Reisetipps Lanzarote

Ausflüge & Touren Lanzarote

Der Norden: Vielfältig, Bergig und Grün

Die Tagestour beginnt in Arrecife und führt an Manriques Villa in Tahiche vorbei zur alten Hauptstadt Teguise. Nach einem Abstecher an die Westküste geht die Fahrt über spektakuläre Aussichtspunkte, das Tal der tausend Palmen und die Ortschaft Haría zur Nordspitze der Insel. Zurück folgt man der Ostküste, gelangt zu den Lavahöhlen Jameos del Agua und Cueva de los Verdes. Bei Guatiza setzt der Jardín de Cactus ein letztes Glanzlicht. Die Tour ist rund 100 km lang.

Nehmen Sie von Arrecifes Umgehungsstraße LZ 3 aus die LZ 1, dann die LZ 10 Richtung Teguise. Biegen Sie am ersten großen Kreisverkehr in Tahiche, gut erkennbar an dem großen Manriquemobile aus Edelstahl, nach links ab, so gelangen Sie sogleich zum Hauptsitz der Fundación César Manrique.

Weiter bergauf erreichen Sie Teguise. Die andalusisch wirkende einstige Inselhauptstadt ist der geschichtsträchtigste Ort der Insel. Ihre Anlage ist kompakt, sodass Sie die Stadt von den Parkplätzen an der Mareta oder der Plaza San Francisco aus leicht erlaufen können. Ein Abstecher hinunter nach La Caleta über die LZ 402 führt zur grandiosen, wind- und wellenumtosten Famara-Bucht. Von hier geht es zurück nach Teguise. Dort erhebt sich am Ortsende der Vulkanhügel des Guanapay, auf dessen Spitze das 1588 erbaute Castillo Santa Bárbara steht. Der Panoramablick vom Gipfel ist herrlich. Die weiter nach Norden führende LZ 10 steigt stetig bergan. Links liegt auf dem höchsten Aussichtspunkt der Insel die Wallfahrtskapelle Ermita de las Nieves. Schnee (nieve) wird dort oben noch niemals gefallen sein, oft ist das Hochplateau aber wolkenverhangen. An klaren Tagen indessen haben Sie hier vom Steilkliff des Famara-Massivs einen imposanten Ausblick hinunter auf die gesamte westliche Küste und auf die weiter draußen liegenden Inseln des Chinijoarchipels.

Über Serpentinen schlängelt sich die Straße nun hinab ins Hochtal von Haría. „Tal der tausend Palmen“ wird die Agrarregion um den schönsten Ort im Norden der Insel genannt. Nördlich von Haría windet sich die Straße hinter Máguez noch einmal in die Höhe, vorbei am Monte Corona. Am Aussichtspunkt Mirador del Río, einem weiteren Werk Manriques, ist der nördlichste Punkt der Rundfahrt erreicht.

Nächste Station ist Orzola. Dieser kleine, hübsche Fischerhafen schafft die Verbindung der Insel La Graciosa zur Außenwelt. Oft ist der Seegang schon im Hafenbecken so stark, dass einem die Überfahrt als Abenteuer erscheint.

Nehmen Sie nun die LZ 1 Richtung Arrieta und Guatiza. An einigen hübschen Stränden vorbei gelangen Sie zu den Jameos del Agua und der Cueva de los Verdes. Die Route führt jetzt über Arrieta nach Guatiza. Der Ort ist vor allem für seine Opuntienfelder bekannt. Dort gedeihen die Cochenilleläuse, aus denen karminroter Farbstoff gewonnen wird. Am nördlichen Ortsende von Guatiza weist ein überdimensionaler Stahlkaktus auf Manriques letztes Kunstwerk hin: den Kaktusgarten. Von Guatiza aus führt die Straße durch die Vulkangegend oberhalb der Feriensiedlung Costa Teguise zurück nach Arrecife.

Der Süden: Unterwegs im Reich der Vulkane

Von Arrecife aus besuchen Sie zunächst das Monumento al Campesino und fahren weiter nach Tiagua, wo mit dem Museo Agrícola El Patio eines der interessantesten Museen der Kanaren liegt. Weiter geht die Fahrt in die Vulkanwelt des Nationalparks Timanfaya. Die Route führt dann über das Musterdorf Yaiza zur Lagune von El Golfo und an der schwarzen Lavaküste entlang zu den Salinen von Janubio. Die Rückfahrt erfolgt über den Aussichtspunkt in Femés und erreicht La Geria. Über Mozaga führt die Tour zurück nach Arrecife. Die Fahrtstrecke beträgt 85 km.

Von Arrecife aus führt die Straße LZ 20 nach San Bartolomé und weiter zum Kreisverkehr bei Mozaga. Schon von weitem ist hier das Monumento al Campesino zu sehen, nun folgt das weiße Dorf Tiagua mit seinen Windmühlen und dem schönen Freilichtmuseum Museo Agrícola El Patio. Der nächste Ort, Mancha Blanca, liegt schon fast am Rande des Timanfaya-Nationalparks.

Beim Beginn der Lavafelder befindet sich rechts das Centro de Visitantes. Die Grenze des eigentlichen Nationalparks wird von Holztafeln markiert, auf denen ein kleiner Teufel, der Diablo de Timanfaya, thront. Biegen Sie nach rechts auf die schmale Asphaltstraße ein, die zum Islote de Hilario führt. Ein Rundfahrtbus bringt Sie von hier über die Ruta de los Volcanes an die schönsten Stellen der Feuerberge. Nach Verlassen des Nationalparks treffen Sie in Richtung Yaiza auf die Dromedarstation.

Yaiza, ein hübscher, weißgrün leuchtender Ort, liefert einen denkwürdigen Kontrast zu der umgebenden dunklen Landschaft und gilt als Musterbeispiel lanzarotischer Architektur. Vom Kreisverkehr der Umgehungsstraße im Westen von Yaiza zweigt die LZ 704 nach El Golfo, der berühmten grünen Lagune an der Westküste, ab. Der Ort El Golfo selbst ist bekannt für seine guten Fischrestaurants.

Von El Golfo führt die Küstenstraße zur nächsten Attraktion: Los Hervideros. Etwas weiter südlich liegt die größte Salzgewinnungsanlage Lanzarotes, die Salinas de Janubio. Vor zwei Jahrzehnten noch herrschte reger Betrieb an den streng geometrisch angelegten Quadraten der Verdunstungsbecken. Heute verlandet die Anlage zusehends. Über Playa Blanca führt eine Straße hoch zum Dorf Femés mit spektakulärer Aussicht.

Folgen Sie von Femés aus der Straße durch das Hochtal und weiter hinab bis zur Hauptstraße Yaiza-Arrecife. Dort halten Sie sich links und biegen am Rand des afrikanisch anmutenden Dorfes Uga gleich nach rechts in Richtung Masdache und La Geria ein. Hinter Uga beginnt das über die Grenzen Lanzarotes hinaus bekannte Weinanbaugebiet La Geria. Die Strecke führt durch die wohl fremdartigste Landschaft der Insel über Masdache bis nach Mozaga, wo Sie wieder auf Manriques weißes Bauerndenkmal treffen.