Reisetipps Lausitz & Spresswald

Einkaufen Lausitz & Spresswald Folklore und Leckereien

Regionaltypische Produkte finden Sie vor allem in kleinen Läden

Das Handwerk hat in der Lausitz eine lange Tradition, Straßennamen wie Töpfer- oder Tuchmachergasse und Weberstraße zeugen davon. Souvenirs sind demzufolge überall zu haben, aber auch frische Produkte von regionalen Erzeugern. Wer shoppen möchte, der fährt in die größeren Städte, nach Cottbus, Görlitz, Bautzen oder Zittau.

Glas

Weißwasser war einst ein Zentrum der Glasproduktion, Bleikristall aus der Lausitz reiste in viele Länder der Erde. Nach der Einheit brach die Glasproduktion fast völlig zusammen, in einigen kleinen Betrieben wird die Tradition jedoch fortgesetzt, werden hochwertige Geschenkartikel wie Kerzenhalter, Tortenböden, Becher, Vasen und Schalen maschinell hergestellt, aber auch mundgeblasene Gegenstände angeboten. Eine Auswahl davon wird im Museumsshop des Glasmuseums in Weißwasser verkauft (www.glasmuseum-weisswasser.de).

Pfefferkuchen

In der Oberlausitz bieten die Pulsnitzer Pfefferküchler auf vielen Wochenmärkten ihre Leckereien an. Die Pulsnitzer verstehen ihr Handwerk, immerhin besitzen sie darin 400-jährige Erfahrung. Der Teig, dem Gewürze beigegeben sind, entsteht nach überlieferten Rezepten. Die braun gebackenen Pfefferkuchen werden mit Konfitüre gefüllt und mit Zucker- oder Schokoguss versehen.

Regionale Spezialitäten

Lohnende Mitbringsel sind scharfer Meerrettich oder eingelegte Gurken im Glas aus dem Spreewald. Das Spreewald-Logo ist geschützt, nur regionale Erzeuger dürfen es verwenden. Und niemand muss die „Katze im Sack“ kaufen: An vielen Stellen gibt es Gelegenheit, die Gewürz-, Dill-, Knoblauch- oder Pfeffergurken aus dem Fass zu probieren. In Straupitz wird in einer Holländermühle das typische Spreewälder Leinöl gepresst und verkauft. Im Spreewald, aber auch in der Oberlausitz, dort, wo es viele Gewässer gibt, bieten Fischer frischen Fisch an, besonders lecker ist frischgeräucherte Ware, manchmal noch warm aus dem Räucherofen.

Volkskunst

Ganz vorn bei den Mitbringseln rangieren kunstvoll verzierte Ostereier. Besonders ältere sorbische Frauen verstehen es meisterhaft, mit flüssigem Wachs, Nadeln, Federkielen und Farben Ornamente auf die Eier aufzutragen. Dieser Brauch hat eine lange Tradition. Einst galt das Ei als Symbol der Fruchtbarkeit, und deshalb wurden im Frühjahr die Eier entsprechend geschmückt.

Hoch im Kurs stehen auch Spreewälder Trachtenpuppen. Es gibt kleine, die in jede Handtasche passen, und größere, die den halben Kofferraum füllen. Manche Puppen sind mit Blaudruckerzeugnissen angezogen, denn der Blaudruck gehört seit Jahrhunderten zur Tracht und zum Haushalt der Sorben. In der Lausitz wird er noch handwerklich hergestellt, z.B. in Pulsnitz von der ältesten historischen Blaudruckerei.

Zur Volkskunst von hoher Blüte entwickelten die Töpfer ihr Handwerk. Eine Besonderheit stellt die Oberlausitzer Schwämmeltechnik dar - das Dekor wird mit Schwämmen aufgetragen. Weit verbreitet ist auch das „Braunzeug“, dessen Bezeichnung auf die Brauntönung der Gegenstände zurückgeht. Burg im Spreewald in der Niederlausitz sowie Pulsnitz und das nahe Elstra in der Oberlausitz sind bekannte Töpferorte.

Weihnachtssterne

1821 fand erstmals der Herrnhuter Advents- und Weihnachtsstern Erwähnung, der heute viele Wohnzimmer, Säle und Kirchen schmückt. Auch auf Straßen und Balkonen leuchtet er in der Weihnachtszeit. In Herrnhut ist der Weihnachtsstern, der aus 17 viereckigen und acht dreieckigen Zacken besteht, in mehreren Größen hergestellt wird und selbst zusammengebaut werden muss, das ganze Jahr über erhältlich.

Region: Burg

Kunsthandwerk

In der rustikalen Schauwerkstatt von Manfred Karolcak (Lindenstr. 5 | Tel. 035603/60414) kann man dem Meister beim Herstellen von Holzpantoffeln zuschauen. In der Trachtenstickerei Dziumbla (Wendenkönigstr. 9 | www.trachtenstickerei.de) ist zu sehen, wie die aufwendigen Stickereien an den sorbischen Trachten entstehen. Im Laden der Töpfereiwerkstatt Pietzonka (Hauptstr. 41) werden neben spreewaldtypischer Keramik auch sorbische Ostereier und Trachtenpuppen angeboten.

Region: Bautzen

Kunsthandwerk und Delikates

Wunderschöne sorbische Trachtenpuppen, verzierte Ostereier und Blaudruck gibt es in der Sorbischen Kulturinformation (Postplatz 2). Im Bautz'ner Senfladen kann man nicht nur den traditionellen Senf kaufen, sondern in dem kleinen Museum einiges über die Senfherstellung lernen (Fleischmarkt 5 | www.bautzner.de).

Region: Cottbus

Shopping in Cottbus

Einkaufs- und Flanierstrecke ist die Spremberger Straße, von den Einheimischen kurz „Sprem“ genannt. Zum Shopping empfehlenswert: Lausitzer Hof am Berliner Platz und Fürst-Pückler-Passage am Hauptbahnhof.

Region: Görlitz

Warenhaus Am Marienplatz und Straßburg-Passage

Auch wenn Sie nichts kaufen möchten, lohnt ein Blick in das Warenhaus Am Marienplatz mit zentralem Lichthof und Galerien: Es ist das einzige Großkaufhaus im Osten Deutschlands, das aus der Zeit vor 1914 originalgetreu erhalten blieb. In einem Seitenarm der Berliner Straße lädt die Straßburg-Passage zum Flanieren und Kaufen ein.