Reisetipps Lanzarote

Insider Tipps Lanzarote MARCO POLO Autor Sven Weniger im Interview

Sven Weniger liebt an Lanzarote die bizarre Landschaft, die Sonne und die ehrliche, einfache Küche der Insel.

Was reizt Sie an Lanzarote?

Ich kam schon als Teenager Anfang der 1970er-Jahre das erste Mal auf die Kanarischen Inseln. Damals fand ich nur Sonne und Meer toll. Doch bald wollte ich auch die Leute, deren Leben und Sprache kennenlernen. Lanzarote ist einmalig auf der Welt: die bizarre Natur, die unglaublichen farblichen Kontraste. Mir gefallen auch die kleinen, weißen Dörfer und das einfache Leben der Leute, die sich mit den Bedingungen arrangiert haben. Sie wirken oft zufriedener als bei uns. Ich fühle mich bei ihnen wohl.

Und was mögen Sie nicht so?

Mich stört der wieder aufgeflammte Bauboom, den César Manrique immer bekämpfte. Besonders Playa Blanca leidet darunter.

Wo und wie leben Sie genau?

Ich lebe meist auf Gran Canaria, auf Lanzarote bei Freunden.

Was genau machen Sie beruflich?

Ich bin Journalist, Fotograf und Autor, natürlich vor allem für Reisethemen über Spanien, aber auch andere Regionen in der Welt. Ich arbeite freiberuflich für Zeitungen, Magazine und Verlage in Deutschland. Das gibt mir die Unabhängigkeit, so oft es geht Zeit auf meinen Inseln zu verbringen.

Kommen Sie oft nach Lanzarote?

Ja, ich besuche mehrere Inseln pro Jahr, in den meisten Fällen natürlich zum Arbeiten. Aber manchmal auch nur, um ein bestimmtes Ereignis, z.B. ein Volksfest, zu erleben.

Was machen Sie in Ihrer Freizeit?

Ich lese viel, esse gerne mit kanarischen Freunden, wandere mit Vorliebe in den Montañas del Fuego und auf La Graciosa.

Mögen Sie die Küche auf der Insel?

Viele halten die kanarische Küche für zu simpel. Ich finde sie gerade wegen ihrer Einfachheit toll. Es sind kräftige, ehrliche Gerichte, wie man sie von Zuhause kennt und nie vergisst. Am liebsten esse ich Fisch, und zwar a la plancha, also einfach in Öl gebraten; und das am liebsten in El Golfo.

Könnten Sie wieder in Ihrer Heimat leben?

Ich bin gerne und regelmäßig immer mal wieder in Deutschland, könnte aber dort nicht mehr ausschließlich leben. Dazu sind mir Wärme, Sonne und die Menschen auf den Kanaren zu sehr ans Herz gewachsen.