-Rīga wuchs schnell, nachdem Zar Nikolaus II. 1857 erlaubt hatte, die Festungswälle zu schleifen - längst platzte die Altstadt aus allen Nähten. Der nostalgisch verwinkelte Charme Vecrīgas ist der Neustadt fremd, geprägt wird dieser Stadtteil von breit anlegten Boulevards wie dem Brīvības, der Hauptachse Rīgas. In der Neustadt entstanden während des wirtschaftlichen Aufschwungs Anfang des 20. Jhs. die meisten der 800 Jugendstilhäuser, für die Rīga so berühmt ist.

Okkupationsmuseum/Ocupācijas muzejs

„Schwarzer Sarg“ nennen die Rīgaer den kantigen Hallenbau am Rathausplatz, in dem eine umfangreiche und erschütternde Ausstellung das lettische Leid unter Naziterror und sowjetischer Besatzung dokumentiert. | Di-Sa 11-17 Uhr | Strēlnieku lauk. 1 | Eintritt frei | www.occupationmuseum.lv

Petrikirche/Pētera baznīca

Rīgas schönste Kirche, v.a. wegen des barocken, von zwei offenen Galerien filigran unterbrochenen, achteckigen Turmes: Mit 121 m Höhe ein Wahrzeichen der Stadt. Ein Lift bringt Sie 72 m hinauf zur Aussichtsplattform, die einen traumhaften Blick über die Daugava bis zur Ostsee bietet. Der erste Turm galt einst mit 136 m als höchster Holzturm der Welt. Er stürzte 1667 ein, und auch seinen Nachfolgern waren Himmel und Schicksal nicht gewogen: Noch zweimal brannte der Turm der Petrikirche nieder, 1721 vom Blitz und 1941 von deutschen Bomben getroffen. Die Rīgaer bauten ihn immer wieder auf - zuletzt 1973 mit einem Stahlkorsett. | Skārņu 19 | Di-So 10-17.15 Uhr | www.peterbaznica.lv

Pulverturm/Pulvertornis

Die Zeiten, in denen Rīga eine Stadtmauer mit 28 Türmen brauchte, sind lange vorbei. Der Pulverturm aus 3 m dicken Mauern in der schön restaurierten nördlichen Altstadt ist der letzte erhaltene Eckzahn der Bewehrung; er birgt heute ein Kriegsmuseum (Kara muzejs | Di-So 11-18 Uhr, Do 12-19 Uhr | Smilšu 20).

Reuternhaus/Reiterna nams

Johann Reutern, ein vom schwedischen König geadelter Patrizier, ließ sich dieses Prachtstück nordischen Barocks 1684-88 bauen und politische Symbolik verewigen: Im Gesims besiegt Schwedens Löwe den russischen Bären. | Mārstaļu/Audēju

Schloss/Rīgas Pils

Seit 500 Jahren prägen die beiden Wehrtürme des Rīgaer Schlosses das Stadtpanorama von der Daugava her mit. Der Rest des palastartigen Komplexes ist immer repräsentativer erweitert worden: Hier residierten schwedische, polnische und livländische Gouverneure. Heute ist das Schloss Sitz des Präsidenten. | Pils lauk. 3

Schwarzhäupterhaus/Melngalvju nams

Der Renaissance-Ziergiebel des Zunfthauses von 1334 prägt den alten Rathausplatz (Rātslaukums). Der eigenartige Name geht auf die „Compagnie der schwarzen Häupter“ zurück - eine mittelalterliche Bruderschaft, zu der nur unverheiratete Kaufleute Zutritt hatten. Ihr Schutzpatron war der heilige Mauritius. Das alte Schwarzhäupterhaus fiel 1941 in Schutt und Asche. Was Sie heute bestaunen, ist eine perfekte Kopie: 1995-99 baute man das Juwel Vecrīgas originalgetreu wieder auf. | Rātslaukums 6

Schwedentor/Zviedru Vārti

Rīgas einziges noch erhaltenes Stadttor (von ehemals immerhin 25) entstand, weil den schwedischen Besatzern ein direkter Weg aus der Altstadt zu ihren Kasernen fehlte: Sie brachen im Jahr 1698 einfach ein Loch in ein Wohnhaus und schufen so ihren Durchgang. Heute pilgern vor allem Touristen durch das eigenartige Tor, an dessen Seite einst der Henker der Stadt wohnte. | Torņa/Aldaru

Region: Vidzemes Jūrmala

Biosphärenreservat Nordvidzeme/Ziemeļvidzeme

60 km der Nordküste sowie ein Teil der Ostsee von Tūja bis an die estnische Grenze und das Einzugsgebiet der Salaca stehen seit 1994 als Biosphärenreservat unter Schutz. Auf einer Fläche von fast 4700 km² soll so ein einzigartiges Küstenökosystem aus Salzwiesen, Hochmooren und Laichgewässern der Ostseelachse bewahrt werden. Infos: TIC Salacgrīva | Mo-Fr 10-17, Sa/So 10-14 Uhr | Rīgas 10 a | Tel. 64041254 | www.biosfera.lv

Münchhausen-Museum/Minhauzena muzejs

In dem kleinen Dörfchen Dunte, etwa 8 km nördlich von Saulkrasti, erinnert ein kleines Museum an den berühmten Lügenbaron. Nicht von ungefähr: Freiherr von Münchhausen, damals Offizier der russischen Armee, heiratete 1744 in der Kirche des Dorfes und verewigte die Gegend später in seinen Geschichten.

Zu dem Museum gehört seit neuestem ein etwa 5 km langer Münchhausen-Waldpfad (Minhauzena meža taka), der an 33 originellen Themenstationen Bezug auf die Geschichten des Freiherrn und Lügenbarons nimmt. Ein schöner Familienspaß. | Dunte (im ehemaligen Herrenhaus) | Mi-So 10-17 Uhr | www.minhauzens.lv

Salacgrīva

Das Küstenstädtchen an der Salaca-Mündung ist vor allem Ostseeseglern ein Begriff, die den einzigen Yachthafen Vidzemes gern anlaufen. Viel los ist hier Mitte Juli, wenn der Ort sein Fischerfest feiert. Von Salacgrīva aus lohnt ein Ausflug zu den Opferhöhlen am Flüsschen Svētupe 10 km südöstlich bei Kuiķule. Die Sandsteingrotten dienten den alten Liven als Kultstätte.

Saulkrasti

Der aus den Fischerdörfern Pēterupe und Neībade zusammengewachsene Küstenort hat wenig mehr zu bieten als seinen Strand, doch der ist so fein und weiß, dass Saulkrasti zu den beliebtesten Badeorten der Rīgaer zählt. Die Hauptstadt liegt nur 30 km entfernt. | www.saulkrasti.lv

Vidzemes Steinstrand/Vidzemes Akmeņainā Jūrmala

Ein Stück Ostsee wie aus der Urzeit: Der 14 km lange Abschnitt zwischen Tūja und Meleki ist eine Meeresküste wilder Schönheit. Steil fallen zerklüftete Kliffe zum Strand ab, der mit zahllosen Steinen übersät ist. Vidzemes Steinstrand steht unter Naturschutz.

Region: Jēkabpils

Freiheitsstraße/Brīvības iela

Sie ist die Hauptstraße des Stadtteils Jēkabpils. Links und rechts zweigen schmale Gassen ab, in deren verzweigten Vierteln noch einige jener Holzhäuschen stehen, in denen einst die Altgläubigen wohnten. Markantes Bauwerk der Brīvības ist die neoromanische katholische Kirche (Brīvības/Vienības), unweit davon steht das 1807 geweihte Gotteshaus der Lutheraner. Einen Spaziergang durch Jēkabpils beginnen Sie am besten auf dem Vecpilsētas laukums, dem zentralen Platz und beliebtesten Treffpunkt der Innenstadt.

Freilichtmuseum Sēļu Sēta

Gehen Sie auf eine Zeitreise in die Vergangenheit. Typische Bauernhäuser, eine Windmühle und diverse Gerätschaften in diesem Museum vermitteln Ihnen einen authentischen und sehr lebendigen Eindruck vom Leben im Semgallen des frühen 19. Jhs. Schmiede, Müller und Weber arbeiten wie anno dazumal, und wer will, kann sich in den historischen Handwerkstechniken auch selbst üben. An das Museum grenzt ein kleiner botanischer Garten, in dem Bäume wachsen, die in Lettland als Exoten gelten, Esskastanie und Walnuss zum Beispiel. | Mai-Okt. tgl. 10-16 Uhr | Filozofu 6 | am Stadtpark | für Vorführungen wird um Anmeldung gebeten Tel. 65232501

Kreuzburg/Krustpils

Von dem gotischen Original blieben kaum mehr übrig als der Schlossturm und der imposante kreuzrippengewölbte Weinkeller, so oft ist die 1237 als erzbischöfliche Festung gegründete Kreuzburg im Lauf der Jahrhunderte umgebaut worden. Nach dem Zweiten Weltkrieg diente sie der Sowjetarmee als Kaserne und verkam. Seit 1994 steht die Bastion wieder für Besichtigungen offen, hier finden Sie auch das Geschichtsmuseum von Jēkabpils. | Mo-Fr 9-17, Sa/So 10-15 Uhr | Rīgas iela | Stadtteil Krustpils

Orthodoxe Kirchen

Jēkabpils ist ein Ort der Kirchen. In der Brīvības, direkt am Fluss, erinnert das ehemalige Altgläubigen-Kloster mit seiner schönen Nikolauskapelle und der jüngeren, im byzantinischen Sakralbaustil errichteten orthodoxen Kirche an russische Siedlungsgeschichte. In Richtung Stadtzentrum führt der Weg kurz nacheinander an der erhabenen Dreieinigkeitskirche, der lutherischen Michaelskirche und dem kriegszerstörten, inzwischen wiederaufgebauten Gotteshaus der katholischen Gemeinde am Stadtpark vorbei. Wer von dort aus durch die engen, von Holzhäusern gesäumten Straßen ins Stadtinnere geht, kommt in der Viestura zur Kirche der orthodoxen Altgläubigen. Sie birgt kostbare Ikonen aus dem 18. und 19. Jh.

Region: Kuldīga

Dreifaltigkeitskirche/Sv. Trīsvienības Baznīca

Von außen Renaissance und eher schlicht geraten, überrascht die 1640 erbaute Kirche innen mit der üppigen Pracht von Barock und Rokoko, besonders schön sind der Beichtstuhl und der Altar, den Zar Alexander stiftete. | Raiņa 10

Historischer Stadtkern

Ockergelb, blassblau, lindgrün und ein bisschen verwittert lehnen die hölzernen Kaufmanns- und Handwerkerhäuschen aus dem 18. und 19. Jh. aneinander, ein Bild wie aus der Zeit gefallen. In der Baznīcas, die vom Rathausplatz nach Norden abzweigt, lohnen die herzogliche Hofapotheke (Nr. 10) und das älteste Holzhaus Kuldīgas (Nr. 7), das Anwesen eines deutschen Kaufmanns aus dem Jahr 1670, eine Besichtigung.

Museum für Heimatkunde und Kunst/Novadpētniecibas muzejs

Regionalgeschichte, die das Museumsgebäude mit einschließt: Es stand im Jahr 1900 als Pavillon auf der Pariser Weltausstellung. | Di-So 11-17 Uhr | Pils 5 | am Wasserfall

Ventas Rumba

Die einen nennen es Stromschnelle, die anderen sagen Wasserfall. Wie auch immer: Über die ganze Flussbreite von etwa 250 m ergießt sich die Venta mit imposantem Rauschen 2 m in die Tiefe. Den schönsten Blick auf die Kaskade hat man von der 1874 erbauten Brücke, einem der längsten Backsteinviadukte Europas (166 m) und vom Burghügel neben dem Museum, wo auch ein Skulpturengarten der lettischen Bildhauerin Līvija Rezevska sehenswert ist.

Region: Liepāja

Altstadt/Vecliepāja

Ihre Lebensader ist die Lielā iela (Große Straße), gesäumt von stattlichen Bürgerhäusern in Jugendstil und Neoklassizismus. Viele Fassaden wurden schon restauriert, seit die Stadt aus dem Dornröschenschlaf erwachte. Das spürt man auch in der Tirgoņu, Liepājas munterer Fußgängerzone, wo Cafés, Boutiquen und Kunstgewerbeläden zum Bummeln einladen. In der Zivju stehen noch einige mittelalterliche Speicher Libaus, und in der Kungu iela blieb das „Peterhäuschen“ (Nr. 24) erhalten, in dem einst Zar Peter wohnte.

Annakirche/Sv. Annas Baznīca

Ein Meister barocker Schnitzkunst, Nicolaus Soeffrens, schuf im 17. Jh. den prachtvoll verzierten Altar mit dem dreistöckigen, zehn Meter hohen Aufsatz. Rauschender Hochbarock in der sonst recht schlichten evangelischen Kirche am Kuršu laukums (Kurenplatz), dem historischen Zentrum Liepājas.

Dreifaltigkeitskirche/Sv. Trīsvienības Baznīca

Die 1758 von der deutschen Gemeinde erbaute dreischiffige Hallenkirche betört mit ihrem prächtigen Sandsteinzierrat und einem Wunder des Orgelbaus. Das im Jahr 1855 geschaffene viermanualige Instrument zählt mit seinen 131 Registern und über 7000 Pfeifen zu den größten und bedeutendsten mechanischen Orgeln der Welt. Lielā iela

Jūrmala-Park

Auf der Open-Air-Bühne Pūt vējiņi („Weh, Windchen“) im Jūrmala-Park weht es im August ganz kräftig - beim Liepājas Dzintars, dem ältesten und berühmtesten Rockfestival Lettlands (Konzerttermine unter www.liepajasdzintars.lv). Der 1870 längs der Küste angelegte weitläufige Strandpark ist mit seinen seltenen Gehölzen, der alten Badeanstalt und dem Leuchtturm ein Kleinod der Stadt am Meer.

Kriegshafen/Karosta

Seinen einstigen Schrecken hat der Kriegshafen inzwischen verloren. Nun dümpelt er als Symbol der Zeitgeschichte vor sich hin, den Stadtteil Jaunliepāja mit krassen Kontrasten prägend: Zwischen den Hafenanlagen aus zaristischer Zeit mit ihren Festungsruinen, den Offiziersvillen und der orthodoxen Nikolaus-Kirche verrotten die Plattenblocks und Hinterlassenschaften der Sowjetmarine.

Ein besonders düsterer Ort ist das ehemalige Marinegefängnis (Karostas cietums) in der Invalidū iela 4 (www.karostascietums.lv). Dieser Bau diente gleich drei Diktaturen: 1905 buchtete der Zar darin Teilnehmer der Matrosenaufstände ein. Die deutsche Wehrmacht ließ dort Deserteure hinrichten; nach 1945 übernahm der KGB die Schreckensherrschaft. Seit 1997 ist das Gefängnis Gedenkstätte.

Museum für Geschichte und Kunst/Vēstures un Māzlas muzejs

Wer sich für das alte Kurland interessiert, kann in dem im Jahr 1912 gegründeten Museum viele Originaldokumente ansehen. Schöne Bernstein-Stücke. | Mi-So 11-18 Uhr | Kūrmājas pr. 16

Region: Ventspils

Freilichtmuseum der Küstenfischer/Ventspils Jūras Zvejniecības Brīvdabas muzejs

Boote und Gerätschaften, Reusen, Netze, Fischerkaten, eine Windmühle und was sonst alles mit dem Leben lettischer Fischer zu tun hat, zeigt diese sehenswerte Ausstellung. Von Mai bis September bummelt an den Wochenenden eine historische Schmalspurbahn über das Gelände des Freilichtmuseums am Strandpark. Einzigartig ist die große Sammlung historischer Anker. | Tgl. 11-18 Uhr | Riņķu 2

Hafenpromenade

Die alte Speicherstraße Ostas zwischen Altstadt und Hafen hat sich in den letzten Jahren zu einer schmucken Promenade gemausert und ist nun Ventspils‘ Flaniermeile Nr. 1. Sie können hier wunderbar bummeln und dabei das Treiben im Hafen beobachten. In westlicher Richtung kommen Sie dabei am altertümlichen Stadtteil Ostgals vorbei, der geprägt ist von Holzhäusern und Pflasterstraßen. Vor dort aus ist es, vorbei am Yachthafen, nicht mehr weit bis zur Südmole (Dienvidu mols), dem beliebten Ziel vieler Spaziergänger. An Sommerabenden zieht es Romantiker und Verliebte hierher, denn nirgends in der Stadt ist der Sonnenuntergang schöner zu sehen. | Ostas iela

Nikolauskirche/Sv. Nikolas Baznīca

Mit dem weißen, klassizistischen Säulenportikus erinnert die schöne evangelische Nikolauskirche an einen griechischen Tempel. | Baznīcas iela 6

Ordensburg/Pils

Ventspils bedeutet „Burg an der Venta“ und einen Besuch der Ordensfestung von 1290 sollten Sie nicht versäumen. Sie ist gerade aufwändig restauriert worden und nun wieder stolzes Wahrzeichen der Stadt. Drinnen gibt's ein nettes Café und ein sehenswertes Museum, in dem eine landesweit einzigartige multimediale Ausstellung über die Geschichte des Baltikums informiert. | Di-So 9-18 Uhr | Jāna 17 | www.ventspilsmuzejs.lv

Rathausplatz/Rātslaukums

Vom anmutigen Rathausplatz im Herzen der Altstadt aus liegt alles nahe: der Markt, die Burg und kopfsteingepflasterte Gassen.

Strandpark

Hinter den Dünen südlich vom Yachthafen erstreckt sich der großzügig angelegte Strandpark. Auf dem Podium im Zentrum des Parks finden im Sommer nahezu jedes Wochenende Veranstaltungen statt - vom Sängerfest bis zum Rockkonzert.

Region: Jelgava

Academia Petrina

So nobel studierte einst Lettlands Elite: Das barock-klassizistische Schmuckstück barg die erste höhere Bildungsanstalt des Landes. An der Academia Petrina lernte Krišjānis Barons, legendärer „Vater der Dainas“, ebenso wie spätere Präsidenten Lettlands, Litauens und Polens. Gegründet wurde die Lehranstalt 1775 von Herzog Peter Biron, der dazu das Schloss der Zarin Anna umbauen ließ. Im 35 m hohen Turm richtete man ein astronomisches Observatorium ein. Heute beherbergt die Academia ein Museum. | Akademijas 10

Alunāns-Park

Ursprünglich der alte Friedhof der Stadt. Hier liegt Ādolfs Alunāns begraben, einer der großen Söhne der Stadt, Begründer des modernen lettischen Theaters. Vom Alunāns-Park in Richtung Academia kommen Sie an der schönen orthodoxen Kirche vorbei. Sie wurde im Krieg völlig zerstört und erst 1998 wieder aufgebaut. | Pasta/Zirgu

Annakirche/Sv. Annas baznica

Die evangelische Annakirche, 1641 erbaut und mit ihrem spitzen Turm leicht zu entdecken, birgt eines des berühmtesten Gemälde des lettischen Nationalmalers Janis Rozenthals: das Altargemälde „Christus und die Samariten“ (1910). Rings um die Kirche stehen in der Auseklis und der Vecpilsetas iela noch einige der schlichten hölzernen Handwerker- und Kaufmannshäuser aus dem 18. Jh., die erahnen lassen, wie das historische Jelgava einst aussah. | Jaunatnes 1

Museum für Geschichte und Kunst/Jelgavas Vēstures un Mākslas muzejs

Aus Jelgava stammen viele berühmte Menschen der lettischen Historie, z.B. Kārlis Ulmanis, Staatspräsident zwischen den Weltkriegen. Und in Jelgava erschien 1856 die erste rein lettische Zeitung. Mehr über die bewegte Vergangenheit der Stadt erfahren Sie im Museum für Geschichte und Kunst, das nach dem Maler Gederts Eliass benannt ist und schon seines Gebäudes wegen einen Besuch lohnt: Es residiert in der einstigen Academia Petrina. | Di-Fr 10-18, Sa/So 10-16 Uhr | Akademijas 10

Schloss Jelgava/Jelgavas pils

Wer heute in Lettland Landwirtschaft studiert, lernt seine Feldfruchtlektionen in feudalem Ambiente: Im Barockschloss Jelgava residiert die staatliche Agrarakademie. Erbaut wurde es für Ernst Johann Biron, einen Liebhaber von Zarin Anna Iwanowna. Kaum zum Herzog von Kurland ernannt, ließ der sich ab 1738 auf den Wällen der alten Ordensburg eine fürstliche Residenz errichten und beauftragte dafür einen Megastar der damaligen Baumeisterzunft: den St. Petersburger Hofarchitekten Bartolomeo Francesco Rastrelli. Dreieinhalb Jahrzehnte zog sich der Bau der barocken, am Ende schon deutlich klassizistisch geprägten Dreiflügelanlage hin. Erst 1772 bezog die Herzogsfamilie das neue Schloss. Biron hatte von dem Prunk nicht mehr viel: Er starb im selben Jahr.

Das Schicksal des Schlosses spiegelt Lettlands wechselhafte Geschichte wider. Im November 1918 steckten Monarchisten das Palais in Brand, 1944 wurde es fast völlig zerstört. Zwar baute man es immer wieder auf, von seinem ursprünglichen Aussehen hat das Schloss aber viel verloren. Geblieben ist die wundervolle Aussicht auf die Prachtfassade, die sich am schönsten vom rechten Ufer der Lielupe her bietet.

Unter der Südostecke des Schlosses liegt die Gruft der Herzöge von Kurland, in der die Mitglieder der Familien Kettler und Biron ihre letzte Ruhe fanden. Das Grabgewölbe mit 30 Särgen kann besichtigt werden. Im Schloss gibt's außerdem eine sehenswerte Ausstellung über die Geschichte der Herzogsresidenz. | Mo-Fr 10-16 Uhr | Pilssala

Region: Daugavpils

Festung/Cietoksnis

Die Festung Daugavpils, einige Kilometer nordwestlich vom Stadtzentrum am rechten Ufer der Daugava gelegen, ist eine Bastion der Zarenzeit, zwischen 1810 und 1850 von Petersburger Festungsingenieuren auf den Trümmern von Vorgängerburgen hochgezogen: ein trapezförmiger Komplex aus acht Forts, einer Zitadelle, Außen- und Innenwall sowie einem Brückenkopf am anderen Flussufer. Teile der Anlage können besichtigt werden. | Mo-Fr 9-17 Uhr

Heimatmuseum/Daugavpils muzejs

Anschaulich informiert die Ausstellung über die Wechselbäder in der Geschichte Latgales und der vielfach umkämpften alten Handelsstadt an der Düna. Mi-So 11-17 Uhr | Rīgas 8 | www.dnmm.lv

Kirchenquartett

Gleich vier Kirchen stehen am östlichen Rand des Stadtzentrums beieinander. Besonders die 1905 erbaute Boris-und-Gleb-Kathedrale an der 18. Novembra iela lohnt einen Besuch: Mit ihren türkisfarben schimmernden Kuppeln ist sie die wohl schönste russisch-orthodoxe Kirche in Lettgallen. Daneben wirken die im selben Jahr geweihte katholische Marienkirche und die neobarocke Martin-Luther-Kirche geradezu schlicht. Eine Straße weiter nördlich versteckt sich in der Tautās iela ein Juwel christlicher Vielvölkergeschichte von Daugavpils: die Kirche der Altgläubigen. Das Gotteshaus dieser im zaristischen Russland einst erbittert verfolgten orthodoxen Gemeinschaft birgt eine Sammlung von 300 kostbaren alten Ikonen, deren Anblick auch nichtgläubige Besucher tief beeindruckt.

Stadtzentrum/Centra

Verlaufen werden Sie sich in der Altstadt von Daugavpils kaum, denn die Straßen wurden nach altrussischer Tradition im Schachbrettmuster angelegt. Markanter Orientierungspunkt ist die Kuppel der dem vatikanischen Vorbild nachempfundenen katholischen St.-Peter-Kirche in der Fußgängerzone Rīgas iela. Nur knapp entging der klassizistische Bau in der Sowjetzeit dem Abriss. Unweit davon, an der Ecke Lāèplēša/Cietokšņaiela, blieb die alte Synagoge erhalten.

Region: Cēsis

Brauhaus/Cēsu alus Darītava

Cēsis rühmt sich stolz der ältesten Brauerei des Baltikums. Seit 1580 wird hier das Reinheitsgebot kultiviert, inzwischen in einer modernen Anlage außerhalb der Stadt. Doch das historische Brauhaus aus dem 19. Jh. gibt es noch - dort besteht fast täglich Gelegenheit, das süffige Cēsu alus zu kosten und viel über lettische Brautradition zu erfahren. Lenču 12 | Tel. 68009090 | www.cesualus.lv

Geschichtsmuseum/Cēsu Vēstures muzejs

Im Neuen Schloss spannt das Stadtmuseum einen Bogen über 800 Jahre Geschichte des 1206 erstmals erwähnten Ortes bis in seine vorchristliche Historie hinab. | Di-So 10-17 Uhr | Pils lauk. | www.vvtc.cesis.lv

Johanniskirche/Sv. Jāņa baznīca

Lettlands größte gotische Kirche außerhalb Rīgas entstand 1282-97 als Hauptkirche der Schwertbrüder in der ordenstypischen Schlichtheit. Sehens- und hörenswert ist die 1906 gebaute Orgel, zu den klangreinsten des Landes zählend und wie die Rīgaer Domorgel ein Werk des Ludwigsburger Orgelbauers Eberhard Friedrich Walcker. | Torņa 2

Neues Schloss/Jaunā pils

Auf den Mauern der östlichen Vorburg ließ die Grafenfamilie von Sivers 1778 ihren Wohnsitz gründen - bis heute „Neues Schloss“ genannt. Unterhalb des Herrensitzes führt eine Tuffsteintreppe in den Schlosspark, eine 1822 zwischen Burg und See komponierte Anlage mit Spazierwegen, Skulpturen und alten Linden, aus deren Mitte der Nussberg (Riekstu kalns) ragt: Hier stand im 11. Jh. die wendische Holzburg.

Ordensburg/Mūra pils

Cēsis' Wahrzeichen trägt die Narben bewegter Geschichte. Erbaut zwischen 1209 und 1224 von den Rittern des Schwertbrüderordens, galt das massive Konventshaus mit seinen drei Ecktürmen und Vorburgen bis in das 16. Jh. hinein als uneinnehmbar. Erst Iwan der Schreckliche legte es 1577 in Schutt und Asche. Gut erhalten ist der Westturm, in dem einst der Ordensmeister wohnte - hinter vier Meter dicken Mauern.

Einmal im Jahr erwacht auf der Burg die Vergangenheit zum Leben: während des Mittelalterfestivals im August.