Reisetipps Lanzarote

Highlights Lanzarote

Region: Arrecife

Altamar

Esszimmer mit Aussicht: Atemraubend ist der Blick auf Küste und Meer aus dem 17. Stock des Arrecife Gran Hotel. Die Küche ist fein-international, die Preise auch. Tgl. | Parque Islas Canarias s/n | Tel. 928800000 | www.arrecifehoteles.com | €€€

Castillo de San José

Oberhalb des Fischereihafens steht ein weiteres Kastell. Als es in den Jahren 1774 bis 1779 erbaut wurde, war die Seeräuberzeit in dieser Gegend schon fast vorbei. Allerdings herrschte damals eine große Dürre, sodass das Projekt als Arbeitsbeschaffungsmaßnahme beim Überleben half. Heute ist in den restaurierten Gewölben, hinter beeindruckenden meterdicken Mauern das Museo Internacional de Arte Contemporáneo, das Museum für zeitgenössische Kunst, untergebracht. Die Hallen sahen schon Ausstellungen berühmter Künstler wie Joan Miró und Antoni Tàpies. Im unteren Stockwerk liegt das nach dem Kastell benannte feine Panoramarestaurant. Besuchen Sie auf jeden Fall auch die Aussichtsplattform. Zu erreichen über die Küstenstraße Richtung Costa Teguise | Museum tgl. 11-21 Uhr | Eintritt frei

Region: Teguise

Plaza de la Constitución

Der zentrale Platz Teguises mit Palmen und Lorbeerbäumen - zwischen dem ehemaligen Kornspeicher La Cilla und der Kirche, von deren Vorplatz aus zwei steinerne Löwen zum Palacio de Spínola (18. Jh.) hinüberstarren - versammelt die schönsten Beispiele kolonialer Architektur.

Region: Parque Nacional de Timanfaya

Ruta de los Volcanes

Höhepunkt im Nationalpark ist die 45 Minuten dauernde Fahrt auf der 14 km langen Vulkanroute, die nur in den vom Islote de Hilario aus verkehrenden Bussen möglich ist. Tief hinein geht es in die surreale Welt dutzender, wie Meteoriteneinschläge wirkender Krater in allen Größen: von spitzen hornitos (Öfchen) bis zu calderas (Kesseln) von mehreren 100 m Durchmesser. Es folgen eingestürzte Lavatunnel und gewaltige Aschehänge. Abfahrt alle 30 Minuten, letzter Bus um 17 Uhr | Die Tour ist im Eintrittspreis zum Nationalpark inbegriffen.

Region: Costa Teguise

Cueva de los Verdes

Die Cueva de los Verdes ist Teil eines 7,5 km langen Lavatunnels, des Túnel de la Atlántida. Die Höhle entstand beim Ausbruch des Monte Corona vor 5000 Jahren. Die Lavaströme, die damals ins Meer flossen, erkalteten an der Oberfläche schnell, während das Magma darunter weiterströmte. Als die Eruptionen aufhörten, flossen die Reste hinaus und hinterließen so auf verschiedenen Ebenen Gänge und Hohlräume, die zusammen 40 m Höhe erreichen und weit ins Meer hinausgehen.

Zur Zeit der Piratenüberfälle diente die Cueva de los Verdes als Zufluchtstätte, da sie gut versteckt lag. Im Jahr 1618 entdeckten allerdings algerische Freibeuter die Höhle durch Verrat und verschleppten hunderte Gefangene in die Sklaverei.

2 km und 45 Minuten lang ist die geführte Tour durch die bizarre Welt im Innern der Lava. Raffinierte Beleuchtung und esoterische Musik lassen die Wanderung wie einen Traum erscheinen. Auf halbem Weg wird in einem weiten Auditorium Rast gemacht. Zum Schluss gibt's noch einen verblüffenden Effekt, der hier aber nicht verraten wird. Tgl. 10-17 Uhr | Eintritt 8 Euro (inklusive Führung). Ein Erlebnis sind die Konzerte im Auditorium der Höhle (www.turismolanzarote.com).

Guatiza

Kakteenfelder, so weit das Auge reicht. In und um Guatiza ist jedes freie Fleckchen mit den fleischigen Opuntien bepflanzt. Bauern mit tief sitzenden Basthüten gehen die langen Reihen ab. Eine alte Eukalyptusallee führt durch den Ort, der einst mit Läusen zu Wohlstand kam. Obwohl das große Geschäft mit der Naturfarbe vorbei ist, wird zwischen Guatiza und Mala immer noch fleißig geerntet.

Am Dorfeingang geht rechts die Straße nach Los Cocoteros ab. Dort liegt eine der letzten Salinen Lanzarotes, die noch in Betrieb ist. Die Salina Los Cocoteros ist leicht zu erkennen an den alten, windradgetriebenen Pumpen. In Hunderten von Wasserbassins verdunstet das Meerwasser und hinterlässt eine dicke Schicht feinen Salzes.

Der Jardín de Cactus am Ortsende widmet sich ganz der stacheligen Welt der Kakteen. 1420 verschiedene Arten hat César Manrique hier im weiten Kessel eines ehemaligen Steinbruchs am Fuß einer restaurierten Gofiomühle versammelt. Der Kaktusgarten war seine letzte Arbeit. Schwarze Lavasteinchen und hohe Steinsäulen verstärken noch das seltsame Ambiente. Man kommt sich vor wie in einer fremden Welt. Ein Lokal bietet typische Speisen, ein Shop verkauft Souvenirs. Tgl. 10-17.45 Uhr | Eintritt 5 Euro

Jameos del Agua

Wie die Cueva de los Verdes gehören die Jameos del Agua zum Tunnelsystem Atlántida. Durch zwei große Einbrüche (jameos) der Lavadecke warfen bis Ende der 60er-Jahre die Bauern ihren Müll. Es ist César Manrique zu verdanken, dass die jameos gereinigt und gerettet wurden. Er formte aus dem Naturdenkmal ein bezauberndes Kunstwerk.

Sie steigen hinab durch einen breiten Trichter, dessen Wände mit subtropischen Pflanzen bewachsen sind. Im terrassenförmig angelegten Restaurant können Sie mit Blick auf einen verwunschenen Salzwassersee essen. Im See leben weiße Minikrebse: Da diese Art ausschließlich im Dunkeln existiert, haben sich die Augen vollständig zurückgebildet. Eine Hinweistafel warnt davor, Münzen ins Wasser zu werfen. Die blinden Krebse würden durch die entstehenden Metalloxide vergiftet. Hinter dem meditativen See legte Manrique im gleißenden Sonnenlicht, das durch das zweite Loch in der Lavadecke hereinfällt, einen blendend weißen Pool mit türkis schimmerndem Wasser an. Ihm folgt in der nächsten Tunnelröhre ein Auditorium mit exquisiter Akustik. Hier finden Konzerte (z.T. mit Folkloreshow) statt. Tgl. 10-18 Uhr | Eintritt 8 Euro | Di, Fr und Sa auch 19-2 uhr (mit Folkloreshow) | Eintritt 9 Euro

Fundación César Manrique

Wer mehr über Visionen und Schaffen von Lanzarotes größtem Künstler erfahren möchte, kommt an Tahiche nicht vorbei. Gleich neben dem Kreisverkehr, den ein großes Manriquemobile aus Edelstahl ziert, befindet sich seine Stiftung im ehemaligem Wohnhaus. Ein großer Teil der Kunstwerke Manriques ist hier ausgestellt, doch schon das ungewöhnliche Haus ist sehenswert: Ein Teil der unterirdischen Salons wurde in futuristisch wirkende Lavablasen hineingebaut. Winter Mo-Sa 10-18, So 10 bis 15, Sommer tgl. 10-19 Uhr | Eintritt 7,50 Euro | www.fcmanrique.org

Region: Puerto del Carmen

La Geria

Wie ein Geniestreich von Landschaftsarchitekten wirkt die berühmte Landschaft La Geria. Die Hauptroute durch die Region führt von Mozaga in der Inselmitte über Masdache bis Uga im Süden . Das großartige Weinbaugebiet in unmittelbarer Nähe der Vulkanberge erschließt sich indessen noch intensiver auf den Nebenrouten - etwa nach La Vegueta . Vor allem dort zeigt sich eindrucksvoll, dass es die Natur selbst ist, die zuerst mit feinen, graugrünen Flechten neues Leben in das tote Land bringt. Erst viel später können dann Bauern mit Gemüse und Obstpflanzen nachrücken, um ein neues Stück Land urbar zu machen.

An der Hauptstraße liegen die großen Bodegas, die meist von 10.30 bis 18 Uhr geöffnet sind. Besonders schön ist die Kellerei El Grifo (LZ 30, km 11 | Tel. 928524951 | www.elgrifo.com). Ihre Weine haben auch bei den Insulanern einen außerordentlich guten Ruf. Das zugehörige Weinmuseum veranschaulicht mit über 200 Jahre alten Gerätschaften die Schritte der Weingewinnung. Die Bodegas Barreto (LZ 30, km 11 | Tel. 928520717) bieten eine breite Auswahl samt Verkostung der Weine von 7 bis 9 Euro.

Auf keinen Fall sollten Sie an der nach eigenen Angaben ältesten Bodega Lanzarotes, Bodega La Geria (LZ 30, km 19 | Tel. 928173178 | www.lageria.com), mit ihrer weiten Sicht vorbeifahren. Sie liegt direkt gegenüber dem schönen Drachenbaum und wird manchmal von ganzen Busladungen überfallen. Besuchen sie die Bodegas mit Muße und vor 12 Uhr mittags - die Ausflugsbusse kommen nämlich erst dann.

Tiagua

Tiagua für sich genommen ist schon ein sehenswertes, gepflegtes Dorf, das traditionell von der Landwirtschaft geprägt wird. Den Besuch lohnt aber vor allem ein Museum: das in einem alten, gut erhaltenen Landgut untergebrachte Museo Agrícola El Patio. Der gesamte Komplex, der schon kurz nach seiner Eröffnung 1994 den Kanarischen Kulturpreis erhielt, ist ein liebevoll gepflegter Bauernhof. Alle Einrichtungen, von der Bodega bis zur Gofiomühle, befinden sich in funktionsfähigem Zustand.

Stall- und Wirtschaftsbereich liegen bei der Windmühle, deren Flügel allerdings beim letzten Tornado stark beschädigt wurden. Dort befinden sich auch die Bodega (mit Weinprobe) und die Stallungen, in denen außer einer Ziegenherde auch ein Dromedar und ein Esel untergebracht sind. Im Gutshaus sind alte Fotografien und bäuerliche Gebrauchskeramik ausgestellt. Ferner gehört dem Museum eine Sammlung besonders schöner Lavasteine und -felsen, die wie Kunstwerke wirken. Dem Gutshaus schließen sich die alten Gebäude der Weinkellerei an mit schweren, alten Pressen und Eichenholzfässern. Im Museum können Sie den Wein übrigens nicht nur verkosten, Sie können ihn auch für zu Hause mitnehmen. Mo-Fr 10-17.30, Sa 10-14.30 Uhr | Eintritt 5 Euro inklusive kleiner Weinprobe

Region: Playa Blanca

El Golfo

Wie die Feuerberge hat auch die tiefgrüne Lagune El Golfo schon in einem Sciencefictionfilm mitgespielt. Sichelförmig liegt sie im Bogen eines zur Hälfte im Meer versunkenen Kraterkessels, dessen Wände durch Winderosion zernagt sind. Die Färbung des Wassers, das durch Verdunstung des einsickernden Meerwassers einen höheren Salzgehalt als das Meer hat, wird durch eine besondere Algenart bewirkt. Der Kontrast zum pechschwarzen Lavasand und dem dunkelblauen Atlantik mit der weißen Gischt brennt geradezu in den Augen. Zugang: vom Parkplatz an der Landstraße südlich der Lagune und vom Parkplatz am Ortseingang des Dorfes El Golfo links

Jenseits der Lagune endet die Landstraße im Fischerdorf El Golfo. Der Ort beherbergt einige der besten Fischlokale Lanzarotes. Können bei dauerhaft schlechtem Wetter die Fischer nicht zu ihren Fanggründen hinausfahren, müssen die Lokale nach drei Tagen mangels Nachschub schließen. Gibt es eine bessere Frischegarantie? Die besten Lokale: Lago Verde (Do geschl. | Avda Marítima 46 | Tel. 928173311), Mar Azul (tgl. | Avda Marítima 42 | Tel. 928173132) und Bogavante mit dem urtümlichsten Ambiente (tgl. | Avda Marítima 39 | Tel. 928173505 | alle | €€-€€€

Eine schöne Unterkunft im Ort ist El Hotelito. Das „Hotelchen“ hat nur neun Zimmer, die zum Teil Meerblick aufweisen. Für persönlichen Service sorgt Wirt Victoriano. Das Haus ist ein Refugium für Individualisten mit Sinn für Ruhe und Beschaulichkeit. Tel. 928173272 | Fax 928173493 | €

Playas de Papagayo

Die Strände 3 bis 5 km östlich von Playa Blanca sind zu Recht wegen ihrer Schönheit berühmt: Sie sind von Felsen eingerahmt, der Sand, ohne Teer und Müll, ist fein und das türkisfarbene Wasser blitzsauber. Zudem herrscht meist nur eine geringe Strömung, und die Wellen sind niedrig, sodass hier auch Kinder gefahrlos baden und plantschen können.

Die Zufahrtpisten wurden Anfang 1998 neu planiert und mit soliden Felsbrocken eingefasst. Die Strände sind seither nur noch über eine ausgeschilderte Hauptpiste erreichbar, für die ein Wegezoll von 3 Euro zu entrichten ist. Damit ist zugleich auch der Eintritt in den Naturpark abgegolten, das Monumento Natural de los Ajaches, zu dem die Strände gehören. Große Parkplätze liegen bei der Playa Mujeres, oberhalb der Playa Papagayo und an der wilderen Playa Caleta del Congrio. Zu Fuß sind die Strände von Playa Blanca aus in etwa 1,5 Std. zu erreichen. Dabei gehen Sie vom Ende der Strandpromenade immer am Meer entlang. Leider ist der Weg im Bereich der Baustellen östlich des Ortes durch Schmutz und Fahrzeuge etwas eingeschränkt.

Alle Strände sind gut zugänglich, auch die kleineren - Playa del Pozo, Playa de la Cera und Playa de Puerto Muelas -, die Sie ebenfalls einmal besuchen sollten. Bei Ebbe lässt sich entlang dem Wasser von Strand zu Strand wandern.

Salinas de Janubio

Lange Reihen kleiner und großer rechteckiger Felder in schillerndem Braun, Rot, Grau und Schwarz - wie ein riesiger Setzkasten liegt die Saline von Janubio unterhalb der Straße nach Playa Blanca. In der Vergangenheit war die Meersalzgewinnung lebenswichtig für die Fischer, um ihren wertvollen Fang und den Proviant zu konservieren. Windräder, die im Lauf der Zeit verfallen sind, pumpten das Meerwasser in die größten, 40 m hoch gelegenen Becken. Von denen wurde es dann in mehreren ausgeklügelten Verdunstungsstufen in die kleinsten Becken abgelassen. Dort harkten Arbeiter schließlich das herauskristallisierte Salz mit Holzrechen zusammen.

Im 19. Jh. wurden hier noch über 10000 Tonnen jährlich gewonnen. Aber heute ist der Betrieb der Saline unwirtschaftlich geworden. Nur kleine Mengen des hochwertigen Salzes werden noch geerntet, man sieht sie zwischen den Trockenbecken aufgehäuft. Um sich die Anlage von nahem anzusehen, gehen Sie über den schönen Strand unterhalb der Saline.

Oberhalb der Salzgärten erhebt sich das Restaurant Mirador Salinas. Von seiner verglasten Terrasse aus haben Sie einen weiten Blick über die geometrisch angelegten Salzbecken, besonders schön sind die Farbspiele bei Sonnenuntergang. Tgl. | Tel. 928173070 | €€